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Ich hasse diese Welt - Gleichgültigkeit in der Gesellschaft

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Ich frage mich nur, wie ein Schweigekloster mit Aktivität in Einklang gebracht werden kann.

Du hast die Aussage gänzlich falsch verstanden. Aktiv gegen seine Misere vorgehen, heißt aktiv dagegen Schritte einzuleiten. Dass ein Schritt in "Passivität" führt, setzt dennoch Aktivität für das Gehen dieses Schrittes voraus, oder?
 
Ich kann schon nachvollziehen, wie man nur das Negative der Welt sehen kann.
Ich selbst habe jahrelang in einem ignoranten, primitiven Umfeld gelebt und es gab in meinem Leben niemanden, der anders war! Meine Mitschüler haben mich ausgelacht, weil ich im Tierschutz tätig bin ("Du bist so dumm und verschwendest deine Zeit mit dummen Tierhen, hahahaha!), kein Fleisch esse, mir über Tierrecht, Naturschutz und Moral Gedanken mache und überhaupt versuche bewusster zu leben. Meine Familie hat mich auch nur verspottet und die wenigen Personen, die so dachten wie ich, hatten längst resigniert.
Aber seit ich das Umfeld gewechselt habe, betrachte ich viele anders. Es gibt durchaus Menschen (sogar viele), die nicht so stumpf den Deppen-Medien alles nachlabern, mit denen man über die Gesellschaft und Moral reden kann, die offen für Verbesserungsvorschläge und unbequeme Tatsachen sind! Du musst sie nur finden! 🙂


Und auch wenn du dir machtlos vorkommst, kannst du dennoch etwas für die Welt tun. Auch wenn es im Vergleich zu den Problemen dieser Welt, nichtig wirkt, ist es doch ein wichtiger Beitrag - gerade auch für einen selbst. Je mehr Menschen etwas kleines dazu Beitragen, damit es der Natur und den Tieren irgendwann besser ergeht, desto größer wird die Bewegung in die richtige Richtung. Und das macht widerum mehr Menschen aufmerksam.

Grüßle,
Löwenmähne
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, danke für eure Antworten 🙂

Ich habe auch schon mehrmals darüber nachgedacht, mich zu engagieren, aber leider gibt es da in meiner Stadt nicht wirklich die Möglichkeiten dazu, jedenfalls nicht in Bereichen, in denen ich hilfreich sein könnte. Zum Glück gehe ich bald an die Uni und da gibts eine ganze Menge. Ich zähle wirklich nur noch die Tage.
 
Hallo,

Möchtest Du Dich nicht mit Namen vorstellen (muß nicht der echte sein)? Hier heißen so viele Leute "Gast", daß man sie kaum auseinanderhalten kann.

Zum Inhalt Deines Beitrags:

Daß die meisten Menschen eher oberflächlich und gleichgültig sind, das ist nicht nur in Deiner Stadt so, sondern an den allermeisten Orten auf dieser Welt.

Wenn Deine Mitschüler nett zu Dir sind und Du nett zu ihnen, dann habt ihr nicht wirklich Probleme miteinander, sondern Du magst sie eben nicht, und das ist auch in Ordnung. Es muß nicht jeder jeden mögen.
Es muß allerdings auch nicht jeder einen großen Horizont haben. Der Horizont vieler Leute hat ungefähr die Größe eines Bierdeckels, und wir anderen müssen das so hinnehmen, solange diese Leute uns nicht belästigen und keinen Schaden anrichten. Daß ein Großteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerne feiert und daß in diesen Altersgruppen viel über Sex geredet wird, das geht zwar auch mir manchmal auf die Nerven, aber es ist normal und rührt zumindeste teilweise von der erhöhten Hormonproduktion her. Die Natur sieht es nun einmal so vor, daß die Arten sich fortpflanzen. ;-) Du mußt ja nicht mitmachen.
Rechte Parolen sehe ich da schon wesentlich kritischer, aber auch daran wirst Du kaum etwas ändern können. Manche dieser Leute werden später den Kopf darüber schütteln, was sie als Jugendliche für Unsinn geredet haben, während andere nie über dieses Stammtischgeschwätz hinauskommen werden und einige sich radikalisieren werden. Es bringt nichts, sie dafür zu hassen; mit dem Haß vergiftest Du nur Dich selbst, und irgendwann färbt das auch auf andere ab.

Ich kann nicht verstehen, wie Menschen so dumm (nicht im Sinne von ungebildet, sondern einfach ignorant und desinteressiert) sein können. Jedes Mal wenn ich die Nachrichten sehe, sehe ich erneut Korruption, Heuchelei, Lüge und Oberflächlichkeit. Und es stört mich immer mehr.

Mich stört es auch. Aber dadurch, daß man sich immer weiter in dieses Gefühl hineinsteigert, wird es nicht besser.

Ich habe mir angewöhnt, meine Wut nicht zu unterdrücken und aufzustauen, sondern zu kanalisieren. Sie setzt Energie frei, die sich dazu nutzen läßt, etwas anzupacken. Das gelingt mir nicht immer, aber zunehmend.

Wenn Du behauptest, Du könnest nichts tun, dann entspricht dies nicht der Wahrheit.
Ein jeder von uns kann so vieles tun, um die Welt wenigstens ein kleines bißchen besser zu machen: Selbst mit gutem Beispiel vorangehen, sich in Toleranz üben, sich für benachteiligte Menschen einsetzen, ein Ehrenamt ausüben, sich in Vereinen und Organisationen engagieren, sich politisch engagieren, ..., fair gehandelte Lebensmittel und Kleidung kaufen,... im Bus für einen gehbehinderten Menschen von seinem Platz aufstehen, jemandem die Tür aufhalten,... in einem Online-Forum anderen zu helfen versuchen,...

Ich sage zwar häufig meine Meinung (insbesondere gegenüber diesen Rechten in meinem Jahrgang), aber letzten Endes bin ich nur der "Moralapostel" oder die Streberin.

Zum Thema "Moral": Dies ist auch der Titel eines Gedichts von Erich Kästner. Der Rest des Gedichts:

"Es gibt nichts Gutes, außer
Man tut es."


Dass es irgendwo Leute gibt, denen gesellschaftliche Probleme eben nicht egal sind. Die Liebe noch durch emotionale Zuneigung und nicht bedeutungslosen Sex definieren. Die einfach nicht jeden Mist konsumieren, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden.

Es gibt diese Menschen, auch wenn sie an den meisten Orten dünn gesät sind. Und sie zu finden gelingt leichter, wenn das eigene Herz nicht so verhärtet ist.

Liebe Grüße,
Freigeist
 
Zuletzt bearbeitet:
Wilkommen im Club!

Die Phasen der Bewältigung stehen ungefähr so: Zumindest gehe ich davon aus, ein Stück weit ist es ja ein traumatisches Ereignis, wenn man sieht wie die Welt funktioniert.

Verleugnung, Wut, Verhandlung, Depressionen, Akzeptanz.

Die meisten Menschen bleiben wohl ihr Leben lang bei Phase 1. Könnte man wohl auch Ignoranz nennen.
Ist leider sicher kein besonders glücklicher Weg, den du da eingeschlagen hast.
 
Verleugnung, Wut, Verhandlung, Depressionen, Akzeptanz.

Die meisten Menschen bleiben wohl ihr Leben lang bei Phase 1. Könnte man wohl auch Ignoranz nennen.
Ist leider sicher kein besonders glücklicher Weg, den du da eingeschlagen hast.

Ich bin fast durch...hänge zwischen Depression und Akzeptanz 😉
 
Mir gefallen deine Gedankengänge sehr Gast.

Diese Gesellschaft basiert leider auf einem Netz, dass diese Gesellschaft umgibt. Sozusagen die Matrix 🙂
Es ist ein unsichtbares Feld, bewegst du dich aus diesem Feld bist du der "Aussenseiter". Hinzu kommt das wir dazu getrimmt sind keine Lösungswege für eine bessere Welt zu finden, denn wir sind nicht berühmt oder recht bekannt. Das ist aber ein Irrtum, jeder kann was unternehmen. Es gibt keine Grenzen, aber es gibt Hindernisse. Das sind diese Grenzen. Ich selbst versuche dies in der Politik.
Diese Gesellschaft wird sich eines Tages in den Ruin stürzen, wenn man nicht die Wende einschlägt.

Den Tipp von Freidenker1 kann ich empfehlen, aber nicht zur Lösung zustimmen. Es ist riskant zu viel zu sagen, aber man sollte auch nicht stumm sitzen und zuschauen.

"Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen"
A.Einstein

Wir dürfen nicht nur zu sehen und still leiden. Wir sind Menschen und müssen gemeinsam zusammenhalten gegen solche Missetäter. Das ist das Problem dieser Gemeinschaft, sie erkennt nicht deren Kraft, deren Wert vorallem aber erkennt sie nicht deren Möglichkeiten. Weil sie stumm gehalten wird, durch Lügen, durch diese schönen Fernsehkisten die einem alles Eintrichtern was man braucht.
(Ich habe mal ein schönes Bild gesehen, eine Menschenmenge steht auf einem großen Brett. Diese Szene spielt sich an einer Klippe ab. Die eine Hälfte des Bretts ist auf der sicheren Seite, die andere Seite ist über der Klippe. Darauf steht ein Politiker der zu diesen Menschen spricht. Im Vordergrund sieht man wie einer der Menschen das Brett verlässt... 😉)

Solche Menschen die sich gedanken um die Welt machen schätze ich. Somit hoffe ich auf Anhänger zu treffen, wer an meiner Idee interessiert ist einfach auf den unteren Link schauen oder Homepage
 
..... Es ist riskant zu viel zu sagen, aber man sollte auch nicht stumm sitzen und zuschauen.

"Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen"
A.Einstein

Wir dürfen nicht nur zu sehen und still leiden. Wir sind Menschen und müssen gemeinsam zusammenhalten gegen solche Missetäter. Das ist das Problem dieser Gemeinschaft, sie erkennt nicht deren Kraft, deren Wert vorallem aber erkennt sie nicht deren Möglichkeiten. Weil sie stumm gehalten wird, durch Lügen, durch diese schönen Fernsehkisten die einem alles Eintrichtern was man braucht.
(Ich habe mal ein schönes Bild gesehen, eine Menschenmenge steht auf einem großen Brett. Diese Szene spielt sich an einer Klippe ab. Die eine Hälfte des Bretts ist auf der sicheren Seite, die andere Seite ist über der Klippe. Darauf steht ein Politiker der zu diesen Menschen spricht. Im Vordergrund sieht man wie einer der Menschen das Brett verlässt... 😉)
Meiner Meinung nach sind es die Politiker, die die Weichen stellen. Das obige Gleichnis entspricht nicht den Gegebenheiten. Eher einem Verkehrsnetz von Zügen und einem Stellwerk. Auf der sicheren Seite ist niemand in der heutigen Zeit.
Menschen in der BRD, die sich mit historischem Wissen, aktuellen wahrhaften Informationen, Aufmerksamkeit und Vernunft über politsche Fragen äußern, werden verbösert.

Strafe einen, triff 1000.
- Ich bin der Meinung, daß das, was in der BRD läuft, es noch nie in der Menschheitsgeschichte gab, nur etwas milder(?), aber ähnlich und das ging schon schlimm aus.---> siehe Amerika

frdl. Gelinda
 
Hallo, deine Worte bewegen mich sehr. Es wäre schön, könnte ich dir nun positive Worte mit auf den Weg geben. Hoffnung machen und dir sagen: "Es wird besser!"
Aber dann würde ich dich nun ebenfalls enttäuschen. Die Welt wird sich nie nach deinen Wünschen verändern. Aber es bedarf Menschen, die wie du kritisch sind und die Dinge nicht schönreden.
Gib nicht auf. Versuche einfach nach Menschen zu suchen, die dich verstehen. Das wird nicht leicht sein. Aber es gibt auch Menschen, die ihr Leben so wie du gestalten. Vielleicht sind die ebenso verzweifelt wie du? Lasse dich aber nicht einschüchtern! Gehe deinen Weg weiter, du bist in jedem Fall auf dem richtigen Weg. Vielleicht hilft es dir aber etwas wenn du mit "Toleranz" zuschaust, wie die anderen um dich herum ihr Leben gestalten. Jeder ist auch für sich selbst verantwortlich. Lass die anderen laufen und gehe deinen Weg. - Den du für dich akzeptieren kannst. Und suche einfach nach gleichgesinnten Menschen.

Ich drücke dir die Daumen, gib nicht auf!
 
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