Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich habe gerade eine Identitätskrise (19 Jahre)

Ich würde sagen, dass Schauspielerei für Games, eher den kürzeren zieht.
Begründung:
1.KI
2. Du hattest bis jetzt kein Interesse an Schauspielerei, deshalb wird es wohl schwer werden herauszustechen und sich gegen alle anderen durchzusetzen.
 
Hallo,
empfinde das als völlig normale Umbruchphase.
Irgendwann ist die Schule vorbei und es beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt.
Das anzuzweifeln, was sich überlegt wurde, ist völlig in Ordnung.

Es gibt die Möglichkeit, ein Jahr als Hilfskraft tätig zu sein; möglichst viel Geld zu
sparen und dadurch die Eltern zu entlasten.

Dass, was Deine Eltern nun abschließend zu einem Studiengang mitgeteilt haben,
kann in Zukunft ganz anders aussehen. Dass sie Dir ihre Orientierung
als Lebenshilfe mitgeben, finde ich völlig in Ordnung.

Das, was es braucht, ist eine klare Entscheidung.
Da Dir der Berufswunsch der Schauspielerin vor kurzem wieder einfiel, ist es
für Dich schwieriger, da Dir damit zurückliegende eigene Erfahrungen fehlen
und Du anderen dadurch im Nachteil bist.

alles Liebe
flower55
 
In Deutschland ist die Schauspielerei eine brotlose Zunft, denn nur die wenigsten können davon leben. Über 95% brauchen andere Jobs, um die Miete bezahlen zu können. Zusätzlich ist der Aufwand für die Castings sehr hoch und die Konkurrenz ist groß. Hinzu kommt, dass sich durch Netflix und Amazon das Genre sehr verändert hat und "Connections" und Durchhaltevermögen unglaublich wichtig sind. Und jetzt kommt, wie @unschubladisierbar schon geschrieben hat, noch die KI hinzu, die bei wachsender Qualität bald nicht mehr von Originalaufnahmen zu unterscheiden sein wird. Im Grunde ist dies alles ein riesiges und aufregendes Glücksspiel, das es auch auszuhalten gilt. Kannst Du das?

Auch das Gamedesign wird sich nochmals erheblich wandeln, wenn die Auftraggeber richtig Geld in die Hand nehmen und Rechnerleistung kaufen. Was derzeit öffentlich verfügbar ist, ist ja nur ein Bruchteil dessen, was schon möglich ist, wenn man es sich leisten kann. Wenn Dir das liegt und Du dafür Talent hast, dann wäre dieser Weg wohl der bessere. Dich trotzdem mit der Schauspielerei zu beschäftigen, wäre durchaus möglich, wenn Du in einer Stadt mit Möglichkeiten wohnst.

Ich weiß nicht, wie vermögend Deine Eltern sind. Dass sie Dich vielleicht nicht bis in Deine 40-er unterstützen wollen und können, sollte nachvollziehbar sein. Also "hirne" noch ein wenig daran herum und dann triff DEINE Entscheidung. Es muss unbedingt DEINE Entscheidung sein, denn Du musst damit leben. Lass Dich nicht "ermutigen" oder "überreden".
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde in den verschiedenen Bereichen ein kurzes Praktikum machen, damit du dich besser orientieren und herausfinden kannst was du willst und für was du geeignet bist.
 
Danke an alle für die Nachrichten.
Ihr seid alle sehr lieb geblieben und habt dennoch realistische und gute Einsichten gegeben. Ich schaffe es leider erstmal nicht, jedem einzeln zu antworten aber danke euch für eure Zeit und Antworten. Mir das von der Seele zu schreiben und ernst genommen zu werden hat mir schon sehr geholfen. Ich denke, dass meine Eltern es nur gut meinen und sich auch Sorgen um meine Zukunft machen. Allerdings waren alle ihre Vorschläge leider gänzlich unpassend. Ich schaue, was ich daraus mache und möchte euch erneut vielmals danken.
 
So ohne Weiteres kommt man an einer Schauspielschule nicht unter. In der Regel muss man sich bewerben und tritt gegen große Konkurrenz an. Natürlich sollte das allein kein K.O.-Kriterium sein. Man sollte aber a) Talent, eine hohe Frustrationstoleranz und Biss mitbringen und b) auch wissen, worauf man sich einlässt und dass Schauspieler zu sein alles andere als ein Selbstläufer und eben kein zuverlässiger Broterwerb ist. Ab einem gewissen Alter werden dann auch die Rollenangebote weniger - entsprechend nimmt der Stress zu, zumal du dich auch oft eigenständig fürs Alter absichern musst.

Ich würde daher eher die Idee des Game Designers verfolgen, zumal du damit auch etwas Solides hättest, auf das du stets zurückgreifen kannst.

Parallel zum Studium könntest du Schauspielluft schnuppern. Das geht auch über Workshops, vielleicht gibt es bei euch ja auch Laientheater und du bekommst darüber Möglichkeit zum Einblick. Ob man tatsächlich Talent hat oder das nur selber von sich glaubt, ist ja auch noch einmal so ein Punkt. Ich hab mal diesen Song-Contest mit Bohlen und seiner Jury gesehen - wer sich da so alles für einen guten Sänger hielt, weia! 😫 Hast du denn schon Erfahrung oder auch positive Rückmeldungen bekommen?

Deine Eltern sind verpflichtet, dich bei einer ersten Ausbildung zu unterstützen. Danach hast du keinen Anspruch mehr. Wenn du deinen Abschluss als Game Designer hast und dich in Sachen Schauspiel ausprobieren willst, könntest du das mit Nebenjobs im Game Design auch selber finanzieren. Umgekehrt würde es wohl eher schwierig, weil du a) mit großer Wahrscheinlichkeit keine hohen Gagen bekommen wirst und b) keine Verlässlichkeit im Geldfluss gegeben ist.

Ich bin selber Mutter und kann daher gut verstehen, wenn deine Eltern sich wünschen, dass du etwas Solides machst. Dass sie sich mit dem Game Design arrangiert haben, beweist ja schon, dass sie deine Wünsche respektieren. Game Design klingt für viele Eltern nach wenig ernsthaftem Modeberuf, stattdessen nach zum Beruf gemachten Zocken. Mit dem Wunsch, Schauspieler werden zu wollen, würde es vermutlich ungleich schwieriger. Dieser Beruf gilt eben immer noch als brotlose Kunst und du stehst in ständiger Konkurrenz zu vielen, vielen anderen und jedes Mal wieder aufs Neue. Bist du überhaupt ein "Typ" mit Wiedererkennungswert oder gehst du optisch in der breiten Masse unter? Auch so etwas entscheidet häufig über die Erfolgsaussichten. Man muss nicht klassisch hübsch sein; m.E. ist so ein Dutzendgesicht sogar eher hinderlich.

Ob du als Schauspieler überhaupt auf dem Markt Fuß fassen könntest, stünde völlig in den Sternen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lass dir bitte auch von deinen Eltern keine Stress machen, dass ein Studienwechsel das Ende aller Dinge wäre. Viele Studenten wechseln nach 1-2 Semestern nochmal das Studienfach oder die Uni, weil es vorher einfach sehr schwer ist zu wissen ob einem das Fach liegt oder nicht. Deine Eltern müssen dich auch bei einem Wechsel finanziell weiter unterstützen (bis zu einem gewissen Alter), bzw bekommst du Bafög auch weiter, wenn du wechselst. Bei deinen Erzählungen klingt es aber so also ob es gut wäre, wenn du dich finanziell von deinen Eltern unabhängig machen könnest. Sonst reden die dir immer mit rein, was auch anstrengend sein kann.

Du könntest dich ja für beides mal bewerben und auch schauen wo du angenommen wirst. So als Idee: Schauspielerei klingt auch wie etwas, dass du gut nebenbei machen könntest. Durch das Studium hättest du dann ein sicheres Standbein, und durch deine (zukünftigen) connections in der Gaming Industrie könntest du dann vielleicht auch mal in eine Rolle für ein Spiel rutschen.
 
Bei deinen Erzählungen klingt es aber so also ob es gut wäre, wenn du dich finanziell von deinen Eltern unabhängig machen könnest. Sonst reden die dir immer mit rein, was auch anstrengend sein kann.
Mir gefällt die Bezeichnung des "Reinredens" nicht wirklich; ich finde sie sogar ein bisschen unfair. Eltern sind i. d. R. die Personen, denen ihr Kind am meisten bedeutet und vom dem sie Schaden und Nachteile fernhalten wollen. Die Ratschläge sind daher zunächst einmal wohlwollend gemeint und ich würde sie - wenn ich das als Kind anders sehe - zumindest in meine Entscheidung einbeziehen wollen. Eltern haben schon zwangsläufig mehr Lebens- und auch Berufserfahrung, hatten vielleicht selber auch mal exotischere Ideen, haben womöglich auch schon Bauchlandungen hingelegt (in positivem Fall mit sich anschließendem Lerneffekt) und können so durchaus wertvolle Infos und Sichten beitragen. Klar kann das auch mal anstrengend sein, aber das auszuhalten kann sich eben auch sehr wohl lohnen.

Ich selber gehöre z. B. nicht zu denen, die denken, dass Kinder alle negativen Erfahrungen selber machen müssen, um daraus zu lernen. Wenn ich ganz sicher weiß, dass etwas nicht funktioniert, oder Risiken ganz klar die Chancen überwiegen und Wahrscheinlichkeiten auch schon in gewisse Richtung weisen, dann würde ich zumindest gerne die Chance nutzen, das loszuwerden. Entscheidet das Kind dann immer noch anders ist es seine Verantwortung.
 
Da hast du schon recht, @Pfefferminzdrops, ich habe das ganze etwas negativer ausgelegt. Das lag daran, weil ich aus dieser Formulierung kein Wohlwollen herauslesen konnte:
„…und er keine Studiumswechsel oder so zulassen würde, dann wäre man irgendwann Langzeit-Student und nur faul am nicht arbeiten…“

Ich bin aber grundsätzlich auch deiner Meinung, und es kann natürlich auch sein das sich der Vater einfach Sorgen macht und das etwas unglücklich ausgedrückt hat. Das wird Ratthew selbst am besten wissen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
H3rzwetter Habe gerade so Bauchprobleme Ich 12
G Ich habe Angst vor Krankheiten Ich 8
G ich habe kein erfolgreiches Leben, fühle mich oft wie das 3 Rad am Wagen. Ich 26

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben