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Ich fühle mich ohnmächtig, angesichts dieser Probleme

Das Dich die Problematik runterzieht, Dir ggf. nicht bewusst ist, was alles noch "dahinter"hängen könnte, das loslassen nicht so funktioniert, das festhalten aber auch nicht .....
denke ich mir , Du solltest Dir Gesprächspartner suchen, die der ganzen Sache mit der Kompetenz der Neutralität begegnen, aber eben auch mit der Konsequenz zu durchleuchten was da
jetzt bei Deinem Sohn los ist
und auch bei Deiner Tochter, im besten Falle, sind deren Ratschläge rechtssicher und angebracht, am besten unterliegen die einer Schweigepflicht ......

was Du machen kannst, so blöd es sich anhört, ist garnichts an der Vergangenheit, die Du aber ggf. nicht wirklich kennst...
aber Du kannst auch nicht frei für die Zukunft überlegen, weil die Vergangenheit noch nicht wirklich geklärt ist.
Du kannst jetzt versuchen , die Geduld aufzubringen, was die Experten Dir sagen werden abzuwarten, aber emotional gesteuerte "ratschläge " sind, denke ich nicht zielführend für Dich.

Diese Ungewissheit ist schwer zu tragen, die Gewissheit ebenso ....deshalb denke ich, ganz klar, suche Dir da wirklich ärztlichen Rat, denn wenn man mit dem Latein am Ende ist, greift es den Körper an ....
 
Hallo lieber TE,

es tut mir leid, dass du so leidest. Ich kann nachvollziehen, dass du deinen Sohn sehr vermisst und es dich fertig macht, dass ihr im Kontaktabbruch seid. Alle deine Gefühle sind berechtigt. Die Traurigkeit ebenso wie die Wut, und auch die Angst, dass sich die Beziehung zu deinen anderen Kindern verschlechtern könnte.

Eltern beziehen die Fehler ihrer Kinder immer ein Stück auf sich selbst, das ist ganz natürlich.
Es täte dir aber wohl gut, wenn du dich etwas von ihm distanzierst. Er hat WIRKLICH dreck am Stecken.

An deiner Stelle würde ich mehr Energie auf die Erhaltung der Beziehung zu deiner Tochter, die Gewalt erfahren hat, und die anderen Kinder verwenden.

Hast du dich je bei deiner Tochter entschuldigt? Das würde ich erwarten. Du hast einen Hilferuf von ihr nicht gehört. Ich muss ehrlich sagen, dass mir leicht übel wurde bei der Schilderung, sie hätte nur Aufmerksamkeit gewollt.

Dein ältester Sohn hat offenbar sehr viel Energie von dir auf sich gezogen. Es hat trotzdem nicht geholfen, aus ihm einen Menschen mit gelungenem Leben zu machen.
 
Ich kann dein Dilemma gut nachvollziehen und auch, dass du es bei allen Kindern einfach nur gut machen wolltest und gut gemeint hast. Tatsächlich kann ich mir auch vorstellen, dass du dir nicht ansatzweise vorstellen konntest, dass dein Sohn seine Halbschwester sexuell behelligt. Der sexuelle Aspekt, der im wahrsten Wortsinn natürlich auch im Kind angelegt ist, kommt im Eltern-Kind-Verhältnis eher nicht vor. Und wer weiß, welch unbewusster Verdrängungsmechanismus dazu noch eine Rolle bei der Bewertung der Situation geführt hat, dass du das Naheliegende dann nicht sehen konntest oder wolltest.

Dass dein Sohn nach Asien geflüchtet ist und dort lebt, zeigt leider, dass er bis heute nicht bereit ist, für sein Handeln Verantwortung zu übernehmen. Das musste er in jungen Jahren allerdings wohl auch nicht lernen, denn du hast ihm stets bequem den Weg bereitet und ihm alles ermöglicht. Hatte er keinen Bock mehr, kam mit neuen Wünschen, hast du das stets toleriert und ermöglicht. Das ist allerdings eine komplett andere Baustelle, mit der er jetzt alleine klar kommen muss. So schwer es auch fällt, ich denke aber, dass du erst einmal loslassen musst, um selber zur Ruhe zu finden. Vielleicht ergibt sich hier später nochmal eine Chance. Ich würde lediglich versuchen, dass Verhältnis zu den anderen Söhnen wider zu verbessern - dass die sich hier gegen dich positionieren würde ich tatsächlich aktiv und kritisch mit ihnem zusammen hinterfragen und ihnen zeigen, dass sie dir wichtig sind und dass man hier vom Bruder entkoppeln sollte.
....deshalb denke ich, ganz klar, suche Dir da wirklich ärztlichen Rat, denn wenn man mit dem Latein am Ende ist, greift es den Körper an ....
Ich denke auch, dass dir eine intensive Auseinandersetzung weiterhelfen könnte, um einen bestmöglichen Umgang mit der Situation zu finden. Vor allem aber auch im Hinblick auf die Tochter nicht noch mehr Porzellan zu zerschlagen, sondern gut zu machen, dass du einst nicht reagiert hast als sie es so dringend gebraucht hätte. (Hier kann man m.E. auch deine Partnerin nicht aus der Pflicht lassen, denn sicherlich hat auch die doch etwas mitbekommen). Diese Erwartung deiner Tochter an dich ist legitim, das Handeln deines Sohnes auch nur ansatzweise zu entschuldigen, ein absolutes no go.
Da die Situation sehr tricky ist und der Wunsch nach einer Lösung, die trotz allem auch deiner weiterhin vorhandenen Liebe zu deinem Sohn Rechnung tragen soll, würde ich auch eine Behandlung empfehlen. Allerdings nicht die eines kurativ und medizinisch tätigen Arztes, sondern die eines Therapeuten, mit dem du die Geschehnisse und die Erwartungen an dich aufarbeitest.
 
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