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Ich komme mit meiner Einsamkeit nicht mehr zurecht, ich bin so alleine, Hilfe

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Hallo @078989760986z98,

ich war früher (zum Beispiel in deinem Alter) auch einsam, nicht so einsam wie du, aber ich habe doch darunter gelitten. Heute geht es mir diesbezüglich viel besser. Du siehst also, eine Verbesserung ist möglich.

Ich warte jetzt erst mal ab, ob du dich hier noch mal meldest, bevor ich irgendwelche Tipps oder Anregungen gebe. Ich denke, die Leute, die hier versucht haben, dir irgendwie zu helfen, wären auch froh, wenn du dich nochmal melden würdest, und sei es nur kurz. Also lass mal von dir hören, falls du das hier liest.
 
sorry dass ich nichts Weiteres dazu sagen konnte 🙁

Ich bin irgendwie fertig und außerhalb aller geistigen Energie

Das Wochenende belastet mich immer weil ich dann viel zu viel Freizeit hab und die ist nur leer. Ich bin Montags immer in einer Art Homeoffice weil ich verschiedene Sachen nur im nav bearbeiten muss.

Damit gehen Wochen immer los und fühle ich mich dann immer sehr schlimm weil ich keinen Ausgleich und seit 2-3 Tagen mit keinem Menschen ein Wort geredet habe. Ich kann dann fast nichts machen und will nicht einmal grundlegendes Leben anschauen. Es ist als ob die Luft nur nach Schmerzen schmeckt und meine Augen tausend Sachen ignorieren, ich kann dann nicht einmal mein Handy benutzen


Es hört sich bestimmt dumm und verrückt an aber ich kann dann wirklich nicht einmal verstehen wie spät es dann ist oder wieso wir diese Uhrzeit haben sollen. Ich glaube schon welche Uhrzeit wie haben ich mein die Geräte irren sich nicht, aber mein Gehirn will nicht einsehen wie viel Zeit vergangen ist, die Uhrzeit ist einfach so unglaubwürdig. Das ist so schwer zu beschreiben ich wünschte jemand könnte meine Gedanken kurz fühlen weil das komplett außerhalb von allem ist.

Ich denke dann zurück und fühle 4 Stunden aus Erinnerung. Aber es waren 2 Tage, das habe ich hier schon mal am Anfang erzählt mein zeit Gefühl ist was ganz kaputtes oder zumindest viel schnelleres als was real ist und das hat immer Unrecht. ich kann mich auf meinen Kopf da gar nicht verlassen weil es sowieso falsch ist

sowas hätte ich mir vor zb 2 Jahren nicht vorstellen können, ich kann es mir auch jetzt nicht vorstellen obwohl ich es es manchmal erlebe und dann manchmal nicht mehr. ich mag meinen Kopf ganz und gar nicht, da passieren Sachen die nicht sein dürfen. Sowas hat nichts mit Leben zu tun das sind keine Sachen aus dem Alltag

Das sind ganz fremde Gedanken und der ablauf von denen kostet die Energie von tausend Jahren

Ich hoffe irgendjemand kann das nachvollziehen oder verstehen ich kann das nicht besser erklären das ist so grausam und sinnlos.

aber ich bin euch dankbar dass ihr mit mir redet und ich kann die gespräche ganz anders aufnehmen als was ich höre ich kann die antworten immer wieder lesen
Schreib mir mal or privat.. ich (m, 25) Stecke in einer ähnlichen Situation. Wir könnten uns gut anfreunden finde ich.

lg
 
Magst du mich über Facebook anderes soziales Netzwerk erreichen? Ich finde die private Chatfunktion auch nicht.
 
bist du arbeitslos?
warst du im vereinen früher?
musik, sport ?
hobbys?
wie und wo lebst du?
was ist passiert, dass es so ist wie es ist?
 
Hallo @078989760986z98,

da du dich nochmal gemeldet hast, nehme ich mal an, dass du hier nochmal reinschaust (auch wenn du den Beitrag wieder gelöscht hast).

Ich kann mich schwer in dich hineinversetzen, auch wenn ich Einsamkeit kenne. Ich glaube, du bist (oder warst während des Schreibens) in einem psychischen Ausnahmezustand. Was du beschreibst, ist ja wirklich außergewöhnlich und bedenklich. Und deshalb denke ich, dass du dir professionelle Hilfe suchen solltest. Vielleicht auch medikamentöse Hilfe, nur um mal runterzukommen von den schlechten Gefühlen.

Aber wichtiger an dem Ausnahmezustand finde ich, dass er ein Grund ist, warum das mit deinen Wünschen nicht auf die Schnelle funktionieren wird. Du willst ja echte, authentische Kontakte, hast du geschrieben. Nichts Künstliches, keine Gespräche, die Menschen nur mit dir führen, weil es ihr Job ist. Das Problem mit den echten, authentischen Kontakten ist, dass sie freiwillig sind und dass Menschen sie genau dann weiterführen werden, wenn es IHNEN was bringt, d.h. wenn sie sich mit dir wohlfühlen. Wenn es interessant, lustig, angenehm, lehrreich, hilfreich usw. ist. Das Problem, das ALLE einsamen Menschen dabei haben, ist, dass man, wenn man einsam ist, in der Regel nicht so locker und lustig ist, wie man gerade sein müsste, um sympathisch rüberzukommen. Gerade weil der Kontakt einem so wichtig ist, ist man z.B. zu aufdringlich, oder zu unterwürfig und ja-sagend, oder zu verkrampft und uncool und alles andere als lustig. Oder dies oder das. Und dann nehmen die Menschen wieder Abstand von einem. Es kann aber besser werden mit der Zeit. Du bist ja auch noch sehr jung. Was es bei mir mit der Zeit gebessert hat, war, glaube ich:

- Man wird mit der Zeit innerlich unabhängiger. Man ist zwar vielleicht immer noch einsam, aber man lernt, dass es nichts bringt, Leuten hinterherzulaufen oder gefallen zu wollen. Und wenn man das sein lässt, d.h. wenn man selbstbewusster und autarker (und normaler) rüberkommt, dann wird man auch interessanter für die Menschen.
- Man weiß mit der Zeit, wer man ist und was man kann. Selber Effekt. Auch, mit wem man kann und mit wem nicht.
- Man lernt dazu. Durch das Leben, Lesen, Reisen, Erfahrungen, Gehörtes. Und dadurch lernt man zum einen, besser mit den Leuten umzugehen, und zum anderen hat man mehr oder Interessanteres zu erzählen. Dafür muss/kann man aber auch ein bisschen was tun, d.h. mehr dazulernen, als automatisch geschieht.
- Man trifft mit der Zeit auf viele Menschen, mal in dieser Gruppe, mal in jener. Und immer wieder mal bleibt einer. Vielleicht nicht in Gruppe A, B oder C. Aber dann einer in Gruppe D und einer in Gruppe H. Also werden es über die Jahre mehr. Natürlich springen auch wieder welche ab. Aber meine Erfahrung ist, dass ab einem bestimmten Alter die Leute bleiben. Wer dich x Jahre lang "ertragen" hat oder gemocht hat, hat keinen Grund, daran im Jahr x+1 etwas zu ändern. Die Leute haben irgendwann ihre festen Kreise bzw. tun sich selber auch schwer damit, neue Leute kennenzulernen, weil es oft nicht passt. Wenn es mit dir passt, dann ist man froh um dich. Aber um so weit zu kommen, musst du auch hier was tun: in Gruppen gehen. Manche Gruppen ergeben sich automatisch (Schule, Arbeit), andere musst du dir selber suchen. Wenn du nicht unter Leute gehst, lernst du auch keine kennen, klar.
- Ich habe über die Jahre genug Telefon- oder Online-Kontakte aufgebaut. Die meisten davon habe ich auch mal im realen Leben getroffen, es sind also keineswegs nur irgendwelche "künstlichen" Sachen.
Jedenfalls, wenn ich mal jemanden zum Telefonieren brauche, dann hab ich mehr als eine Nummer, die ich anrufen kann.

Was ich sagen möchte, ist: Wenn man in einer schlechten Lage ist und über Jahre schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann kann man sich nicht vorstellen, dass es nochmal besser wird. Aber das ist falsch. Es kann sehr wohl besser werden. Ich habe auch jahrelang darunter gelitten, heute kaum noch. Und damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet. Es sah nicht danach aus, und ich habe nicht so viel gemacht, um etwas an meiner Lage zu ändern. Ich bin ausgegangen, ich bin meinen Interessen nachgegangen, ich bin offen geblieben, ich bin gereist. Ich bin Leuten nicht hinterhergelaufen, aber ich habe auch was getan, um die Freundschaften zu pflegen.
 
Was ich an deiner Stelle außerdem noch tun würde, wären Maßnahmen, um besser über die Wochenenden zu kommen und vor allem nicht diese gräßlichen psychischen Zustände zu erleben.

- Was mir oft geholfen hat, waren Aktivitäten, bei denen man unter Leute kommt, wo es sich um echte Kontakte handelt, wenn auch nicht um Freundschaften oder Bekanntschaften. Beispiel: Du setzt dich in ein gutbesuchtes Café, liest dort die Zeitung und redest ein bisschen mit der Bedienung. Du bist unter Leuten, hast ein wenig Kontakt. Oder du gehst zu einem Vortrag. Im Anschluss, bei der Diskussion stellst du eine Frage oder diskutierst mit. Dann bist du Teil des Ganzen, hast mit Leuten zu tun, auch wenn sie nicht deine Freunde sind. Oder du (ver)kaufst was bei ebay Kleinanzeigen. Oder du gehst zu einem Debattierclub. Etc. pp.

- Etwas "künstlich", aber besser als nix ist das Hören von Radio, Podcasts etc., oder den Fernseher laufenzulassen.

- Den Tipp mit dem Haustier fand ich gut. Warum nicht am Wochenende zum Tierheim gehen und mit einem Hund ausgehen, am besten immer demselben?

- Und du könntest Sport machen. Einfach zwei Stunden laufen gehen am Wochenende. Das tut deiner Seele gut. Wenn du angenehm müde bist, kommen die negativen Gedanken weniger.

- Meditation: Du setzt dich hin und beobachtest einfach deinen Atem, wie er deine Nase verlässt und wieder hineingeht. Wenn ein Gedanke kommt oder das Gefühl der Einsamkeit, dann betrachtest du dieses Gefühl von allen Seiten oder gehst mal hinein und dann wieder hinaus. Dadurch kriegst du Distanz dazu.

- Vor allem aber würde ich sagen: Geh raus. Sitz nicht in der Bude und grüble. Unternimm was. Das lenkt dich nicht nur ab und nimmt etwas von der Einsamkeit, sondern es erhöht auch die Chance, Leute kennenzulernen. (Ich habe meine Ex kennengelernt, als ich es gar nicht erwartet habe. Aber es passierte mir, als ich raus ging, nicht als ich alleine zu Hause saß.) Und WENN du dann mal Leute kennenlernst, hast du auch was zu erzählen, denn du hast ja was erlebt. Wenn du nur zu Hause sitzt, hast du eher wenig zu erzählen.

Ich wüde mir an deiner Stelle ein Programm fürs Wochenende machen: ausgehen, meditieren, Sport etc.

In der Regel lesen ja die Leute Ratschläge und setzen sie dann doch nicht um. Aber in deinem Fall würde ich es echt für hilfreich halten, wenn du nicht einfach so ins nächste Wochenende gehst, wo du dann wieder die quälenden Gedanken und seltsamen Zustände hast. Wenn du nicht zu den Ärzten gehen willst, dann mach dir irgendeinen Plan, wie du selber was änderst. So ein Programm wie vorgeschlagen fühlt sich vielleicht nicht auf Anhieb gut an, vielleicht glaubst du nicht daran, aber ich könnte mir vorstellen, wenn du es mal ausprobierst, stellst du fest, dass es dir damit deutlich besser geht als ohne, auch wenn du es nicht erwartet hast. Dein Programm muss ja nicht so aussehen, wie ich vorgeschlagen habe. Oder vielleicht doch, vielleicht tust du ja schon das eine oder andere davon. Auf jeden Fall fände ich irgendwas, wo du raus kommst, was erlebst, dich ablenkst und unter Leute kommst, gut für dich.

Viel Glück
 
@078989760986z98

Du hast eine schwere Depression und andere Störungen. Wenn man so beeinträchtigt ist darf man nicht auf seine Gefühle hören. Du musst deinem Verstand folgen. Dieser sagt dir, dass du sofort in ein Krankenhaus gehen musst. Da bei schweren Depressionen ein Drittel der Patienten über die Jahre verstirbt, ist es eine Frage auf Leben und Tod. Ignoriere deine fehlenden Freunde. Die kannst du in deinem Zustabd nicht finden. Du musst dich selbst am Leben erhalten, das ist die Aufgabe.
 
Hallo, ich habe jetzt nur einen Teil gelesen, ich wollte mal nachfragen, war das schon immer so oder ist das ganz plötzlich entstanden. Hast du als Kind in der Schule oder später Freunde oder Bekannte gehabt. Kann es mit der Krise zu tun haben, hast du Nachbarn oder Leute die du auf der Straße triffst und einfach mit denen redest. Ich weiß auch nicht wie ich mich fühle, ich habe keine echten Freunde im Moment. Aber früher hatte ich viele Bekannte . Das hat sich alles verändert und im Moment fühle ich mich eher verzweifelt. Doch bei mir gibt es dafür Gründe. Allerdings wäre es trotzdem ein Versuch wert über den psycho-sozialen Dienst ambulant betreutes Wohnen zu beantragen. Dann kommt jede Woche jemand zu dir und hilft was anfällt. Allerdings hatte ich mit diesen Diensten sehr viel Pech, doch vor zwei Jahren habe ich nochmal den Anbieter gewechselt und Glück gehabt. Dann hat mir mein Psychiater damals in der Corona-Zeit auf Rezept ein Soziotherapie aufgeschrieben. Dann kommt wenn es solche Anbieter in der Nähe bei dir gibt jemand zu dir nach Hause wie eine Art Therapeut. Das kann auch der Hausarzt verschreiben, doch es gibt es noch nicht überall und ist noch nicht so bekannt. Das ist dann Glückssache ob du dann eine Person findest die dir hilft. Ich hatte am Anfang eine sehr nette junge Frau , doch die hat dann woanders hin gewechselt und danach hatte ich einen Mann der mir nicht viel gebracht hat. Das alles ist Glückssache, ich suche immer weiter oder was mir auch hilft, ich leihe mir in der Stadtbücherei zu den Themen die mich betreffen Bücher aus und lese und plötzlich habe ich wieder eine neue Idee. Mir fällt sonst auch nichts ein, es kommt auch drau an in welcher Stadt du wohnst und was da für Menschen leben. Wenn mir noch was einfällt melde ich mich.......
 
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