Ich habe schon viele Herausforderungen in meinem Leben gemeistert, also war ich zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.
Hallo
@Foxheart,
gut das du es hinbekommen hast, heisst aber leider nicht das sie es auch so schafft sie hat zudem ja auch n Kind, da kann man nicht viel an anderes denken, weil der Kind viel Platz einnimmt.
Es geht ja auch darum sich weiterzuentwickeln, nach vorne zu schauen und füreinander da zu sein. Aber auch wenn ich diese Einstellung habe, hatte meine Partnerin immer Probleme nach vorne zu schauen, hat sich an allem aufgehangen und versucht ihr Verhalten in Konfliktsituationen damit zu rechtfertigen. Lange Zeit habe ich das auch mit mir machen lassen und wirklich alles versucht, damit es ihr besser geht, weil sie mir jedes Mal versprochen hat auch an sich zu arbeiten.
Da sind so Verhaltensmuster die sie nicht im Griff hat, die dann wie ein Programm ablaufen.
Es hilft leider auch nicht ihr alles recht machen zu wollen...im Gegenteil leider.
Sie hat auch eine DBT-Therapie angefangen, sich wirklich Mühe gegeben und auch teilweise schon Fortschritte gemacht, was ich ihr hoch anrechne.
DBT macht man doch eigentlich oft bei Borderline?
dass sie sich im Klaren wurde und in der Therapie Fortschritte gemacht hat und konnte mir auf einmal ganz viel Liebe geben
Daraufhin wurde sie total kalt (wahrscheinlich, weil sie enttäuscht war) und als ich sie darauf angesprochen habe, wurde mir erneut vorgeworfen sie unter Druck zu setzen.
Dieser Wechsel spricht für Instabilität. Vielleicht solltest das nich persönlich nehmen, wenn du willst das es weiter geht. Das hat man nicht in der Hand, diesen Wechsel.
Sie sagt immer sie kann mir über das Textnachrichten keine Zuneigung zeigen, sondern nur wenn wir uns sehen. Das habe ich jedoch auch schon häufig anders erlebt..
Ja, das würde ich auch sagen. Und denke sie meint es auch so.
Sie empfindet das wohl so, auch wenn du es anders wahrnimmst.
Ich leide unter dem ständigen Hin und Her, den ständigen Kontaktabbrüchen und dem „Liebesentzug“, aber mich lösen darf ich auch nicht, weil sie sagt sie liebt mich und will an sich arbeiten.
Das meint sie so, aber für mich wäre ein On/Off auch zu anstrengend auf Dauer, hatte schon so eine Partnerin und es dann nach dem xten Off von ihr aus sein gelassen.
Ich weiß mittlerweile nicht mehr, was ich glauben soll und was nicht, denn ihre Aussagen scheinen sich zu widersprechen.
Ja, normal. Ich tätige auch Aussagen die ich nicht ausführe, man will ja, aber man kann nicht. Schwer.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie mich nur ausnutzen möchte, aber mein Vertrauen schwindet mehr und mehr aufgrund der Widersprüche in ihrem Verhalten und ihren Aussagen.
Nein, sie wird das so meinen wie sie sagt. Nur leider hat sie diese Verhaltensmuster, die sie in den Griff bekommen muss. Vielleicht würde ihr weitere DBT-Therapie gut tun, jetzt wo sie Medikinet nimmt und bessere Konzentration hat?
Ich bin an einem Punkt, wo ich eine Entscheidung treffen muss, da ich irgendwann mal ein glückliches Leben führen möchte. Doch ein Teil von mir möchte sie nicht aufgeben, weil sie immer noch ein fester Teil meines Herzens ist und ich sehe, dass sie selbst auch unter ihren Problemen leidet.
Verständlich, aber sei dir über dein Beuteschema bewusst. Es kann gut sein das du mit der nächsten auf gleiche Probleme stößt.
Dessen ist sie sich aber nicht immer bewusst und sieht die Schuld dann in mir: Ich solle mehr initiative Zeigen, aber wenn ich es tue, ist es wieder zu viel.
Gefühlsansteckung? Oder innere Muster, das sie es sich wünscht, aber es nicht annehmen kann wenn es passiert? Da könnten alte Glaubensätze aktiv werden bei ihr und dann kann sie es nicht zulassen.
Grenzen setzen war auch ein riesen Thema in der Therapie
Ja, definitiv. Ganz wichtig bei so einer Partnerin, das du dich abgrenzt.
Sie ist extrem leicht zu beeinflussen und sucht in Krisen oftmals Rat bei Anderen, weil sie kein Vertrauen in sich selbst hat. Das Problem ist, dass Andere auch nur ihre Erzählungen kennen und daraus entsteht dann manchmal noch mehr Konflikt.
Hab eine Freundin mit ADHS+Borderline bei der es so ist..ich könnte sie sogar sehr leicht zu Dingen bringen die sie eigentlich nicht will. Ich könnte sie also ausnutzen, wenn mir danach wäre. Schon übel sowas.
Denke Therapie und Selbstreflexion wäre hilfreich.
Mein Therapeut hatte anhand meiner Erzählungen den Verdacht es könnte Borderline sein, doch sie streitet das ab und sagt es wäre nur das ADHS. Da konnte ich mit ihr auch nicht wirklich drüber reden, weshalb ich das auch erstmal so hingenommen habe, da ja Diagnosen auch oft zu Schubladendenken führen. Ich dachte mit Menschlichkeit komme ich am weitesten.
Ja, lese ich auch ein wenig raus (hab das selbst), allerdings ähneln sich ADHS und Borderline in vielen Punkten auch. Das sagte meine Therapeutin und eine Freundin die beides hat. Es ist manchmal schwer das richtig zu diagnostizieren/auseinander zu halten.
Dass ich meine eigenen Gefühle dabei so zurückstellen muss kann ich aber nur schwer auf Dauer verkraften, denn es geht jetzt schon seit drei Jahren so.
Ja, das stell ich mir anstrengend vor.
Was für Gefühle musst du zurück stellen?
Du schriebst von Zusammen wohnen wollen, das kann das ganze auch verschlimmern.
Wenn die Diagnose stimmt mit dem Boderline, dann braucht sie ein eigenes Nähe und Distanz Management..aber kann selbst nicht spüren wann sie das eine oder andere braucht und so kommt es vermutlich zu On/Off bei euch. Also von sich ganz viel Druck machen und ganz viel Nähe zu ich bin überreizt und fertig zu "Geh weg" und Gefühlskälte.
Also durch Überreizung, wenn das Fass überläuft.
Besser wäre ein Feeling zu entwickeln, wann man Ruhe braucht und Zeit für sich, damit das Fass nicht überläuft. Das kann sie auch mit Therapie in Angriff nehmen.
Tja..ich kann dich leider nicht aufmuntern und stimme dem zu was
@Floridah schrieb.