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ich war 5 Jahre alt

  • Starter*in Starter*in Löwin
  • Datum Start Datum Start
Löwin 🙂und Tyra 🙂

möchte euch beiden alles Gute in eurem Leben wünschen.
Vorallem dass auch du Löwin deinen Kampfgeist nicht verlieren mögest und du Tyra immer die richtigen Worte hast ja das sind eure Stärken wofür ich euch sehr schätze. Ihr habt wunderbare Eigenschaften die mir sehr sympatisch sind. Wünsche mir dass ihr weiterhin euren Weg geht und die Stolpersteine die sich so finden lassen euch nicht zu Fall bringen. Nein ich bin mir sicher dass ihr immer wieder aufstehen werdet und damit vielen ein Vorbild seid andere zu motivieren die kraftlos sind.
 
A

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Re: ich war 5 Jahre alt
Hi Tyra,

danke für deien Beitrag, es ist interessant jedes mal was neues zu lesen und dadurch aus sich selbst ein wenig enthüllen. Wie ich sehe haben wir vieles gemeinsam, und auch wenn ich dich nicht kenne, so bin ich der Meinung, das dein Lächeln, auch von einem bis zum anderen Ohr reicht 🙂))))))))

Habe mir was rausgeschrieben aus deinem Beitrag:

Was bei dir herausragt ist deine Stärke und dein bewundernswert unerschütterliches Selbstwertgefühl, dass du dafür kämpfst wieder Spass am Leben zu haben und lachen zu können.
Davon sollte sich so manch einer ne Scheibe abschneiden! Es gibt nämlich die große Gefahr sich selber in seinem Leid als etwas Gewohntem gefangen zu halten...und nicht den Schritt hinaus zu wagen.

Das Selbstwertgerfühl ist so eine Sache, oft kommt es erst hervor, wenn man ganz am Boden liegt. Ich hätte mir selbst viel Leid ersparen können, wenn ich nicht so blind wie ein Kind durch die Welt gezogen wäre, an alles Gute geglaubt und fast verdustet nach Liebe und Geborgenheit gewesen wäre. Ein zerüttetes Elternhaus sorgt für viele Probleme im Leben. Blind vor Liebe, rannte ich von meinen Eltern in die Arme meines Ex, wo ich auch wieder erfahren habe, wie bei meinen Eltern zuvor: Ich muß leiden, um geliebt zu werden!" Und war der festen Überzeugung so ist mein Schicksal.., wie viele von uns, ob verheitratet oder nicht. Und nachdem sich meine "unendliche Liebe in ein unedliches Leid verwandelt hatte, fand ich meinen Verstand wieder. Ich began mich zu fragen, warum habe ich das letzte mal von Herzen gelacht, warum gehe ich ungern nach der Schule zu meiner Wohnung und meinem Ex zurück, warum fühle ich mich so unglücklich? Ich fand die Antworten und somit auch ein Ziel: mein Leben!

Und es war nciht so einfach am Anfang, auch nachdem ich endlich meine eigene Wohnung hatte und mein Leben selbst in der Hand, fühlte ich mich sehr einsam, es war schwer, diese stille, diese Einsamkeit, und ich war immer noch traurig, nicht weil ich alleine war, sondern weil ich es nicht mehr gewohnt war, Glück zu fühlen. Klar kamen auch Zweifel auf, wieder zum Ex zurück, aber gott sei dank hatte ich bereits einen guten Freundeskreis aufgebaut, Leute die für mich dar waren, und die mich vor solchen Fehlern abhielten. viel Zeit mußte vergehen, damit ich dieses Kind in mir beruhigen konnte, es treibt einen manchmal zu Wahnsinn, ständig diese Suche nach Liebe. Danach die folgenden Beziehungen waren komplett ein Fehlgriff, und schuld bin ich selber, das ich mich von der Angst der Einsamkeit geleitet habe.
Nachdem ich wirklich die Backen voll hatte 🙂))))), wurde ich ein richtig gter Single: 1 1/2 Jahre, reiste um die WElt, hatte Spaß mit meinen Freunden und fand erst jetzte das Selbstwertgefühl...ich hatte viel Zeit mich mit Menschen auszutauschen und man mag es nicht glauben, so Männer wie meine Ex, erkannte ich in den ersten 5 Minunten des Kennenlernens ;-)

So morgen gibt es mehr von den Erfarhungen die ich noch gemacht habe 🙂
 
Hej Internetcafe....danke für die Blumen...🙂)) dreifachgrins...getoppt was?

und hallo Löwin,
stimmt mit dem Lächeln, ist wohl immer ein ausladendes Grinsen bei mir....allerdings heute nur innerlich, denn ich hab grad ne Zahnkrone verloren und muss mich morgen erstmal inklusive meiner Paranoia zum Zahnarzt schleppen. Also dass ist mein privater Albtraum: wehrlos auf diesem Stuhl zu sitzen und jemand Fremdes da rumwerkeln zu lassen.....brrrr...
Und das mit dem blind sein: als Kind oder Jugendlicher hat man halt noch keine Erfahrungen ausser dem was man zu Hause erlebt und definiert das automatisch erstmal als die Normalität. Mit Freunden traut man sich erst lange Zeit nicht über Probleme zu reden, weil man sich schämt. Bei mir war das erst so mit 16 oder 17 Jahren der Fall und auch nur weil eine meiner Schwestern da progressiver war und ich ihrem Beispiel gefolgt bin....da eh alles raus war brauchte ich auch nix mehr verbergen...Erst später kriegt man Abstand, lernt durch andere Menschen andere Meinungen und ethische Grundverständnisse kennen.
So ist es nun einmal: das Erwachen oder auch Sehen-Können, bwz. anders Sehen-können braucht seine Zeit.
Allerdings finde ich im Fall von Kindesmißbrauch dass da oft eher die Umwelt (Mütter, Nachbarn etc.) blind ist, oder sich manchmal blind stellt? Meine Mutter jedenfalls hat die Gewalt-und Schlageaktionen meines Vaters stets in ihrer Krassheit (ist ja nicht nur der physische, sondern v.a. seelische Schmerz und die Demütigung) übersehen und herunterinterpretiert. Sie war selber in ihrer Kindheit geschlagen worden also war das bei ihren Kindern wohl nur die Fortsetzung der ihr bekannten Realitäten.Sie war halt nicht bereit mal genauer hinzusehen und Konsequenzen zu ziehen, d.h. zu gehen. Da war ihre Abhängigkeit/Hörigkeit ggü. meinem Vater wohl stärker als der mütterliche Instinkt die Kinder zu schützen. Kopfschüttel....

Liebebedürfnis ist ein menschliches Grundding. Wir sind halt auf Zusammensein konzipiert und brauchen um ganz wir selbst zu sein oder zu werden die Liebe anderer Menschen,die uns nahe sind, und/oder eines Menschen der uns noch näher ist.
Du schreibst dass du während deines (echten) Singledaseins zu deinem Selbstwertgefühl gefunden hast. Das war bei mir genauso. Wenn man in einer Beziehung steckt bleibt oft nicht genug Zeit sich selbst und was man eigentlich will besser kennen zu lernen. Eine gewisse Auszeit ist dahingehend nicht schlecht.
Wichtig ist natürlich dabei, dass man sich nicht völlig abschottet, sondern Freundeskreis pflegt etc.

Was bei mir jedoch anders als bei dir war/ist, dass ich mich niemals bzw. immer schon auf gewisse Weise einsam gefühlt habe...das aber nicht als negativ empfunden habe. Ich habe in einsameren Zeiten immer gewußt, dass sich das auch wieder ändern wird und ich wieder mit jemandem zusammen sein kann...Und das es an mir liegt daran etwas zu ändern und ich entscheiden kann,wann ich das will. Das hat mich unheimlich ruhig und auch stark gemacht.
Ausserdem glaube ich dass es auch in Beziehungen immer Einsamkeiten geben kann. Ich habe jedenfalls Menschen kennengelernt, die zwar äußerlich in einer Beziehung leben, aber innerlich extrem vereinsamt sind.
Tja die ewige Sehnsucht nach jemandem der einen vollkommen, sozusagen 1🤐 versteht. Ich fürchte das ist eine Illusion....was einen aber nicht traurig machen muß....diese absoluten Zustände sind ja nur ein Ideal, dass man anstrebt und es reicht sich dem zu nähern. Irgendwie wäre das für mich auch erschreckend und langweilig, man hört dann doch auf ein Selbst/Individuum zu sein....
Da haut meine buddhistische Grundhaltung mal wieder voll durch...

Und in diesem Sinne zum Abschluss meine recht freie Interpretation eines japanischen Haikus: Frosch
Teich
Platsch...............und genau das mache ich gleich auch:
gehe Schwimmen.....

Freu mich schon auf morgen und deine weiteren Erfahrungsberichte 🙂
 
Hi kleine starke Löwin,

Ich muss mich Internetkaffee anschliesen, wenn man deine zeilen liest, die durch gemacht hast, ist man wirklich einfach sprachlos...Ohne Worte, man muss einfach nur schlucken um zu begreifen...
Aber einer der das liest, was dir passiert ist kann es nicht wirklich nach vollziehen, keiner kann sich in deine Lage versetzen, aber ich(und die das lesen), wir wissen, dass du schreckliches durchgemacht hast, es ist ein WAHRES VERBRECHEN an dir begangen worden!!!


DU bist in eine andere Stadt gezogen, dass war bestimmt ein sehr guter Schritt zu einem neuen Anfang.
Vielleicht sogar der einzige, um mit deinen bisherigen Leben, und wirklich gelebt, hast du ja eigentlich gar nicht, abzuschliessen.
Du hast ja bisher nur Leid erfahren müssen!
Wie ergeht es dir Jetzt?
Kann man, ich dir auf irgend eine Art helfen?
Bitte, kleine Löwin, ich würde dir gern helfen!!!
Wie kann ich dir helfen- wie können es wir es-
lass es uns wissen!!!!!!!!!!
Du kannst mir gern privat mailen, ich bin jeder Zeit für dich da!!!

Ich drücke dich ganz fest, Varenia
 
Noch ein Gedanke zum Schluss wo ich noch zurücklassen wollte -
Die Wurzel deiner Kraft liegen sicher in den ersten 4Jahren deines Lebens.
Deine Tante hat dich stark gemacht dass das andere dich danach nicht umwerfeb kann.
Die ersten Jahre sind entscheidend ob man mehr dazu neigt unter schweren Belastungen zu zerbrechen oder wie eine Säule wird.
Meine Anerkennung gehört dir und auch eine gehörige Portion deiner Tante.
 
Hallo Varenia ;-)

habe hier einige deiner Fragen aufgegriffen:

DU bist in eine andere Stadt gezogen, dass war bestimmt ein sehr guter Schritt zu einem neuen Anfang.

in ein andere Stadt zu ziehen, das war das Beste was mir je passiert ist, weg von meinen Eltern, meiner Schwester, meinem Ex. Die Stadt war neu für mich und shcön, nud somit, auch wenn ich nach dem langen Arbeitstag nach Hause kam, so war es wie Urlaub, ein wenig durch die Stadt spazieren, es war erösend, ich hatte das Gefühl hier endlich zu mir zu kommen, weg von all dem was mich an das Leiden erinnernt. Klar ich arbeitete täglich in meiner Geburtstastadt, aber das fand ich nicht so schlimm, nach Hause hab ich mich immer gefreut 🙂

Du hast ja bisher nur Leid erfahren müssen!
Wie ergeht es dir Jetzt?

Stimmt, Leid zu erfahren war nicht leicht, besonders, wenn man sich selbst immer dagegen gestreubt hat. Es war nciht einfach am Anfang damit umzugehen, das es auch ein Leben ohne Leid gibt. Vieles Leid hatte ich erlernt, weil andere dachten,das ist das Beste für mich. Ich weiß heute das es anders geht, weil ich mein Leben in meinen Hände habe, ich bestimme Tag ein Tag aus ob ich leiden werde, oder glücklich sein werde. Nach all diesen erlebten Sachen kam ich zum Ergebnis, ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben, danach die Person die ich liebe und dann die Freunde. Mir muß es gut gehn, damit es allen um mich herum auch gut geht. Ich habe mir vorgenommen, keine Person mehr über mich zu stellen, außer Gott. Mein man sagt, oft ich wäre sein ein und alles, und wenn ich ihm sage er steht nciht an erster stelle, guckt er ein wenig verwirrt, aber er weis was ich erlebt habe, und somit akzeptiert er das, weil er mir vertraut und weis das ich ihn liebe.

Kann man, ich dir auf irgend eine Art helfen?
Bitte, kleine Löwin, ich würde dir gern helfen!!!
Wie kann ich dir helfen- wie können es wir es-
lass es uns wissen!!!!!!!!!!

Danke für die Hilfe, es ist jetzt schon eine Weile her, das ich das Leid hinter mir habe, aber wer weiß was morgen der Tag bringt, man muß stets am Ball bleiben. Es hilft einfach hier über die Sache zu reden und zu schreiben, nicht nur um sein eigenes Leid los zu werden, sondern auch für all die anderen die momentan das durchleben und denken, sie werden es nicht schaffen, ich weiß es ihr schafft es, glaubt an euch, ihr habt es euch verdient 🙂
Mir hat viel auch mein Glaube geholfen, den ich eine Zeitlang verloren hatte.
Bei uns heißt es stets, man darf nicht traurig sein, wenn man das ist, so schleicht das böse um einen herum, und wartet nur darauf, sein Werk zu vollbringen. Was auch einerseits stimmt, wieviele schlechte Gedanken hat ein Mensch in Trauer und Leid, Angst und Haß...stets hab ich mir den Satz selbst zugeflüstert: Auch wenn ich das Tal des Todes gehen muß, ich fürchte mich nicht vor dem Bösen, weil ich weiß das du bei mir bist. Es gibt auch den schönen Satz, wenn du dir nicht selbst hilfst so kann dir auch nicht Gott helfen, alles liegt in unserer Macht, wir bestimmen wo es lang geht, und der Weg hat Gott sei Dank zu mir geführt..ich werde euch in einem anderen Beitrag erzählen, warum ich mich zu Gott zurückbekehrt habe, vorab, ich hab das Böse mit eigenen Augen gesehen.

Wenn man sich vom Leid leiten läßt, geräht man schnell in einen Teufelskreis.
Undmanchmal passieren Dinge, so ist mein Gedanke dazu, im Leben nicht nur einfach so, alles hat seinen Grund und Sinn, deshlab frage ich mich auch oft, ok, ich mußte soviel ertragen, warum, worauf soll ich im Leben gefaßt sein, warum sollte mein Selbstbewußtsein so ausgeprägt sein, warum setzte ich mich für die Schwächeren ein...bin mir sicher, das allein Gott die Antwort weiß.
Meine Größte Angst ist nicht zu leiden, sondern das zu verlieren was ich liebe. Es ist schon einiges wahr an der Tatsache, das die ersten Lebensjahre die man in Liebe bei seinen Eltern, oder wie bei mir bei meiner Tante, einen prägen.
Ich wurde damals aus meiner heilen Welt herausgerissen, kam nach Deutschland zu fremden Leuten, die meine Eltern sein sollten. Die Erfahrung das zu verlieren, was ich liebe, ist stets ein tiefer Schmerz bei mir. Und deshlab (nicht nur als Sternzeichen Löwin 🙂), bin ich zum Kämpfer geworden, habe beschlossen, für das was ich liebe zu kämpfen, und bei diesem Kamp bin ich geblieben ;-)
 
Hi Löwin,

stimme dir zu: der Glaube an irgend etwas Positives und unabhängig von allen Dingen Beschützendes + Trostspendendes wie Gott oder in meinem Fall an ein abstraktes Gutes, ist ganz ganz wichtig um in seinem Leid nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. So als letzte unkorrumpierbare/unerschütterliche Instanz, die auch dann zu einem steht, wenn rundherum erstmal alles zusammenkracht und Menschliches versagt oder nicht so schnell aus den Pötten kommt....
Das sehr viele auch aus dem heutigen Zeitgeist heraus keinen Glauben an Gott oder Adäqutes mehr haben macht es heute oft schwieriger mit Leid umzugehen. So ist man in Leidsituationen vollkommen auf sich selbst zurückgeworfen....das ist oft zu viel für eine Menschenseele.
Auch der Satz: Hilf dir selbst, dann....ist ein guter Aktionsstimulator...wenn ich das mal so sagen darf und er zeigt, dass man selber ein großes Stück weit Herr/Frau seines/ihres Geschicks ist und auch dazu was tun muß.

Ich bin in meiner Grundeinstellung eher buddhistisch orientiert, wo man der Auffassung ist, das das Leben ohnehin Leiden bedeutet und man den durch den Reinkarnationsgedanken (also ich glaube allerdings nicht als Wurm oder Ratte wiedergeboren werde, sondern sehe das Ganze etwas abstrakter) ewigen Kreislauf des Leidens nur dann durchbrechen kann, wenn man sich ausreichend um eine aufrichtige und authentische Lebensführung bemüht. Und Bemühen heißt auch eine gehörige Portion Anstrengung, Handlung und ggf. Kampf um das Gute und/oder das was man liebt. Das hat durchaus Ähnlichkeit mit dem christlichen "Hilf dir selbst"-Satz....
Das darf man allerdings nicht als ein Einzelkämpferding missverstehen, sondern schließt natürlich mit ein, dass man, um sich selbst zu helfen in manchen Lebenssituationen auch die Mithilfe anderer Menschen benötigt und diese Hilfe auch in Anspruch nehmen sollte...

Gruß
Tyra
 

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