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Ich hasse die FH

H

hilfeee17

Gast
Hey Leute,

und zwar studiere ich (m/20) Elektrotechnik im 1. Semester an einer FH. Es stört mich, dass ich nicht an eine Uni gehen kann. Damals hatten mich meine Eltern (oder eher mein Vater) eher dazu gedrängt, dass ich eine Ausbildung zum EBT machen soll (sie haben mir das Abi nicht zu getraut). Sie wollten, dass ich auf jeden Fall etwas handfestes habe und einen Job lerne, den man in Zukunft noch brauchen wird. Ich habe damals neben der Ausbildung mein Fachabi an der Abendschule gemacht. Und nun stört es mich, dass ich nicht ganz normal Abitur machen konnte um dann an einer Uni zu studieren. Ich fühle mich wirklich dumm und es ist mir auch peinlich das hier reinzuschreiben.

Ich weiß nicht, was ich im Leben möchte und fühle mich scheiße.

Aber vielleicht kennt das ja jemand?
 

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roman12

Namhaftes Mitglied
Unis und FHs gleichen sich immer mehr an. An der TH Mittelhessen zum Beispiel kann man inzwischen sogar promovieren.
Außerdem sind die FHs nicht so sehr von Standesdünkel durchdrungen, weil die FH-Studierenden einen ganz unterschiedlichen Bildungs- und Erfahrungshintergrund haben. Ich wollte damals ganz bewusst nicht auf eine Uni, weil mir schon zu Oberstufenzeiten der Standesdünkel in meinem Jahrgang gegen den Strich ging.

Und ich denke mal, dass Du stolz sein kannst, Ausbildung und Fachabitur gleichzeitig geschafft zu haben.
 
G

Gelöscht

Gast
Hey Leute,

und zwar studiere ich (m/20) Elektrotechnik im 1. Semester an einer FH. Es stört mich, dass ich nicht an eine Uni gehen kann. Damals hatten mich meine Eltern (oder eher mein Vater) eher dazu gedrängt, dass ich eine Ausbildung zum EBT machen soll (sie haben mir das Abi nicht zu getraut). Sie wollten, dass ich auf jeden Fall etwas handfestes habe und einen Job lerne, den man in Zukunft noch brauchen wird. Ich habe damals neben der Ausbildung mein Fachabi an der Abendschule gemacht. Und nun stört es mich, dass ich nicht ganz normal Abitur machen konnte um dann an einer Uni zu studieren. Ich fühle mich wirklich dumm und es ist mir auch peinlich das hier reinzuschreiben.

Ich weiß nicht, was ich im Leben möchte und fühle mich scheiße.

Aber vielleicht kennt das ja jemand?

Es hat wohl weniger mit der FH zu tun, als mit einem fehlenden Ziel.

Was würde dir denn vorschweben?
 

Blaumeise

Namhaftes Mitglied
Hallo hilfeee17,

dir braucht nichts peinlich zu sein. Ich habe in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis viele Ingenieure (Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik, Umwelttechnik etc.) und die sind ausnahmslos alle auf eine FH gegangen. Alle haben zum Großteil einen ziemlich gut bezahlten Job danach bekommen. Für Ingenieure ist eine Uni nicht zwingend von Vorteil. Kommt natürlich darauf an, wo du dich später siehst, aber da du auch ein Ingenieurstudium anstrebst, wird die FH keine schlechte Wahl sein. Und sobald du einen Job hast, interessiert doch eh keine Sau mehr, wo du studiert hast.
 

Santino

Aktives Mitglied
Eine deutsche FH ist nicht schlechter als eine Universität. Der Fokus ist nur anders. Während du an der Universität eine überwiegend wissenschaftl. Ausbildung erhältst - also du lernst in erster Linie, wissenschaftlich im gewählten Studiengang zu arbeiten - folgt das Studium an einer FH zusätzlich dem praktischen Nutzen. Meist müssen Studierende im Rahmen ihres Studiums mehrere Fachpraktika ableisten und in den Seminaren geht es öfter um praktische Methodenkenntnisse, die man für das spätere Berufsleben brauchen kann. Die Abschlüsse sind formal völlig gleichwertig, sie unterscheiden sich nur in ihren Schwerpunkten methodisch und didaktisch.

Jetzt musst du dir eben die Frage stellen: was möchtest du? Möchtest du wissenschaftlich arbeiten? Macht es dir im Studium z.B. Spass, Hausarbeiten zu schreiben oder selbst im Labor kleine Versuchsreihen aufzubauen? Genau das ist wissenschaftliches Arbeiten. Das hättest du in der Uni verstärkt. In der Uni hättest du vermutlich weniger Praxis als du jetzt hast, bspw. weniger Praktika...

Magst du bei euch den Mix aus Praxis und Theorie? Wissenschaftl. Arbeiten liegt dir nicht so? Wenn letzteres, bist du an der FH ganz gut aufgehoben. Wenn du wissenschaftliches Arbeiten hingegen wirklich gut findest, und es eher die Praxis ist, die dich weniger interessiert, könntest du natürlich überlegen, ob du dein allg. Abitur an der Abendschule bspw. noch nachholst und dann auf die Uni wechselst.

Liebe Grüsse
Santino
 

Sofakissen

Aktives Mitglied
Mich würde auch das Problem interessieren. Die Abschlüsse von Uni und FH sind absolut gleichwertig. Mit deinem FH-Bachelor könntest du im Anschluss (gute Noten vorausgesetzt) deinen Master auch an einer Uni machen. Da ist keine Barriere mehr wie früher oder dass man im Titel dieses blöde FH mitführen muss. Auch den Firmen die ich kenne ist es meist wumpe, wo der Abschluss herstammt.

Wenn du uuuunbedingt an die Uni willst, würde ich dir empfehlen, tagsüber weiterhin an der FH zu studieren und abends das Abi an der Abendschule o.ä. nachzuholen. Dann könntest du sobald du das Abi hast unter Anrechnung möglichst vieler Fächer an die Uni wechseln. Oder eben wie gesagt in den sauren Apfel beißen, den Bachelor an der FH fertig machen, schauen dass die Noten sehr gut sind und dann eben zum Master an die Uni.
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Wenn Du 90 ECTS hast, hast Du die fachgebundenen Hochschulreife und kannst an die Uni wechseln und dort viele Fächer studieren, sogar Lehramt auf Staatsexamen.
Mit einem Bachelor an der FH hast die allgemeine HS und kannst an den Unis alles studieren (NC etc.. natürlich zu berücksichtigen. Du bist erst 20 - wenn Dein Ziel die allg. HS ist,
dann verfolge das auch, Abitur ist nur ein Weg, diese zu erreichen, halt der Bekannteste, aber nur ein Weg. Wenn Dein Ziel ist:
ich möchte an einer Uni studieren, dann strebe das an, wenn Du das für Dich brauchst, dann verfolge das. Ich konnte mir mich auch nie ohne Studium oder akademische Titel vorstellen,
andere wollen dafür für Leben gerne ein Tatoo oder ein Haus....
go for it....

Wenn du uuuunbedingt an die Uni willst, würde ich dir empfehlen, tagsüber weiterhin an der FH zu studieren und abends das Abi an der Abendschule o.ä. nachzuholen.

wie gesagt:
nicht nötig.

folgt das Studium an einer FH zusätzlich dem praktischen Nutzen. Meist müssen Studierende im Rahmen ihres Studiums mehrere Fachpraktika ableisten und in den Seminaren geht es öfter um praktische Methodenkenntnisse, die man für das spätere Berufsleben brauchen kann.

das ist an der Uni auch so;
das gibt sich nicht viel. Nur sind die Seminare an der Uni anders aufgebaut, auch, weil die Lehrenden an der Uni auch Wissenschaftler und Forscher sind, das ist an der FH nicht immer gegeben, ein Ingenieur, der im Rahmen eines Lehrauftrags an der FH mal einen Vormittag Lehre gibt, dort seine eigene Studienzeit reproduziert und ansonsten wieder in seiner Firma hockt,
ist halt kein Wissenschaftler.
Viele Professoren dort haben auch nicht habilitiert,
ein Grund, warum die FHs kein Promotionsrecht haben. Mittlerweile dürfen sie zwar vorbereiten, aber die Aufsicht hat immer noch eine passende Uni.
 
Zuletzt bearbeitet:

Santino

Aktives Mitglied
Wenn Du 90 ECTS hast, hast Du die fachgebundenen Hochschulreife und kannst an die Uni wechseln und dort viele Fächer studieren, sogar Lehramt auf Staatsexamen.
Das ist ein sehr guter Hinweis, der gut mit meinem Vorschlag zu kombinieren ist. Überleg dir, was du selbst vom Studium erwartest, was dir liegt und was nicht. Entsprechend kannst du dich dann entscheiden und eben nach 90 ECTS auf die Uni wechseln (oder das allg. Abitur noch nachholen).

Ich habe übrigens an beiden Hochschulformen schon unterrichtet: Uni und FH, in Deutschland und in der Schweiz. Das Niveau war nicht unterschiedlich, die Studenten in der FH waren nicht "dümmer" (nur etwas ungeübter im wissenschaftl. Arbeiten und im Umgang mit Fachtexten), nur der Fokus war ein anderer jeweils.
 
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