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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich habe mein Leben ruiniert

Leute - sattelt um! Wer noch kein Abi hat, versuchts nachzumachen an Abendschule o.ä.

Wers schon hat, kann problemlos das Studienfach wechseln.

Wer überhaupt nicht mehr studieren will, suche sich einen Ausbildungsplatz.

Wer das alles nicht will - im Moment zumindest -, jobbe erstmal und/oder mache Praktika.

Aber hier nur zu jammern - echt, kein Weg, oder?


[...]

Deine Allround-Lösung hat überhaupt nichts mit der Fragestellung von Stufenschieber zu tun!

Möchtest du nicht mal versuchen, dich in den jeweils Hilfe suchenden Menschen reinzuversetzen?
Merkst du nicht, dass der TE nicht "nur jammert", wie du es ihm und so vielen anderen hier im Forum vorwirfst, sondern dass er in einer Krise steckt?
Überleg mal wieviel Mut es kostet, so ehrlich über seine gemachten Fehler zu sprechen.
Was denkst du, wie muss sich ein Mensch fühlen, der sein Leben als ruiniert ansieht?
Hattest du selber noch nie schwerwiegende(re) Probleme? [...]




Stufenschieber, entschuldige bitte meinen Offtopic-Beitrag. Lass ihn ruhig löschen, wenn du magst.

Zu deiner Situation wurde dir glaub alles Tröstende schon gesagt, daher nur in Kurzform:
Verurteile dich bitte nicht. Du hast einen Fehler gemacht, das ist menschlich und an ein paar Beiträgen hier siehst du ja auch, dass du damit auch nicht alleine bist. Verbuch es als Lehrjahre oder Lebenserfahrung, nicht als Versagen!

Ich finds gut, dass du selber gemerkt hast, dass etwas getan werden muss bzw. dass du etwas an deiner Situation ändern willst. Und dass du mit deinen Eltern gesprochen hast.

Und komm weg von dem Gedanken, dass die Zeit vergeudet wurde. Das stimmt nämlich ganz sicher nicht. 😉


Alles Gute dir,
paper
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann euch raten mal auf den Kalender zu schauen. Der zeigt 2019 an und nicht 1959. Die Generation Z hat das Glück, dass die Wirtschaftswelt schon die Generation Millenia gewohnt ist (und zum Großteil sind die Millenias schon am Drücker)
Heißt, dass man Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Berufsleben viel mehr Ausrutscher in der Jugend verzeiht weil die "alten Hasen" früher auch nicht besser waren. Den graden Weg wie früher gibt es nicht mehr, wo man straight aus der Schule zum Berufsleben marschieren musste.

Und die Jobsituation ist so gut wie nie, man muss eben flexibel sein. Früher haben sich die Angestellten bei den Unternehmen beworben, heute ist es umgedreht. Die großen Unternehmen geben Millionen für Recruting aus. Da ist eine richtige Industrie erwachsen mit Agenturen, Headhuntern usw. Natürlich suchen die sich die Besten aus, also wird es schwer gleich als Vorstand bei Daimler anzufangen. Das heißt aber auch das kleinere Unternehmen da gar nicht mithalten können und es sich nicht leisten können sich nur die Topleute zu sichern. Ich behaupte sogar dass man in kleineren Firmen mit einem eher mäßigen Abschluss bessere Chancen hat als jemand mit einem Top-Abschluss. Ganz einfach weil die kleinen Firmen wissen, dass die wirklich guten Leute weniger Loyalität an den Tag legen und eher zu den Big Playern möchten.

Es ist also gar nicht mehr soo wichtig wann man den A**** hoch kriegt, wichtig ist nur dass man ihn hoch kriegt und bei den Stellenanzeigen auch ein bisschen länger sucht und nicht die ersten drei Unternehmen anschreibt und dann aufgibt weil man nur Absagen bekommt. Guckt nach mittelständischen Betrieben, Start-Up Firmen usw. Das Brot dort wird ein wenig härter sein und die Bezahlung nicht so gut wie bsp. bei Microsoft. Aber dafür kann man auch mehr erreichen.
 
Hab gar nicht mehr gewusst, dass ich aus Verzweiflung hier geschrieben habe (komme jedoch in meinen alten Acc. nicht rein).

Ich hab meine These bestanden (mit der schlechtesten Note).

oh schon krass dass du es durchgezogen hast 😀 Glückwunsch!!
also ich bin in der Situation, in der du damals warst: keine Leistungen nach 7 Semester...nur Minijob usw.
kannst dir ja mal meine verzweifelten Beiträge durchlesen, wenn du bock hast

Würde mich echt interessieren, wie die Jobsuche nach deinem Abschluss gelaufen ist.
Wie viele Semester sind es letztendlich geworden ?
 
oh schon krass dass du es durchgezogen hast 😀 Glückwunsch!!
also ich bin in der Situation, in der du damals warst: keine Leistungen nach 7 Semester...nur Minijob usw.
kannst dir ja mal meine verzweifelten Beiträge durchlesen, wenn du bock hast

Würde mich echt interessieren, wie die Jobsuche nach deinem Abschluss gelaufen ist.
Wie viele Semester sind es letztendlich geworden ?

8 Semester hat es gedauert. Job hab ich bislang keinen, da ich nicht aktiv danach gesucht habe und aufgrund meiner sozialen Phobie wahrscheinlich nicht sehr optimal verlaufen würde. Mache jetzt mit dem Master weiter. Mal sehen wo hin der Weg mich bringt. Euch viel Glück noch!
 
Hm, erstmal ist die Frage, was DU denn gerne noch erreichen willst. Eine gute Freundin meiner Mutter ist 50 und beginnt jetzt eine neue Weiterbildung/Ausbildung. Du bist ERST 23 Jahre alt.
Es gibt immer etwas, was man aus dem Leben machen kann, auch wenn man denkt, man würde das nie, nie, niiie schaffen.

Ich kenne es, ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich bin zwar bald erst 22 Jahre alt, aber bin 2 Fache Mami was mich einfach Stark daran hindert, irgendein Studium oder ähnliches zu beginnen, zumal ich noch ein Schwerkrankes kind habe. Ich lebe zum Glück in einer Wohlhabenden Familie und somit sind keine Geldsorgen da, aber auf ,,eigenen" beinen stehen, auch wenn ich schon irgendwie auf ,,eigenen" beinen stehe, möchte ich schon. Aber wenn man alleinerziehend ist und kein Mann an seiner Seite hat, ist es auch schwieriger. In diesem Jahr wird voraussichtlich nichts passieren, da ich meine Kleine Schwester ins Sterben begleite und die Trauer wird dann auch viel Zeit in Anspruch nehmen sowie eine OP ist noch angesagt. Also irgendwie habe ich das Gefühl, ich werde in 10 Jahren noch da stehen, wo ich jetzt stehe.

Ich leiste viel, mache viel, muss es ja auch, aber dennoch hab ich das Gefühl, das irgendwas feht, oder nicht gemacht wurde, unteranderem ich keine Ausbildung oder Studium in der Tasche habe.

Ebenfalls kenne ich die sorgen und stress mit der psyche, das macht es auch nicht einfacher, wenn man nicht ganz so belastbar ist.

Ich kann dir nur sagen, dass ich dir in erster Linie wegen der Phobie eine Therapie ans Herz lege. Früher war ich auch immer dagegen, aber heute versteh ich nicht mehr, warum man sich immer so doof hinstellt und nicht einfach mal ein paar Termine wahrnimmt und merken kann, das man Hilfe bekommt, über das reden kann was man möchte oder auch einfach sagen kann, das man heute nicht über was belastendes reden möchte.

Dann, du bist erst 23 Jahre alt, kannst aus deinem Beruf was machen oder auch was neues beginnen, wenn dir dieser Job doch nicht so gefällt. Umsonst hast du das nicht gemacht, du hast eine Ausbildung in der Tasche, der bei dir auch im Lebenslauf steht. 🙂

Und was ich dir anbieten kann, falls dir das Hilft ist, mit mir zu schreiben. Wir können uns auch etwas privat unterhalten, vielleich hilft dir das oder es tut dir einfach gut, nicht alleine mit diesen Dingen zu sein.

Ich hoffe das eine oder andere war für dich hilfreich. Alles Gute. 🙂
 
Ich habe mein Leben ruiniert.

Das ist etwas, das man hier in den Foren ja oft zu hören bekommt. Man sollte meinen, Idioten wie ich hätten es langsam kapiert.

Kurz zu mir: Ich habe mit 19 nach meinem Abi und 7-monatigem freiwilligen Wehrdienst einen Maschinenbau-Studiengang an einer FH begonnen. Nun bin ich gestern schweißgebadet in einem Albtraum erwacht:

Ich bin im 7. Semester und habe so gut wie keine Leistungen erbracht.

Ich weiss nicht, wo die Zeit hin ist. Ich habe bis vor einigen Monaten bei meinem gut verdienenden Vater auf der Tasche gelegen und zuhause gewohnt. Ich habe Regelstudienzeit in meinem Fachbereich für nicht wichtig empfunden, habe Klausuren oft geschoben und bin nicht in Vorlesungen gegangen.
Stattdessen habe ich nichts mit meinem Leben angefangen außer Hobbies und als billige Aushilfskraft bei meinem Vater zu arbeiten.


Ich hatte lange Zeit soziale Phobien, was mich daran gehindert hat, mich für Praktika oder Nebenjobs zu bewerben.

Um mich diesen Ängsten zu stellen, bin ich vor einigen Monaten in eine WG mit netten Studenten gezogen, doch dadurch ist mir erst bewusst geworden, wie tief ich bereits in der S**** stecke.

Ich bin jetzt bald 23 und habe nichts vorzuweisen aus meinen 3 Jahren Studium. Ich habe mein Leben vergeudet für Videospiele und Netflix, und selbst wenn ich die nächsten Jahre der absolute Musterstudent wäre würde ich frühestens im 11. Semester meinen Bachelor bekommen.

Erbärmlich.

Ich hoffe jemand hat aufmunternde Worte für mich. Ich weiss ich habe mir die S**** selber eingebrockt und es gibt dafür keine Entschuldigung. Ich verdiene es nicht, aber ich brauche jemanden, der mir sagt, das mein Leben nicht in der Tonne ist, und wie ich es eventuell retten kann.

Nun sieh es mal so: Immerhin siehst du ein, dass du ein Fehler begangen hast, weshalb du vielen Leuten schon Meilenweit vorraus was Selbstreflektion anbelangt 🙄 Wichtig ist nun, dass du dich konsequent der Sache stellst und Verantwortung übernimmst in Kleinen wie in Großen. Die WG ist schon mal ein erster Schritt. Desweiteren solltest du schauen, ob das Studium noch sinnvoll wär und dich beruflich neu orientieren, desweiteren deinen Freundeskreis ausbauen.
 
Hm, erstmal ist die Frage, was DU denn gerne noch erreichen willst. Eine gute Freundin meiner Mutter ist 50 und beginnt jetzt eine neue Weiterbildung/Ausbildung. Du bist ERST 23 Jahre alt.
Es gibt immer etwas, was man aus dem Leben machen kann, auch wenn man denkt, man würde das nie, nie, niiie schaffen.

Ich kenne es, ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich bin zwar bald erst 22 Jahre alt, aber bin 2 Fache Mami was mich einfach Stark daran hindert, irgendein Studium oder ähnliches zu beginnen, zumal ich noch ein Schwerkrankes kind habe. Ich lebe zum Glück in einer Wohlhabenden Familie und somit sind keine Geldsorgen da, aber auf ,,eigenen" Beinen stehen, auch wenn ich schon irgendwie auf ,,eigenen" beinen stehe, möchte ich schon. Aber wenn man alleinerziehend ist und kein Mann an seiner Seite hat, ist es auch schwieriger. In diesem Jahr wird voraussichtlich nichts passieren, da ich meine Kleine Schwester ins Sterben begleite und die Trauer wird dann auch viel Zeit in Anspruch nehmen sowie eine OP ist noch angesagt. Also irgendwie habe ich das Gefühl, ich werde in 10 Jahren noch da stehen, wo ich jetzt stehe.

Ich leiste viel, mache viel, muss es ja auch, aber dennoch hab ich das Gefühl, das irgendwas feht, oder nicht gemacht wurde, unteranderem ich keine Ausbildung oder Studium in der Tasche habe.

Ebenfalls kenne ich die sorgen und stress mit der psyche, das macht es auch nicht einfacher, wenn man nicht ganz so belastbar ist.

Ich kann dir nur sagen, dass ich dir in erster Linie wegen der Phobie eine Therapie ans Herz lege. Früher war ich auch immer dagegen, aber heute versteh ich nicht mehr, warum man sich immer so doof hinstellt und nicht einfach mal ein paar Termine wahrnimmt und merken kann, das man Hilfe bekommt, über das reden kann was man möchte oder auch einfach sagen kann, das man heute nicht über was belastendes reden möchte.

Dann, du bist erst 23 Jahre alt, kannst aus deinem Beruf was machen oder auch was neues beginnen, wenn dir dieser Job doch nicht so gefällt. Umsonst hast du das nicht gemacht, du hast eine Ausbildung in der Tasche, der bei dir auch im Lebenslauf steht. 🙂

Und was ich dir anbieten kann, falls dir das Hilft ist, mit mir zu schreiben. Wir können uns auch etwas privat unterhalten, vielleich hilft dir das oder es tut dir einfach gut, nicht alleine mit diesen Dingen zu sein.

Ich hoffe das eine oder andere war für dich hilfreich. Alles Gute. 🙂

Wow danke für deine Zeit und die Worte die du da oben geschrieben hast. Wenn ich deine Situation betrachte und meine, so ist es eigentlich beschämenswert mit was für einem Unsinn ich mich rumschlage.
Wenn ich einen Wunsch hätte, würde ich mir wünschen diese grässliche Phobie loszuwerden. Ich weiß das ich viel mehr kann aber ich steck schon so tief drin, dass ich quasi Angst vor der Angst schon habe. Es ist aufjedenfall kompliziert und es lässt sich nicht durch reines logisches Denken lösen. Ich werde mir aufjedenfall Hilfe holen.
 

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