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Ich schaffe es nicht, mich von den Erwartungen anderer zu lösen – wie geht ihr damit um?

Sind es tatsächlich Ehrlichkeit und Loyalität?

Oder ist es die Angst vor der eigenen Courage und vor Vorwürfen?

Ich werfe noch in die Runde: sagst du es, um dich vorher abzusichern, damit du dir ja keine Freiheit nimmst, weil du davor Angst hast? Hast du Angst eine eigene Entscheidung zu treffen, für deren Konsequenzen du möglichwßerweise dann die Verantwortung übernehmen müsstest?

Im Endeffekt holst du dir so die Erlaubnis und begibst dich selbst in die Rolle des abhängigen Kindes, statt einfach eine erwachsene Entscheidung zu treffen.
 
Nun - willkommen im Erwachsenenleben.
Und deswegen meine ich, dass Menschen, die erwachsener sind als ich weisere Entscheidungen über mein Leben treffen können.
Wenn es eine Art „Selbstversklavung“ geben würde, würde ich diese ernsthaft für mich in Betrachtung ziehen. Klingt ekelhaft, ist aber wahrscheinlich der Fall, wenn man körperliche Strafen weglässt.
Ich werde im Arbeitsleben wahrscheinlich dazu tendieren, jegliche Überstunden immer zu arbeiten, aber nicht, um mehr Geld zu verdienen, sondern, weil ich meinem Arbeitgeber Loyalität zeigen will.
 
Hast du Angst eine eigene Entscheidung zu treffen, für deren Konsequenzen du möglichwßerweise dann die Verantwortung übernehmen müsstest?
Ich hab eher davon Angst, dass andere für mich die Verantwortung übernehmen und darunter auch noch leiden müssen. Wenn ich mein Studium schmeißen würde, was ist dann mit dem ganzen Geld, das meine Eltern gezahlt haben, damit ich überhaupt mal ein „normales“ Abi machen konnte und dem Unterhalt, den sie an mich gezahlt haben? Ich kann das doch nicht so einfach veruntreuen und sie schuldig fühlen lassen, warum sie überhaupt dieses Geld in die Hand genommen haben wenn es nachher doch sowieso nichts gebracht hat.
 
Ich hab eher davon Angst, dass andere für mich die Verantwortung übernehmen und darunter auch noch leiden müssen. Wenn ich mein Studium schmeißen würde, was ist dann mit dem ganzen Geld, das meine Eltern gezahlt haben, damit ich überhaupt mal ein „normales“ Abi machen konnte und dem Unterhalt, den sie an mich gezahlt haben? Ich kann das doch nicht so einfach veruntreuen und sie schuldig fühlen lassen, warum sie überhaupt dieses Geld in die Hand genommen haben wenn es nachher doch sowieso nichts gebracht hat.

Eltern möchten, dass ihre Kinder glücklich werden. So sollte es zumindest sein.

Du bist nicht verpflichtet, die Erwartungen deiner Eltern zu erfüllen.

Nochmal, du hast bereits den Bachelor. Da kann man nicht mehr von "Studium schmeißen" reden.

Insgesamt klingt das alles sehr ungesund bei dir.
 

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