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Ich möchte nur noch Teilzeit arbeiten, Umfeld reagiert belustigt…

Solange Du für Dich selbst und zukünftige Kinder sorgen kannst und auch Deine Rente stemmen kannst, ohne jemals auf staatliche Hilfen angewiesen zu sein, ist das doch vollkommen in Ordnung. Dann geht es niemandem etwas an.

Nicht respektabel ist es, wenn man weniger arbeitet und sich später vom Rest der Gesellschaft aushalten lässt. Vielleicht hängen die Reaktionen damit zusammen, dass Du nicht wirklich viel verdienst und man nicht glaubt, dass Du genug beiseitelegt hast?
 
Kann auch Neid sein.
Viele hätten bestimmt auch gern mehr Freizeit, können es sich finanziell aber nicht leisten.

Ich würde einfach auf Teilzeit wechseln und es nicht an die große Glocke hängen.
Das bringt dir nur Neid ein, wie du ja merkst.
Genieße deine Entscheidung für dich selber, erzähl es halt nicht überall herum.

ich denke auch, dass da Neid eine große Rolle spielt. Weil so ein Leben mit einer 3-4 Tage Woche hat natürlich schon auch was und wenn ich mir das selbst nicht leisten kann, kommt da natürlich ein stückweit Neid auf.

Aber Leute die keine Kinder wollen (und damit eben auch viel Geld sparen) und sonst auch kein Haus abbezahlen müssen, warum nicht. Die können natürlich ihr Leben genießen. Ob dann jemand neidisch ist, der eben 2-3 Kinder + Haus hat und eben die 40 Stunden buckeln muss, dafür kannst du ja nichts.
 
Ich würde solche Dinge auch nicht groß besprechen und erst recht nicht zur Diskussion stellen. Solange du unabhängig von deinem Partner leben kannst, ist doch alles gut. Finde es auch legitim wenn man in einer Beziehung nicht mehr voll geht, da Kosten ja geteilt werden oder mal der Eine, mal der Andere kürzer treten kann.

Generell gibt es doch bei Allem was zu meckern, ob nun Arbeit, Nicht-Arbeit, Elternschaft, Kinderlosigkeit.

Arbeitet man zu viel, ist man blöd, der Firma was hinterherzuwerfen und mehr Steuern zu bezahlen, arbeitet man zu wenig ist man faul oder nicht belastbar. Hat man Kinder, ist man plötzlich "nur noch Mama, der alles egal ist", geht man schnell wieder arbeiten ist man "Rabenmutter", will man garkeine ist man "Egomane, der den Generationenvertrag nicht einhält", etc. etc.

Ich war früher angeblich der "Langzeitstudent, der sich vom Freund aushalten lässt", dabei hab ich in Regelstudienzeit studiert und war nebenher noch 20h die Woche arbeiten, hab sogar seine Schulden abbezahlt als wir kaufen wollten.

Jetzt arbeite ich an derselben Schule und bin "der Vitamin B-Ehemann", dabei wurde ich anonym über ein Portal angefragt, reiner Zufall, dass es dieselbe Schule war.

Was ich damit sagen will: mach dein Ding. Ich muss in manchen Situationen auch noch lernen, garnicht zu sehr auf Meinungen anderer einzugehen, vor allem, da 95% der Menschen keine Ahnung von meinem Job, meinem Werdegang oder sonstwas haben.
 
Ich weiblich 35 ohne Kinder und habe letztes Jahr von Vollzeit auf Teilzeit gewechselt.
Die Meinung der anderen war mir relativ egal..Ich mische mich auch nicht in deren Leben ein.
Meine Freundin mit Kind, Hund und Mann will Vollzeit arbeiten und das Kind wird in der Kita erzogen..ja wenn sie das möchte.
Ich möchte mehr Frezeit und das Leben geniessen solange ich Jung bin..
Habe ich im Alter eine nidrigere Rente: Ja
Bekomme ich weniger Gehalt als meine Vollzeit Kollegen: Ja
Verzichte ich auf ausgiebige Shopping Touren usw.: Ja
Habe ich mehr Freizeit: Ja
Geht es mir Besser: Ja
Bin ich Glücklicher: JA!
Ich denke, dass jeder das Leben so leben soll wie er es für richtig hält und nicht den Weg der anderen beschrieten sonst wird man niemals glücklich
 
Hallo, ich möchte mal fragen was ihr darüber denkt… ich möchte von Vollzeit zu Teilzeit wechseln, um mehr Freizeit zuhaben. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis offen über meinen Beweggrund spreche, bekomme ich schiefe oder belustigende Blicke… was mich nervt. Den Vogel hat aber meine zukünftige Schwiegermutter abgeschossen. Es sei traurig, dass ein gesunder Mensch nicht mehr acht Stunden arbeiten könne. Sie war oft in Indien und da müssten Kinder schon arbeiten, wir seien zu verwöhnt hier. Mein Beweggrund ist einfach, dass ich die Zeit mit dem Älterwerden also schnelllebig wahrnehme. 2014 ist z.B. schon fast 10 Jahre her, mir kommt es aber nicht vor wie ein Jahrzehnt. Ich möchte z.B. mehr Zeit mit meinem Hund verbringen u.s.w. Jetzt habe ich aber ein schlechtes Gewissen und habe es erstmal verworfen…
Ich hatte meine Vollzeitstelle bzgl. meiner Gesundheit letztes Jahr auf 80 % reduziert. Du musst schauen was für dich das Beste ist und die Meinung anderer spielt absolut keine Rolle. Ehrlich gesagt, geht das die sogar einen Scheißdreck an und die sollten sich mal schön um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Wenn es dir gut tut und finanziell auch alles stimmig bleibt, haste alles richtig gemacht.
 
Wenn ich in meinem Bekanntenkreis offen über meinen Beweggrund spreche, bekomme ich schiefe oder belustigende Blicke
Dann diskutiere das halt nicht mit anderen.
Kann auch Neid sein.
Glaube ich gar nicht unbedingt. Ist häufig auch so ein Fall von "So wie ich lebe, ist das objektiv richtig, daher ist es objektiv falsch, wenn andere anders leben (wollen)" gekoppelt mit "Ich bin damit groß geworden, dass man Vollzeit arbeitet, also ist und bleibt das die richtige Lebens- und Arbeitsform".
 
Hallo, ich möchte mal fragen was ihr darüber denkt…
in etwa so:
Komische Reaktionen.
...
Vielleicht rechtfertigst Du Dich zuviel?
Wieso muss man das ankündigen?
Du kannst doch acht Stunden arbeiten, Du willst nur nicht.
Jepp, du musst das doch nicht !
Warum besprichst Du so private Dinge mit Deiner Schwiegermutter?
Das kann ich schon machen 😉
Kann auch Neid sein.
Das glaube ich auch eher.

Da traut sich - wirklich - jemand aus dem Hamsterrad auszusteigen !!!

Wieso verwirfst du diese wegen irgndwelcher Meinungen?
Ja, warum ?
Wovon du im Alter leben willst hast du bei diesem Gedankengängen einbezogen?
Ich vermute 🙂

WICHTIG wäre aus meiner Sicht:

Daß du das für dich klar bekommst.
In der Tat, vergehen die Jahre mit zunehmenden Alter scheinbar schneller.
Irgendwann stellt man sich auch so eine Art "Sinnesfrage", die wiederum die Sicht verändern,
weiterhin kommen "Schicksale" im Umfeld dazu...

Überlege dir was dir im Leben wichtig ist und lebe danach.
Somit kannst du das auch nach außen kommunizieren UND kannst
das Maß
ob überhaupt und auf welcher Skala
mitbestimmen 👍

Dadurch bist du auch nicht mehr so sehr abhängig.
 
Hallo nochmal, es ging wirklich in die Richtung, dass es ein Zeichen von Faulheit ist. Die meisten die gut verdienen arbeiten ja auch Vollzeit, mit Neid hat es nicht so viel zu tun. Sei froh, dass du noch gesund bist und arbeiten kannst, nicht jede Person hat das Glück… also Faulheit und Undankbarkeit höre ich unterschwellig raus. Nur ist das nicht zu philosophisch aufgeladen ?… seit wann ist das Leben gerecht ?… jeder Mensch hat doch ein anderes Leben und seine Probleme ?
 
Es ist deine Entscheidung. Dann musst du auch dazu stehen.
Ich weiß nicht, ob die Diskussion über unterschwellige philosophische Äußerungen deines Umfelds bei deiner Entscheidungsfindung hilfreich sind.
Ich denke, dabei geht es tatsächlich eher darum, ob das Geld noch für deine Lebensplanung reichen wird.
 

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