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Ich habe mich spontan getrennt!

Einerseits willst du deiner Tochter natürlich nicht sagen, dass er sie hinterrücks ausgrenzen wollte, aber andererseits ist es halt auch blöd, dass sie ihn so toll findet.
Er konnte eben gut Sprüche klopfen, aber tatsächlich passte sie eben nicht zu seiner Hochglanz-Welt.
Ich glaube, ich würde versuchen, andere Gründe zu finden, um ihr die Trennung zu erklären.

Es wäre sicher eine große Enttäuschung für sie, dass er ihr nur was vorgemacht hat.
Das ist das Dilemma. Ich möchte nicht die Unwahrheit sagen aber sie auch nicht enttäuschen.
Er hat immer den guten Samariter gegeben weil er sich mit ihr abgab- und im Nachhinein kamen jetzt Aussagen wie „Du findest sowieso keinen Zweiten der sich ne Alleinerziehende mit einem behinderten Kind antut!“ - das finde ich sehr verletzend und unfair!
Denn sie ist ein richtig tolles Mädchen geworden- total selbständig und erwachsen. Was sie an zusätzlicher Aufmerksamkeit braucht (ein paar mehr Arzt- und Therapie- Termine) benötigt jedes andere Kind in ihrem Alter in anderer Form (dann fährt man eben zur Nachhilfe oder zur Reitstunde)!
Ich denke sein Problem war einfach nur dass sie von der Norm abweicht!
Das Kind kann so toll sein wie es will, aber wenn es auf Krücke, spezial-Brille und Hörgeräte angewiesen ist eignet es sich in seiner Welt nicht als vorzeige-Stieftochter.
Das hat er mich immer wieder spüren lassen- und ich sollte doch lieber Dankbarkeit zeigen weil er ja so toll und offen ist und das Alles akzeptiert!
Er ist damit ja leider kein Einzelfall- ist generell schwierig in unserer Gesellschaft.
 
Das ist das Dilemma. Ich möchte nicht die Unwahrheit sagen aber sie auch nicht enttäuschen.
Aus deinen früheren Beiträgen (die übrigens sehr aufschlussreich sind) ist ersichtlich, dass sie ein Teenager ist. Ein Teenie ist alt genug um ein "Wir haben uns auseinander entwickelt/auseinander gelebt" zu verstehen. Mehr braucht sie nicht zu wissen.
aber tatsächlich passte sie eben nicht zu seiner Hochglanz-Welt.
Wie gesagt, deine früheren Beiträge sind aufschlussreich. Ich würde daher eher sagen, dass er nicht in eure (fast schon gluckenhafte) Mutter-Tochter-Symbiose passt.

Es ist nicht nett jetzt mit ihm abzurechnen, wo du doch vor wenigen Monaten unbedingt mit ihm zusammenziehen wolltest. Du hast dich entschieden die Beziehung zu beenden, also belass es dabei ohne über ihn herziehen zu wollen. Es war deine eigene Entscheidung.
 
Das ist das Dilemma. Ich möchte nicht die Unwahrheit sagen aber sie auch nicht enttäuschen.
Ich denke, es ist nicht automatisch die "Unwahrheit", wenn man das eigene Kind nicht über jedes Detail der Trennung informiert. Letzteres kann man ggf. sogar im Gespräch anklingen lassen.

Auch du hast eine Privatsphäre - nicht alles, was auf Paarebene war, muss in der Mutter-Kind-Ebene kommuniziert werden. Genauso wenig, wie sie das tun muss/soll, wenn sie irgendwann zukünftig einen Partner hat. Deine Tochter ist ja kein kleines Kind mehr - sie wird in der Lage sein, das auf Sachebene zu begreifen.

Nach der Trennung von meinem Exmann bin ich zum Teil auch thematisch an der Oberfläche geblieben - trotzdem habe ich insbesondere mit einem meiner Söhne gute Gespräche führen können (der andere Sohn hatte hierzu kaum Gesprächsbedarf). Ich denke, das war auch wichtig für ihn selbst, um damit gut umgehen zu können.
 
Er hat immer den guten Samariter gegeben weil er sich mit ihr abgab- und im Nachhinein kamen jetzt Aussagen wie „Du findest sowieso keinen Zweiten der sich ne Alleinerziehende mit einem behinderten Kind antut!“ - das finde ich sehr verletzend und unfair!
Auch ihm sei meine Lieblingshymne an wandelnde Drecksäcke gewidmet:


Er sollte sich schämen. Sei froh, dass er weg ist. Er hat euch nicht verdient. Das ist nicht nur "verletzend und unfair", das ist das Letzte.
 
Aus deinen früheren Beiträgen (die übrigens sehr aufschlussreich sind) ist ersichtlich, dass sie ein Teenager ist. Ein Teenie ist alt genug um ein "Wir haben uns auseinander entwickelt/auseinander gelebt" zu verstehen. Mehr braucht sie nicht zu wissen.

Wie gesagt, deine früheren Beiträge sind aufschlussreich. Ich würde daher eher sagen, dass er nicht in eure (fast schon gluckenhafte) Mutter-Tochter-Symbiose passt.

Es ist nicht nett jetzt mit ihm abzurechnen, wo du doch vor wenigen Monaten unbedingt mit ihm zusammenziehen wolltest. Du hast dich entschieden die Beziehung zu beenden, also belass es dabei ohne über ihn herziehen zu wollen. Es war deine eigene Entscheidung.
Diesen Beitrag kann ich nicht unkommentiert stehen lassen!

Ja es gibt eine starke Mutter-Tochter Symbiose die daher rührt dass meine Tochter aufgrund ihrer Handicaps etwas intensivere Zuwendung brauchte.
Das bezieht sich aber ausschließlich auf notwendige Dinge- und zwar sich nicht immer mit den 08/15 Standardmaßnahmen zufrieden zu geben die unser Gesundheitssystem in solchen Fällen vorsieht!
Im Interesse ihr ein selbstständiges und unabhängiges (bitte diese beiden Worte zu beachten!) Leben zu ermöglichen!
Ja dadurch haben wir geschafft dass sie heute ganz vernünftig mit überschaubaren Hilfsmitteln (eine Krücke plus Beinorthese) laufen kann, nicht auf orthopädische Spezialschuhe angewiesen ist, ihre Skoliose stabilisiert ist (keine Wirbelsäulen-Op erforderlich ist), sie heute mit Prismenbrille ein Sehvermögen von 90% hat und durch rechtzeitige Versorgung mit Hörgeräten auch in dem Bereich kaum eingeschränkt ist.
Nebenbei gehört sie im Gymnasium zu den Klassenbesten (ursprünglich wurde uns Sonderschule empfohlen!)
So ist aus ihr trotz schwieriger Voraussetzungen ein junges Mädchen geworden das den Alltag locker alleine meistern kann!

Wenn man dies als „gluckenhaft“ bezeichnen möchte dann bitte gerne- nur zu!
Ich habe trotz alledem versucht eben keine Helikopter-Mutter zu sein und sie zur Selbständigkeit erzogen.

Ja ein Teenager versteht „wir haben uns auseindergelebt“ aber interessierte Kinder fragen eben manchmal genauer nach- und ich möchte ihn eben NICHT nachträglich in einem schlechten Licht dastehen lassen weil sie ihn eben gerne mochte.

Ja ich wollte gerne mit ihm zusammen leben und hätte das eben auch als commitment uns/ mir gegenüber gewünscht.
Das fehlte jedoch immer.

Und nein- ich werde auch nicht im Nachhinein Schmutzwäsche waschen sondern stehe zu meinem Wort, siehe auch:
Sein Ego hat scheinbar auch gelitten denn einige Tage später kamen die Vorwürfe und gekränkte Eitelkeit - ich habe mich für die positiven Dinge bedankt und gesagt für mich ist das somit erledigt.
 
Ich muss hier etwas sensibler vorgehen.
Er hatte es immer gut geschafft sich seine Eifersucht vor ihr nicht anmerken zu lassen.
Für sie ist/war er „der einzige Mann der mich cool findet“ - um sie nicht gleich vor ihren ersten eigenen Erfahrungen zu desillusionieren!
Ich bin immer für die blanke Wahrheit. Aber als Mutter kannst du das sicher besser einschätzen. Da fehlt es mir vielleicht an Feingefühl.
 
Diesen Beitrag kann ich nicht unkommentiert stehen lassen!

Ja es gibt eine starke Mutter-Tochter Symbiose die daher rührt dass meine Tochter aufgrund ihrer Handicaps etwas intensivere Zuwendung brauchte.
Das bezieht sich aber ausschließlich auf notwendige Dinge- und zwar sich nicht immer mit den 08/15 Standardmaßnahmen zufrieden zu geben die unser Gesundheitssystem in solchen Fällen vorsieht!
Im Interesse ihr ein selbstständiges und unabhängiges (bitte diese beiden Worte zu beachten!) Leben zu ermöglichen!
Ja dadurch haben wir geschafft dass sie heute ganz vernünftig mit überschaubaren Hilfsmitteln (eine Krücke plus Beinorthese) laufen kann, nicht auf orthopädische Spezialschuhe angewiesen ist, ihre Skoliose stabilisiert ist (keine Wirbelsäulen-Op erforderlich ist), sie heute mit Prismenbrille ein Sehvermögen von 90% hat und durch rechtzeitige Versorgung mit Hörgeräten auch in dem Bereich kaum eingeschränkt ist.
Nebenbei gehört sie im Gymnasium zu den Klassenbesten (ursprünglich wurde uns Sonderschule empfohlen!)
So ist aus ihr trotz schwieriger Voraussetzungen ein junges Mädchen geworden das den Alltag locker alleine meistern kann!

Wenn man dies als „gluckenhaft“ bezeichnen möchte dann bitte gerne- nur zu!
Ich habe trotz alledem versucht eben keine Helikopter-Mutter zu sein und sie zur Selbständigkeit erzogen.

Ja ein Teenager versteht „wir haben uns auseindergelebt“ aber interessierte Kinder fragen eben manchmal genauer nach- und ich möchte ihn eben NICHT nachträglich in einem schlechten Licht dastehen lassen weil sie ihn eben gerne mochte.

Ja ich wollte gerne mit ihm zusammen leben und hätte das eben auch als commitment uns/ mir gegenüber gewünscht.
Das fehlte jedoch immer.

Und nein- ich werde auch nicht im Nachhinein Schmutzwäsche waschen sondern stehe zu meinem Wort, siehe auch:

Ich finde es ganz großartig, wie du dafür gekämpft hast, dass deine Tochter sich so toll entwickelt hat und immer selbständiger werden konnte. Das war ganz wertvoll für sie und es ist absolut verständlich, dass ihr Wohl für dich an erster Stelle steht und immer stand.

Nichtsdestotrotz verstehe ich schon - ohne eure gesamte Vorgeschichte zu kennen - dass ein Mann, der dein Partner aber nicht der Kindsvater ist, auch mal Auszeiten nur als Paar einfordert und vorschlägt.

Wo wäre denn das Problem gewesen, mal eine Woche mit dem Partner alleine zu verreisen? Irgendwas, was Paare so für sich tun? Romantische Abendessen in guten Restaurants, etc.
..

Wenn es aus finanziellen Gründen nur ein Entweder/Oder gab, verstehe ich, dass du die Ferien mit der Tochter verbringen möchtest. Aber wenn beides finanziell machbar wäre, finde ich es weniger nachvollziehbar.

Denn deine Tochter ist ja gut aufgestellt und käme zum einen auch mal eine Woche ohne dich klar und zum zweiten würde sie wohl auch verstehen, dass ihr mal 'Zeit zu zweit' verbringen möchtet.
 
Es ist natürlich müßig jetzt noch darüber zu diskutieren. Nach dem Motto:
hätte, hätte, Fahrradkette
Wo wäre denn das Problem gewesen, mal eine Woche mit dem Partner alleine zu verreisen? Irgendwas, was Paare so für sich tun? Romantische Abendessen in guten Restaurants, etc.
Nur soviel:
Natürlich hätte ich gerne beides gemacht.
Finanziell wäre das auch möglich gewesen.
Wir waren beispielsweise letztes Jahr schon alleine auf Fahrradtour und meine Tochter war für die Zeit alleine bzw. bei ihrer Freundin.

Die Abende zu zweit gab es oft- wir hatten getrennte Wohnungen und wir verbrachten oft den Abend zu zweit bei ihm- auch etwas eigen dass ich dann oft mitten in der Nacht nach Hause gefahren war um mit meiner Tochter zumindest gemeinsam zu frühstücken.
Ich hätte gerne für beide Frühstück gemacht, für sie und meinen Freund- wenn ihr versteht was ich meine- aber dazu kam es leider sehr selten.

Aber den abgemachten gemeinsamen Urlaub plötzlich eigenmächtig in den September zu verschieben und damit außerhalb der Ferien- ohne Alternative- das brachte das Fass zum überlaufen!

Aber es sollte anscheinend so kommen- und wir werden sehen was die Zukunft bringt!
 

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