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Ich habe Angst, ihm nicht genug zu bieten.

G

Gast

Gast
Liebe Community,

ich bin sehr glücklich mit meinem Freund. Wir kennen uns seit fast zwei Jahren Jahren und sind seit ungefähr 8 Monaten zusammen. Bevor es dazu kam, hielt ich ihn fast 9 Monate hin weil ich sichergehen wollte, ob er mich wirklich will oder nur ein Mädchen zum Spielen will.

In letzter Zeit plagt mich das Gefühl, ihm nicht genug zu bieten. Das fängt an bei banalen Dingen wie Sex (wir sehen uns eig jeden Tag aber schlafen vl 2x die Woche miteinander) und geht weiter bis hin zu Haushaltsdingen (er kann zB irrsinnig gut kochen...ich bemühe mich auch und Köche zwar gerne aber halt auf einem ganz anderem Niveau...)

Ich habe angst , dass ich ihm irgendwann nicht mehr reiche. Er wollte immer eine Akademikerin als Freundin...ich habe vor der Studium abzubrechen weil ich eigentlich immer einen Beruf lernen wollte.

Und dazu kommt der Vergleich mit seiner Jugendliebe: er war in Schulzeiten in eine Klassenkameradin verliebt, und wäre sie nicht wegen des Studiums in eine andere Stadt gezogen, wär vermutlich etwas daraus geworden. Sie hat und ist alles, was mein Freund unter seiner Traumfrau versteht... Sie ist hübsch (ich bin zwar nicht hässlich, aber würde mich eher als durchschnittlich einschätzen), ist mit ihrem Medizinstudium fast fertig und erfüllt sonst alle anderen Kriterien... Ich weiss dass sie sich gut verstehen und ab und zu treffen und er sie auch ein wenig bewundert aber der Vergleich mit ihr macht mich krank und etwas eifersüchtig weil ich denke, dass ich nicht genug bin...

Habt ihr einen Rat?
 

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Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Liebe Gast-Schreiberin,

der Kontakt zwischen Deinem Freund und seiner Ex ist schon ein Grund zum Nachdenken. Ich würde diesen Kontakt auf keinen Fall überbewerten, aber auch nicht völlig ignorieren.

Nehmen wir mal an, diese Ex-Freundin wäre tatsächlich Deine Konkurrentin. Dann wäre Deine Position automatisch schwach, wenn Du Deine eventuellen Schwächen betrachtest. Also Du verbesserst Deine Position nicht, wenn Du darüber nachdenkst, dass Du z.B. nicht so gut kochen kannst wie ... oder dass Du nicht so gut aussiehst oder nicht so gut .... oder nicht so gut ......

Du verstehst, was ich meine?

Deine Gedanken sollten sich nur darum drehen, was Du gerne - und ich meine gerne - machen bzw. besser machen möchtest. Deine Freude an diesem oder an jenem sollte Dich leiten - aber nicht "die Angst vor...".

Wenn ich Deinen Freund treffe und ihn nach Dir frage, dann sollte Deinem Freund nur einfallen, was für Tätigkeiten Du gerne machst, also durch was Du Deine Lebensfreude ausdrückst. Nicht Deine "Angst vor..." sollte Dir auf die Stirn geschrieben sein - sondern "die Freude an ..." sowie "die Freude auf ....."

Lebensfreude wirkt ansteckend und sympathisch. Angst nicht.
Vielleicht ist die Ex-Freundin wirklich besser aussehend und beruflich beneidenswert tüchtig. Aber evt. steht auf Ihrer Stirn "Karriere über alles". Und im Vergleich, was für eine Beziehung wichtig ist, wäre mir persönlich "Freude" eine bessere Aufschrift auf der Stirn.

LG, Nordrheiner
 

_Tsunami_

Urgestein
TE

Erstmal stimme ich meinem Vorredner zu. Weiters hielte ich es für wichtig, würde empfehlen, dass du deinen Selbstwert nicht von anderen abhängig machst, auch nicht von deinem Partner. Im Grunde verbietet es sich alleine durch das Wort Selbstwert schon. Natürlich nimmst du gewisse Abgleiche mit der Art und den Vorstellungen anderer vor, aber du solltest nicht anderen genügen, sondern in allererster Linie dir selbst. Wenn du dir selbst genug bist, löst sich eine Problematik "nicht zu genügen" von alleine auf. Verstehst du das?

Anders ausgedrückt: Es hilft dir rein gar nichts, wenn du zwar anderen genügst, aber dir selbst nicht.

Also: Genüge dir selbst.

~~~

So als Beispiel aus meiner Sicht: Ich will, dass meine Freundin ist, wie sie ist, mit sich selbst zufrieden, sich selbst genügend. Ob sie eventuellen Ansprüchen/Wünschen meinerseits genügt, ist zweitrangig, wenn überhaupt wichtig. Ich suche mir eine Freundin nicht danach aus, ob sie mal dies oder jenes sein würde, sondern danach, wer sie ist.

~~~

Vielleicht hilft es dir, wenn du deinen Freund mal fragst, wie er seine Ex-Freundin sieht und wie er dich sieht? Wie seine Gefühle sind? Wie seine Zukunftsvorstellungen sind?
 
Zuletzt bearbeitet:

-sofia-

Sehr aktives Mitglied
Du hast bei ihm wahrscheinlich das Gefühl, die 2. Wahl zu sein.

Wenn er sich immer noch mit seiner bewundernswerten Ex trifft, finde ich deine Eifersucht gerechtfertigt.

Bei euch besteht einiges an Klärungsbedarf.

Es besteht kein Grund, dass du dich so klein machst.
Seine Ex wird auch nicht perfekt sein und ihre Macken haben.

Mehr Selbstbewusstsein würde dir gut stehen.
Was das Kochen betrifft... die besten Starköche sind immer noch die Männer.
 
G

Gast

Gast
Erstmal vielen Dank für eure Antworten!

Nur zur Klärung: Er war mit dem Mädchen nie zusammen, er wollte gerne, aber sie wollte nicht. Erst als sie dann in der anderen Stadt war, hat sie ihm erklärt, dass sie es sich immer hätte vorstellen können, aber es ja jetzt nicht mehr geht.

Er meint immer nur, er mag sie total gerne, auf freundschaftlicher Ebene natürlich. Sie treffen sich ja auch nicht ständig, aber immer so 2-3 im Jahr, einmal zum Klassentreffen, dann einmal für ein paar Tage Schifahren oder Seeurlaub oder dergleichen und dann manchmal noch so zum Essen oder Kaffee.

Prinzipiell macht mir das ja nichts, ich hab auch männliche Freunde und das ist ja völlig in Ordnung, nur ich komm wohl nicht damit klar, dass er tatsächlich mal ernsthafte Gefühle für sie hatte. Vielleicht bin ich (unbegründeterweise?) eifersüchtig? Ich weiß nicht, ich lass es ihn natürlich nicht spüren, ich möchte nicht, dass er das Gefühl hat, dass ich ihn irgendwie einschränken oder kontrollieren will.

Ich versuche immer selbstbewusst zu sein und meine Vorzüge nach außen zu kehren...Danke für den Tipp, ich werde in Zukunft mehr darauf zu achten versuchen.

Trotzdem hab ich Angst ihn zu verlieren (wobei ich nicht spezifisch an dieses Mädchen aus seiner Schulzeit denke, sondern einfach generell). Teilweise geht diese Angst ins Lächerliche. Ich bin beispielsweise zurzeit etwas krank und habe deshalb den gestrigen Nachmittag geschlafen, weils halt am besten gegen Kopfschmerzen hilft. Und ich hatte danach so ein schlechtes Gewissen, weil ich quasi für nichts zu Gebrauchen war und ihn um einen Sonntagnachmittag gebracht habe. Und so weiter...

Vermutlich versuche ich, die *perfekte* Frau zu sein: gutaussehend, gute Hausfrau, immer fit, immer gesund, keine Schwächen, erfolgreich usw usw usw. Wenn dann etwas nicht zutrifft (zB weil ich erkältet bin und deshalb halt nicht so belastbar), dann verunsichert mich das irrsinnig weil ich sofort glaube, ihn zu verlieren, nur weil ich ein paar Tage Schnupfen habe. Und ich weiß, wie lächerlich das klingt, aber ich fühle mich tatsächlich so.
 

Metallworker

Aktives Mitglied
Es ist nicht die feine englische Art von ihm, dir (nehmen wir mal an ...eher unbewusst) dir das Gefühl einer zweiten Wahl zu geben.

Allerdings ist er grundsätzlich nicht für dein Selbstwertgefühl zuständig!

Du solltest dir selbst gerecht werden, dir selbst genügen, dich selbst annehmen können.

Wenn es für dich hilfreich ist, sprich sonst mit ihm über deine Ängste und Befürchtungen. Lieber ansprechen, als deine Seele damit über Monate und Jahre zu vergiften.
 
G

Gast

Gast
Ein Traum ist etwas was ich mir Erträume.
Hat wenig mit der Realität zu tun ( eine Traumfrau ):
Was er hat, er will, er glaubt, er mag, er kann....
Sagt er das laufend oder denkst ( du ) das nur ?
Liebst er dich oder denkst ( du ) das nur ?
Schaust du zu ihm auf , Gottgleich steht er über allem ?
Dann ist deine Angst berechtigt, das kann nur schiefgehen, oder du bleibst nicht die graue Maus, für die du dich hälst.
Du denkst, hast Angst, über was sprecht Ihr eigentlich?
 
G

Gast

Gast
Also dieses "er hat, er will" etc sagt nicht er, das denke ich mir, weil ich ihn hat unbedingt glücklich machen möchte.

Ich hab gestern mit ihm geredet und das Gespräch hat ungefähr 30 Sekunden gedauert. Ich habe ihn gefragt, ob ich irgendwie mehr tun könnte, um der Beziehung gerecht zu werden, weil er ja relativ viel macht (ich übernachte bei ihm, dann geh ich in der früh lernen, dann Uni, und am Abend komm ich zu ihm heim wo er schon mit dem Essen wartet...) und er meinte nur "nein."
 

Metallworker

Aktives Mitglied
Hast du ihn wirklich wortwörtlich so gefragt? Gerecht zu werden?

Ein Vorredner hat es schon erwähnt, dass es so rüberkommst du würdest ihm einen gottgleichen Status angedeihen lassen.

Auch DAS ist Gift für dich und die Beziehung. Außer er steht drauf in dir einen kleinen süßen abgerichteten Hund zu haben, mit dem er nicht mal Gassi gehen muss.

Verstehst du diesen harschen Vergleich?
 
G

Gast

Gast
Glück dauert nicht 24 Stunden, das kannst du Ihm nicht bieten.
Kannst Ihm Liebe gegeben, durch dein tun, nicht nur sagen und denken.
Liebe sollst du nie fordern ,nur geben, dann kommt die auch zurück.
Bei vielen Menschen ist die Liebesfähigkeit, die Fähigkeit zur Zuwendung, durch Verhärtung, Abkapselung und Gefühlspanzerung komplexhaft gestört.
Das Wissen über die Liebe und wie man sich psychisch gesund hält, wird nirgendwo gelehrt.
Nicht im Elternhaus und auch nicht in der Schule, wo wir nicht für uns selbst lernen, sondern für Gesellschaft und Staat.
Der Verstand hält die Gefühle in Schach, Denken und Gefühl sind Gegensätze, können sich jedoch gegenseitig ergänzen, wobei der Einfluß des Gefühls auf das Denken fruchtbarer ist als umgekehrt.
Ideologien und andere Lebensvorstellungen trennen uns von anderen Menschen.
Wir haben aber die Möglichkeit, dies zu erkennen, und zu sehen, wie sie - losgelöst von ihren Ideologien - wirklich sind.
Wer in DU und ICH unterscheidet, trennt und mauert.
Wer "Ich" sagt, läßt das körperliche Material den Geist kontrollieren.
Das Herz aber soll die Menschlichkeit bestimmen.
(Sonsanim Ko.Myong)
 

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