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Ich kann nicht mehr :(

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verletzte seele

Gast
Hey ...
also mein leben ist ganz schön schrecklich und wenn das alles so weiter geht gehe ich auf kurzt oder lang daran kaputt...

.. Ich war 3 und meine schwester 4 als mein Vater ein schwerer alkoholiker wurde er schlug mich und meine schwester täglich machmal auch meine Mutter.
Das verhältnis zu meiner schwester war damal sehr schlecht sie glaubte ich sei schuld daran das unser Vater so ist seitdem ich auf der welt bin(hatte sie ja auch recht) sie hasste mich tat mir weh wo sie nur konnte. Ich wusste nicht ob sie recht hatte vieleicht war es ja auch meine schuld.Es war so das meine Schwester immer das meiste abbekommen hat. das schlimmste war imme als ich als 6 Jähriges Mädchen zusehen musste wie mein Vater meine Schwestr schlegt ich weinte und bitte ihn er solle aufhören und mich nehmen aber von ihm kam nur "hat die Fresse du stück S****".diese Bilder verfolgen mich am meisten es war schlimm das mit ansehen zu müssen.da habe ich denn auch angefangen mir iwie weh zu tun weil ich so ein schlechtes gewissen hatte. Meine mutter war in der zeit auch nie für uns da sie war immer weg genau wie mein Vater ich musste schon it 3 jahren alleine zum kindergarten laufen obwohl ich höllenangst hatte.Anfangs hat eine mutter auch getrunken aber im gegensatz zu meinem vater nicht so viel. Als ich 6 Jahre alt war hat sich meine Mutter von meinem Vater getrennt .für mich brach eine welt zusammen denn alle meine Freunde hatte eine tolle Familie warum ich nicht das konnte ich nicht verstehen!? Meine Schwester und ich waren dann immer eine Woche bei mama uns eine bei Papa.Meine Mutter hat auch in der trennungspfase keine zeit für uns sie studierte und hat uns oft vergessen. In der zeit hatte meine Mutter mehrere patner aber ich habe alle gehasst, doch dann kam sie wieder mit ihrer Jugendliebe zusammen der man war der perfecte Vater doch diese Beziehung scheiterte. Ich war wieder am Boden.Ein anderer hat mich geschlagen. doch kurz darauf kam der nächste schlag meine Mutter lernte wieder einen mann kennen( ihren heutigen Ehemann) sie erwartete ein Kind von ihm was mich ja freute, er war auch ganz nett aber sie wollte zu ihm ziehen. Wir mussten und entscheiden Mama oder Papa das war für mich so schlimm auch wenn mein Vater mir weh getan hat ich habe es nicht übers Herz gebracht ihm zu sagen das ich nicht bei ihm lebenwill. Für meine schwester stand der entschluss fest sie wollte bei Papa bleiben wegen ihren Frenden. Meine Mutter stellte mich auf die wahl" entweder du entscheidest die oder das Jugendamt tut es... Ich zog zu meiner Mutter ( da war ich ca10 jahre alt) in den Nächsten 2 Jahren hörte ich eher nicht von meinem Vater und meiner schwester.Doch die hölle ging bei miner Mutter weiter als das neue kind da war vernachlässigte sie mich noch mehr ich dachte mit 11 schon daran mich umzubringen.
noch 2 Jahre vergingen und wir stritten uns immer und immer mehr. In der zeit ging ich auf meine alte schule wo ich meine Freunde hatte doch dan kam wieder der hammer. Ohne meine wissen meldete sie mich auf einer neuen schule an, ich erfur erst 3 Tage davor das ich die schule wechsen sollte ich war fertig mit der welt wollte abhauen es war schlimm jetzt sollte ich auch noch ganz alleine auf eine neue schule. Das erste Jahr auf der schule wurde die Hölle es gab ein Mädchen was mich ca ei jahr fertig gemacht hat ich habe mich nie getraut was zu sagen zu viel angst hatte ich. Jeden tag fuhr ich weinent nach hause. Mit den Jahren habe ich gschafft mich gegen sie z wehren aber es war ein langer und harter weg. es kündigte sich das 2. kind bei meiner Mutter an und alles wurede noch schlimmer wir verstanden uns kein stück mehr ich fing an mich zu ritzen und hatte oft selbstmord gedanken. Ich bekam alles ab die schlechte laune und einfach alles und das geht bis heute so. jetzt bin ich 16 Ritzen wird immer mehr depression und selbstmord gedanken ...ach iwie ist alles S****....

danke fürs lesen ...vllt hat ja einer einen tipp für mich außer weg ziehen weil das geht mom eh nicht

liebe grüße
 
hallo,

ich habe deinen beitrag gelesen.

komme selbst aus etwas schweren familien verhältnis und habe selbst ab und an damit zu kämpfen. aber ich habe daraus früh gelernt...

das erste was ich bei dir sehe ist das schlechte gewissen und diesen helferzwang. den willen etwas zu verändern...

du kannst aber niemanden so verändern oder jemanden helfen der sich nicht helfen läßt. du machst dich zum abfalleimer deiner eltern, und sie sehen es nicht weil sie zu beschäftigt sind mit sich und ihren "sorgen"

man kann sie mit unreifen kindern vergleichen, die nichts kennen ausser ihre welt....der unterschied liegt nur darin das sie selbst kinder haben.

ich weiß ich formuliere alles sehr trocken. du solltest dir hilfe suchen, wo du reden kannst und wo dir jemand vor augen führt das du nicht die schuldige bist, und das du normal bist. glaub mir das wird dir helfen, auch wen du es vielleicht nicht glauben willst oder kannst.

du bist vielleicht stärker als du selbst glaubst...ich wünsche dir das du das bald siehst und was daraus machst.
 
erstmal danke für die antwort =)

Also ja das stimmt versuch auch immer es allen recht zu machen allen zu helfen aber das geht ja leider nicht ...
Ok vllt wäre ne Thera oder so gut für mich nur ich kann nicht mit anderen menschen persönlich reden, nicht vertrauen, dafür würde mein vertrauen zu oft missbraucht und schon das schreiben ist verdammt schwer für mich !
Ich dneke ja immer ich schaff das alles alleine dann gehts auch ne zeit aber dann kommt wieder ein tritt in die fresse und wenn es nur ein spruch von meinem vater ist wie " wenn ich dich auf meinem sofa sehe hau ich dir dir nase kaputt" ... er macht sowas zwar ned mehr aber dann bin ich schon wieder total fertig ...
Meine mutter hat zwar nicht geschlagen aber macht mich jeden tag mit worten fertig und das tut verdammt weh ...

Ja habe gemerkt das ih es nicht allein schaffe wird ja immer schlimmer auch mit dem ritzen und so ...

Und ja einen zum reden...nur dieser schrittzu eienm hin gehen und um hilfe bitten ...das kann ich nicht ...habe ich nie getan und nie bekommen...

naja nochmal danke lg bye
 
Hallo verletzte Seele

ich habe deine "Geschichte" gelesen. Ich verstehe nur zu gut wie es in dir aussieht. Zum einen durch meinen Job - wo ich tagtäglich mit Gewalt zu tun habe. In meinem Beruf sind solche Geschichten wie deine traurige Normalität, so daß ich eben versuche in meinem Job solchen Leuten wie dir zu helfen. Toi toi toi, habe ich bislang recht gut hinbekommen 🙂 Das merke ich auch immer an dem Feedback das ich von den Leuten bekomme.
Ich bin 33 Jahre alt. Wahrscheinlich denkst du jetzt wie jeder Teenager "was die Erwachsenen sagen ist shit !" Wenn ich so durch dieses Forum schaue lese ich letztlich ein einziges Schicksal - Gewalt ! Es sind so viele Menschen udn Schicksale, aber es ist stets das gleiche Muster.
Man, wenn du jetzt hier sitzen würdest würde ich sagen "Mädel, hör auf mich und wir bauen dir mal eine anständige Zukunft auf !" ABER - DU mußt selbst an deiner Zukunft arbeiten ! Ich selbst wurde von meinen Erzeugern, wie ich diese Menschen nenne, gehasst. Würdest du meine Geschichte hören - es würde dich umhauen. Mein ganzes Leben war ein Kampf. Gewalt in der Kindheit, Gewalt in der Ehe und 29 Jahre lang kennt man nichts anderes als Gewalt. Vor 4 Jahren flüchtete ich vor meinem gewalttätigen Ex-Mann. Mich hat dieser ganze Wahnsinn nur noch stärker gemacht. Man bedenke, daß es zu meiner Zeit, als ich 16 war, nicht so diese Hilfsmöglichkeiten gab wie heute.
Was ich als gute Lösung sehe ist, sich an das Jungendamt zu wenden. Dort die Situation mit Druck darlegen und sagen, du möchtest von zu Hause raus und in eine betreute Einrichtung für Jugendliche - gibt es in jeder Stadt, soweit ich weiß. Oberstes Gebot ist - setze dir Ziele so wie ich es immer gemacht habe ! Als Kind wollte ich ganz schnell erwachsen werden damit ich frei sein konnte.
Du bist stark. Du bist 16 und diese 2 Jahre packst du ! Vor allem bitte ich dich in eine Klinik zu gehen, wegen deinem Borderline. Das ist der erste Schritt - Klinik und gesund werden. Nutze die Zeit in der Klinik um Pläne für deine Zukunft zu schmieden. Wenn du unter Gleichgesinnten bist und Abstand zu deiner familie hast tut es dir auf alle Fälle gut. In einer Klinik sind eben Gleichgesinte, Ärzte, Psychologen die dich verstehen und vor allem helfen. Je nachdem was für eine Schuldbildung du hast kannst du dir ja auch schon einen Job suchen, ne Ausbildung machen und diese vor allem auch fertig machen.

Setze dir Ziele. Wenn du möchtest können wir gerne mal telefonieren. Bei mir ist vielleicht auch der kleine Vorteil, daß ich durch meinen Job gut helfen kann (Hinwendungsorte nennen u.s.w).

Du bist traurigerweise eine von vielen und es ist unvorstellbar was für Grausamkeiten sich hinter diesen oftmals weissen Fassaden abspielen ... . .

Ach ja - auch noch ein guter Tipp - habe ich auch immer getan und mache ich heute noch - schreibe Tagebuch ! Das Tagebuch ist dein bester Freund dem du alles anvertrauen kannst. Schreiben befreit, glaube mir. Wichtig ist auch, daß du vielleicht eine erwachsene Vertrauensperson suchst die dich auf deinen Wegen begleitet (Tante, Oma, Nachbarin, Mutter einer Freundin, Lehrerin oder sonstiges).
Du bist ein starkes Mädchen - kannst stolz auf dich sein. Nicht du bist schlecht, sondern die Menschen die dir all das Leid antun. Erst mit 32 Jahren (also vor einem Jahr !) habe ich erkannt, daß das was man mir ein Leben lang angetan hat nicht meine Schuld war und ich auch kein schlechter Mensch bin, so wie man es mir immer und immer wieder eingeredet hatte. Ich hatte auch kein Elternhaus. Ich wurde in der Hölle groß ... . Trotzdem - heute lebe ich im Himmel, habe mein eigenes Reich mir geschaffen, bin Single, habe zwei supergeniale Hunde und meine vier Wände sind eine Oase der Ruhe 🙂

Nun ein paar Tipps für alle Opfer von Gewalt oder Menschen, welche in einer "schwierigen Situation sind"

Beratung bei der Polizei ist möglich - dort sollte man umfangreich beraten werden !

Wer sich nicht zur Polizei traut:

In manchen Städten gibt es Vereine wie "Frauen helfen Frauen und Mädchen e.V." - dies gilt auch für Jugendliche ! Auch Mädchen die gerade mal 16 sind können sich an so einen Verein wenden. In gelbe Seiten in zuständigem Ort nachschauen !

Jugend- und Sozialamamt, Frauenhaus (Kontakt kommt über Polizei zustande wenn man Opfer von Gewalt ist),

Arzt aufsuchen wegen Einweisung in eine Klinik, im Falle daß man ein Drogenproblem hat, Borderline-Syndrom, psychisch angeschlagen ist ! Ich muß darauf hinweisen - es ist keine Schande zuzugeben, daß man psychisch angeschlagen ist. Eine psychosomatische Klinik ist oftmals die letzte Rettung und super gut ! Es ist keine "Klappsmühle" sondern eine gute professionelle Hilfe. Psychosomatische Klinik ist keine Schande sondern wirklich klasse !

Therapeutische Behandlung - Psychotherapeut (da gehen unglaublich viele Leute hin, ist auch nicht schlimm, sondern sehr hilfreich)

Schaue mal im Internet nach unter Sozialgesetzbuch SGB 8 nach. Da kannst du dich mal vorab informieren was für Hilfe dir zusteht - Entscheidungen sind jedoch vom Einzelfall abhängig !

Ganz wichtig - du brauchst eine Vertaruensperson die dich begleitet. Ich hatte bis vor 4 Jahren auch niemanden der mich unterstützt hätte. Klar, Freunde und Bekannte hat man viele, aber so jemand "Enges" - vor allem als ich noch ein Kind war, hatte ich leider nie. Erwachsene Personen gab es nicht denen ich mich anvertrauen konnte. Meine Erzeuger waren ja mit Gott und der Welt zerstritten und mein einziger und bester Freund wurde als ich 11 war vor unserem Haus totgefahren - also war ich alleine. Ich mußte mich ganz alleine durchboxen.

GAAAAANZ WICHTIG - Glaube an dich selbst und deine Stärke. Du wirst überrascht sein, wie viel Kraft, Energie und Mut in dir steckt. Du mußt diese Dinge jedoch nur entdecken und einsetzen 🙂 Du selbst bist der wertvollste Mensch 🙂

Viel Glück wünscht dir hope4tomorrow 🙂
 
Oh man danke hope4tomorrow
weiß garned mit so viel hilfe umzugehen ...
Also erstmal ich kann mit erwachsenen echt besser reden denkeauch ned das du/sie shit laberst.
Also das mit der klinik ...habe kein borderline (denke ich, hoffe ich) aber habe schon oft welche zu mir gesagt ....
würde mich das aber nie trauen habe als ich klein war S**** erfahrungenmit nem arzt gemacht und seid dem hasse ich die geh nur hin wenns ned anders geht ...könnte niemal in sone klinik ...

dein leben hört sich aber auch ned schön an ...tut mir leid ..aber toll wenn du es geschafft hast und jetzt mensch hilfst den es so geht ...
das mit dem tagebuch mach ich seid ich ca 7 jahren früher nur selten aber mom eig jeden tag ...habe auch schon angefangen ein buch zu schreiben..
will das meine eltern das lesen wenn ich weg bin !

Ja ne ne person der ich vrtraue das schwer ...meine oma gehört zu den wichtigsten menschen in meinem leben ich vetrau ihr auch ...auch wenn ich depris haben kann ich gut mit ihr reden sie war selbst 6 monate in einer nerven klinik wegen starken depression aber so das mit dem ritzen kann ich ihr nicht erzählen weil dann kommt gleich "du musst in eine klinik "
hmm...naja meine beste freundin und meine schwester verstehen mich leider auch ned ...

Danke für all deine tipps ich nehm mir das zu herzen echt Danke
lg
 
erstmal danke für die antwort =)

Also ja das stimmt versuch auch immer es allen recht zu machen allen zu helfen aber das geht ja leider nicht ...
Ok vllt wäre ne Thera oder so gut für mich nur ich kann nicht mit anderen menschen persönlich reden, nicht vertrauen, dafür würde mein vertrauen zu oft missbraucht und schon das schreiben ist verdammt schwer für mich !
Ich dneke ja immer ich schaff das alles alleine dann gehts auch ne zeit aber dann kommt wieder ein tritt in die fresse und wenn es nur ein spruch von meinem vater ist wie " wenn ich dich auf meinem sofa sehe hau ich dir dir nase kaputt" ... er macht sowas zwar ned mehr aber dann bin ich schon wieder total fertig ...
Meine mutter hat zwar nicht geschlagen aber macht mich jeden tag mit worten fertig und das tut verdammt weh ...

Ja habe gemerkt das ih es nicht allein schaffe wird ja immer schlimmer auch mit dem ritzen und so ...

Und ja einen zum reden...nur dieser schrittzu eienm hin gehen und um hilfe bitten ...das kann ich nicht ...habe ich nie getan und nie bekommen...

naja nochmal danke lg bye


worte können oft stärker verletzen als es ein tritt kann. worte können in die seele dringen...der tritt nicht so leicht.

denke hope4tomorrow hat sicher einige gute schritte aufgezeigt.

ich kann dir leider keine ultimativen tipps geben...weil jeder unterschiedlich ist. du solltest und mußt einfach mehr auf dich achten und dich so nehmen wie du bist. einfach aus dem verzehrten bild von dir selbst ausbrechen und verstehen...: "ich bin nicht an allen schuld".

du kannst nichts für deine situation!

mir tut es leid zu lesen wie du dich fertig machst.

ich kann mir vorstellen das du nicht mehr vertrauen kannst...das du eine mauer um dich baust und diese jedentag und mit jeder entäuschung dicker wird. aber die wand kommt halt auf einen immer mehr zu weil man eben von innen mauert. und das wird ungesund und macht dich kaputt.

du mußt dir hilfe suchen. und denke das tust du ja auch mit diesen forums eintrag. es gibt immer einen ersten schritt.

wünsch dir alles liebe. 🙂
 
danke ...ja hast recht , so wie du das schreibst ...das bin ich ...
ja denke auch das ins forum schreiben schon mal ein anfang ist nur wie gehts weiter ? ich weiß es nicht ....
wie gesagt nie liebe bekomme, schon lange keinem mehr vertraut ...ist schwer für mich denn hilfe zu suchen

Ohja worte von der eig mutter wie "ich hasse dich tun wirklich mehr weh als eine mit nem gürtel zu bekommen ...

vielen danke und joa ich versuche jetzt erstmal aufs neue mit dem ritzen aufzuhören ...

liebe grüße
 
Hi Verletzte Seele

ich wollte mich noch mal bei dir melden und dir alleas gute wünschen. Ich wünsche mir vor allem, daß wir alle irgendwann (baldmöglichst) einen Beitrag von dir lesen wo du nicht mehr die verletzte Seele bist sondern vielleicht die "befreite Seele" oder "fröhliche Seele".

Nehme dir die Tipps von uns villeicht zu Herzen. Supi, du hast immerhin eine Oma - einen Zufluchtsort. Zieh doch zu ihr, zumindest die nächsten Monate, daß du endlich mal draußen bist von zu Hause und endlich etwas zur Ruhe kommst. Desto länger du in der Hölle bleibst, umso schwieriger wird es später auf die Beine zu kommen. Eine psychosomatische Klinik finde ich klasse. Ich hatte auch mal genauso gedacht und geredet wie du - aber für mich war es der Rettungsanker ! Überleg es dir. Ich kenne eine supertolle Klinik - es ist eher wie ein Kurhotel, superschön und KEINE KLAPPPSMÜHLE (wie ich es anfangs auch gedacht hatte). Nee, zurückblickend war es eine der schönsten Zeiten in meinem Leben - diese Kur. Supernette Ärzte, Pfleger und natürlich auch sehr liebe Leidensgenossen. Rede mal mit deinem Hausarzt. In der Kur wird dir auf alle Fälle geholfen ! Du kannst ja mal im Internet in deren Homepage schauen. Es ist die Klinik Alpenblick 1 in Isny Neutrauchburg. Ja, ich weiß - du denkst vielleicht "Oh Gott, ich junges Mädel soll ins Allgäu ? Da ist ja nix mit Partymeile !" ABER - für mich einer der schönsten Orte in Deutschland und nicht weit vom Bodensee entfernt. Müßte ich der Klinik eine Schulnote zwischen 1 und 6 geben würden sie von mir eine 1 bekommen !

Das wäre der Beginn für ein neues Leben. Vor allem gibt es in solchen Kliniken (muß ja nicht die von mir genannte sein) auch eine Sozialberatung. Von der bin ich auch absolut begeistert ! Bei der Sozialberatung wird dir in allen Bereichen (Job, Finanzielles, Wohnung, Anwalt, Begleitung nach der Kur u.s.w - einfach ALLES) geholfen ! Die setzen dich nicht nach der Kur einfach vor dir Tür und sagen "Tschüss", sondern geben dir ein Hilfspaket mit auf den Weg - vorausgesetzt du möchtest es auch. Man, kann sich von der Kur aus auch schon um einen Job, eine Wohnung oder sonstige Hilfe für dich kümmern - man kann so vieles machen.

Ich kenne dich nicht, aber es wäre zu Schade, wenn du nicht endlich anfangen würdest dir eine Zukunft aufzubauen. Du bist erst 16 - aber fange jetzt an, denn jedes Jahr das du länger diese Sch... durchhältst ist ein verlorenes Jahr deines Lebens. Vor allem wärst du immer kränker und schwächer wenn du jetzt nicht sagts "Es reicht ! Nicht mehr mit mir ! Ich wehre mich !"

Vor allem - versprich mir daß du dir NIEMALS etwas antust ! Ich habe durch meinen Beruf schon so viele schlimmen Schicksale miterelebt und das schlimmste ist doch immer wieder wenn du einen verzweifelten Menschen (der z.B. so alt ist wie du) vor sich sitzen hat der keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht. Dabei steht die Tür für eine bessere Zukunft auch für solche Leute offen - nur erkennen es viele Leute in ihrer tiefen Hilflosigkeit nicht !
Nimm meinen Grundsatz mit auf deinen weiteren Lebensweg.
Dieser lautet:
NIEMAND HAT DAS RECHT MEIN LEBEN ZU ZERSTÖREN ! Auch deine Eltern nicht !
Wäre schön, wenn man wieder von dir hören würde. ich drücke dir die Daumen und wünsche dir, daß du diese Stärke und Kraft findest, wie ich sie hatte.
Alles Liebe wünscht dir hope4tomorrow 🙂
 
Hallo,

ich komme ebenfalls aus schlechten Elternhaus-Verhältnissen, Gewalt (körperliche und psychische Gewalt), Krieg aller gegen alle...
Aber das ist heute (ich bin jetzt 44 Jahre alt aber jugendfrisch geblieben....wurde gestern noch für 34-34 Jahre alt eingeschätzt worden...😀) Geschichte für mich. Und ich kann dir nur den Rat geben Schritt für Schritt darauf zuzuarbeiten dass es für dich bald ähnlich aussieht.
Ich habe mich sehr früh recht radikal vom Elternhaus abgelöst..zunächst innerlich, indem ich meinen Eltern keine Gelegenheit mehr gab mich zu verletzen...meinen gewalttätigen Vater bin ich so mit ca. 13- 14 Jahren in aggressiver Gegenwehr angegangen, habe mit Strafanzeige gedroht, danach hat er sich nicht mehr getraut mich und meine Geschwister zu schlagen.

Zu den Verletzungen ist zu sagen: sowohl Schläge als auch psychische Gewalt oder die Demütigung die aus Schlägen herrührt ist in gleicher Weise verletzend und auch gefährlich für die Seele. Man kann da nur eines tun: lernen sich dagegen zu schützen und zwar so schnell wie möglich und so effektiv wie möglich.
Ich stand damals ganz alleine da, empfand mich eine zeitlang als der einsamste Mensch der Welt mit meinen Problemen, habe mich jedoch Freunden anvertraut (hatte eine sehr hilfreiche rd. 15 Jahre ältere Freundin damals) und gelernt die Verantwortung für mein Leben sehr rasch zu übernehmen. Erste Jobs (zum Glück gleichzeitig Hobbie: Verantwortung für kleinen Reitstall übernommen, nachdem ich mir das Reiten selber beigebracht hatte Reitunterricht erteilt) mit 14-15 Jahren, also auch finanziell früh unabhängig von den Eltern...meine Kindheit war halt früh zu Ende...da hilft oft allet nix, kein Jammern und klagen, oder sich selber anhaftend leid tun etc... da muss man dann durch und halt Mittel und Wege raus aus der Misere finden, sich freistrampeln und gucken wie und wo man woanders besser und glücklicher klarkommt...
Du kannst dir jederzeit Hilfe beim Jugendamt, oder besser noch bei einer Familienberatungsstelle oder Lebensberatung holfen, ggf. vorzeitig ausziehen in eine betreute WG oder so. Meine jüngere Schwester ist damals in deinem Alter zu einer volljährigen Freundin gezogen, hatte ihre erste eigene Wohnung mit 16...geht allet...

Ich rate dir dringend dazu dir Freunde und Bekannte und auch fachkundige Hilfe von außerhalb deiner Problemfamilie zu suchen. Omas haben bekanntermaßen nur begrenzte Haltbarkeit, wenn man sich emotional zu stark und nur ausschließlich an zu alte Leute bindet geht einem nach deren Tod der A**** erst recht auf Grundeis...Und sich als selber problembeladen und überfordert mit dem eigenen Leben, derzeit erkrankt zu sehr emotional an eine problembehaftete depressive Oma zu haften ist an sich ein Sargnagel zu viel....geht nicht! Also bitte etwas mehr auf Abstand gehen, was nicht heißt dass du deine Oma nicht mehr treffen sollst oder so...aber: ihre Probleme sind ihre Probleme, du kannst sie nicht retten und solltest dich in erster Linie JETZT erst einmal lediglich um dich selber kümmern!
Depressionen scheinen bei euch familär vorzuliegen..die müssen UNBEDINGT dauerhaft (!! solange bis du die Krankheit ausreichend kapiert und im Griff hast) fachärztlich behandelt werden, damit sie sich nicht verstärken (oder dich ggf. umbringt) und du diese Krankheit gut in den Griff bekommst! Du solltest dir so schnell wie möglich therapeutische Hilfe suchen...mit der Oma drüber reden ist o.k. aber sie dann nicht damit sitzen lassen, sondern ihr zeigen, dass du verantwortungsbewußt auch SELBER etwas dagegen tust...du kannst und solltest dagegen TUN: Kampsport und anderer Sport + Spezialtherapien (u.A. ggf. Verhaltenstherapie). Du bist Herrin über dein Leben, deinen Körper und deine Seele und verantwortlich für deren Gesundheit. Depression und Autoaggression sind ernstzunehmende Erkrankungen, du solltest dich also darum kümmern. Bei einem akuten Blinddarmdurchbruch würdest du ja auch sofort in ne Klinik gehen, oder? Depression oder Autoaggression sind so was wie akute Seelendurchbrüche...auch da ist ggf. erstmal Klinik, und danach für einige Zeit ambulante psychiatrische und psychologische Therapie angesagt...

Und auch wichtig: Prioritäten setzen....erst einmal GEsundheit, d.h. die Depression und Autoaggression fachärztlich und mit Sondermaßnahmen wie viel Sport, Kampfsport etc. behandeln lassen, dann guter Schulabschluss, einen WEg raus aus der Problemfamilie und GEwalt finden, ..damit bist du zunächst genug beschäftigt....verkriech dich nicht bei deiner depressiven Oma und heult euch gegenseitig einen vor, zieht euch nicht gegenseitig runter etc...damit ist keinem gedient....Was du brauchst ist ne ordentliche Therapiedosis und ein Schuss Realitätstraining...auch wenn dir das wenn du gerade akut depressiv bist total gegen den Strich gehen mag...Wenn man angeknackst ist, also krank will man sich instinktiv immer zurückziehen, was bei Depressionen die Krankheit jedoch nur noch verstärkt....du wirst dich da überwinden und dir selber nen Tritt geben müssen, damit du da aus den Puschen kommst dir selber zu helfen indem du dir fachkundige Hilfe suchst und die annimmst und in den Therapien engagiert wie möglich mitarbeitest, den ärztlichen Ratschlägen Folge leistest und ggf. danach dann Schritt für Schritt dein Leben umkrempelst....Auslöser der Depression (wie Menschen, die dir nicht gut tun, Drogen, zu viel Internet, ungünstige Tagesrhytmen und andere ungünstige Verhaltensweisen, zu wenig Sport etc.) lernst zu meiden und aus deinem Leben weitgehend zu eliminieren...dein Leben halt so gestaltest, dass du gesundheitlich besser mit allem klarkommst.

In deinem Alter wäre es entwicklungstechnisch günstiger wenn du viel mit Gleichaltrigen oder nur wenige Jahre älteren Leuten Beziehungen eingehst. Klingt jetzt alles sehr praktisch und ein wenig abgebrüht..daber das nenne ich praktischen (Überlebens-)Sinn...Vernunft und Verstand sollten mitarbeiten wenn es um LebensPLANUNG geht. Dein Job wäre es dein Leben zu planen, dich darauf vorzubereiten dich von deiner Familie innerlich und äußerlich zu lösen und dir ein eigenes Leben schrittweise aufzubauen. Und ggf. beizeiten ne eigene Familie zu gründen um es dort besser zu machen, was schwer genug werden wird mit der beschissenen Vorprägung (ich weiss wovon ich rede, habe 30 Jahre hart an mir arbeiten müssen, muss es immer noch um davon loszukommen)...den schlechten Vorerfahrungen...du kannst es dir dabei leichter machen indem du rechtzeitig therapeutische Hilfe suchst und annimmst. Hier gilt: je eher desto besser! Tempus fugit, das Leben ist kurz und meiner Ansicht nach sollte man nicht zu viel Zeit mit Herumleiden vergeuden und daher zeitnah TUN was notwendig ist..wenn man psychisch krank, also depressiv oder autoaggressiv ist sollte man was gegen die Krankheit TUN..ohne Zip und Zap oder Ladehemmung.

Und noch was wichtiges: alles was du zum Leben brauchst und zum Erfolg steckt bereits in dir...in Therapien oder Beratungsstellen wirst du nur Hilfe zur Selbsthilfe erhalten (und das ist gut so, damit du unabhängig bleibst und wirst),deine inneren Fähigkeiten können durch Therapie aktiviert werden, den Rest = diese Fähigkeiten nutzen und umsetzen und in dein Leben einbauen ist dein Ding, was an sich gar nicht soooo schwierig ist, ist reine Übungssache..so wie man Englischvokabeln lernt um Englisch sprechen zu können kann man auch die Vokabeln des Lebens kennenlernen und LEBEN zu lernen... In dir steckt mehr Stärke als du derzeit denkst...muss allet nur seinen Weg rausfinden und wird es auch, wenn du dir dazu die richtige Hilfestellung gibst und die Weichen dazu legst indem du dich zunächst mal um deine Depressionen und die Autoaggression kümmerst....danach dann Schritt für Schritt weiter.

Ich wünsche dir dabei viel ERfolg!
Tyra

Betr. Vertrauen: fällt mir bis heute immer noch schwer..aber es gibt halt Situationen im Leben in denen man zumindest ein wenig vertrauen muss....z.B wenn man krank ist Ärzten...sonst kommt man nicht voran...also wirst du dich wohl oder übel überwinden müssen oder halt auf der Stelle treten und in deiner Krankheit, ewigem Leid stecken bleiben....du wirst da eine Entscheidung für dich treffen müssen wohin es denn gehen soll...und was du tust oder unterläßt.
Die Sache mit dem Vertrauen ist eine Sache des rechten Maßes...nie blind vertrauen, selber bestimmen wieviel man vertraut....immer wieder kontrollieren, wachsam und achtsam bleiben wer dein Vertrauen verdient und wer nicht...dann kommt man ganz gut zurecht.
Ein Schlüssel dazu zu lernen anderen Menschen ein wenig zu vertrauen ist das Selbst-Vertrauen..daran wirst du zunächst hart arbeiten müssen...sehr gut zum Aufbau von Selbstbewusstsein und SElbstvertrauen und gleichzeitig Antidepressivum ist u.a. Sport....viel Sport.. mir hat damals Langlauf und Reiten sehr viel gebracht..ich war täglich 6-8 Stunden körperlich draußen (weg vom Elternhaus und den Sorgen und Belastungen dort) unterwegs beschäftigt und gefordert...ein gesunder und auch starker und widerstandsfähiger Körper und Geist (das eine bedingt das andere...beide sind untrennbar miteinander verbunden) braucht Bewegung...wird sind nicht für Stillstand und Rumhocken geschaffen...das macht uns alle depressiv...Bei akuter Depression und Autoaggression muss natürlich zunächst noch Therapie dazu kommen, weil Kennzeichen einer Depression Antriebsschwäche und Mattheit etc. ist, die mit sorgfältiger Medikamentation jedoch bereits nach relativ kurzer Zeit verschwindet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey Tyra
danke für diee antwort
also...ausziehen ...ziehe nächtes jahr mit meiner schwester zusammen wenn alles klappt, auch wenn ich iwie ned weiß ob ich das wirklich will!
Ein job habe ich auch bin schon selbstständig ...die geben mir kein geld und iwie muss ich ja mein hobby bezahln..
Hmm meine oma wohnt in brandenburg/Neuruppin und ich in bremen dh. wir sehen uns wenn hoch kommt 4 mal im jahr...ist auch nicht so das ich mich bei ihr ausheule oder so aber das ist so zu sagen ein mutter ersatz, verstehn und einfach hammer ist eben so der mensch mit dem ich mal reden kann auch wenns sehr selten ist. Meine oma (meine letzte) ist erst 58 da denke ich ned das sie bald sterben wird.
Ja die sache mit der klink wäre vllt ganz gut aber nein kann nicht über mein schatten sprigen. Ein arzt ist mir mal ungewollt zwischen die beine gegengen seid dem habe ich ober die panik vor Ärzten allgemein, und dann in eine klinik! das kann ich nicht...
Sport mache ich viel ich reite 3 bis 4 mal die woche...das sind die mom wo ich nicht an den ganzen scheiß denke wo ich aufem Pferd sitze und alles vergesse...
Aber wenn ich denn wieder zu hause bin und das alles gleich weiter geht..bekomme ich wieder ein tief. Ich versch ja schon nicht in diesen depri Phasen zu versinken (ablenken oder so) aber oft ist das ned möglich ...

hmm...auch wenn ich viel dagegen geschrieben habe danke hat mich echt zu nachdenken gebracht
mb liebe grüße
 

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