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Ich mobbe

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Zwischenfrage

Gast
Ich bin schon einer kleinen Weile in diesem Forum unterwegs, ziehe es aber trotzdem bei diesem Thema vor, "anonym" zu bleiben.

Naja, um was es geht, steht im Titel. Der Hintergrund ist der, dass ich vor einigen Monaten zeitgleich mit meinem jetzigen Chef in einer Abteilung eines Unternehmens (Zweigstelle) angefangen habe. Die Abteilung läuft maximal chaotisch und ich verbringe ewige Zeiten damit, Infos und Dokumenten hinterherzujagen. Je mehr ich Einblick in meine Arbeit bekam, desto mehr überschneidet sich mein Arbeitsbereich mit dem eines Kollegen. Er arbeitet maximal chaotisch und der Output ist eine einzige Katastrophe. Er hält sich für brilliant. Das sieht mein Chef nicht so und unsere gemeinsame Meinung ist "Der muss weg!". Ich mache ihn also öfters mal zur Sau, gebe ihm Aufgaben (nichts schweres, alles lösbar, aber er ist halt nicht besonders strukturiert), wenn was schief geht, kriegt er eine böse mail mit cc. an den Chef. Ich gehe ungefragt an seine Schränke, wenn ich Unterlagen benötige, wenn er nicht da ist.
Mir ist erst vor einigen Tagen klar geworden, dass das eigentlich Mobbing ist. Seitdem geht es mir gar nicht so gut. Nur weiß ich nicht genau, was eigentlich die Lösung ist. Man kann ihn nicht versetzen oder kündigen (Behinderung), aber er ist seiner Arbeit einfach überhaupt nicht gewachsen. Neben meiner Arbeit muss ich anfangen, seine Baustellen abzuarbeiten und ich verbringe so einige Abende im Büro (er macht pünktlich Feierabend oder ist krank). Ich wäre eigentlich froh, wenn er weg wäre , aber so etwas egoistisch fühle ich mich auch.

Tja....ich frag einfach mal so in die Runde....wer ist mal in eine ähnliche Position gerutscht und wie seid ihr da raus gekommen? Ich weiß im Moment keine Lösung.
 

Hallo Zwischenfrage,

schau mal hier: Ich mobbe. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich kenne die Situation, aber nicht von der Arbeit sondern von der Schule damals...

Es ist für einen persönlich immer besser der Mobber als der Gemobbte zu sein, ich war schon beides, weiß also dass es sich nicht schön anfühlt... Kids können fies sein, aber es sind Kids, Erwachsene sollten reifer sein und nicht so kindisch...

Manchmal merkt man ja nicht dass man einen mobbt und es wird einem nach ner Weile klar, so wie bei dir...

Von Mobbing halte ich nix, es ist einfach nur fies, rede einfach Klartext mit der Person und was du von ihm hälts...

Übrigens ist Mobbing strafbar!!!
 
AW: Du bist böse und machst Dich strafbar!

Sicher ist es nicht angenehm, weniger leistungsfähige Kollegen "durchzuschleifen"... ich hatte mal eine Kollegin, die ausgesprochen perfektionistisch war und alles 110% genau gemacht hat, was eben sehr viel Zeit gekostet hat - dementsprechend wenig hat sie geschafft.
Ich wär aber NIE auf die Idee gekommen, sie derart zu behandeln, wie Du es tust!

Setzt Euch einfach zu dritt (Du, der Kollege und der Chef) zusammen, redet ruhig über die Situation und sucht gemeinsam nach Lösungen - evtl. eine Umsetzung in eine andere Abteilung oder aber eine Neuverteilung der Aufgaben.
Mobbing ist NIE eine Lösung!
 
Also ich kann auch nur zu einem klaren Gespräch zwischen Dir, dem Chef und dem betreffenden Mitarbeiter raten...
...hat sich denn schonmal jemand die Mühe gemacht, denjenigen, den ihr versucht, los zu werden, zu fragen, woran es liegen könnte, daß er seine Arbeit nicht schafft?
Vllt. liegt´s ja genau an den Verhaltensweisen, die IHR an den Tag legt, um ihn raus zu ekeln!
Mutmaßungen darüber werden Euch aber nicht wirklich weiterbringen, also redet einfach mal ganz offen mit ihm darüber, vllt. liegt´s ja auch nur an `Kleinigkeiten´, die sich relativ leicht abstellen lassen könnten...

Viel Erfolg!
 
Klar der Mobber hats leichter als der Gemobbte - bis sich die Zeichen mal drehen😉

Ganz ehrlich: Dein/Euer Chef ist irgendwie ne ganz schöne Pfeife. DICH geht es nämlich im Grunde nicht wirklich was an, ob der Mann unstrukturiert/überfordert ist. Wenn euer Chef das meint, muss ER mit ihm reden. Wenn reden nix hilft, kommen die Abmahnungen. Und im Ernstfall eben die Kündigung. Dass dein Chef dich da vors Loch schiebt - oder du dich in falsch verstandener Loyalität davor schieben lässt und wegen sowas zum Mobber wirst - ist in meinen Augen das Hauptproblem.

Wenn der besagte Mitarbeiter weg ist, findet sich vielleicht noch wer, der nicht ganz die Norm erfüllt. Nimmst Du dann den nächsten ins Visier, weil dein Chef seinen Laden und seine Leute nicht im Griff hat? Meiner Meinung nach benutzt Du nicht nur jemand anderen (den Kollegen), sondern wirst auch selbst benutzt. Mach BEIDES nicht länger mit!

*edit* Wenn ein Behinderter nachweislich seine Aufgaben nicht (mehr) erfüllen kann, kann ihm meines Wissens auch gekündigt werden. Aber dazu gehören dann wohl wirkliche Fehlleistungen und nicht nur ein gewisses Chaos am Arbeitsplatz.
 
Man kann ihn nicht versetzen oder kündigen (Behinderung), aber er ist seiner Arbeit einfach überhaupt nicht gewachsen.

Nur mal so nebenbei zum nachdenken...

"Nicht behindert zu sein ist kein Verdienst,
sondern ein Geschenk, das jedem von uns zu jeder Zeit
genommen werden kann."

Schon mal darüber nachgedacht, dass der Kollege garantiert nicht absichtlich behindert ist, um Euch zu ärgern?
 
Im Grunde genommen spielt es doch keine Rolle ob der Kollege behindert ist oder nicht. Das ist keine entschuldigung für Faulheit oder Überforderung.

Ich finde es ist die Aufgabe deines Vorgesetzen mit ihm zu reden und du solltest dich ab sofort aus der Sache raushalten.
Was hast du denn davon deinen Chef direkt Mails zu schreiben wenn der Kollege seine Arbeit nicht richtig macht?

Aber ich kann auch verstehen, dass du ihm nichts sagst das es so nicht weiter geht und du nicht immer alles auffangen kannst für ihn.
Ich habe auch eine solche Kollegin die jetzt schon stöhnt bald allein zu sein aber im Grunde 3/4 ihrer Arbeitszeit nichts tut ausser private Dinge. Aber es ihr zu sagen würde ich nicht tun, dann bin ich der BuhMann.
Das sollte dein Chef machen.

Ich würde sagen, nimm dich zurück, ich denke nicht das du so ein Unmensch bist der noch Freude am Mobben hat.
 
Ich bin schon einer kleinen Weile in diesem Forum unterwegs, ziehe es aber trotzdem bei diesem Thema vor, "anonym" zu bleiben.

Naja, um was es geht, steht im Titel. Der Hintergrund ist der, dass ich vor einigen Monaten zeitgleich mit meinem jetzigen Chef in einer Abteilung eines Unternehmens (Zweigstelle) angefangen habe. Die Abteilung läuft maximal chaotisch und ich verbringe ewige Zeiten damit, Infos und Dokumenten hinterherzujagen. Je mehr ich Einblick in meine Arbeit bekam, desto mehr überschneidet sich mein Arbeitsbereich mit dem eines Kollegen. Er arbeitet maximal chaotisch und der Output ist eine einzige Katastrophe. Er hält sich für brilliant. Das sieht mein Chef nicht so und unsere gemeinsame Meinung ist "Der muss weg!". Ich mache ihn also öfters mal zur Sau, gebe ihm Aufgaben (nichts schweres, alles lösbar, aber er ist halt nicht besonders strukturiert), wenn was schief geht, kriegt er eine böse mail mit cc. an den Chef. Ich gehe ungefragt an seine Schränke, wenn ich Unterlagen benötige, wenn er nicht da ist.
Mir ist erst vor einigen Tagen klar geworden, dass das eigentlich Mobbing ist. Seitdem geht es mir gar nicht so gut. Nur weiß ich nicht genau, was eigentlich die Lösung ist. Man kann ihn nicht versetzen oder kündigen (Behinderung), aber er ist seiner Arbeit einfach überhaupt nicht gewachsen. Neben meiner Arbeit muss ich anfangen, seine Baustellen abzuarbeiten und ich verbringe so einige Abende im Büro (er macht pünktlich Feierabend oder ist krank). Ich wäre eigentlich froh, wenn er weg wäre , aber so etwas egoistisch fühle ich mich auch.

Tja....ich frag einfach mal so in die Runde....wer ist mal in eine ähnliche Position gerutscht und wie seid ihr da raus gekommen? Ich weiß im Moment keine Lösung.


Sorry, das ist zwar nicht ganz OT, immerhin etwas, aber ich kotze ´mal gerade eine Runde! -Ist ja schliesslich auch eine Äusserung.

Warum schaust Du statt auf ein Handicap, nicht auch auf Fähigkeiten?
Und Du dann auch auf Deine sogenannten Defizite?
😕
Daran kannst Du wachsen - als Mensch.
Aber Du willst nur weg haben.
- Sorry,
so mein derzeitiger Eindruck.

:mad:

Kaffee, kalt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir fällt dazu nur ein, dass ich dieses Unvermögen, Konflikte zwischen Mensch und Mensch persönlich zu lösen, und statt dessen im Hintergrund zu mobben, einfach zum Kotzen finde.

Es ist ja immer so leicht, die eigene Position in der Hierarchie dafür zu benutzen, nur um Konflikten und Konfliktbewältigung "auf Augenhöhe" aus dem Weg zu gehen. Funktionieren tut das auf Dauer nicht, es sei denn bei solchen Menschen, die ohnehin nur noch wie Maschinen als Rädchen im großen Getriebe funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

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