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Ich brauche hilfe und rat

AW: Ich brauche hilfe und rat
Danke für eure Hilfe.ich bin fast 26. ich mache eine therapie, und selbst da kriege ich kein wort raus. über alles mögliche kann man mit mir reden nur bei diesem thema ist eine blockade. wieso?


:wein:hallo schmetterling 268,
ich weiß wovon du redest.....
ich bin jetzt 50 und seit einigen jahren in thera.....
bei mir war es noch viel jünger bis 14 etwa....
aber ich hatte es komplett verdrängt bis mitte 1. thera...
nun bin ich am aufarbeiten...
ich habe lernen müssen das ich es ausspreche....
ich kann dir sagen das es jedesmal wehtut; ABER BEI JEDEM MAL EIN BISCHEN WENIGER !!!!!!!
wenn du reden willst sende mir bitte eine PN......
dies gilt auch für alle anderen hier die mit einem leidenspartner reden wollen........

mfg

quork41
:blume::wein:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen!

Mein Problem ist das ich mit keinem reden kann. Mit meinem Psychologen nicht weil ich noch kein richtiges Vertrauen habe denke ich und meiner Besten Freundin und meiner Schwester nicht, weil ich die Beiden nicht Belasten will. Die haben echt viel um die Ohren zur Zeit. Ich beneide alle die in einer Glücklichen Beziehung sind, die jemanden haben der sie unterstützt, dass Sie nicht alleine sind, nicht einsam.

Ich habe Freunde, ich habe Geschwister und Eltern mit denen ich mich verstehe, und dennoch bin ich einsam und allein.

Es gibt einen Freund der etwas von mir will. Er ist wirklich total lieb würde auch alles für mich machen, aber ich fühle ncihts, nicht mehr als gute Freundschaft wie bei den anderen meiner Freunde. Wenn ich wüsste ob es mit meiner Vergangenheit zutun hat oder ich einfach keine Gefühle für in habe. Ich weiss noch nciht mal was es für ein gefühl ist jemanden zu lieben und geliebt zu werden. Ich habe mich immer dagegen gewährt wollte allein sein. Um der Gefahr ausgenutzt und miss... zu werden fern zu bleiben.
 
Hallo schmetterling268

Für mich klingt Dein letzter Beitrag wie ein Resümee, das Du ziehst, nachdem Du versucht hast, Dir über Deine aktuelle Situation etwas mehr Klarheit zu verschaffen.

Du wirst in Deinem Leben noch vieles verändern können, Du hast gerade erst angefangen, Dich damit auseinander zu setzen. Sicher bist Du noch nicht dort, wo Du gerne hin möchtest. Aber wenn Du mal zwei Jahre zurückschaust, hat sich doch schon so manches verändert.

Du hast Dein Geheimnis jahrelang für Dich behalten, hast gelernt, nicht darüber sprechen zu dürfen. Das wird etwas Zeit brauchen, bis Du nach und nach darüber sprechen kannst. Die ersten Schritte hast Du gemacht. Ein Freund weiß davon, Du hast einen Therapeuten, Du hast hier im Forum davon geschrieben. Vielleicht gelingt es Dir, in Zukunft weitere Schritte zu gehen.

Deine Sehnsucht nach einem vertrauten Menschen, mit der Angst, jemanden nahe kommen zu lassen, teilst Du mit ganz vielen Menschen. Die Wege, in so einen Konflikt zu geraten, können vielfältig sein. Bei Dir war es vielleicht die Erfahrung in Deiner Vergangenheit, Dich Deinen Eltern nicht anvertrauen zu können, und der Mißbrauch.

Du kannst in Zukunft schauen, bei welchen Menschen Du Nähe zulassen möchtest, und welchen Menschen Du Dich anvertrauen möchtest. Und Du hast Zeit dafür. Mit jedem kleinen Schritt wirst Du Dich auch wieder ein Stück verändern.

Günter
 
Ich habe zu einem Therapeuten Vertrauen gefasst und bin insgesamt seit ca. 1,5 Jahren in Behandlung (mit Therapeutenwechsel eingeschlossen). Allein mal darüber Reden hat mir schon etwas geholfen, obwohl es mir furchtbar schwer fällt, und auch viele Wunden presenter an die Oberfläche bringt, vieles dadurch schmerzt, aber ich bin diesmal nicht alleine, habe jemanden, der mich auffängt, wenn es mal heftig wird.

Hallo Forelle,

das freut mich zu lesen! Ich glaube, damit hast du auch den Weg aufgezeigt, um mit dem Erlebten allmählich besser umgehen zu können, um die Belastungen langsam zu senken und so allmählich zu sich selbst zurück zu finden.

Es wird nur über Vertrauen nach außen möglich sein, wirkliche Fortschritte zu machen und mit der wiedererlernten Fähigkeit, eben möglichst offen mit dem schwierigen Problem gegenüber wichtigen Vertrauenspersonen umgehen zu können. Die Scham und die Schuldgefühle gegenüber sich selbst sind die größten Hürden dabei. Dabei erlebe ich immer wieder, und das empfinde ich als wirklich total schön, dass es ja wirklich ein großes Verständnis von außen gibt, wenn ich die Kraft zur Offenheit habe und aufbringe.

Es ist ja nicht so, dass wir wirklich so minderwertig sind, wie wir uns durch diese Erfahrung fühlen. Das ist das, was sich verfestigt hat, weil es kaum Unterstützung von außen gab, als wir mit der Situation total überfordert waren. Das trennt von der Außenwelt, aber das muss heute keine Bedeutung mehr haben, daran glaube ich. Ich freue mich jedesmal, wenn jemand mit solch belastenden traumatischen Erfahrungen schreibt, dass er es geschafft hat, mehr Vertrauen zu entwickeln und Offenheit aufzubringen.

Das allein ist ein großes Anzeichen für eine innere Stärke, an die wir wohl sehr lange nicht mehr geglaubt haben, und das allein kann schon sehr heilsam sein, so empfinde ich das für mich. Ich bin vor einiger Zeit mal auf den Begriff Resilenz gestoßen. Das war sehr interessant und die Beschäftigung mit dieser Eigenschaft hat mir klar gemacht, dass es durchaus auch für die Seele ein Potential an Selbstheilungskräften gibt, die wir aktivieren können. Nur wird es ja nicht ganz ohne den Mut gehen, diesen Schritt nach außen erstmal zu wagen.

Liebe Grüße
Traumatisierter
 
Hallo Schmetterling,

ich glaube, allein dadurch, dass dich diese quälenden Probleme mit der Nichterfüllung dieser ganz natürlichen menschlichen Bedürfnisse jetzt beschäftigen, und dass du damit sogar noch in einen Kontakt nach außen gehst, das ist schon ein gutes Zeichen, dass du dich längst auf den Weg gemacht hast. Aber das braucht Zeit, es ist ein langer und durch die Aufarbeitung auch beschwerlicher Weg.

Ich habe vor allem gelernt, mir selbst gegenüber und mit meinen momentanen Defiziten gegenüber viel nachsichtiger zu sein. Mir das zuzugestehen, das allein hat mir schon geholfen. Die Zeit, dass ich meine Bedürfnisse schon aus eigenen Antrieb heraus voll befriedigen könnte, die ist auch bei mir noch längst nicht gekommen. Aber ich glaube daran, dass ich dahin kommen kann und dass ich eben vorher noch einiges an dem erlittenen Schmerz zu verarbeiten habe.

Ich kann dir nur raten, zunächst einmal weniger streng mit dir selbst zu sein. Das kann Erleichterung bringen nach meiner Erfahrung. Vor allem hast du eine solch strenge Prägung ja auch im Elternhaus erfahren, wie du schreibst. Es kommt also nicht mal unbedingt nur aus dir allein heraus, dass du so streng mit dir umgehst. Versuche dir das bewusst zu machen. Die Vergleiche mit anderen, die diese Erlebnisse nicht gehabt haben, die deswegen auch nicht die Belastungen damit haben, die können einen ansonsten ja nur herunterziehen. Auf der anderen Seite kann ich aber auch sehr daran wachsen, wenn ich meine innere Stärke wiederfinde.

Liebe Grüße
Traumatisierter
 
Ich bin jetzt 26 Jahre und wünsche mir einei eigene Familie und Kinder. wie soll das gehen? meine biologische Uhr tickt und ich kann nichts machen. fast alle freundinen von mir haben einen Partner nur ich nciht ich bin total traurig. eine meiner besten freundinen hat vor kurzem geheiratet, ich freue mich sehr für sie, aber es hat mich auch irgend wie herunter gehauen. Ich habe mich gefragt wann heirate ich, werde ich überhaupt heiraten? Wer will mich mit meinen problemen, mit dieser last überhaupt???
Alle wünschen sich am liebsten eine einfache beziehung.
Ich fühle mcih zur zeit echt scheiße.
 
Hallo Schmetterling

Es ist doch nicht ungewöhnlich, sich eine Familie zu wünschen, und gleichzeitig Single zu sein. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass dies aufgrund innerer Widersprüche zustande kommt.

Was ich bei Dir noch herauslese, ist, dass Du selbst daran zweifelst aufgrund Deiner Vergangenheit angenommen werden zu können. Das Problem wird weniger sein, Männer zu finden, die Dich mit Deiner Vergangenheit akzeptieren, sondern Deine Einstellung Dir selbst gegenüber zu verändern, so dass Du Dich mit Deiner Vergangenheit annimmst.

Indem Du Dich mit diesem Teil Deiner Vergangenheit auseinandersetzt, wird sich auch Deine Haltung Dir selbst gegenüber automatisch verändern. Du bist eben auch mit dieser Vergangenheit ein interessanter und liebenswerter Mensch.

Günter
 
Ich bin jetzt 26 Jahre und wünsche mir einei eigene Familie und Kinder. wie soll das gehen? meine biologische Uhr tickt und ich kann nichts machen. fast alle freundinen von mir haben einen Partner nur ich nciht ich bin total traurig. eine meiner besten freundinen hat vor kurzem geheiratet, ich freue mich sehr für sie, aber es hat mich auch irgend wie herunter gehauen. Ich habe mich gefragt wann heirate ich, werde ich überhaupt heiraten? Wer will mich mit meinen problemen, mit dieser last überhaupt???
Alle wünschen sich am liebsten eine einfache beziehung.
Ich fühle mcih zur zeit echt scheiße.

Hallo Schmetterling,
Du bist e r s t 26 Jahre.... . 😉
Ich kann völlig nachvollziehen, es macht nicht nur gute Gefühle, wenn die beste Freundin heiratet, man selber Single und dazu arg problembelastet ist. - Ging mir früher auch so. Das tat so richtig weh.
Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiss, ich hätte mir garkeinen Kopf darum gemacht.
Und Du meist wirklich, dass sich alle eine einfache Beziehung wünschen? - Du, wenn der "Funke" überspringt, dann springt er.
Und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Was Du heute für schwierig hältst, mag für Deinen Partner dann vielleicht garnicht so dass Problem sein... .
Du bist mehr als Deine Verletzungen!!! Ich meine damit: Deine Wunden machen nur einen Teil Deiner Selbst aus und wenn Du gelernt hast, zu Dir und zu dem was geschah besser zu stehen, siehst Du Dich nicht nur selber positiver, sondern wirst Du auch positiv gesehen.
Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
Danke Landkaffee für den Mut.
Doch leider ist es nicht so einfach klar kann man sagen das ich erst 26 bin, aber wer kann mir sagen wie lange ich leben werde? keiner!
Ich bin eigentlich jemand der positiv denkt. Doch ich habe in meinem Umfeld in der letzten Zeit so einige Schicksale mit erlebt und das hat mir gezeigt wie wertvoll jeder tag ist. von heute auf morgen kann es vorbei sein und das egal wie jung man ist.
Ich sage mir die ganze zeit lass dir nicht von sowas das leben kaputt machen. aber es ist nicht einfach. es gibt tage da geht es mir total gut, ich genieße das leben und dann passiert es manchmal von jetzt auf gleich das ich total down bin und heule. das kann es doch nciht sein oder??? auf der arbeit geht es mir gut da sind kollegen die mich zum lachen bringen da ist eine ganz andere welt für mich. und in der freizeit fühle ich mich sehr oft total einsam und das ist alles andere als schön.:wein::wein:
 
Hallo Schmetterling

Ich sage mir die ganze zeit lass dir nicht von sowas das leben kaputt machen.
Ich denke wie Landkaffee, dass der Schmetterling nicht nur aus diesem Aspekt seiner Vergangenheit besteht. Setze Dich mit Deiner Vergangenheit auseinander, und lasse Dir dafür ausreichend Raum und Zeit. Sprich mit einem Therapeuten oder mit vertrauten Menschen über sie. Versuche, ihr einen angemessenen Platz in Deinem Leben zu geben, und eine angemessene Haltung ihr gegenüber zu finden. Vielleicht gehst Du auch irgendwann den Schritt, den Täter anzuzeigen.

Aber da ist noch viel mehr. Du bist ein individueller, vielseitiger, facettenreicher, einzigartiger Mensch.

es gibt tage da geht es mir total gut, ich genieße das leben und dann passiert es manchmal von jetzt auf gleich das ich total down bin und heule. das kann es doch nciht sein oder??? auf der arbeit geht es mir gut da sind kollegen die mich zum lachen bringen da ist eine ganz andere welt für mich. und in der freizeit fühle ich mich sehr oft total einsam und das ist alles andere als schön.:wein::wein:
Ein großer Teil der Menschen lebt als Single. Viele dieser Singles sind unglücklich mit ihrer Situation. Und von den unglücklichen Singles verstehen die meisten nicht, warum sie eigentlich Singles sind.

Dass Du Dich bisher nicht auf einen Mann eingelassen hast, wird auch mit dem Mißbrauch zusammen hängen - auch, aber wahrscheinlich nicht alleine. Dabei spielt aber vorrangig eine Rolle, dass Du da noch nicht ganz mit Dir selbst im Reinen bist. Deine Wut auf den Täter, und die Gedanken, ihn anzuzeigen, werden Dich wieder ein Stück weiter bringen. Beides, die Wut und der Gedanke, ihn anzuzeigen, liegt in der richtigen Richtung, während Dich Angst und Scham eher behindern.

Du bist mit Deiner Therapie in einem Prozess. Neben dem Mißbrauch, bei dem Du gerade dabei bist, ihn mit neuen Augen zu betrachten, wirfst Du einen Blick auf Dein ganzes Leben. Und dabei auch auf Deine Wünsche, und Deine unerfüllten Sehnsüchte. Der Schmerz, der dabei aufkommen kann, wenn man auf solche Aspekte seines Lebens schaut, gehört zu einer Therapie. Daraus ergibt sich dann wieder die Chance, diese Aspekte zu nehmen, sie zu betrachten, und sich zu fragen, was man an ihnen ändern könnte.

Versuche doch einmal, mit einem Therapeuten der Situation noch etwas mehr Gestalt zu verleihen. Da sind Wünsche, da ist eine unerfüllte Sehnsucht in Dir. Versuche, nachzufühlen, was Dich daran hindern könnte, Dich auf eine Beziehung einzulassen, was Dir dabei helfen könnte, es zuzulassen, welche Schritte Du gehen könntest, um etwas daran zu ändern.

Günter
 

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