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DerErwin
Gast
Hallo zusammen,
Ich bin inzwischen 20 Jahre alt, doch ich viele mich als wäre die Luft aus meinem Leben raus.
Ich habe schon seit mehreren Jahren den Hang zum Pessimismus. Alles fing eigentlich erst mit dem Wiederholen der 6. Klasse an.. Ich verlor schließlich alle meine Freunde und war seit weniger beliebt in der Klasse. So verschlechterten sich meine Leistungen noch mehr und ich ging schließlich zur Hauptschule über.
Dort war es natürlich nicht besser, bis auf meine schulischen Leistungen. Wenigstens habe ich dort ein paar nette Leute kennen gelernt. So stand ich nicht ganz allein da.
Psychisch ging es allerdings bis zum Ende der 9. Klasse bergab. Aufgrund eines Mitschülers, der mir anbot mal einen Joint zu rauchen, rauchte ich auch schließlich noch Cannabis. Im Nachhinein sehe ich das nicht als Fehler, da ich mal was anderes tat als nur in meiner Bude rumzuhocken und am PC zu sitzen. Man unterhielt sich dabei schließlich auch und knüpfte, wenn auch nicht positive, Kontakte. Marihuana gab mir irgentwie ein Gefühl des Glückes, welches ich bisher nicht so kannte, wahrscheinlich aufgrund meiner bisher negativen Erfahrungen in meinem Leben. Dennoch änderte das natürlich, logischerweise, nichts an meiner bisherigen Situation, außer dass ich ein paar mehr Kontakte knüpfte. Ob diese tatsächlich auch meine "Freunde waren", sei mal dahin gestellt. Zuhause lief es allerdings auch nicht besonders gut. Oft hatte ich mich mit meinem Bruder und meiner Mutter in der Wolle.
Jedenfalls beschäftige ich mich schon seit längerem mit dem Thema Suizid. Ich fand dann heraus, dass man sich ja wunderbar und schmerzfrei mit Kohlenstoffmonoxid vergiften kann. Auf die Frage, wie das funktioniert, werde ich natürlich nicht eingehen. Mit 16 dann entschloss ich mich mich zu suizidieren. Während des Vergiftungsprozesses packte mich allerdings die Angst, weshalb ich das vorhaben dann schließlich abbrach und mich volltrunken ins Bett lag. Du Spuren waren selbstverständlich nicht zu verwischen. Deshalb landete ich schließlich mit einer Alkohol -und CO Vergiftung im Krankenhaus und wenig später in der Psychiatrie in der ich 6 Monate verharrte.
Problematisch ist, dass ich nicht der Mensch bin, der gerne alles preisgibt. Deshalb konnte ich mich nicht so richtig, bzw. gar nicht, dort auf die Therapie einlassen. Die Frage nach dem Warum konnte ich nicht so richtig beantworten. Man unterstellte mir, dass ich einfach nicht drüber sprechen wollte. Allerdings wusste ich es selbst nicht so richtig. Ich wusste nur, dass ich mein Leben nicht als wertvoll betrachtete und ich dieses deswegen beenden wollte.
Erst Jahre später ist mir bewusster geworden, dass mir die damalige Schulsituation nicht gutgetan hat. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich sowas tatsächlich verdränge. Ich meine, es war mir zwar bewusst, dass dort einiges schief gelaufen war, aber ich hätte mir nie vorstellen können, dass das Gründe für einen Suizid sein könnten. Kennt ihr diese Art von Verdrängung.
In der Psychiatrie allerdings, fühlte ich mich das erste mal richtig wohl, trotz Therapieverweigerung. Es waren zum ersten mal Menschen dort, die ähnlich wie ich dachten und die mich wohl mochten. Ich habe mich aber als stark gegeben. Das tue ich auch heute noch vor anderen noch. Niemand weiß, wenn es mir schlecht geht, es sei denn ich möchte es den Menschen wissen lassen. Das tue ich allerdings nie und werde es nie tun. Inzwischen kann ich nur meinem besten Freund preisgeben, wenn mir nicht gut ist. Näher drauf ein gehen tue ich dennoch nicht.
Kurz vor der Entlassung dann, habe wollte ich mich erneut suizidieren. Diesmal wollte ich von einem Parkdeck springen. In diesem Fall denke, ich, dass dies nicht mein wirklicher Wille war, sondern ich nicht einfach zurück in die alte Situation wollte. Auf die Frage nach dem warum konnte ich allerdings nicht näher eingehen. Wie beim ersten mal, konnte ich mir selbst nicht die genauen Beweggründe erklären.
Jedenfalls wurde ich dann ein paar Monate später entlassen, allerdings in ein betreutes Wohnen.
Eine Art Verselbstständigungwohngruppe, in der der Bewohnende sich selbst zu versorgen hat, dies allerdings der Aufsicht der Betreuer unterliegt. Ich pflegte anfangs nur zögerlich, später lebhaft, einen guten Kontakt zu meinen Mitbewohnern. Da ich meinen Realschulabschluss nachmachen wollte und mich für die handwerkliche Arbeit in der Arbeitstherapie interessierte, ging ich zur Berufsfachschule. Dort habe ich schnell einen guten Draht zu den Mitschülern gefunden. Allerdings sagte mir die Arbeit überhaupt nicht zu, was dafür sorgte, dass ich dem Unterricht fernblieb und nicht richtig mitarbeitet. Grund dafür waren größtenteils mangelnde Fertigkeiten. Ich bin eigentlich eher der Grobmotoriker.
Außerdem begann ich wieder das Kiffen in der Wohngruppe.
Kurz vor Ende des Schuljahres, lernte ich meine damalige, Freundin kennen. Meine wohl erste richtige. Die Beziehung dauerte ein ganzes Jahr an. Weil ich Kiffen und Beziehung nicht miteinander verbinden wollte, hörte ich auf entgültig auf und fing auch nie wieder an.
Ich meldete mich schließlich in der VHS an, um meinen Realschulabschluss nach zu holen, wo ich so richtig lebendig wurde. Ich pflegte gute Kontakte zu den Mitschülern, war sogar Klassensprecher und hatte das beste Zeugnis der gesamten Schule. Wie ich das geschafft habe, ist mir bis heute ein Rätsel. Kurz vor Ende des Schuljahres jedoch, verlor ich meine Freundin, woraufhin eine lange Trauerepisode folgte. Dennoch sagte ich mir, dass ich mich nicht durch diese Frau kaputt machen ließ und setzte meinen Werdegang so fort. In den Herbstferien machte ich schließlich ein Praktikum in einem großen Unternehmen, welches mich schließlich auch als Auszubildender einstellte.
Schließlich zog ich auch alleine in die Wohnung. Doch seit dem scheint es wieder bergab zu gehen. Ich fühle mich immer unmotivierter. Ich habe das Gefühl in meiner Wohnung zu vereinsamen. Was soll ich nur tun? Ich möchte nicht wieder alles hinschmeißen, aber ich kann so auch nicht richtig leben. Ich bin zurzeit am überlegen dies Ausbildung hinzuschmeißen und eine andere Ausbildung, welcher kaufmännischer orientierte ist in meiner Heimatstadt anzunehmen. Vielleicht wäre das besser, wenn ich näher an meiner Familie wäre. Aber ich weiß es selbst nicht.
Das einzig gute schein zu sein, dass ich noch meinen besten Freund habe, welcher zwar nicht in meiner Stadt wohnt, mit dem ich aber dennoch wie Pech und Schwefel bin.
Wenn ihr möchtet könnt ihr mir gerne schreiben!
Ich bin inzwischen 20 Jahre alt, doch ich viele mich als wäre die Luft aus meinem Leben raus.
Ich habe schon seit mehreren Jahren den Hang zum Pessimismus. Alles fing eigentlich erst mit dem Wiederholen der 6. Klasse an.. Ich verlor schließlich alle meine Freunde und war seit weniger beliebt in der Klasse. So verschlechterten sich meine Leistungen noch mehr und ich ging schließlich zur Hauptschule über.
Dort war es natürlich nicht besser, bis auf meine schulischen Leistungen. Wenigstens habe ich dort ein paar nette Leute kennen gelernt. So stand ich nicht ganz allein da.
Psychisch ging es allerdings bis zum Ende der 9. Klasse bergab. Aufgrund eines Mitschülers, der mir anbot mal einen Joint zu rauchen, rauchte ich auch schließlich noch Cannabis. Im Nachhinein sehe ich das nicht als Fehler, da ich mal was anderes tat als nur in meiner Bude rumzuhocken und am PC zu sitzen. Man unterhielt sich dabei schließlich auch und knüpfte, wenn auch nicht positive, Kontakte. Marihuana gab mir irgentwie ein Gefühl des Glückes, welches ich bisher nicht so kannte, wahrscheinlich aufgrund meiner bisher negativen Erfahrungen in meinem Leben. Dennoch änderte das natürlich, logischerweise, nichts an meiner bisherigen Situation, außer dass ich ein paar mehr Kontakte knüpfte. Ob diese tatsächlich auch meine "Freunde waren", sei mal dahin gestellt. Zuhause lief es allerdings auch nicht besonders gut. Oft hatte ich mich mit meinem Bruder und meiner Mutter in der Wolle.
Jedenfalls beschäftige ich mich schon seit längerem mit dem Thema Suizid. Ich fand dann heraus, dass man sich ja wunderbar und schmerzfrei mit Kohlenstoffmonoxid vergiften kann. Auf die Frage, wie das funktioniert, werde ich natürlich nicht eingehen. Mit 16 dann entschloss ich mich mich zu suizidieren. Während des Vergiftungsprozesses packte mich allerdings die Angst, weshalb ich das vorhaben dann schließlich abbrach und mich volltrunken ins Bett lag. Du Spuren waren selbstverständlich nicht zu verwischen. Deshalb landete ich schließlich mit einer Alkohol -und CO Vergiftung im Krankenhaus und wenig später in der Psychiatrie in der ich 6 Monate verharrte.
Problematisch ist, dass ich nicht der Mensch bin, der gerne alles preisgibt. Deshalb konnte ich mich nicht so richtig, bzw. gar nicht, dort auf die Therapie einlassen. Die Frage nach dem Warum konnte ich nicht so richtig beantworten. Man unterstellte mir, dass ich einfach nicht drüber sprechen wollte. Allerdings wusste ich es selbst nicht so richtig. Ich wusste nur, dass ich mein Leben nicht als wertvoll betrachtete und ich dieses deswegen beenden wollte.
Erst Jahre später ist mir bewusster geworden, dass mir die damalige Schulsituation nicht gutgetan hat. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich sowas tatsächlich verdränge. Ich meine, es war mir zwar bewusst, dass dort einiges schief gelaufen war, aber ich hätte mir nie vorstellen können, dass das Gründe für einen Suizid sein könnten. Kennt ihr diese Art von Verdrängung.
In der Psychiatrie allerdings, fühlte ich mich das erste mal richtig wohl, trotz Therapieverweigerung. Es waren zum ersten mal Menschen dort, die ähnlich wie ich dachten und die mich wohl mochten. Ich habe mich aber als stark gegeben. Das tue ich auch heute noch vor anderen noch. Niemand weiß, wenn es mir schlecht geht, es sei denn ich möchte es den Menschen wissen lassen. Das tue ich allerdings nie und werde es nie tun. Inzwischen kann ich nur meinem besten Freund preisgeben, wenn mir nicht gut ist. Näher drauf ein gehen tue ich dennoch nicht.
Kurz vor der Entlassung dann, habe wollte ich mich erneut suizidieren. Diesmal wollte ich von einem Parkdeck springen. In diesem Fall denke, ich, dass dies nicht mein wirklicher Wille war, sondern ich nicht einfach zurück in die alte Situation wollte. Auf die Frage nach dem warum konnte ich allerdings nicht näher eingehen. Wie beim ersten mal, konnte ich mir selbst nicht die genauen Beweggründe erklären.
Jedenfalls wurde ich dann ein paar Monate später entlassen, allerdings in ein betreutes Wohnen.
Eine Art Verselbstständigungwohngruppe, in der der Bewohnende sich selbst zu versorgen hat, dies allerdings der Aufsicht der Betreuer unterliegt. Ich pflegte anfangs nur zögerlich, später lebhaft, einen guten Kontakt zu meinen Mitbewohnern. Da ich meinen Realschulabschluss nachmachen wollte und mich für die handwerkliche Arbeit in der Arbeitstherapie interessierte, ging ich zur Berufsfachschule. Dort habe ich schnell einen guten Draht zu den Mitschülern gefunden. Allerdings sagte mir die Arbeit überhaupt nicht zu, was dafür sorgte, dass ich dem Unterricht fernblieb und nicht richtig mitarbeitet. Grund dafür waren größtenteils mangelnde Fertigkeiten. Ich bin eigentlich eher der Grobmotoriker.
Außerdem begann ich wieder das Kiffen in der Wohngruppe.
Kurz vor Ende des Schuljahres, lernte ich meine damalige, Freundin kennen. Meine wohl erste richtige. Die Beziehung dauerte ein ganzes Jahr an. Weil ich Kiffen und Beziehung nicht miteinander verbinden wollte, hörte ich auf entgültig auf und fing auch nie wieder an.
Ich meldete mich schließlich in der VHS an, um meinen Realschulabschluss nach zu holen, wo ich so richtig lebendig wurde. Ich pflegte gute Kontakte zu den Mitschülern, war sogar Klassensprecher und hatte das beste Zeugnis der gesamten Schule. Wie ich das geschafft habe, ist mir bis heute ein Rätsel. Kurz vor Ende des Schuljahres jedoch, verlor ich meine Freundin, woraufhin eine lange Trauerepisode folgte. Dennoch sagte ich mir, dass ich mich nicht durch diese Frau kaputt machen ließ und setzte meinen Werdegang so fort. In den Herbstferien machte ich schließlich ein Praktikum in einem großen Unternehmen, welches mich schließlich auch als Auszubildender einstellte.
Schließlich zog ich auch alleine in die Wohnung. Doch seit dem scheint es wieder bergab zu gehen. Ich fühle mich immer unmotivierter. Ich habe das Gefühl in meiner Wohnung zu vereinsamen. Was soll ich nur tun? Ich möchte nicht wieder alles hinschmeißen, aber ich kann so auch nicht richtig leben. Ich bin zurzeit am überlegen dies Ausbildung hinzuschmeißen und eine andere Ausbildung, welcher kaufmännischer orientierte ist in meiner Heimatstadt anzunehmen. Vielleicht wäre das besser, wenn ich näher an meiner Familie wäre. Aber ich weiß es selbst nicht.
Das einzig gute schein zu sein, dass ich noch meinen besten Freund habe, welcher zwar nicht in meiner Stadt wohnt, mit dem ich aber dennoch wie Pech und Schwefel bin.
Wenn ihr möchtet könnt ihr mir gerne schreiben!