mein Problem ist, dass ich verliebt bin, aber Schwierigkeiten habe, mit ihm ins Gespräch zu kommen, weil ich ihn und seine Studiengruppe, wir sind eigentlich in festen Gruppen von Anfang bis Ende des Studiums, nicht gut kenne und mir einen Platz erobern muss bei denen. Die sind lieb, also ist es nicht ein Ding der Unmöglichkeit, aber ich stehe voll am Anfang des Kontaktes mit ihm und denen.
1)Ich bin nicht geübt in sozialer Kontaktpflege und erst recht nicht in einer Kommunikation mit Männern, die besonderes Geschick in diesem Fall erfordert, weil er sehr sensibel ist. Ein falsches Wort und schon ist der irritiert.
2) Er hat mich nicht wirklich bemerkt, also nicht nach außen. Er zeigt Interesse, wenn wir in einer Gruppe irgendwo stehen, doch sobald wir nicht in einer Gruppe sind, ist er immer am Gehen, braucht tierisch lange für alles und sieht aus, als hätte er Stress pur.
3) Die Zeit arbeitet ein wenig gegen mich, denn er ist viele Semester unter mir und ich muss fertig werden.
4) Ich möchte so gern ein Teil seiner Studiengruppe sein, ungeachtet meiner Gefühle für ihn. Aber wer kann schon sagen, ob es klappt. Obwohl man sich bemüht und so, können Kontakte oberflächlich bleiben. Da braucht es den Willen beider Seiten.
5) Er sieht verdammt gut aus und bestimmt bleibt er nicht lange Single. Ich finde ihn eben so gut aussehend, dass es mich nicht wundern würde, wenn nach den Ferien eine da ist...
Zusammengefasst könnte man sagen, dass ich Verliebtsein nicht gut verkrafte und das ist mein Hauptproblem. Soziales und Beziehungen sind Neuland für mich und langsam lösen sich erst die Probleme, die ich hatte und die mich von all den Menschen um mich rum isolierten, so dass ich mich sehr schwach fühle und eine große Ungewissheit bei allen Lebensbereichen an die Stelle der ständigen Anspannung getreten ist. Jetzt bin ich verliebt und in diesem Verliebtsein steckt so viel Sehnsucht nach Geborgenheit, dass es ab und an äußerst hart ist, einfach mal locker zu lassen. Nur wenn ich nicht locker lasse, wird nichts gelingen und das ist etwas, das mich quält. Es quält mich die Sehnsucht nach ihm, obwohl er mir fremd ist, ist er mir vertraut...ich kann das nicht erklären, und es quält mich, dass ich diese Sehnsucht etwas bei Seite schieben muss, weil ich sonst nicht normal funktionieren kann, noch nicht einmal annähernd für ihn oder andere attraktiv sein kann, weil man mir vom Gesicht ablesen kann, ob ich gerade Probleme wälze oder nicht.
Der Hauptgrund, weshalb ich in diesem Forum den Beitrag veröffentlicht habe ist, dass ich Mut und Zuspruch brauche, um nicht wieder in eine Isolation zu geraten. Ich brauche auch Mut und Zuspruch, dass ich mich nicht vor Männern verstecke, dass ich allen, Männern wie Frauen, zeigen kann, dass ich ein ganz normaler Mensch bin, der es wert ist, geliebt und gern gehabt zu werden. Besonders beim Verleibtsein und mit dem Auserwählten in Kontakt treten fällt es mir schwer, einfach bei mir zu bleiben, zu denken, dass ich es wert bin, geliebt zu werden, nicht aufzugeben, nicht Situationen überzubewerten, nicht abzudrehen oder in mein Schneckenhaus zurückzukehren...dadurch, dass ich schreibe und ihr mir antwortet, fühle ich mich nicht ganz so allein mit meinem Weg zu den Menschen, meinem Ja zum Leben. In Wahrheit fühle ich mich nämlich manchmal schon wie jemand, für den niemand Interesse aufbringen könnte, sexuelles Interesse und Gefühl, obwohl ich schon eines anderen belehrt wurde. Mich mochten aber nur diejenigen, die ich nicht mochte. Wäre das schön, wenn mich einmal einer liebte, den ich auch liebe...
ihr seht, ich hab zum Teil auch ein Allerweltsproblem..mögt ihr mich ermutigen? ich brauch das so sehr...