Hallo,
ich stimme Micky und Yaksini zu, wird höchste Eisenbahn dass du dir mal fachärztliche Hilfe holst.
Ne Thera ist nix Bedrohliches, nix Großartiges, niemand lacht dich aus, wenn du ne Therapie machst, im Gegenteil, das würde zeigen, dass du Eigenverantwortung zeigst.
Autoaggression ist ne ernstzunehmende Sache, die man jedoch mit Thera sehr gut in den Griff bekommen kann.
Die Antwort auf deine Frage, warum du aggressiv ggü dir selber oder auch anderen bist ist an sich nicht schwer zu beantworten: mangelndes Selbstbewusstsein, große Ängste und Unsicherheiten die du stets überspielst, du definierst dich durch die Vergangenheit und andere Menschen, niemals alleine durch dich selber, hast wenig Selbstvertrauen und Angst vor der Zukunft...alles so Dinge die zig Millionen Menschen während des ERwachsenwerdens so durchleben...Kenne ich auch von mir früher. Du hast Schiss offen und direkt zu sein...z.B bei dieser Arbeitsaktion/Weinbergsache da mal zu sagen: hej Leute ich hab keinen Bock auf diese Arbeit, oder keine Zeit .dieses Jahr bin ich leider nicht mit dabei!" Du traust dich nicht oder bist blockiert darin deine Wünsche, Gefühle, Gedanken und Probleme nach außen hin zu artikulieren und stetig steigt der Druck in deinem Inneren...du denkst durch mittelalterlichen Aderlass kannst du den Druck abstellen..aber das gelingt nicht auf Dauer..du sitzt nun in einem zwanghaften Verhalten fest, dass dir nicht da hilft, wo du Hilfe nötig hast. Du denkt dass dich andere nur mögen wenn du so bist wie die dich sehen wollen, wenn du eigene Ansprüche zurückstellst um die Ansprüche anderer zu bedienen/erfüllen. Sone GRundhaltung macht unglücklich und frustriert und aggressiv oder autoaggressiv und führt oft in eine psychische ERkrankung, burn out, Depression etc...
Nur ne Therapie kann dir da raushelfen. Das sind also die Fakten.
Ich kann dir nur raten: anstatt an tausend Baustellen herumzudoktern, dich in zig Nebensächlickeiten zu verlieren geh das Problem dieser Verhaltensstörung so früh wie möglich an. Gewohnheiten sind mächtig..auch bekloppte und ungesunde Gewohnheiten wie Autoaggression.
Es wird Zeit auch ggü deinen Eltern mit offenen Karten zu spielen...sag ihnen dass es dir schlecht geht, ansonsten haben sie null Chance dir helfen zu können und würden dir das ggf. irgendwann mal übel nehmen. So viel Vertrauen in die Eltern oder auch Menschheit allgemein sollte schon sein offen mit seinen Problemen umzugehen.
Egal was andere denken, egal ob einige unsichere unreife SChrappnellen über dich lachen mögen, stell dich den Dingen und mach die Therapie..es handelt sich schliesslich um dein Leben, nicht das anderer Leute. Und dem eigenen Leben und seiner GEsundheit sollte man genügend Achtung entgegenbringen. MIt Selbstachtung fängt ohnehin alles an. Nur wer sich selber achtet wird auch von anderen geachtet und beachtet....Die Menschen mit geringer Selbstachtung sind oft schutzlos der Ausbeutung durch andere ausgeliefert....Herrin über das eigene Leben, also auch für sich und seine Gesundheit sorgen, oder Sklavin der eigenen Ängste und Unsicherheiten, der Autoaggression und ggf auch anderer Menschen. Du hast die Wahl und ich kann dir nur die Daumen dabei drücken, dass deine Wahl weise und zu deinen Gunsten ausfällt.
Gruß
Tyra
P.S. Meine Schwester ist vor 2 einhalb Jahren psychisch erkrankt...Angstpsychose..sie war tatsächlich so für ca 2-3 Wochen total durchgekachelt..na und? Ich hatte ihr geraten offen damit umzugehen, alle wissen Bescheid, Eltern, Freunde etc..und keiner hat je gelacht...alle haben mitgeholfen...und somit ist sie heute auch wieder ganz gut auf dem DAmm.
Während der Zeit in der sie ver-rückt war haben wir das Ganze gelassen genommen....Gesundheit ist ja eh ne veränderbare Sache: heute krank, morgen wieder gesund...egal ob ein aktuter Blinddarmdurchbruch oder ne akute Depression, Psychose oder Autoaggression etc...kann man alles therapieren und ist letztlich eine Soße....Man sollte hier keine falsche Scham haben!