• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich kann das einfach alles nicht verarbeiten, es frisst mich jeden Tag aufs Neue..

AnniNelly

Mitglied
Hallo ihr Lieben 🙂,

Ich heiße Nelly (Annelie), werde am 03.04.2013 17 Jahre alt und ich versuche jetzt meinen ganzen Schmerz in diesem Text auszudrücken und hoffe auf Hilfe von Außen. Bitte nehmt euch die Zeit das durchzulesen, es ist mir sehr wichtig. :/

Hier meine ganze Lebensgeschichte, ich hoffe es findet sich ein lieber Mensch, der sich die Mühe macht, das durchzulesen 🙂. Der Text könnte ein bisschen lang werden..

Als ich 2 Jahre alt wurde, war bei mir noch alles in Ordnung. Ich war oft mit meinem Vater in der Natur am See (Russland) Campen und Angeln. Es hat mir großen Spaß gemacht. Meine Mutter wollte niemals mit. Jetzt weiß ich auch, warum, aber dazu später. Als ich dann 2 1/2 Jahre alt wurde, hat meine Mutter angefangen mich zu schlagen. Mit Händen/Gürteln usw. Dann fing ich an Depressiv zu werden. Nachgedacht habe ich immer sehr sehr viel, was vielleicht ein bisschen ungewöhnlich in meinem Alter war. Mit 3 kam ich dann in den Kindergarten, wo ich wegen meiner traurigen Laune, kaum Anschluss fand. Mich hat dann ein älterer Junge mehrmals sexuell missbraucht und ich habe mich nicht getraut etwas zu sagen, weil es mir peinlich war. Irgendwann (ich weiß nicht, warum) hat sich der ganze Kindergarten gegen mich verschworen und ich wurde 2x von allen zusammengeschlagen. Ein älterer Junge hat das gemacht und ein paar andere Kinder auch, der Rest hat nur gelacht. Zu Hause zeigte mein Vater mir heimlich immer Pornos. Ich war klein und wusste nicht genau, was ich tat. Ich weiß bis heute nicht, warum mein Vater das gemacht hat. Mit 7 Jahren kam ich dann in die 1. Klasse in die Schule. Selbst da hat mich jeder gehasst, ich hatte wieder keine Freunde und war immer alleine. Zu Hause habe ich in der Nacht, als ich schlafen gehen sollte immer sehr schlimm geweint, weil ich es einfach nicht verstanden habe, wieso mich keiner wollte und ich hatte unglaubliche Angst, dass mein Vater stirbt. Außer ihn hatte ich niemanden. Irgendwie habe ich geahnt, dass mein Leben bald schrecklich schief gehen wird und tatsächlich war das auch so. Mit 7 Jahren zogen wir dann aus Russland nach Deutschland. Das war ein großer Fehler. Meine Mutter hat meinen Vater angelogen, dass er dort Arbeit finden würde. Wir hatten niemals viel Geld. Vor allem, weil das 1996te Jahr in Russland ein Hungerjahr war, wir hielten uns kaum mit selbstgefangenen Fischen übers Wasser. Mein Vater hatte schon mit dem Gedanken gespielt sich den Arm abzuhacken und ihn dann zu kochen, damit wir was zu Essen hatten. Als wir dann aus Russland nach Deutschland fuhren, wollte mir ein Junge in einem Zug weh tun. Da war so eine Tür, die sich austomatisch zu machte und er wollte, dass ich mir dort die Finger einklemme - er hat sich dann selber die Finger eingeklemmt *lach*. Ich kam dann wieder in die 1. Klasse, nur war das diesmal in Deutschland. Schon wieder hat mich niemand gemocht, obwohl ich versucht habe auf die anderen zuzugehen. Der Nachteil war, dass ich damals kein Deutsch konnte. Die anderen haben immer mit ihren Freunden gespielt und ich bin nur über den Schulhof spaziert, um mir irgendwie die Zeit zu vertreiben. Wir zogen dann um und ich kam zum 3.x in die 1. Klasse und schon wieder wollte mit mir niemand was zu tun haben. Nach ein paar Monaten beherrschte ich die deutsche Sprache ganz gut (ich lerne fremde Sprachen sehr schnell), was aber nicht gerade zu meinem Vorteil zählte. Ich habe dann verstehen können, dass die anderen sehr schlecht über mich hinter meinem Rücken geredet haben. Mir wurde immer gesagt, dass ich abgrundtief hässlich bin und meine "Klamotten" von der Müllkippe habe :/. Ich tat so, als ließe mich das kalt aber innerlich habe ich geweint. Meine Noten waren immer sehr gut, ich hatte nur 1en und 2en, doch leider wurde es immer schlimmer. Vielleicht lag es daran, dass meine Mutter mich zu Hausem, ab dem 8en Lebensjahr, so erniedrigte. Sie sagte mir immer, dass ich ein "F!ckfehler" bin und dass ich nichts wert sei. Ich habe versucht mich zu verteidigen aber sie hatte mich dann immer an den Haaren gepackt und hin und her gerissen, so, dass es knackte und ich haufenweise Haare verlor und meine Kopfhaut mir tagelang weh tat. Entschuldigt hatte sie sich dafür nie bei mir, weil sie meinte, dass sie recht hatte. Mein Vater stand einfach nur da und hat nichts gemacht. Zumidest nicht, als ich anwesend war. Wenn ich in meinem Zimmer war, hat er mit ihr nur geredet, mehr nicht... Ich dachte damals, dass es nicht schlimmer werden könnte aber ich hatte mich weit geirrt... In der 4. Klasse rutschten meine Noten einfach ins Bodenlose... Ich habe eine Hauptschulempfehlung erhalten und zu Hause gab es mächtigen Ärger. Ich habe mir von jedem (auch von meiner Tante und meinem Onkel) anhören müssen, dass ich eine Schande sei. Was haben denn alle von mir unter solchen Umständen erwartet? Bei ständigem seelischem Schmerz kann man sich, so sehr man es auch will, nicht konzentrieren, nicht zu hören, gar nichts für sich behalten, sprich: ins eine Ohr rein, aus dem anderen Ohr raus. Meine Mutter hat mich dann doch auf eine Realschule anmelden können, aber ich habe es verbaut. Ich wurde wieder alleine gelassen, obwohl ich mir Mühe gab dazuzugehören. Deutsch konnte ich perfekt, ich war auch sehr nett (haben mir viele gesagt) und trotzdem wollte niemand etwas von mir wissen. Ich hatte nicht einmal Essen mit zur Schule, da ich es nicht alleine, wie der letzte Depp essen wollte. Natürlich war der Unterricht für mich viel zu schwer mit meiner Konzentrationsschwäche. Ich konnte nicht einmal Hausaufgaben machen, weil mir immer andere Gedanken in den Sinn kamen. Letztendlich wurde ich aus der Schule rausgeworfen. Ich kam in die 5. Klasse dann an meiner Grundschule in Boostedt (kleines Dorf). Zum ersten Mal, war das etwas anders. Am Anfang waren viele nett zu mir und ich hatte endlich Anschluss gefunden (wenn auch nicht ganz den passenden, aber immerhin Anschluss). Das war eine so genannte "Stinki Gang", weil wir ein nettes, Oma-ähnliches Mädchen, die etwas streng roch bei uns hatten. Mit der einen, die mir ein bisschen ähnlich sah, habe ich mich ganz gut verstanden. Dann hatten wir noch eine "120 Kg Tonne" und eine (meiner Meinung nach) "Tyrannin". Der Tyrannin konnte man nichts recht machen, sie hat nur an sich gedacht und andere mies behandelt. Aber jeder hatte Respekt/Angst vor ihr, da sie eher eine "Mann-Frau" war. Sie war gut gebaut und sehr aggressiv kurz gesagt. Immer, wenn es Streit gab aus Kleinigkeiten (bei ihr konnte man das nicht vermeiden), hat sie die anderen angestiftet diese Person, mit der sie Streit hatte, zu mobben. Also so ne Art "Nicht mit xxx reden, ignoriere sie einfach" und jeder hat auf sie gehört.. Meine Mutter und der Rest der "Familie" haben nicht aufgehört mich fertig zu machen. Manchmal schlugen mich meine Eltern auch gemeinsam. Meine Mutter hatte ein neues Spielzeug entdeckt, den "Hausschuh", mit dem hat sie mich dann zusätzlich "bearbeitet", als ich am Boden lag. Sie hat mich auch getreten und Sachen auf mich geworfen. Ich kann nicht in Worte fassen, was für schlimme seelische und körperliche Schmerzen das waren. Wenn meine Tante und mein Onkel bei uns waren, haben sie mich immer mies behandelt und meine Eltern haben da mitgemacht. Wenn ich mich verteidigen wollte, gab es Schläge von allen. Oh, ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich seit dem 8. Lebenjahr an Angststörungen und Panikattacken leide. Das ist ein sehr schlimmes Gefühl, mit hauptsächlich Herzrasen, Todesangst und kaltem Schweiß. Aber das ist längst noch nicht alles.. Am Ende des 5. Schuljahres haben mich alle (fast die ganze Schule) angefangen richtig zu mobben. Mir wurde immer gesagt, dass ich hässlich bin, dass ich ein "Glubschfisch" sei (da ich sehr große Augen habe), dass ich nichts wert bin und dass alle froh werden, wenn ich sterben würde. Ich wurde da auch geschlagen.. Es gab dann keine einzige Person, die nett zu mir war. Ich konnte mich einfach nicht verteidigen, das waren so viele und ich war ganz alleine. So ging das bis zur 8 1/2 Klasse weiter. Was mir besonders leid tut ist, dass ich meine erste Liebe aus eigener Schuld verloren hatte. Da war so ein Junge, der mich gleich mochte. Ich habe es ihm nicht geglaubt, da mich immer alle sonst mies behandelten. Er hatte dann aber 1 1/2 Jahr um mich gekämpft und ich habe ihn dann am ende sehr geliebt. Aber mein wahres "Ich" konnte ich ihm nicht zeigen. Ich habe niemanden von meinen Probleme/Sorgen erzählt. Naja, wir waren dann zusammen, aber es hielt nicht lange, weil er mich wegen einer anderen aus dem Internet verlassen hat. Ich nehme es ihm nicht übel, ich war nicht ich selbst. Mir tut es nur sehr leid, dass er die komplett falsche Seite an mir kennengelernt hat. Nach ihm wollte ich nie wieder einen Freund und ich bin seit 3 Jahren single und will auch niemanden. Ich habe einfach alles an ihm gemocht aber meine Liebe zu ihm habe ich nicht wirklich gezeigt, da ich Angst hatte, er würde mich verletzen, bzw. wissen, wo er mich verletzen könnte. In der Zeit von der 5 - 8 Klasse wurde ich nicht nur gemobbt. Meine Mutter hatte meinen Vater aus der Wohnung geschmissen, er hatte fast kein geld und saß auf Hartz4 und hat gehungert *wein*. Tut mir leid, aber mir fließen gerade lauter Tränen übers Gesicht.. Meine Mutter hat dann haufenweise verschiedene Männer zu sich eingeladen, um mit denen zu schlafen. Deshalb wollte sie auch damals nie zum Campen mit, weil sie anderweitig "beschäftigt" war. Mein Vater hatte einfach immer alles für mich und meine Mutter getan.. Ich habe ihn sehr lieb, trotz allem, was passiert ist, und dass er mich auch lieb hat, das weiß ich jetzt. Während meine Mutter damals, als ich klein war, mit mir saß, war mein Vater die ganze Nacht draußen und hat Sachen verkauft. Ok, zurück zu meiner Mutter. Am Ende hat sie mich dann versucht in Psychiatrien einzuweisen, da ich mich selbst verletzt hatte, weil der Schmerz einfach nicht zum aushalten war. Ich wurde aber immer wieder entlassen. Ich war insgesamt 8x dort. Sie haben immer gesagt, dass ich ein psychisch völlig normaler Mensch bin. Am Ende hat sie mich ins Heim geschickt, wo ich wieder von jedem mies behandelt und geschlagen wurde. Meine Eltern sah ich 1x Monatlich. Nach Monatelangem Aufenthalt holte mich mein Vater endlich zu sich nach hause. Mit meiner Mutter hatte ich jahrelang keinen kontakt mehr und sie wollte auch nichts mehr von mir wissen. Ich hatte sie nach wie vor sehr lieb. Sie war doch meine Mutter.. *wein*. Es kamen dann in den folgenden Jahren sehr viele unschöne Sachen ans Licht. Wie z.B. dass meine Mutter meinen Vater absichtlich nach Deutschland gelockt hat. Oder, dass sie schon immer (entschuldigung) ne H**e war und Abtreibungen hatte. Sie hatte auch ne "beste Freundin", bei der sie dann den Mann ausgespannt hat und jetzt mit ihm lebt. Mein Vater und ich haben es finanziell ein bisschen schwer. Aber Hauptsache, wir haben uns selber noch. Ich bekomme von ihm sehr viel Liebe und Fürhsorge, was auch gleichzeitig weh tut. Nachdem ich aus dem Heim zu meinem Vater gezogen bin, bin ich dann auf eine andere Schule gegangen. Da war das wie immer - mich hat jeder fertig gemacht. Dann habe ich die Schule abgebrochen und bin da bis heute nicht mehr hin. Jeder macht druck auf mich, dass ich hin soll... Das hat meine Angststörung verschlimmert, ich habe Kreislaufprobleme bekommen, wegen dem hohem Blutdruck, mir wurde schlecht, ich bin umgefallen und bin im Krankenhaus gelandet. Als ich zu mir kam, standen mein Onkel, meine Tante und meine Mutter vor meinem Bett. Ich war nicht sehr erfreut sie zu sehen. Nach einem langen Gespräch habe ich dann angefangen mich mit meiner Mutter ab und zu zu treffen. Mir geht es seit dem etwas besser. Nur leider späre ich immer, wie egal ich ihr eigentlich bin. Bald ist mein geburtstag und sie hat extra einen Streit angefangen, damit sie mir nichts schenken muss. Ich habe niemals etwas von ihr verlangt. Mir ist es nur wichtig, dass sie mir wenigsten "Alles gute zum Geburtstag" wünscht, mehr möchte ich doch gar nicht. Ich gebe mir nicht für alles die Schuld, aber dafür, dass ich meine Laune damals an meinem Vater und an meinem Kater ausgelassen habe. Ich hatte so eine Wut und Trauer in mir, dass ich gar nicht wusste, wohin damit. Ich habe sehr schlimme Sachen zu meinem Vater gesagt und meinen Kater, so leid es mir tut, geschlagen. Es tut mir einfach alles so wahnsinnig leid! *wein* Mein Kater hatte ne Zeit lang Angst vor mir, aber ich habe alles wieder gut gemacht. Er kommt jetzt zu mir auf den Schoß und schläft immer in meinem Bett bei meinen Füßen. Bei meinem Vater habe ich mich, so gut es ging entschuldigt und nie wieder sowas in der Art gesagt. Ich fühle mich sehr mies deswegen. Ansonsten habe ich niemandem etwas getan... (Natürlich gab es sehr viel mehr schlechte Situationen in meinem Leben aber ich habe jetzt einfach mal die wichtigsten rausgesucht.) Heute ist es so: Das Verhältnis zu meiner Mom kann nicht zurechtgerückt werden, da sie nur Geld/Sex in den Augen hat. Soziale Kontakte kann ich nicht knüpfen, wegen meiner schweren Depression. Tabletten kann ich mir mit 16/17 noch nicht verschreiben lassen, in die Schule und tagsüber raus traue ich mich gar nicht zu gehen. Ich flüchte mich in meine online MMORPG's und kann kaum was essen (Bin 1,60m und wiege 30Kg). habe dazu noch Schwächeanfälle und bin immer sehr müde. Und ich leide an einer sehr tiefen Traurigkeit und habe Alpträume. Dazu habe ich noch Suizidgedanken. Und zu guter letzt ist mein Vater auch noch schwer krank und muss vielleicht schon bald sterben *wein*. Da denkt man doch wirklich, dass es keine gerechtigkeit auf dieser Welt gibt. Alles, was ich mir wünsche ist einfach eine gute, liebevolle Freundin. :/

Die Sachen, die vorgefallen sind, sind gar nicht für mich zu verarbeiten. Wenn ihr euch tatsächlich die Mühe gemacht habt, das alles durchzulesen, möchte ich euch vom ganzem Herzen danken<3. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir einpaar Tipps geben könntet, ich weiß einfach nicht weiter. Ihr könnt mir auch gerne Privat schreiben @ nelly.bachmann1996@gmx.de.

Gruß Nelly 🙂 <3
 
Hallo Nelly, puh, das ist beeindruckend und ich denke, mit ein paar Tipps ist Dir nicht wirklich geholfen. Du brauchst viel mehr. Es geht nicht nur um Verarbeitung, es geht um Nachfühlen, Nachreifen, Nachbearbeiten, Umlernen. Das schafft man nicht mit ein paar Tipps, dafür braucht es (wahrscheinlich auch längere und mehrere) Therapien und zwar richtig gute, auf Dich zugeschnitte, nicht einen Therapeuten, der Schablone anlegt und drum herum schneidet. Deine ganze innere Welt liegt in Scherben, ich glaube, Du kannst nicht mal wissen, wer Du wirklich bist. Wo sollst Du Dich einordnen, wie kannst Du verändern, dass andere Dich zum Spielball machen.

Bei Deiner Mutter wirst Du (so schwer das ist und so weh das tut) lernen müssen, dass Du von ihr nicht erwarten kannst, was Du so ersehnst. Sie hat es einfach gar nicht, sie projiziert ihre Probleme, ihr Versagen auf Dich.

Was wichtig ist, Du hast KEINE Schuld!! Du hast nur reagiert, so gut Du konntest. Du hast versucht, zu überleben. Natürlich kann so ein kleines Tier nichts dafür - aber um das so reflektiert sehen und danach handeln zu können, braucht es etwas mehr innere Stabilität, Ruhe, was Du für Dich nicht schaffen konntest, weil Du gar keine Möglichkeiten dazu hattest. Probleme mit Deinem Vater - er hat selbst dazu beigetragen, dass Du nur so werden konntest, wie Du bist. Und es scheint ja nun zu laufen, also rede Dir bitte nicht noch nachträglich Schuldgefühle ein.

Ich glaube, ganz schnell ist es erst mal wichtig, welche Schritte brauchst Du, um am Leben wieder teilnehmen zu können. Was löst es aus, dass andere Dich benutzen, nicht mögen, meiden. Da liegt durchaus auch was an Dir. Das muss man herausfinden. Schaffst Du voraussichtlich nicht allein. Wenn Du momentan ohnehin nicht in die Schule gehst, was hältst Du von einem stationären Aufenthalt? Als Anfang, Dich selbst kennen zu lernen, als Start in ein irgendwann mal für Dich besser laufendes Leben.

Liebe Grüße erst mal, kiablue
 
Puh Nelly, harter Tobak was ich da lesen musste, da läuft's einem ja echt eiskalt den Rücken runter. Wie grausam können vor allem Eltern sein :wein: Wenn das alles so stimmt dann wundert es mich nicht daß du so am Boden bist.

Sorry, aber in meinen Augen kann dir hier nur eine Klinik weiterhelfen. Dir ist klar daß du mit 30 KG bei deiner Grösse kurz davor stehst.... ? 🙁
Nelly geh ins nächste Krankehaus und bitte um Hilfe, diese Erlebnisse kannst du nicht alleine verarbeiten. Kein MEnsch ist wirklich hässlich, das ist Quatsch. Es muss ganz drigend an deinem Selbstwertgefühl gearbeitet werden, dann wirst du auch ein anderes Auftreten haben und die Leute werden es nicht mehr wagen dich so fertigzumachen

ICh wünsch dir alles Gute und hoffe daß du dir Hilfe holst
 
Dankeschön, dass ihr mir zugehört habt und ich nehme mir eure Ratschläge zu Herzen, ihr könnt das von der Seite aus sicher besser betrachten, als ich. Nur leider war ich schon sehr oft in Therapien und keiner konnte mir helfen, da sie nicht genau wussten, wie.. :/
 
Hallo Du,
Es tut mir sehr weh zu sehen, wie schlecht es Dir geht, und was für ein Leben Du bisher führen musstest. 🙁
Ich denke immer ich habe es schlecht getroffen in meinem Leben, wo ich allein, ohne andere Menschen und dem Fehlen von Liebe meiner Eltern aufwachsen musste. Die kamen weder mit sich selbst, noch mit einander, noch mit mir zurecht. Jetzt sind schon einige Jahrzehnte vergangen und ich stehen noch immer auf dem Schlauch.
Daher möchte ich Dir, der noch so früh im Leben steht, gerne etwas raten. Vielleicht lässt Du mich ja?
Ich kann mich meinem "Vorredner" nur anschließen bei deiner Größe und deinem Gewicht solltest Du in ein Krankenhaus gehen, bevor dieser Gesundheitszustand für Dich gefährlich wird, wenn er das nicht schon ist.
Kein Ahnung Untergewicht war nie mein Problem, eher das Gegenteil.😉
Was noch? Du solltest jemand finden der mit Dir Deine Vergangenheit "aufräumt", alles mal ordnet, und Dir Die Möglichkeit gibt, Dich erneut aber unter "therapeutischer Überwachung", an Deine Erlebnisse und an Deinen Schmerz heran zu führen, das Du Dich ihnen stellen kannst und lernst sich gegen sie zu behaupten, ohne dass der Schmerz und die Hilflosigkeit Dich weiter auffressen.😀
Denn das ist etwas, was ich glaube bei Dir zu sehen, Du lädst alle schlechten Dinge und Gefühle in Dich rein, Gutes was einen Ausgleich schaffen könnte, erlebst Du wohl nicht. Aber irgendwann geht das nicht mehr, dann wird es Dich körperlich und geistig auseinander reißen und Dich Dein Leben kosten? :mad:
Verzeih bitte diese harschen Worte, ich möchte Dich keineswegs noch mehr verletzen oder ängstigen. Aber wenn man Hufgetrapel hört denkt man zu erst an Pferde, nicht an Zebras und wenn ich deine Geschichte lesen, denke ich erst an das Allerschlimmste, weil bestimmte Elemente oft auch in eine bestimmte Lebensrichtung weisen und ich das nicht für Dich möchte.🙁
Schaue ich mir dann aber Deinen Text an so sehen ich jemanden der trotz allem sehr stark ist, sein Leben, Innen wie Außen, jemand anderem zugänglich zu machen, nämlich uns. Jemand der klug genug ist seine Unglück in verständliche Worte zu fassen, die es anderen ermöglichen Dich und Dein Leben zu sehen und damit auch an Dir und Deinem Leben teilzuhaben.
Nun bleibt mir noch Dir Mut zu wünschen, jemand Anderen in Deiner Umgebung zu finden der Dir helfen kann. Du brauchst wirklich jemand mit dem Du reden kannst und der Dir zuhört. Das ist für Dich vielleicht unmöglich, ich kann das nachvollziehen, ich lebe mittlerweile so lange alleine, dass ich nur hier auf andere zugehen kann, aber nicht im richtigen Leben. Trotzdem weiß ich das bei Schmerz und Freude die Weniger/Mehr-Regel gilt. Teilst Du Deinen Schmerz mit jemand anderen wird er weniger, teilst Du dagegen deine oder seiner Freude, so wird sie mehr.
Daher hoffe ich für Dich auf mehr und weniger, mehr Leben, mehr Freude und weniger Angst, Alleinsein, Ungeliebtsein und Schmerz. 🙂
Nun habe ich doch mehr geschrieben und geschaft als ich am Anfang dachte. Hoffentlich war nicht alles Unsinn und Du konntest zumindest irgend etwas von meinen Worten gebrauchen. 😉
MfG Dachs
 
Nelly, ich glaub Dir unbesehen, dass Dir bisher keine Thera helfen konnte, dass Therapeuten sich überfordert gefühlt haben. Aber jede Therapie wird Dich weiter zu Dir selbst führen und es wird der Tag kommen, wo Du genau sagen kannst, was Du nun eigentlich wirklich brauchst und alles andere kannst Du zur Seite stellen.

Ich selbst habe einen Lebenslauf, der so ungefähr das Gleiche mit mir gemacht hat, also, ich habe/hatte ähnliche Probleme. So viele Therapien brachten nichts. Ich fühlte mich danach anders, aber nie besser. Dennoch: Jede führte mich weiter zu mir selbst und nach Jahrzehnten habe ich nun vor einem halben Jahr die richtige Therapeutin, die richtige Therapie gefunden. Es gibt sie! Habe ich auch schon längst nicht mehr geglaubt, aber ich wollte es noch mal versuchen. Mir ist klar, auch nach dieser Therapie werde ich nicht einfach gesund sein, aber es besteht die Chance, dass ich doch noch mal erleben werde, dass es Menschen gibt, die mich mögen, dass ich dazu gehören kann, dass ich wenigstens zum Teil okay bin, so wie ich bin. Alles wird nicht funktionieren, dafür ist zu viel zu lange kaputt. Aber vielleicht gibt es die Chance, mich eines Tages nicht mehr so völlig leer und wie ein großes schwarzes Loch fühle und immer nur zu wenig oder zu viel für andere. Es lohnt sich. Mach weiter, es gibt Möglichkeiten, auch für Dich!
 
Ich bin so erschüttert und betroffen über das, was ich gerade las, daß ich nicht weiß, was ich Tröstendes, Ratendes schreiben soll.
Aber weil ich mich nicht einfach wortlos wieder davonschleichen möchte, wenigstens ein Satz: Ich schicke Dir ganz viele gute Gedanken und hoffe sehr, daß irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem Du mit diesen schrecklichen Erinnerungen einigermaßen, wenn möglich gut, leben kannst.
 
Danke, ihr Lieben, dass ihr mir zugehört habt, mir geht es heute (an meinem 17. Geburtstag) schon viel besser, weil mir Leute etwas Gutes geraten und gewünscht haben. 🙂 Ich denke, ich werde jetzt wieder haufenweise Therapien machen. Jemandem seine Gedanken anzuvertrauen kann einen manchmal schon sehr beruhigen. 🙂

Gruß Nelly
 
Hallo Nelly! Erst einmal Alles Gute zum Geburtstag! Ich habe Deinen ganzen Thread gelesen und spontan sind mir einige Gedanken gekommen:
1. Bitte gehe ab sofort wieder jeden Tag zur Schule! Wenn das Jugendamt hinter solche Familienverhältnisse kommt, können sie Dich gegen Deinen Willen irgendwo unterbringen. Was die JAs sich in Deutschland alles leisten können, würde hier den Rahmen sprengen und ist ohnehin ein Fass ohne Boden. Ich will Dir keine angst machen, ich rate Dir nur : gehe jeden Tag zur Schule!
2. Wenn Dein Vater vor Deinem 18ten Geburtstag stirbt, wo könntest Du leben? Verwandte? Freunde? Dein Vater muss das schriftlich regeln. Das ist wichtig!
3. Bitte tue niemals mehr wieder Deinem Kater weh! Tiere können so treu und lieb sein, ich selber habe einen kleinen Hund. Erzähle Deinem Kater von Deinen Gefühlen und Gedanken, nimm ihn dabei in den Arm, weine ruhig. Auch wenn er Dich nicht versteht, reden hilft. Tiere sind so feinfühlig, er merkt es sofort, wenn es Dir nicht gut geht.
4. Hast Du jemanden, mit dem Du reden kannst? Vertrauenslehrer? Weiss jemand von Deiner Lebensgeschichte?
Ich wünsche Dir einen schönen Geburtstag, schreibe wieder!
 
Lass Dich einfach mal nur in den Arm nehmen und halten.....auch wenn Du es jetzt nicht glaubst...aber Du bist wertvoll!!!!!!
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
D Ich muss los lassen, aber ich kann einfach nicht. Trauer 26
G Ich kann nicht mehr Trauer 15
B Ich kann nicht vor anderen weinen/Gefühle zeigen Trauer 7

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben