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ich schäme mich für die verhaltensweisen meiner mutter, was tun?

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Die TE schreibt an keiner Stelle, dass sie unter einem Selbstwertproblem leidet.

Das ist deine "Ferndiagnose" aufgrund eines Betrages...

Wie auch immer - TE, lass sie doch einfach in Frieden.

Nabel dich ab.
 
Erst mal einen guten Tag @ all,

mir stellen sich gerade alle Nackenhaare 🙁
Nur weil eine Frau mich geboren und aufgezogen hat, darf mich nichts an ihr stören ??
Das kann doch nicht Euer Ernst sein.

Wenn die Mutter keine Kritik vertragen kann, ist es ihr alleiniges Problem und sie wird sich in kürzester Zeit selbst isolieren (ich gehe mal davon aus, dass sie mit Anfang 60 noch nicht an Demenz leidet).

Also ich habe 2 erwachsene Kinder, die so erzogen habe, dass sie mich jederzeit kritisieren können und auch sollen. Ich denke dann darüber nach und versuche dann die evtl. Unart zu beseitigen.

Ich kann sehr gut verstehen, wenn man sich ekelt, ganz besonders beim Essen. Bei mir gäbe es da nur eine einzige Konsequenz: Mutter, spuck weiter vor Dich hin - ABER ohne mich !! - auch wenn Du mich irgendwann mal geboren hast.........
 
Jeder Mensch hat seine positiven, negativen und komplizierten Seiten. Diese Frau ist deine Mutter. Und solange sie dir keine schlimmen Dinge angetan hat, sondern eine Mutter für dich war, sollte man sich nicht für seine Mutter schämen.

Wenn es dich so stört, versuch das Problem mit den Zähnen mit ihr zu lösen. Vielleicht kann sie gar nicht anders essen?

Und wenn es dich so sehr nervt und abstößt, iss nichts mehr mit ihr. Und steh darüber, dass Leute, die sie nicht kennen, eben die Augen verdrehen. Wenn sie wie gesagt aufgrund ihrer Zahnprobleme nicht anders essen kann, ist für mich das Augenverdrehen daneben, wenn die Leute auf den Familientreffen bescheid wissen. Du sagst ja auch nicht zu jemanden mit einem kaputten Bein "Lauf gefälligst schneller, das nervt", wenn du weißt, dass er nicht anders kann.

Was die Distanzlosigkeit bei Gesprächen angeht ... naja, unangenehm, aber nicht grauenvoll. Ich würde ihr in einer ruhigen Minute ohne Vorwürfe, oder ohne Wut sagen, dass andere Menschen das als aufdringlich empfinden können und das nicht wollen, aber zu höflich sind, das direkt auszusprechen.

Du schreibst zwar, dass du einfühlsam diese Themen bereits bei ihr angesprochen hast, aber wenn du nur im Ansatz Adjektive wie hier gebraucht hast, kann das sehr verletzend sein. Und dann macht man erst recht dicht.
 
TE, kann es sein, dass du in deinem Alter noch bei Mutti lebst? 😕

Sonst würde dir doch gar nicht auffallen, wie sie isst und was sie sonst so Schreckliches treibt...

Falls ja, empfehle ich Eigenständigkeit und Auszug.
 
Warum sollte man/frau sich schämen fürs Fremdschämen bei Verwandten inklusive Mutter ?
In der Pubertät durchlaufen viele Menschen eine Phase in der sie sich für Verwandte/Eltern schämen, und schämen sich gleichzeitig für diesen "Tabubruch", weil sie den Eltern damit (hoffentlich!) den Überich-status nehmen. Nur so können Menschen i.d.R zu eigenständigen, selbstverantwortlichen Menschen heranreifen.
Scham entsteht erst durch einen Tabubruch. Je konventioneller und systemorientierter ein Mensch persönlich strukturiert ist, desto schamvoller wird sein Lebensweg sein, weil es im Leben unweigerlich immer wieder zu eigenen und fremden Pleiten und Pannen kommen wird. Wer Regeln, Sitten und Konventionen einen totalitären Wert zuschreibt, gibt dem Selbst- und Fremdschämen soviel Raum, dass es von einer sozial und menschlich nützlichen Gefühlsregung zu einer angst- und aggressionsbesetzten Bedrohung wird. Die Angst vor der Scham führt dann leider häufig dazu, dass ein Mensch sich Regeln, Konventionen etc. fügt und nicht mehr wagt sie zu analysieren und dadurch amoralisch oder gar unmoralisch handelt. Das Übermaß an Scham hat dann, das Gewissen, dessen kleine Schwester die Scham im rechten und positiven Maß ist , Schachmatt gesetzt
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Meinungen hier verstehe ich nicht. Es geht doch nicht darum die Mutter runter zu putzen sondern darum, dass die TE sich für ihre "Essmanieren" schämt. Zumal sich fast jeder Mensch für Menschen fremd schämt, die nicht richtig Essen können. Aber angeblich gibt es in diesen Forum niemanden, der das schon mal getan hat. 😉
Allerdings sehe ich es auch so, dass nicht die schlechten Essmanieren dafür verantwortlich sind sondern eine schlecht sitzende Brücke.
 
Menschen mit Zahnersatz spucken oft ungewollt beim sprechen.

Vielleicht kommt sie mit ihrem Zahnersatz nicht so gut zurecht und lässt ihn deswegen zuhause draußen.

Vielleicht geht sie zu dicht an ihr Gegenüber ran, weil sie nicht mehr so gut hört.

Warum sind Dir die Befindlichkeiten fremder Menschen so wichtig?

Ältere Menschen haben nun mal ihre Macken 😉
 

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