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Ich kann nicht mehr ...

Hallo Jule

Ja, ich muß es trotzdem schreiben, auch wenn du sagst,dass ich das nicht soll!
Du, ich wollte Dir das Schreiben nicht madig machen. 😉

Und du mußt zugeben ... ich habe in letzter Zeit wirklich nicht oft geschrieben.
Ich habe es nicht so verfolgt. Aber wenn es so ist, ist es schon ein Fortschritt.

Ich möchte auch keinen von euch nerven. Weil es nunmal immer das Gleiche ist, aber irgendwo muß ich nunmal mit meinen Gefühlen hin. Irgendwem muß ich mich halt manchmal mitteilen.
Du nervst nicht, Jule. Es wird nur schwer, noch eine Antwort zu geben, die nicht schon gegeben wurde.

Du meinst die Türe schließt sich erst, wenn man wirklich damit abgeschlossen hat?
Na, ich weiß nicht, ob das Schließen von Türen so passiv ist. Auf der einen Seite schließen sich Türen in einem selbst, wenn man einfach nicht mehr möchte. Auf der anderen Seite muss man manchmal Türen bewußt schließen. Im realen Leben gibt es Türen, gegen die man sich regelrecht stemmen muß, damit der kalte Wind nicht hereinbläst.

Ich habe auch einen sehr unglücklichen Kontakt hinter mir. Ich war gar nicht in der Lage, mit meinen Gedanken und Gefühlen umzugehen. Mir ist es zeitweise nicht gelungen, mich auf einen Film zu konzentrieren, oder mein Grübeln mit einem Computerspiel niederzumachen.

In dem Augenblick, in dem ich mich entschlossen habe, die Tür zu schließen, habe ich wirklich alles getan, um Abstand zu bekommen - mich halt dagegen gestemmt. Natürlich kein Kontakt, aber auch Orte gemieden, Erinnerungen gemieden, und mich bei jedem Aufkeimen von Gedanken oder Gefühlen sofort abgelenkt - egal womit, es mußte nur wirken.

Vielleicht solltest Du die Tür einmal bewußt schließen, auch gegen die Widerstände, die Du in Dir spürst.

Günter
 
A

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Re: Ich kann nicht mehr ...
Lieber Günter,

Vielleicht solltest Du die Tür einmal bewußt schließen, auch gegen die Widerstände, die Du in Dir spürst.

Ich denke, genau das ist mein Problem! Das ich das noch gar nicht will! Dafür ist einfach noch zu viel in mir.

Und meinst du nicht, dass wenn man sich so sehr gegen diese Tür stemmt, also mit allen Mitteln versucht dagegen anzukämpfen. Bei jedem Gedanken daran sich abzulenken. Ist es nicht verdrängen? Dir hat es also wirklich geholfen? Sollte man sich nicht damit auseinander setzen? Damit man es verarbeiten kann? Und nicht verdrängen? Kommt es dann nicht irgendwann wieder um so mehr hoch?

Du nervst nicht, Jule. Es wird nur schwer, noch eine Antwort zu geben, die nicht schon gegeben wurde.

Ja, ich weiß! Es tut mir trotzdem gut hier zu schreiben und zu lesen!

Wünsche dir einen schönen Abend, Jule
 
Hallo Jule

Ich denke, genau das ist mein Problem! Das ich das noch gar nicht will! Dafür ist einfach noch zu viel in mir.
Naja, eben. Wenn Du nicht willst, ist die Tür auch noch nicht geschlossen.

Und meinst du nicht, dass wenn man sich so sehr gegen diese Tür stemmt, also mit allen Mitteln versucht dagegen anzukämpfen. Bei jedem Gedanken daran sich abzulenken. Ist es nicht verdrängen? Dir hat es also wirklich geholfen? Sollte man sich nicht damit auseinander setzen? Damit man es verarbeiten kann? Und nicht verdrängen? Kommt es dann nicht irgendwann wieder um so mehr hoch?
Ich glaube, verdrängen ist hier der falsche Begriff. Wenn man etwas verdrängt, ist es scheinbar nicht vorhanden. Ich wollte nichts so weit verdrängen. Ich wollte nur Abstand gewinnen. Ein normales Mass erreichen.

Ich glaube, Erinnerungen sind nicht Digital, also entweder vorhanden, oder nicht vorhanden. Sie haben ein unterschiedliches Gewicht. Je häufiger ich in alten Erinnerungen schwelge, desto mehr sorge ich dafür, dass sie ihre Bedeutung behalten. Je häufiger ich mich von diesen Gefühlen ablenke, oder die Orte meide und später mit anderen Erlebnissen verbinde, im Leben andere Dinge mache, weiter gehe, desto weniger Gewicht bekommen sie.

Heute habe ich soviel Abstand, dass die Gefühle und Gedanken nur noch selten auftreten. Und wenn ich sie habe, kann ich mich dafür entscheiden, dass ich keine Lust darauf habe. Und seitdem das so ist, lasse ich sie wieder in kleinen Portionen zu, indem ich mich mit der Vergangenheit auseinandersetze. Aber es erschlägt mich nicht mehr.

Ja, ich weiß! Es tut mir trotzdem gut hier zu schreiben und zu lesen!
So war das auch nicht gemeint, Jule. Nur, je mehr Du über andere Dinge schreibst, desto mehr Abstand hast Du gewonnen und desto mehr Abstand gewinnst Du auch wieder dazu. So war es gemeint. 😉

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, eben. Wenn Du nicht willst, ist die Tür auch noch nicht geschlossen.

Aber bedeutet es, dass sich erst eine neue Tür öffnet, sobald man sie selbst geschlossen hat? Was ist mit den Türen die einem verschlossen wurden?

Mein Problem ist, dass ich mich gegen diese Tür stemme. Gegen die, die mir verschlossen wurde! Mit aller Kraft habe ich versucht sie wieder zu öffnen. Und auch jetzt würde ich am liebsten alles dafür tun um weiter dagegen zu schlagen. Ich muß mich mit aller Kraft dazu zwingen, mich nicht mehr bei ihm zu melden. Und dieser Kraftaufwand ist schon ziemlich stark. Wie soll ich es da schaffen auch noch andere Türen zu suchen. Türen, die mit vielleicht gut tun.

Heute habe ich soviel Abstand, dass die Gefühle und Gedanken nur noch selten auftreten. Und wenn ich sie habe, kann ich mich dafür entscheiden, dass ich keine Lust darauf habe. Und seitdem das so ist, lasse ich sie wieder in kleinen Portionen zu, indem ich mich mit der Vergangenheit auseinandersetze. Aber es erschlägt mich nicht mehr.

Ja, das ist dann wohl wirklich der richtige Weg! Erst die Gedanken und Gefühle verdrängen - und damit meine ich jetzt nicht komplett sondern erstmal - und dann nach und nach alles aufarbeiten.

Schön, dass du das geschafft hast! Ok, du bist jetzt ein gutes Vorbild für mich! 😉

Ich weiß schon, wie du das gemeint hast mit dem Schreiben! Weiß, dass es nicht böse gemeint war. Es würde mir halt gut tun, mal über andere Dinge zu schreiben. Aber das mache ich schon im realen Leben ... ihr hier müßt da jetzt durch 😉

Liebe Grüße, Jule
 
Liebe Jule,

gegen verschlossene Türen bin ich auch getreten. Ich habe nicht aufgehört sie wieder zu öffnen, doch ich habe es nicht geschafft. Das Handy hatte ich am Tag 1000x in der Hand, 999x habe ich eine SMS angefangen zu schreiben, sie dann wieder gelöscht.
Mich nicht bei ihm zu melden war wie ein kalter Entzug. Du willst-darfst aber nicht. Die Tür blieb zu, ich konnte machen was ich wollte. Lange duerte es, bis diese Tür immer kleiner wurde, und als sie letztendlich ganz weg war, öffneten sich die neuen Türen-von ganz alleine!!

Stell dich vor diese Tür. Drehe dich um, schau nicht mehr zurück. Gehe einen Schritt n ch vorne, und höre nicht damit auf! Du schaffst es, wenn du wirklich willst. Denke an die neuen Türen in deinem leben, die nicht du öffnen musst, sondern die dir jemand öffnet.

Halte durch!!! Viel Kraft wünscht dir Anna
 
Liebe Anna!
Das ist wirklich das richtige Wort! Es ist wie kalter Entzug! Sich nicht zu melden, obwohl man nichts mehr auf dieser Welt möchte ...
Manchmal war ich auch schon eine Schritt mit dem Rücken zur Tür entfernt, aber dann hat es mich wie ein Sog wieder zurück gezogen und ich mußte mich wieder umdrehen. ... aber ich versuche es wieder!!!
Liebe Grüße, Jule
 
Aber bedeutet es, dass sich erst eine neue Tür öffnet, sobald man sie selbst geschlossen hat?
Naja, es mag Menschen geben, die mehrere Türen offen stehen haben. Aber wenn Du damit beschäftigt bist, vor seiner Tür zu stehen, dann wirst Du auch keine andere Tür öffnen.

Was ist mit den Türen die einem verschlossen wurden?
Das sind nicht Deine Türen. Das sind die Türen der anderen Menschen. Über die bestimmen sie selbst.

Mein Problem ist, dass ich mich gegen diese Tür stemme. Gegen die, die mir verschlossen wurde! Mit aller Kraft habe ich versucht sie wieder zu öffnen. Und auch jetzt würde ich am liebsten alles dafür tun um weiter dagegen zu schlagen.
Jetzt verwechselst Du etwas. Er hat seine Tür geschlossen. Deine Tür steht weiter offen. Du bist vor sie gegangen und wartest jetzt vor seiner Tür. Und die ist geschlossen. Und Du wartest und wartest.

Das ist aber nicht nett, zu versuchen, sie aufzubrechen.

Ich muß mich mit aller Kraft dazu zwingen, mich nicht mehr bei ihm zu melden. Und dieser Kraftaufwand ist schon ziemlich stark. Wie soll ich es da schaffen auch noch andere Türen zu suchen. Türen, die mit vielleicht gut tun.
Das ist Deine Entscheidung. Was Dich davon abhält, wieder in Dein Haus zu gehen und Deine Türe zu schließen, sind Deine eigenen Gefühle. Aber wenn Du wieder in Deinem Haus bist, kannst Du andere Türen öffnen. Wie willst Du sie überhaupt sehen, wenn Du nicht in Deinem Haus stehst, sondern vor seiner Tür?

Ja, das ist dann wohl wirklich der richtige Weg! Erst die Gedanken und Gefühle verdrängen - und damit meine ich jetzt nicht komplett sondern erstmal - und dann nach und nach alles aufarbeiten.
Vielleicht erst einmal für ein halbes Jahr. Ich glaube, man kann auch erst dann verarbeiten. Dafür muss man in seinem eigenen Haus sein. Vorher dreht man sich nur im Kreise. Man ist halt "außer sich".

Schön, dass du das geschafft hast! Ok, du bist jetzt ein gutes Vorbild für mich! 😉
Oje. Vorher habe ich meine Freunde so damit genervt, dass ich ihren Namen nicht mehr erwähnen durfte. Sobald ich mich dazu entschlossen hatte, es abzuschliessen, ging es realtiv schnell leichter. Naja, halt ein paar Monate.

Aber das mache ich schon im realen Leben ... ihr hier müßt da jetzt durch 😉
Ah ja. 😉

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günter!

Schön wie du schreibst! Die Sache mit den Türen und das ich in mein eigenes Haus muß, um meine offenen Türen zu sehen ... ich kann es mir so richtig vorstellen.

Ich denke, dass ich jetzt nach und nach ein paar Schritte von seiner Tür weggehen werde. Und irgendwann werde ich wieder in mir sein. Mich selbst gefunden haben - zumindest zum Teil. Denn da jetzt ja wirklich gar kein Kontakt mehr da ist - und das war vorher ja nie, es waren max. 2-3 Wochen und dann hat er immer wieder irgendwie den Kontakt zu mir aufgenommen. - Das heißt ich kann jetzt nach und nach mich entfernen. Ich denke es wird noch lange dauern. Und so richtig kann ich es mir auch wirklich nicht vorstellen - aber ich versuche es und irgendwann werde ich verstehen, dass es keinen Sinn macht vor verschlossene Türen zu laufen. Denn die blauen Flecken davon werde ich mein Leben lang mit mir rumtragen.

Ich wünsche dir einen schönen Abend!
Jule
 
Hallo Jule

Ich denke, dass ich jetzt nach und nach ein paar Schritte von seiner Tür weggehen werde. Und irgendwann werde ich wieder in mir sein. Mich selbst gefunden haben - zumindest zum Teil.
Das klingt wie - vielleicht, vielleicht aber auch nicht.

Denn da jetzt ja wirklich gar kein Kontakt mehr da ist - und das war vorher ja nie, es waren max. 2-3 Wochen und dann hat er immer wieder irgendwie den Kontakt zu mir aufgenommen. - Das heißt ich kann jetzt nach und nach mich entfernen.
Du kannst Dich jederzeit entfernen, Jule. Auch, wenn er seine Tür öffnen würde. Wohin Du gehst, ist alleine Deine Entscheidung.

Ich denke es wird noch lange dauern.
Es fängt damit an, dass Du Dich umdrehst, und in die andere Richtung gehst.

und irgendwann werde ich verstehen, dass es keinen Sinn macht vor verschlossene Türen zu laufen. Denn die blauen Flecken davon werde ich mein Leben lang mit mir rumtragen.
Das stimmt. Es ist eine Frage des Stolzes und der Würde. Die bekommen einen Knacks. Du gehst nicht, weil Du Dich dafür entscheidest. Du gehst, weil Du Dir beim Einschlagen der Tür zuviele blaue Flecken geholt hast. Irgendwann wirst Du Dich darüber ärgern.

Drehe Dich um und gehe Deinen Weg.

Günter
 

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