Ich finde gut, dass du etwas tun möchtest, damit du die Note bekommst, die wirklich das widerspiegelt, was du weißt. Natürlich wäre es bequemer, der Angst nachzugeben und weiter nichts zu sagen. Wenn man aber seinen inneren Schweinehund überwindet und das dann später als gute Note auf dem Zeugnis sieht, stellt sich ein Gefühl von Stolz ein - mit gutem Recht!
Frag dich doch mal, was schlimmstenfalls passieren könnte, wenn du dich meldest. Erst mal werden die anderen dumm aus der Wäsche gucken, weil sie dich meist still kennen. Das ist ja schon fast wieder lustig, oder? Grundsätzlich wird der eine oder andere gucken - und das kann dir doch herzlich egal sein. Deine Antwort könnte auch mal falsch sein. Aber auch das macht doch gar nichts, vor allem passiert das jedem mal. Wenige Sekunden später denkt da kein Mensch mehr dran. Man kann es also drehen wie man will: Eigentlich kann gar nichts Schlimmes passieren. Oder fällt dir noch etwas ein?
Als besten Weg fänd ich immer noch, vorab mit dem Lehrer zu sprechen. Tatsächlich glaube ich nämlich, dass das Bewusstsein des Lehrers dafür, dass du etwas verbessern möchtest, dir sogar ganz wesentlich helfen würde. Lehrer - auch die strengeren - freuen sich grundsötzlich, wenn jemand sich für ihr Fach interessiert und im Idealfall aufrichtig interessiert mitmacht. Streng sind sie eher gegenüber Störern - meist übrigens aus Selbstschutz, um Respekt aufrechtzuerhalten, damit ihnen niemand auf der Nase herumtanzt. Sprich in einem Gespräch unter 4 Augen ("Darf ich Sie nachher mal kurz unter 4 Augen sprechen?) oder auch zusammen mit deiner Schwester offen aus, was dich bewegt, was du vorhast und bitte/t darum, dich/euch in der ersten Zeit etwas zu unterstützen. Ich bin sicher, ihr rennt da offene Türen ein und der Lehrer wird dich/euch unterstützen.
Ihr schafft das - ein bisschen Mut gehört dazu. Ich bin aber sicher, dass sich dieser Mut auszahlt. Daumen sind gedrückt. Vielleicht berichtest du ja hier mal, wie es weitergegangen ist.