Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich schlage mein Kind

  • Starter*in Starter*in Mama braucht Hilfe
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Dass ich festgestellt habe, dass ein bewusstes bestrafen durch schläge weniger schlimm ist als schlagen aus dem Affekt heraus, meine ich klar gesagt zu haben.
........

Arme Kinder :wein:

Bevor ich was falsch verstehe, noch einmal meine konkrete Frage an dich TE.

Bewußt ausgeführte Schläge, über die du/ein Elternteil sich Gedanken gemacht hat, sind deiner Meinung nach besser und nicht so schlimm wie ein Poklaps, eine Ohrfeige, die du/ein Elternteil im Affekt in einer gefährlichen Situation ausführt?
Ist das so richtig von mir verstnden?

Wenn ich meinem Kind auf die Finger schlage, weil es schon wieder die Hand auf die Herdplatte legen will, ist weniger schlimm, als wenn ich mein Kind schlage, weil es wieder eine 4 im Zeugnis hat, oder jeden morgen kein Frühstück will, nicht die blaue Hose anziehen will, sondern die schwarze.

Ich fasse es nicht!!!!!!!!

Verständnis habe ich für eine Ausrutscher, wo man in Panik ist, dem Kind passiert gleich was.
Ist zwar auch falsch, aber kann ich schon nachvollziehen in der Stresssituation.

Aber BEWUSST ein Kind schlagen ist das Schlimmste was es gibt.
Was nimmst du dir für ein Recht heraus deinem nicht wehrhaften Kind gegenüber.

Dein Kind kann sich nicht wehren. Es kann NOCH niergendwo anrufen und um Hilfe bitten.
Du bist fast die Einzige, die ihm helfen kann, trotz aller Schläge und Strafen, lieben Kinder meist ihre Eltern.
Entschuldigen sogar ihr Verhalten.

Ist aber auch klar, sie haben ja niemanden sonst. Mama und Papa werden überwiegend von Kindern verteidigt, selbst, wenn die Kids leiden.
 
Hallo Te,
Leider werden die meisten Kinder wenn sie gut verdrängt haben, später selber mal solche Eltern, das ist das bedauerlichste.
Bei meinem Mann war es auch so.
Ist nicht bei allen Menschen so, aber bei vielen.

Tu das deinem Sohn nicht mehr an.
Du siehst es ja, du wurdest geschlagen und tust es bei deinem Kind.

Bitte mache es einfach nicht mehr, denk an die Seele deines Kindes, mit jeden Übergriff verletzt und verunreinigst du diese immer mehr.

Liebe Grüße Pecky
 
Dass ich festgestellt habe, dass ein bewusstes bestrafen durch schläge weniger schlimm ist als schlagen aus dem Affekt heraus, meine ich klar gesagt zu haben.

Etwas weniger schlimm zu finden heißt nicht, dass man es gut findet. Ich finde beispielsweise brechdurchfall weniger schlimm als darmkrebs, aber das heißt nicht, dass ich brechdurchfall gut finde.

Ich denke, meinen Standpunkt bezüglich schlagen habe ich klar gemacht.

Hallo helfende Mama,

habe mir zwar nicht viel mehr als deinen Eingangsbeitrag durchgelesen, aber denke, dass ich mir ein recht gutes Bild machen kann. Bestimmt hast du mittlerweile eine Menge "Gegenwind" bekommen, was ich nachvollziehen kann. Ich selbst finde es einfach schade, dass es bei euch so läuft, wie es läuft.

Gleichfalls finde ich es mutig von dir, dich damit zu "outen", dass du ein "Kommunikationsproblem" hast. Inwiefern das etwas mit den Verhaltens- und Erziehungsmustern deines Mannes oder deiner eigenen Mutter zu tun hat, kann ich nur vermuten.

Vieles im Leben wiederholt sich, und das ist das Problem. Schläge sind so ziemlich das schlechteste Argument überhaupt. Weißt du noch, ob dich deine Mutter bewusst oder im Affekt geschlagen hat, und was du aus den Schlägen gelernt hast? Und was glaubst du, wie dein Sohn deine Schläge sieht und was er daraus lernt?

Es ist nicht ganz abwegig, dass du deinen Sohn gerade schnurstracks in dasselbe Dilemma schickst, in welchem du dich gerade bewegst - nämlich Konfliktsituationen, familiäre oder sonstige, mit Schlägen bzw. Gewalt zu lösen. Vielleicht wird dein Sohn eines Tages vor einem selbstverursachten Scherbenhaufen stehen und sich wie du sagen: "Ich wollte das nicht. Ich konnte nicht anders. Etwas anderes habe ich nicht gelernt."

Ich bin mir sicher, dass du nur das Beste für deinen Sohn willst, wie so viele Eltern. Aber: Gut gedacht ist noch nicht gut gemacht.

Du hast deinem Sohn bereits 8 Jahre lang den Weg in dieses Leben geebnet, welches nicht immer ganz einfach ist. Er weiß zumindest von dir, was es heißt, stark zu sein und sich durchzusetzen - nicht nur durch Schläge. Du wirst auch abseits der Schläge immer sein Vorbild sein.

Und ich denke, dass eine fürsorgepflichtige Person immer auch eine Autorität walten lassen und Grenzen ziehen muss, aber nicht, um einen kleinen Menschen bzw. Kind "gefügig" zu machen, sondern um ihm die Welt verständlich zu machen und mit ihm "auf Augenhöhe" zu sein. Nicht mittels dem unterdrückenden Mittel von Schlägen, sondern mit dem Mittel der Erklärung, warum man sich verhält, wie man sich verhält. Kinder sind nicht dumm.

Dabei begann der Morgen so nett. Ich hab ihn geweckt, er war ruckzuck angezogen und saß im Wohnzimemr und hat mit Papas altem Handy gespielt. Darauf hat er ein Video gefunden, was ziemlich nervige Geräusche machte. Da es von Wohnzimmer zum Schlafzimmer keine Tür gibt (geht auch keine einzubauen) hatte ich die Befürchtung, mein Mann könne aufwachen und bat meinen Sohn, das Video auszumachen. Keine Reaktion. Da man mal was überhören könnte, ging ich näher und bat ihn erneut, das Video zu beenden. Keine Reaktion. Erst bei der dritten Aufforderung beendete er das Video. Hat mich sehr geärgert. Mein Mann ist ein Morgenmuffel und kann schon mal sehr anstrengend werden, wenn er morgens vor dem Weckerklingeln geweckt wird und auf sowas habe ich morgens keine Lust - ich brauch auch meine Ruhe...
Da ich mich geärgert habe, dass mein Sohn nciht hört, forderte ich ihn auf, das Handy wegzulegen. Das Handy ist etwas älter und hat noch ein relativ kompliziertes Menü. Mein Sohn wollte unbedingt bis zum Ausgangsbild navigieren. Ich wollte, dass er das Telefon weglegt. Habe ihn noch zwei mal auffordern müssen, damit er das Handy weglegt. Das hat mich geärgert. Ich will, dass er mich ernst nimmt und fühle mich macht- und hilflos, wenn er einfach nciht auf meine Worte reagiert.

Hast du deinem Sohn denn wirklich erklärt, warum er machen soll, was du von ihm willst? So, dass er es auch wirklich verstehen kann? Hast du deinem Sohn erklärt, warum sein Verhalten nicht in Ordnung bzw. unerwünscht ist? Oder dachtest du vielleicht, dass dein Sohn einfach wissen müsse, was an seinem Verhalten "richtig" oder "falsch" ist?

Vielleicht findest du hier verwertbare Ansätze für ein gewaltfreies Verhältnis zwischen dir und deinem Sohn.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwei Dinge fallen mir gerade noch ein:

1) Helfe deinem Sohn, dich zu verstehen, indem du ihm gut erklärst, was deine Sorgen und deine Wünsche sind.

2) Was sagt eigentlich dein Mann dazu, dass du deinen Sohn schlägst? (Er hat es doch bestimmt mitbekommen. Ist es ihm egal?)
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass ich festgestellt habe, dass ein bewusstes bestrafen durch schläge weniger schlimm ist als schlagen aus dem Affekt heraus, meine ich klar gesagt zu haben.

Etwas weniger schlimm zu finden heißt nicht, dass man es gut findet. Ich finde beispielsweise brechdurchfall weniger schlimm als darmkrebs, aber das heißt nicht, dass ich brechdurchfall gut finde.

Ich denke, meinen Standpunkt bezüglich schlagen habe ich klar gemacht.

Hallo, Mama,
hier im Hilferuf wollen viele helfen. Aber wir können nicht helfen, wenn wir Dir lediglich unsere Meinung vorpredigen.
Die wichtigste Frage für mich lautet: Warum tut der Mensch was er tut?

Aussagen, die Du hier lesen kannst, wie z.B.: "ich fasse es nicht" oder "dir muss doch klar sein" sind Zeichen der Hilflosigkeit der Hilfsbereiten. Wenn Du hier Hilfe haben möchtest, ist aus meiner Sicht der Hintergrund von Dir, Deinem Mann und die Familiensituation genau darzustellen. Es kann nicht darum gehen, dass Du zunächst die Ansichten der Hilfsbereiten liest und übernimmst, sondern dass wir lernen, Dich und Eure Situation zu verstehen.

Damit wir von Dir lernen, solltest Du Dich öffnen. Dabei gehst Du das Risiko ein, dass ggf. weitere Beschimpfungen und Unverständnis Dir entgegenschlägt. Aber anders geht es nicht, damit die wenigen Hilfsbereiten, die etwas von Hilfestellung verstehen, Dir helfen können.

Vielleicht hilft es Dir, wenn Du uns mitteilst, inwieweit Du Hilfe hier haben möchtest und was Du als helfend empfindest und was nicht. Also wie stellst Du Dir hier Hilfe für Dich vor – und wie nicht?

LG; Nordrheiner
 
Ich hatte dich grundsätzlich so interpretiert, dass Emotionen und Affekt in deinen schlagenden Handlungen gegenüber deinem Nachwuchs eben keine Rolle gespielt hätten?
Dein Hinweis auf deine inzwischen erworbene Gelassenheit suggeriert indes Gegenteiliges?


Darkside

Der (unvollständig) geschilderte Vorfall liegt schon viele Jahre zurück. Ich denke schon, dass auch Emotionen und Affekt in meinen Erziehungsversuchen eine Rolle spielten, sowohl in guter als auch in schlechter Richtung. Der Mensch ist ja keine Maschine. Man👎 ist sich nur nicht immer bewusst, wie sehr Emotionen eine Rolle spielen. Daher ist das Darüberreden eine Hilfe, alle Entscheidungsparamter zu erkennen.

Nordrheiner
 
Ixh habe meine Kinder auch geschlagen, so, wie ich geschlagen worden bin. Es schien mir normal, weil ich es nicht anders kannte. Mein Mann saß daneben - und machte nichts. Heute macht er mir Vorwürfe..... Wie einfach.... Warum hat er nicht eingeriffen?
Ich hasse mich heute dafür, aber as bringt natürlich nichts. Heute gibts einen Bruch in der Beziehung. Sie hassen mich, was ich verstehen kann. Was ich nicht verstehe, ist, dass sie ihren Vater, der sie nicht schützte, nicht hassen. Aber das ist ihre Sache. Nie wieder würde ich ein Kind schlagen. NIE WIEDER!!!!! Es schien so normal, so notwendig, so....
Es war nur das Grauen pur. Und ich wills auch nicht beschönigen mit "ich hab sie nicht verprügelt".
Ich habe meine Kinder geschlagen. Allein das reicht. Und allein das ist zuviel.
 
Hallo, Annakarina,

es tut mir leid, für Dich und Deine Kinder, dass Deine Kinder litten und Du heute leidest.
Und noch immer prägt der Hass Eure Beziehung. War es Dir möglich, wenigstens mit Deinen
inzwischen sicherlich erwachsenen Kindern darüber zu reden und Dich spürbar zu entschuldigen?

Welche Bedeutung hatte in eurer früheren Familiensituation das Wort "verzeihen"?
Hast Du Deiner Mutter verziehen?

LG, Nordrheiner
 
Hallo, Darkside,

Menschen handeln aus unterschiedlichen Gründen falsch und richten Schaden an.
Erlittene Verletzungen bleiben schmerzhaft, wenn sie nicht geheilt werden.
Am besten scheint mir, wenn der Verletzer in den Heilungsprozess eingebunden werden kann.
Ist das bei Dir möglich?

Sicher erscheint mir, dass Verletzungen nicht unbehandelt bleiben "dürfen".
Resignation ist kein Pflaster, keine Heilsalbe.

Wie können wir Dir helfen?

LG, Nordrheiner
 
Ixh habe meine Kinder auch geschlagen, so, wie ich geschlagen worden bin. Es schien mir normal, weil ich es nicht anders kannte. Mein Mann saß daneben - und machte nichts. Heute macht er mir Vorwürfe..... Wie einfach.... Warum hat er nicht eingeriffen?
Ich hasse mich heute dafür, aber as bringt natürlich nichts. Heute gibts einen Bruch in der Beziehung. Sie hassen mich, was ich verstehen kann. Was ich nicht verstehe, ist, dass sie ihren Vater, der sie nicht schützte, nicht hassen. Aber das ist ihre Sache. Nie wieder würde ich ein Kind schlagen. NIE WIEDER!!!!! Es schien so normal, so notwendig, so....
Es war nur das Grauen pur. Und ich wills auch nicht beschönigen mit "ich hab sie nicht verprügelt".
Ich habe meine Kinder geschlagen. Allein das reicht. Und allein das ist zuviel.

Es mag sein, dass dein Mann sich auch nicht gut verhalten hat, aber das kann man doch nicht vergleichen.
Es ist nunmal etwas ganz anderes, sich aus einer Attacke rauszuhalten, als eine solche selber zu beginnen.
Deine diesbezüglichen Ausführungen halte ich schon für sehr fragwürdig, als würdest du versuchen, die Verantwortung für dein eigenes Fehlverhalten abzuschieben.

Hast du dich denn mal bei deinen Kindern entschuldigt? Hast du mal versucht, dich in sie hineinzuversetzen?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
N Mein mann kann sich nicht von sachen trennen Familie 144
A Mein Sohn will Kontakt zu uns abbrechen Familie 14
G Ich kenne mein Kind nicht. Familie 201

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben