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Gast
Hallo Shiru, wir sind also beim "Sie", unüblich - aber gut, dann "Sie": das "Sie" soll vmtl. auch Abstand ausdrücken, Ihre Entscheidung. Die Zugehörigkeit zur Gesellschaft, zum Volk definiert sich in diesem Lande einfach über den "Titel" als Staatsbürger. Da lt. UNO Staatenlosigkeit vermieden werden soll, nimmt fast jedes UNO-Mitglied die Bewohner ihres Landes ganz automatisch bei Geburt - oder auf Antrag bei Einwanderung - als Staatsbürger auf. Man, auch Sie, ist somit mehr oder weniger gezwungenermaßen Mitglied der Gesellschaft, Teil des Volkes - entweder Kraft der Geburt oder auf Antrag. Damit ist auch klar, daß das herrschende System auch über Sie herrscht, Sie die Rechtsnormen und in mehr oder minderem Umfang auch die Kultur und die Traditionen zu beachten haben. Abweichler gibt es überall und auch in unserem Land sind sie gar nicht mal so selten. Dennoch bleiben sie Mitglieder der Gesellschaft und werden - zumindest administrativ - nicht ausgeschlossen. Ob und welchen Beitrag sie zur Gesellschaft leisten, ist dafür unerheblich. Es bedarf schon schwerster Verbrechen, um eine Aberkennung der Staatsbürgerschaft zu riskieren. Das haben Sie hoffentlich nicht vor. Andererseits können Sie die Staatsbürgerschaft auch nicht aufkündigen. Ein solches Recht gibt es nicht. Es ist maximal möglich, die Staatsbürgerschaft zu wechseln, wenn sie dauerhaft in ein anderes Land auswandern. Sie können also getrost frei nach Ihrer Fasson leben, solange Sie die aufgestellten Rechtsnormen beachten. Ob Ihr Wirken nützlich ist oder nicht, liegt in Ihrer Entscheidung. Wenn Sie sich einbringen wollen, wird das kaum ohne soziale oder politische Kontakte funktionieren. Als Eremit werden Sie nicht wahrgenommen. Wenn Sie so tolle Ideen zur Verbesserung der Gesellschaft liefern können und einbringen wollen, wäre eine politische Arbeit vmtl. das Mittel der Wahl. Was mich arg verwundert, daß Sie nach solchen Erklärungen fragen, kommen Ihre Texte doch sehr gebildet daher. -- Viel ErfolgAn Bodenschatz: Danke für ihre Antwort, sie ist ziemlich gut geschrieben. Ich bin mir dessen bewusst, dass ich durch den Umstand, in ein Territorium gesetzt worden zu sein, welches von einer "zivilisierten Gesellschaft" beansprucht wird, einen gewissermaßen höheren Lebensstandard erhalte, als es vermutlich die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten tut und das nur dafür, dieser "zivilisierten Gesellschaft" per ihrer Vorgaben anzugehören. Ich bin dazu der Meinung, dass sich Zugehörigkeit eher über Inhalt definiert und wie schon erwähnt, weiche ich diesbezüglich von den Normen der Gesellschaft erheblich ab. Selbstverständlich könnte ich den von ihnen erwähnten Tätigkeiten nachgehen und sozialen Kontakt herstellen, es fällt mir eher schwer das so zu tun, dass sich daraus etwas Positives entwickelt. Ich komme mit den allgemeinen Strukturen schlecht zurecht und habe dementsprechend Schwierigkeiten mit dem Koordinieren von Tätigkeiten, welche sich positiv auf andere Personen auswirken, schließlich ist es wie von ihnen erwähnt, dass man sein Handeln vor der Ausführung prüfen sollte, um Probleme mit der Gesellschaft zu vermeiden. Freundliche Grüße
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