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Ich habe keinen Sex, wo ist das Problem?

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Springer, wen meinst du mit "überlegen moralisch gebenden Leuten"?
Etwa mich?
Da ich hier nur als Gast schreiben kann, ging mein letzter Beitrag irgendwie unter.
Nimm2, tut mir leid, wenn ich dir auch mit meinem "ist-das-denn-noch-normal"-Gefasel auf den Senkel gehe. Aber ich habe dich nicht dazu gezwungen, hier zu antworten.
Für mich ist es wichtig. Meine Einstellung kam mir nämlich immer total normal vor, so wie jedem seine eigene Einstellung normal vorkommt.
Aber dieses Unverständis, das mir immer entgegenschlägt beschäftigt mich nun mal und lässt mich zweifeln.
Warum wird erwartet, dass ich mind. alle 2 Wochen Sex habe, ganz egal mit wem, hauptsache Sex, warum wird erwartet, dass ich, die weder dumm noch hässlich ist, ständig in einer Partnerschaft sein muss?
Warum wird sowas zum Normalsein vorrausgesetzt?
Keine Frage, ich kann mit meiner Einstellung gut leben. Aber ich möchte wissen, was andere dazu sagen. Ob es tatsächlich sooo schräg und unnatürlich ist, wie mir immer weisgemacht werden will, ob es Gleichdenkende gibt, ob es vllt. Teil einer Krankheit/Störung ist, oder ob ich einfach kein Verständnis dafür habe, dass Sex so ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft ist.
Streitigkeiten untereinander müssen nicht hier behandelt werden. Mir geht es logischerweise um "mein" Thema und eure Meinungen dazu.
 
Ich versuche mich noch mal klar auszudrücken:

Man kann ein vollkommen gutes, sinnerfülltes Leben ohne Sex führen. Sex ist kein notwendiger Bestandteil eines erfüllten Lebens. Ein Leben ohne Sex ist nicht weniger wertvoll als eines mit.
 
Hey Threaderöffnerin,

ich lebe seit 10 Jahren ohne Sex und bin trotzdem glücklich und zufrieden! Schließe mich ganz der Meinung von EuFrank an.
 
Ich versuche mich noch mal klar auszudrücken:

Man kann ein vollkommen gutes, sinnerfülltes Leben ohne Sex führen. Sex ist kein notwendiger Bestandteil eines erfüllten Lebens. Ein Leben ohne Sex ist nicht weniger wertvoll als eines mit.


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Da sollte man schon differenzieren : Menschen sind verschieden - für einen asexuellen Menschen liegt es in der Natur der Sache, dass ein Leben ohne Sex erfüllt ist.
Für einen wenig sexuell interessierten ebenfalls. Das ist auch alles völlig i.o. und ich stimme der TE überein, dass sich sich da von niemanden etwas einreden lassen soll. Wichtig alleine ist es dass es ihr gut geht und nicht was andere "wünschen" und denken.

Hat aber ein Mensch ein normal bis stark ausgeprägtes Bedürfnis seine Sexualität auszuleben, dann wird er auch über kurz lang, ohne ausleben dieser, unzufrieden werden.
DAS ist wiederum normal. Sexualität ist erstmal ein ganz --normales Grundbedürfnis --des Menschen. Das ist nicht spekulativ, sondern Fakt. Manchmal klingt es bei dir so an, Frank, als wäre Sexualität eh etwas sträfliches, was man besser unterdrücken sollte, oder gar nicht empfinden...😉

Ist aber nicht richtig, ich zähle zur Norm, denke ich. Ich habe Spass an Sex und es ist für mich immer erfüllender, wenn ich dieses Grundbedürfnis langfristig nicht mehr oder weniger "unterdrücken" muss. Allerdings nur in einer liebevollen Bez.

Gruss
Nachtblume
 
Zuletzt bearbeitet:
in single phasen kann man dann mit ruhigem gewissen auch monogam
leben wenn es für einen selber so okay is.

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Was impliziert DAS denn-- in SINGLE Phasen monogam leben ???
😀
 
Manchmal klingt es bei dir so an, Frank, als wäre Sexualität eh etwas sträfliches, was man besser unterdrücken sollte, oder gar nicht empfinden...😉
Das dürfte eine Fehlinterpretation sein. Ich wende mich hier im Forum oft gegen eine Form der Sexualtität, die den Sexpartner lediglich als Lustobjekt ausbeutet. Wenn der Mensch nur noch auf die Funktion einer Gummipuppe reduziert wird, muss ich natürlich den Zeigefinger erheben 🙂.

Für mich gehören einfach Achtung und Wohlwollen zu einem Sexualakt dazu. Der Geschlechtsverkehr wäre für mich eher etwas aktives (ich bemühe mich um den Partner; will dass er glücklich ist) als etwas passives (ich hole mir Befriedigung ab).
 
Für mich gehören einfach Achtung und Wohlwollen zu einem Sexualakt dazu. Der Geschlechtsverkehr wäre für mich eher etwas aktives (ich bemühe mich um den Partner; will dass er glücklich ist) als etwas passives (ich hole mir Befriedigung ab).

Hier muss ich dir voll und ganz zustimmen. Ganz genauso sehe und lebe ich das auch.

Allerdings können solche "Sexualakte" nach meiner Erfahrung durchaus auch außerhalb einer Ehe oder "Beziehung" stattfinden und sehr beglückend sein.
 
Hm, nein, m. Erfahrung nach, eher nicht ausserhalb einer festen Beziehung (wie auch immer man die definiert).

Achtung und Wohlwollen, bzw. aktives Bemühen um den Partnr wird Mensch bei einem "eher flüchtigen" Erlebnis (Abenteuer/ONS) nicht finden, wird Mensch wohl eher nicht zu teil werden, weshalb der entsprechend suchende Mensch (der, der Achtung und Wohlwollen und guten Sex will), lieber single bleibt, und damit sexlos bleibt, als sich mit Schonkost zu begnügen, oder fühlen zu müssen, auf die Funktion einer Gummipuppe reduziert zu werden.
 
Für mich gehören einfach Achtung und Wohlwollen zu einem Sexualakt dazu. Der Geschlechtsverkehr wäre für mich eher etwas aktives (ich bemühe mich um den Partner; will dass er glücklich ist) als etwas passives (ich hole mir Befriedigung ab).

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Da stimme ich dir grösstenteils zu : Sicher ist Achtung und Wohlwollen erforderlich. Ich schrieb ja auch - dass ich persönlich "es" nur in einer liebevollen Bez.mag.
Aber das war ja nicht der eigentliche Punkt. Der Punkt ist dennoch dass Sexualität ein Grundbedürfnis des Menschen ist. Daran gibt es nunmal nichts zu rütteln. Ausnahmen bestätigen immer die Regel.

Dass mir dem Aktiv-- auch in der Sexualität gilt für mich die richtige Balance. Also das Glücklichsein des Partners ist wichtig, aber auch das eigene Glück. Das macht für mich eine erfüllte sexuelle Bez.aus.
Es ist ein Geben und Nehmen im allerbesten Sinne. Und ganz wichtig immer für mich dabei - die Vertrautheit, die körperliche Nähe als solches!

Gruss
Nachtblume
 
Der Punkt ist dennoch dass Sexualität ein Grundbedürfnis des Menschen ist.
Das wage ich zu bezweifeln. Essen ist ein Grundbedürfnis. Und atmen. Man kann aber gut ohne Sex leben. Sehr gut sogar. Ich sehen keinen Mangel oder Bedarf an Sex bei solchen, die ihn 100%ig entbehren.

Vielleicht haben asexuelle Menschen sogar den Vorteil, dass sie nicht mehr den mit der Sexualität verbundenen Problemen, von denen es ja eine Vielzahl gibt, unterliegen.
 
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