Jeder Mensch hat seine positiven, negativen und komplizierten Seiten. Diese Frau ist deine Mutter. Und solange sie dir keine schlimmen Dinge angetan hat, sondern eine Mutter für dich war, sollte man sich nicht für seine Mutter schämen.
Wenn es dich so stört, versuch das Problem mit den Zähnen mit ihr zu lösen. Vielleicht kann sie gar nicht anders essen?
Und wenn es dich so sehr nervt und abstößt, iss nichts mehr mit ihr. Und steh darüber, dass Leute, die sie nicht kennen, eben die Augen verdrehen. Wenn sie wie gesagt aufgrund ihrer Zahnprobleme nicht anders essen kann, ist für mich das Augenverdrehen daneben, wenn die Leute auf den Familientreffen bescheid wissen. Du sagst ja auch nicht zu jemanden mit einem kaputten Bein "Lauf gefälligst schneller, das nervt", wenn du weißt, dass er nicht anders kann.
Was die Distanzlosigkeit bei Gesprächen angeht ... naja, unangenehm, aber nicht grauenvoll. Ich würde ihr in einer ruhigen Minute ohne Vorwürfe, oder ohne Wut sagen, dass andere Menschen das als aufdringlich empfinden können und das nicht wollen, aber zu höflich sind, das direkt auszusprechen.
Du schreibst zwar, dass du einfühlsam diese Themen bereits bei ihr angesprochen hast, aber wenn du nur im Ansatz Adjektive wie hier gebraucht hast, kann das sehr verletzend sein. Und dann macht man erst recht dicht.