@Peaceberg
Meine beste Freundin ist weggezogen, wir sehen uns alle paar Monate mal für einen Abend. Ist ganz nett. Ist irgendwie auch der einzige Mensch, der motivierende Worte für mich übrig hat.
Ich kann irgendwie nicht ausbrechen aus diesem Denken. Ich habe seit Jahren kein richtiges Erfolgserlebnis gehabt. Immer wenn ich dachte, dass ich ein Erfolgserlebnis habe, dann hat es sich als Täuschung herausgestellt. Zum Beispiel habe ich mich für einen tollen Job beworben und hätte wahrscheinlich auch eine Zusage bekommen, aber dann kam unterschwellig heraus, dass man eigentlich nur eine billige Arbeitskraft sucht, die als "Teilzeitkraft" 36h die Woche da sein soll und morgens ein bisschen früher kommt und abends bitte länger bleibt. Die Gehaltsangabe in der Stellenanzeige wäre angeblich ein Tippfehler gewesen (dabei war das Gehalt so schon nicht so besonders und mit allem drum und dran wäre ich vielleicht sogar unter Mindestlohn gelandet). Sexistische Witze und diskrete Respektlosigkeiten inbegriffen. Ich ertrag sowas nicht. Wenn man wenigstens direkt ehrlich gewesen wäre und man mich nicht von vorneherein verarscht... aber naja.
Ist jedes Mal so. Ich sehe einen Funken Hoffnung. Buff. Jemand trampelt es kaputt. Jedes. Verdammte. Mal.
Ich höre oft genug anderer Leute Sorgen an (wobei es mich innerlich nicht wirklich tangiert). Ich hab nichts davon, von meinen zu erzählen. Es entlastet mich nicht, zieht mich eher sogar noch runter. Unternehmungen machen keinen Spaß. Würde ich den ganzen Tag zu Hause hocken, hätte ich genauso viel Entertainment gehabt. Ich hatte seit Jahren nicht mehr das Gefühl sagen zu können "Wow, das war ein toller Abend!". Eher so... "Hmm. War nett."
Wenn ich ausgehe, dann denke ich mir jedes Mal, dass ich genauso gut auch hätte zu Hause bleiben können.
@Hundeliebe
Es ist eigentlich vollkommen Banane, wer "Schuld" hat. Mir gehts einfach schlecht. Ist mir echt egal, obs meine Eltern, mein Ex, das Mobbing durch die ganze Schulzeit oder sonstwas war. Spielt keine Rolle mehr. Aber mir gehts halt trotzdem schlecht. Vor Jahren hätte ich meiner Mobberin an die Kehle springen können vor Wut, jetzt ist mir ihre Existenz egal.
Und ja, ich habe ein Ziel. Ich will online arbeiten und als Erimit leben. Dann geht mir keiner mehr auf den Sack.
Ich kann auch so tun, als würde ich mich lieben, da laufen mir dann noch mehr Menschen hinterher, die ich nicht leiden kann. Alles in allem habe ich unglaubliche Angst mich vor anderen Menschen zu blamieren oder gar diffamiert zu werden, obwohl ich sie eigentlich nicht mag oder mich nicht für sie interessiere.