Hi Hass,
an sich weist bereits dein gewählter Name (Nomen est Omen?) auf eine gewisse Problematik hin....
Du schreibst weiter, dass du Aggressionsprobleme hast, sowohl in Hinsicht auf Autoaggression (= Aggression gegen dich selbst...Selbstverletzung etc.) als auch ggü anderen.
Gewalt ggü anderen ist strafbar, daher kann es zu handfesten Problemen für dich führen, wenn du keine funktionierende Impulskontrolle aufbauen kannst.
Du hast Recht damit, dass wahrscheinlich jeder Mensch mal daran denkt was es mit dem Töten auf sich hat und auch ziemlich viele dürften mit dem Gedanken spielen jemanden zu töten...das ist meiner Ansicht nach so lang o.k. wie man diesen Gedanken keine weitere Bedeutung zumißt und sich selbstsicher an die allgemeine Sozial-Regel: du darfst nicht töten hält....ohne Zipp und Zapp
MOrd als eine Form der Maximalmacht über ein anderes menschliches Leben hat seit jeher die Menschen fasziniert....das ist nix Neues...Wir können uns meiner Ansicht nach sehr glücklich schätzen heute in einer relativ sicheren Welt zu leben und in einer Gesellschaft, die sich darauf geeinigt hat, dass Gewalt und Mord Straftaten sind....Ich hätte an sich keine Lust in einer unzivilisierten Gesellschaft ala Thomas Hobbes Naturzustands-Entwurf zu leben, in der ein bellum omnium contra omnes...ein Krieg aller gegen alle herrscht und hominus hominum lupus est (od.ä.) d.h. jeder Mensch des anderen Menschen Wolf ist....obschon ich mir sicher wäre, dass ich auch damit zuRecht käme und ich nicht zögern würde, jemanden, der mich angreift abzuwehren...notfalls auch rigoros durch Töten....allerdings nur in Notwehr....Ich denke auch kaum, dass dir das gefallen würde, oder? Also mußt du dich für Zivilisation und Kultur oder dagegen entscheiden....
Ich hab übrigens grad im Netz geschaut nach diesem Joachim Kroll....einem Kannibalen....Kannibalismus ist auch in älteren Kulturen vorhanden gewesen...heutzutage allerdings zurecht als ein degeneriertes Verhalten eines degenerierten und psychopathischen Geistes anzusehn.
Soziopathen = Menschen die sich nicht an die sozialen Regeln halten und auch Psychopathen gab es schon immer und wird es auch immer geben....in HInsicht auf mein Psychoprofil dieses Kroll würd ich auf den ersten Blick sagen: ne arme Frustrations-Aggressionssau, die sich in aller Heimlichkeit durch verbotene Handlungen einen Machtkick runtergeholt hat....tschuldigung für die Ausdrucksweise....dieser Kroll hatte auch nen ziemlich rudimentären Intelligenzquotienten, wie ich gelesen habe...was allerdings in Hinsicht auf Sozipathie oder Psychopathie nicht viel zu sagen hat...es gibt auch intelligente Exemplare dieser Sorte Mensch/Monster. Kroll fing ja auch klassisch mit Tierquälerei an und hörte mit Menschenmord auf...grundsätzlich dürfte er jedoch ein entsetzlich einsames und ungemütliches Leben geführt haben....er hat weit Weg von menschlicher Wärme und Glück in seiner ganz eigenen sehr kleinen, kalten und kranken (Kopf-)Welt gelebt. Er konnte nur Macht in schmieriger Verborgenheit und Heimlichkeit ausüben...anstatt ein aufrechter Mensch zu sein, der sich erfolgreich in der Realität durchsetzt um sich dort einen Platz an der Sonne zu sichern...stattdessen ist er dann im Knast verendet....
Ich persönlich bin selber ein sehr aggressiver Mensch, der sich allerdings der täglichen Herausforderung stellt, sich zivilisiert zu verhalten mutig stellt und auch für das Gute entscheiden kann....nicht weil es einfacher ist, sondern in meinen Augen z.T. schwieriger....
Was dein Leben betrifft: du hast die WAhl und auch volle Verantwortung: entweder du bist Teil der Gesellschaft und hältst dich an die Regeln, oder du grenzt dich aus und startest eine selbstzerstörerische und kriminelle Karriere. Es ist an sich recht einfach sich gehen zu lassen und sich Stück für Stück selber durch Drogen, mangelhafte Selbstpflege etc. zu zerstören...die Gesellschaft und andere wird das letztlich wenig jucken....es ist schliesslich dein Leben und der Hauptleidende unter deinen Entscheidungen wirst letztlich auch immer du selber sein...Selbstzerstörung ist in meinen Augen auch immer ein stückweit Feigheit sich den Realitäten zu stellen und einen normalen Alltagskampf zu bestreiten...
Allerdings ist dieses ganze Drogen-Gehype natürlich im Teenageralter so als Provokation oder Anarchismus zum Normalo-Bürgertum auch normal...hab ich auch hinter mir....aber meine Punkerkarriere hab ich schon lang hinter mir....zum Glück kann ich nur sagen 🙂)
Ich kann dir nur dazu raten, richtig zu denken und richtig zu handeln...wenn du merkst, du hast Probleme wende dich an Fachleute, lass dir helfen...notfalls mit ner stationären und anschliessend ambulanten Therapie...
ich denke, dass dein Gedankengang, dass Therapien bei dir nix nutzen ein wenig zu bequem und letztlich nicht wahr ist...allerdings schaffst du durch dein Blockadedenken deine ganz eigene Realität---> self-fulfilling prophecy!!
Daher nochmals der Ratschlag: denke richtig und konstruktiv und zu deinem Positiven...dann wirst du im Leben auch gut zu Recht kommen. Jeder Mensch hat die Macht zur guten oder schlechten Seite, zum guten oder schlechten Leben....und jeder Mensch ist auch verantwortlich für sein Denken und Tun...und deren Folgen...
Meiner Ansicht nach solltest du dir schon fachliche Hilfe holen, den Ball schön flach halten und dich unvoreingenommen in Richtung positive Veränderung zumindest in Hinsicht auf deine Autoaggressionen vorarbeiten. Leicht wird es nicht eine solche Verhaltensaberration abzulegen...wenn du jedoch genügend Lebenswillen, Stärke und Mut hast, wirst du es schaffen, da bin ich mir ganz sicher...
Ich hoffe du findest deinen Weg in Richtung bright side of life ....for the bright side of death bleibt dir noch genug Zeit, wenn deine natürliche Haltbarkeit abgelaufen ist...
Gruss
Tyra