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Ich hasse meine Familie

Ausziehen ist (noch) keine Möglichkeit. Über mein genaues Alter möchte ich hier nicht sprechen, aber ich bin noch minderjährig. Wie im Text erwähnt hasse ich meine Familie nicht insgesamt sondern, wie formuliere ich das am besten, ich habe diese Wutanfälle wo ich wirklich steif und fest behaupten könnte ich hasse sie und im nächsten Moment schäme ich mich schon wieder dafür. Eine Sache hast du vielleicht falsch verstanden: ich weiß, wie viel Leid ich meiner Familiezugefügt habe, egal ob ich was dafür könnte oder nicht. Und wenn ich könnte würde ich das alles (einschließlich meiner Geburt) rückgängig machen. Ich fühle mich wie eine extreme Belastung und ich wünschte ich könnte aufhören zu existieren.

Solche Emotionen sind natürlich. Woher rühren die? Enttäuschung, Frust?
 
Manchmal ist es furchtbar, was aus der Kombination bestimmter Menschen entstehen kann, vor allem wenn man sich nicht aus dem Weg gehen kann, weil man als Familie räumlich an einander gebunden ist. Sich gegenseitig den Raum zum leben und atmen zu lassen, bekommen manche Menschen einfach nicht hin.

Ich kann Dir nur eines raten: lerne Deine Gefühl und die Vorgänge in Dir besser kennen und verstehen, denn damit lernst Du auch, dass Du nicht nur mit Deinem gerade lautesten Gefühl antworten musst. Sobald Wut und Angst überhand nehmen, bekommen wir Menschen einen Tunnelblick und so vieles erscheint ausweglos. Alternativen werden nicht mehr als solche erkannt.

Ich habe nach vielen Jahren erkennen und lernen müssen, dass es möglich und wichtig ist, nicht dem ersten Impuls zu folgen. Wenn Dich ein Familienmitglied aus Deiner Sicht blöd anmacht und Du die Wut oder die Trauer in Dir aufsteigen fühlst, dann zähle innerlich bis 10 und antworte nur mit einem Satz wie: Ich habe verstanden, was Du mir sagen willst und muss darüber nachdenken. Oder: Deine Gedanken sind interessant für mich. Ich brauche etwas Zeit für eine Antwort. Es mag sich geschwollen anhören, aber solche Sätze verschaffen Dir Zeit, um wirklich erst wieder runter zu kommen und erst dann zu antworten.

Ich bemerke heute erst, wie oft andere Menschen nicht aus logischen Überlegungen heraus sagen, was sie sagen. Sie können oft genug nicht anders und agieren deswegen nicht angemessen oder gar intelligent. Deshalb ist die Erkenntnis bei Dir so wichtig, dass Deine Gefühle und Du nicht dasselbe sind. Dein Gefühl ist erst einmal nur ein Gefühl. In ihnen steckt ein Impuls zur Flucht, zum Widerspruch, zum ... was auch immer. Aber Deine Verstand gibt Dir die Möglichkeit, noch andere Faktoren mit in Deine Entscheidungen mit einzubeziehen. Angst rät Dir erst einmal zur Flucht, Wut zum Gegenschlag, aber wirklich klug ist das nur manchmal.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Dir selbst innerlich etwas Raum geben kannst, dass Du mehr Luft zum Atmen bekommst, in dem Du die FAMILIE und ihre Ansprüche nicht mehr so sehr an Dich heran lassen musst. Sieh hin und beobachte, wie auch sie in eurem System der Emotionen, Achtlosigkeiten und Hoffnungslosigkeiten gefangen sein können und ihr immer wieder den selben skurrilen Tanz aufführt.

Die scheinst ein Mensch mit einem wachen Geist zu sein, der schon Schlimmes erleben musste. Aber Du lernst offensichtlich dafür Worte zu finden, Dich verständlich zu machen. Das bewundere ich sehr.

Hab ein gutes Wochenende.
 
Hi!

Diese Wut in dir drin ist sicher Stress pur. Zumal du ja doppelt leidest. Denn selbst wenn du Dampf ablässt, also die Wut raus kommt, fühlst du dich danach schlecht.

Da läuft sicher einiges nicht gut in der Familie, aber vielleicht ist die Frage, wer denn jetzt an was Schuld hat, gar nicht so wichtig? Für die Angststörung kannst du nichts, die hast du dir nicht ausgesucht. War das belastend für die Familie? Sicher. Dass sie dich gegen deinen Willen in eine Klinik gebracht haben, war sicher ein sehr großer Vertrauensverlust für dich. Sie würden sagen, sie wollten dein Bestes, wussten eventuell nicht weiter.

Vielleicht ist aber viel wichtiger wie du jetzt mit manchen Situationen umgehst. Und da hat SeelenKnacks in meinen Augen ein paar echt gute Ideen. Vielleicht kannst du die Wut auch ein bisschen weniger werden lassen, wenn du daran denkst, dass da auch mal eine Zukunft für dich kommt, in der es nicht mehr so sein wird wie jetzt. In der du dann für dich leben kannst, nicht ständig die Familie um dich hast, sondern die eben dann besuchen kannst wie es passt.
Jetzt und heute kannst du nicht ausziehen, aber die Uhr läuft trotzdem für dich!

Alles Gute!
 
Keine leichte Situation.

Zuerst einmal - gerade in Hinblick auf den Post von Dr. Superman: es ist NICHT Deine Aufgabe und Verantwortung wie Dein Bruder mit DEINEM Problem umgeht. Sorry, das sehe ich komplett anders. Es ist die Aufgabe und Pflicht der Eltern hier einen Ausgleich zu finden bzw. ein Zusammenleben zu ermöglichen, die allen Kindern gerecht wird. Und wenn ein Kind krank ist, ist das (erst einmal) ja nicht vom Kind gewollt und zu verantworten. Es ist krank! Das ist so! Da ist keiner dran schuld - und erst recht nicht dafür wie ein Geschwister damit umgeht. Da müssen die Eltern in die Pflicht genommen werden. Und wenn sie das nicht können, dann müssen auch sie sich Hilfe holen. Leider empfinden das aber gerade die Eltern oftmals als absolut nicht notwendig, obwohl sie sehen, dass alle leiden.
Aber oft genug ist gerade bei Magersucht und Selbstverletzung das Familiensystem nicht in Ordnung und das kann ein krankes Kind nicht in Ordnung bringen - beim besten Willen nicht.

Grundsätzlich: wenn Du eine Angstörung hast, Magersucht (ist das noch aktuell oder ist das Thema inzwischen in den Hintergrund gerückt) und dann noch extreme unterdrückte Emotionen wie Wut, Hass etc., die Du dann - mangels Ausdruck nach außen - vermutlich gegen Dich selbst richtest - dann kann ich Dir wirklich nur dringend ans Herz legen, dass Du Dir Hilfe durch einen Psychotherapeuten oder ähnliches suchst. Am besten wäre ehrlich gesagt, wenn Du Dir Hilfe holst und parallel dazu macht ihr eine Familientherapie gemeinsam oder zeitversetzt (ich kenn mich da nicht so aus, wie die Reihenfolge am besten ist).

Hilfe nutzen ist kein Ausdruck von Schwäche, sondern Ausdruck davon, dass Du zukünftig ein lebenswertes und eigenbestimmtes Leben führen möchtest, ohne Dich von Angst, Essen, Kontrolle, Selbstverletzung dominieren zu lassen. Lerne Dich selbst besser kennen, lerne wie Du mit Emotionen konstruktiv umgehen kannst .... allein ist das nicht einfach. Aber mit Hilfe und wenn Du Dich auf diese Hilfe einlässt, kannst Du sehr gute Verbesserungen für Dich erreichen und umsetzen.

Alles Gute Dir.
 
Keine leichte Situation.

Zuerst einmal - gerade in Hinblick auf den Post von Dr. Superman: es ist NICHT Deine Aufgabe und Verantwortung wie Dein Bruder mit DEINEM Problem umgeht. Sorry, das sehe ich komplett anders. Es ist die Aufgabe und Pflicht der Eltern hier einen Ausgleich zu finden bzw. ein Zusammenleben zu ermöglichen, die allen Kindern gerecht wird. Und wenn ein Kind krank ist, ist das (erst einmal) ja nicht vom Kind gewollt und zu verantworten. Es ist krank! Das ist so! Da ist keiner dran schuld - und erst recht nicht dafür wie ein Geschwister damit umgeht. Da müssen die Eltern in die Pflicht genommen werden. Und wenn sie das nicht können, dann müssen auch sie sich Hilfe holen. Leider empfinden das aber gerade die Eltern oftmals als absolut nicht notwendig, obwohl sie sehen, dass alle leiden.
Aber oft genug ist gerade bei Magersucht und Selbstverletzung das Familiensystem nicht in Ordnung und das kann ein krankes Kind nicht in Ordnung bringen - beim besten Willen nicht.

Grundsätzlich: wenn Du eine Angstörung hast, Magersucht (ist das noch aktuell oder ist das Thema inzwischen in den Hintergrund gerückt) und dann noch extreme unterdrückte Emotionen wie Wut, Hass etc., die Du dann - mangels Ausdruck nach außen - vermutlich gegen Dich selbst richtest - dann kann ich Dir wirklich nur dringend ans Herz legen, dass Du Dir Hilfe durch einen Psychotherapeuten oder ähnliches suchst. Am besten wäre ehrlich gesagt, wenn Du Dir Hilfe holst und parallel dazu macht ihr eine Familientherapie gemeinsam oder zeitversetzt (ich kenn mich da nicht so aus, wie die Reihenfolge am besten ist).

Hilfe nutzen ist kein Ausdruck von Schwäche, sondern Ausdruck davon, dass Du zukünftig ein lebenswertes und eigenbestimmtes Leben führen möchtest, ohne Dich von Angst, Essen, Kontrolle, Selbstverletzung dominieren zu lassen. Lerne Dich selbst besser kennen, lerne wie Du mit Emotionen konstruktiv umgehen kannst .... allein ist das nicht einfach. Aber mit Hilfe und wenn Du Dich auf diese Hilfe einlässt, kannst Du sehr gute Verbesserungen für Dich erreichen und umsetzen.

Alles Gute Dir.
Herzlichen Dank für die Antwort. Das mit der Essstörung ist leider noch sehr aktuell. Ich befinde mich bereits in Psychotherapie, habe aber leider auxh selbst dort Probleme, mich zu öffnen und die Gefühle zu akzeptieren, weil ich immer das Gefühl habe, nett und höflich sein zu müssen
 
Deine Familie kannst du nicht verändern.
Deine Mutter wollte dir vermutlich helfen in dem sie dich in die Psychiatrie einweisen liess.

Es ist gut, dass du Therapie machst.

Als Minderjährige könntest du mit Hilfe des Jugendamtes ausziehen.
Du könntest mit einem Vertrauenslehrer darüber reden.

Versuche selbstständig und unabhängig von deiner Familie zu werden.
Distanziere dich von der Familie.

Deine Eltern sind wahrscheinlich schwierig, aber wenn du in der Familie aggressiv bist, dann verschlimmert es die Situation.
 
gerade in Hinblick auf den Post von Dr. Superman: es ist NICHT Deine Aufgabe und Verantwortung wie Dein Bruder mit DEINEM Problem umgeht. Sorry, das sehe ich komplett anders.

ich auch, soweit war ich noch nicht....
ich wollte zuerst mal aufzeigen, dass die Situation auch für die familiy nicht einfach ist.
Dass der Bruder bei Tisch Kalorien thematisiert ist fies und die Eltern sollten das unterlassen.
Die Mutter hört sich überfordert an wenn sie meint, das wären die Probleme des Kindes.
Sie weiß wohl auch nicht mehr weiter. Man müsste halt mehr wissen, welche Hilfe die Familie hat, aber die Fragen diesbezüglcih hat die TE ja nicht beantwortet.
 
Herzlichen Dank für die Antwort. Das mit der Essstörung ist leider noch sehr aktuell. Ich befinde mich bereits in Psychotherapie, habe aber leider auxh selbst dort Probleme, mich zu öffnen und die Gefühle zu akzeptieren, weil ich immer das Gefühl habe, nett und höflich sein zu müssen

Tu Dir bitte, bitte selbst einen großen Gefallen: öffne Dich, nutze die Hilfe vollumfänglich. Es nützt Dir gar nix höflich zu sein, so zu sein, wie andere Dich sehen wollen oder sollen.

Wenn das nicht geht, sprich mit Deinem Therapeuten, dass Du Schwierigkeiten hast Dich wirklich zu öffnen, er soll Dir Möglichkeiten aufzeigen wie Du es schaffen kannst, Dich zu öffnen, vertrauen zu fassen - ohne Öffnen ist alle Therapie für die Katz, versenkte Energie und Geld. Es bringt Dir nix.

Vielleicht musst Du für Dich auch einfach mal eine Entscheidung treffen: will ich WIRKLICH was ändern? Möchte ich WIRKLICH ein anderes Leben - wenn ja, dann muss Du entsprechend handeln. Wenn Du es aber nicht wirklich willst, dann kannst Du ja so weitermachen. Denn eins ist halt klar: es wir Dir keiner die Verantwortung für Dich selbst abnehmen. Es kann nur einer was ändern: das bist Du! Triff eine Entscheidung und handel entsprechend.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute
 
Willkommen im Club der meinigen - die hassen mich auch wie die Pest. Gespräche unmöglich und konsequent verweigert.....:wein:
 
Willkommen im Club der meinigen - die hassen mich auch wie die Pest. Gespräche unmöglich und konsequent verweigert.....:wein:

Vielleicht solltest du endlich mal reflektieren was genau zum Bruch mit deinen Kindern führte und was dein Eigenanteil sein kann.

Es wird langsam einfach nur geschmacklos wie du die Famillienthreads nur dafür nutzt dich bei jeder Gelegenheit als die Rolle der "armen Mutti" aufzuspielen.
 

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