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Ich fühle mich so verloren TW

TRIGGERWARNUNG

Ich habe über die Zeit auch einen regelrechten Selbsthass entwickelt. Das was angeblich schuld daran war, dass niemand anders konnte, habe ich gehasst. Sachen an mir, die mir aufgezählt worden sind.
Niemand ist schuld daran wie er aussieht. Aber am liebsten hätte ich mir einen Stein ins Gesicht gehauen.
Ich habe es nicht gemacht. Aber ich wollte mich löschen wie ich war.
Und wenn dann meine Ex Freundin einem gemeinsamen Bekannten erzählt sie sei nur wegen des Aussehens mit mir zusammen gekommen, aber ich wäre ihr zu anstrengend. Dann schließt sich der Kreis für mich erneut. Nämlich dass man sich von mir nehmen kann was man will, und den Rest zurücklassen kann.
Ich weiß, dass das nicht richtig ist, dass das nicht wirklich so ist. Aber in meiner Psyche spielt sich immer das Gleiche ab:
Mein Inneres ist nichts wert.
Ich bin es nicht wert.

Manchmal habe ich eine Mütze auf, und darüber noch die Kapuze von meinem Hoodie. "nimm das doch ab, es ist hier drin so warm". Aber ich will dann einfach nur möglichst unsichtbar sein.
Das versteht niemand. Und ich erkläre es niemandem.

Auch das kenne ich nur zu gut. Man kann es keinem erklären weil es niemand verstehen wird.
Einige Jahre später fand ich meinen eigenen Weg der Unsichtbarkeit, einen den man nicht gehen sollte.

Nolan, ich weiss wie schwer es ist und auch mir gelingt es bis heute nicht immer aber du musst dich selber lieben und achten. Das ist was man uns und auch dir nahm, die Selbstachtung, man redete uns und auch dir ein ein nichts zu sein, nichts wert zu sein.

Wir beide wissen aber das dies nicht stimmt, das es falsch ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fühle mich wie von der Welt abgeschnitten.
Wieder beginnt ein neues Jahr. Ich sehe überall diese Page 1 of 365 Geschichten.
Für mich bedeutet das wieder ein neues Jahr kämpfen zu müssen. Dafür, überhaupt normale Dinge tun zu können, zu arbeiten, zu funktionieren.
Zur Zeit verfalle ich im Schlaf in schlimme Flashback Träume. Früher, da wusste ich wie ich es schaffe aufzuwachen. Das funktioniert nicht mehr. Ich weiß nicht mal mehr dass ich träume.
Wenn ich aufwache, bin ich erst froh dass ich es nicht wirklich erlebe. Aber die Realität ist schnell da: Ich habe es erlebt und es hat mich kaputt gemacht.
Ich habe das Gefühl, ich stehe mit einem Bein immer im Nirgendwo, im Nichts, in der Bedeutungslosigkeit.
Und ich muss es immer wieder dort raus ziehen um ein paar Schritte zu machen. Ich laufe, und komme doch nie an.
Heute habe ich mich wieder komplett verkrochen. Ich möchte mich niemandem zumuten, und mir nicht das Leben da draußen.

Auch hier sind wir gleich.
 
Hi Kalinka Cassiana,

Tatsächlich habe ich schon mehrere Therapien gemacht. Auch Verhaltenstherapie. Letztendlich habe ich nicht das Gefühl dass es mir viel besser geht. Leider.
Ich würde aber auch erneut Therapie machen. Vielleicht bin ich jemand der das lebenslang braucht. Aber es verändert nicht so viel. Vielleicht bin ich auch ein hoffnungsloser Fall, weil ich zu traumatisiert bin.
Ich versuche ja hier ein bisschen meine Vergangenheit zu erzählen. Aber es gibt auch Sachen in dieser Vergangenheit, die ich wohl nicht aussprechen kann. Aber die sind auch ein Grund warum es so schwer ist.
Es gibt Dinge die laufen auch immer aktuell in mir ab weil ich nicht damit abschließen kann. Weil sie nicht alle von denen haben. Und auch nicht das was von mir... Ich kann das ganz schwer erzählen und ertragen.

Wie sehr ich leide, weiß eigentlich niemand.

Danke. Ich wünsche Dir auch einen guten Rutsch. Alles Liebe!


Wie auch denn dann müssten sie erlebt haben was du erlebt hast.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Nolan,

Ich versuche ja hier ein bisschen meine Vergangenheit zu erzählen. Aber es gibt auch Sachen in dieser Vergangenheit, die ich wohl nicht aussprechen kann.
Und auch noch nie hast, stimmts? Bei mir ist das so (vielleicht bringt es dich weiter, was ich denke): Ich habe eine enge Bezugsperson verloren und diese Art, wie er gestorben ist, ist das Problem: so grauenvoll. Ich habe damals jedes Detail mindestens einmal ausgesprochen, aber mittlerweile könnte ich das auch nicht mehr. Ich weiß nicht wieso. Ich weiß nicht, ob es mir geholfen hat. Was ich dir damit sagen will: vielleicht muss man nicht alles aussprechen. Glaubst du, dass du alles aussprechen können solltest irgendwann? Es ist nicht unbedingt das Ziel.

Es gibt Dinge die laufen auch immer aktuell in mir ab weil ich nicht damit abschließen kann.
Kann ich auch nicht. Und leider glaube ich, man kann nicht mit allem abschließen.

Zur Zeit verfalle ich im Schlaf in schlimme Flashback Träume.
Ok, dann würde ich das mit der Verhaltenstherapie nicht vorwiegend empfehlen, also nicht explizit. Ich wusste da noch nicht, dass du Flashbacks hast. Vielleicht gibt es noch andere Therapieformen, die du ausprobieren könntest. Vielleicht könntest du auch eher konkret an diesem "wie Dreck fühlen" arbeiten. Das schreibst du sehr oft. Und dafür musst du ja nicht unbedingt alles erzählen was passiert ist.

Du konntest früher erkennen, dass du träumst und dich zum aufwachen zwingen. Dann wirst du das auch wieder schaffen. Hoffe ich zumindest sehr für dich.
Kennst du Luzides Träumen?


LG
 
Auch das kenn eich nur zu gut. Man kann es keinem erklären weil es niemand verstehen wird.
Einige Jahre später fand ich meinen eigenen Weg der Unsichtbarkeit, einen den man nicht gehen sollte.

Nolan, ich weiss wie schwer es ist und auch mir gelingt es bis heute nicht immer aber du musst dich selber lieben und achten. Das ist was man uns und auch dir nahm, die Selbstachtung, man redete uns und auch dir ein ein nichts zu sein, nichts wert zu sein.

Wir beide wissen aber das dies nicht stimmt, das es falsch ist.
Es ist schwer das zu erklären. Es ist natürlich nicht möglich dass einem jemand zu 100% versteht, aber schon alleine um zu erklären wie viel das bei mir ist und weshalb ich wohl nicht so weit komme.

Du hast recht. Der Verstand sagt es ist nicht wahr dass wir wertlos sind. Aber alle Erlebnisse haben etwas anderes hinterlassen. Und auch Worte, die dann wieder hoch kommen.
 
Hi Nolan,


Und auch noch nie hast, stimmts? Bei mir ist das so (vielleicht bringt es dich weiter, was ich denke): Ich habe eine enge Bezugsperson verloren und diese Art, wie er gestorben ist, ist das Problem: so grauenvoll. Ich habe damals jedes Detail mindestens einmal ausgesprochen, aber mittlerweile könnte ich das auch nicht mehr. Ich weiß nicht wieso. Ich weiß nicht, ob es mir geholfen hat. Was ich dir damit sagen will: vielleicht muss man nicht alles aussprechen. Glaubst du, dass du alles aussprechen können solltest irgendwann? Es ist nicht unbedingt das Ziel.


Kann ich auch nicht. Und leider glaube ich, man kann nicht mit allem abschließen.


Ok, dann würde ich das mit der Verhaltenstherapie nicht vorwiegend empfehlen, also nicht explizit. Ich wusste da noch nicht, dass du Flashbacks hast. Vielleicht gibt es noch andere Therapieformen, die du ausprobieren könntest. Vielleicht könntest du auch eher konkret an diesem "wie Dreck fühlen" arbeiten. Das schreibst du sehr oft. Und dafür musst du ja nicht unbedingt alles erzählen was passiert ist.

Du konntest früher erkennen, dass du träumst und dich zum aufwachen zwingen. Dann wirst du das auch wieder schaffen. Hoffe ich zumindest sehr für dich.
Kennst du Luzides Träumen?


LG

Hallo Kalinka Cassiana.

Ich habe in den Therapien schon auch darüber gesprochen. Aber ich schaffe das nicht immer. Und in meinem Privatleben überhaupt nicht bis auf das eine Mal.
Ich verstehe deinen Vergleich, und so in etwa ist es wohl. Aber es ist nicht direkt das wie. Es ist "was noch", und das fällt mir so schwer zu erzählen, zu ertragen. Man könnte es auch das Ausmaß nennen.
Letztendlich konnten nicht alle gefasst werden. Und ich frage mich oft und überall, wer... Begegne ich solchen Monstern, laufe ich jemandem über den Weg, der etwas schlimmes von mir gesehen hat. Ich kann da gerade nicht ins Detail.
Aber es bleibt irgendwie immer aktuell, obwohl ich erwachsen bin.
Das stört die Verarbeitung. Und ich weiß, auch Psychologen sind manchmal ratlos.
Es ist nicht unbedingt das Ziel es auszusprechen, es ist aber auch nur bedingt das Problem mit dem Aussprechen. Es ist eher ein großer Grund was alles noch viel schwerer für mich macht. Und das kann ich nicht gut erklären - weil- ich es nicht aussprechen kann.
So kann man das zusammenfassen.

Ich habe schon mehrere Therapien gemacht. auch teilstationär. Aber sie machen mir vieles nicht besser. Ich fühle mich als würde ich ertrinken und mich immer wieder über Wasser retten, aber nie mal Durchatmen können.
Ich muss immer viel für alles kämpfen.

Ja, früher konnte ich das. Ich habe mir einen Ausweg gesucht. Treppe oder so, und habe mich fallen lassen und bin aufgewacht. Aber ich weiß nicht mehr dass ich träume.
Ich habe davon gehört, aber muss dazu mal googeln.

Danke für deine liebe Antwort!
 
Ich scheine so verwirrt zu sein, dass ich das was ich hier schreiben wollte, in einen völlig falschen Thread geschrieben habe. 😵
Schreiben wollte ich folgendes.
Ich fühle mich leer und blockiert.
Das bisschen Energie, was ich mir in den letzten Tagen noch zusammen gesammelt habe, ist bei Null.
Ich habe gerade keine Stimme (nicht meine tatsächliche Stimme) mehr um zu erzählen. Macht das überhaupt Sinn?
 
Hey Nolan,

Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht! Hast du jemanden in deinem Umfeld, mitdem du reden kannst? Muss ja nicht über dein Thema sein, sondern generell dass du darüber reden kannst, wie es dir geht?
Hast du einen Arzt des Vertrauens? Hast du irgendeine Idee, was im Moment zumindest ein klein bisschen helfen, was du brauchen könntest?
 

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