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Ich bin zu spät nochmal Mama geworden

Man muss als Eltern überhaupt kein Schlagzeug ertragen durch das ganze Haus.
Sorry, aber wo sollte das Kind denn dann üben?
Wenn man mit Anfang 60 noch nicht weiß, daß ein Schlagzeug laut ist, ist man selber schuld, das Kind das lernen zu lassen. Wo soll es denn sonst üben in dem Alter?
Meine Eltern haben auch unter meiner Geigerei leiden müssen das erste Jahr. Man muß halt dann Absprachen treffen.
 
Das mag ja aktuell alles so sein, aber wenn man ein Kind in die Welt setzt, richtet man doch seine Wohnsituation entsprechend auf den Nachwuchs aus?
Vielleicht denkt ihr doch mal über eine Umbaumaßnahme nach oder so, wenn sie vielleicht in ein paar Jahren den ersten Freund mit heimbringt, will wahrscheinlich auch keiner derart offene Wohnbereiche??

Wir sind eingezogen lange bevor ich schwanger war. Wir haben uns damals keine Gedanken gemacht, dass hier nochmal ein Kind einzieht. Das war alles zu dem Zeitpunkt noch kein Thema.

Sie hat ja ihr Zimmer mit Tür. Das ist aber zu klein, um sich dort permanent aufzuhalten und viel zu klein für die Instrumente. Das ist eigentlich quasi nur zum schlafen da.

Du wiederholst dich, gehst aber auf keine der Fragen ein, die ich dir zu diesem Aspekt gestellt hatte. Daher gerne noch einmal:
Es hat den Anschein, dass du hier herumeierst und nicht offen sprichst. Das macht an dieser Stelle aber wenig Sinn: Man kann nicht einerseits um Tipps oder Meinungen bitten, auf der anderen Seite aber relevante Infos zurückhalten, die es zum korrekten Verständnis bäuchte. Das ist "Wasch mich, aber mach mich nicht nass!" und hat noch nie funktioniert.

Was die Geräuschkulisse im Haus angeht könntest du dir auch - ganz simpel - Kopfhörer mit noise cancelling-Funktion aufsetzen. Das mag im ersten Moment doof aussehen, es sieht aber ja keiner außer euch. So machen das auch ADHSler, um Reize zu reduzieren und es funktioniert hervorragend. Da eure Tochter Mo-Fr noch den halben Tag in der Schule ist, braucht es diese Lösung auch nur stundenweise.
Ich habe jetzt zwar nicht noch mal in die vorherigen Beiträge reingelesen, meine mich aber zu erinnern, dass du schon häufiger geäußert hast, was dein Mann will oder nicht will..... Ich frag jetzt mal ganz direkt: Führt ihr eine Beziehung auf Augenhöhe?

Zum Thema "Betreuung": Es gibt auch andere Lösungen, wie etwas Ganztagsbetreuung in der Schule.


Sie ist doch gar nicht den ganzen Tag da?

Auch hier wieder in ähnliche Textstelle....

Ich habe bis jetzt offen gesagt, noch nicht wirklich verstanden, was genau das Problem ist bzw. denke, dass da auch Dinge mit reinspielen, die dir selbst nicht bewusst sind oder die du hier nicht offen ansprechen magst.

Oberflächlich betrachtet - schließlich kenne ich eure Situation nicht vollumfänglich - denke ich, dass du sicherlich mehrere "Rädchen" hättest, an denen du drehen könntest, um dein Leben...hm....deinen Bedürfnissen besser anzupassen.

Letzter Punkt: Du bist altersgemäßig relativ kurz vor dem Ruhestand. Auch da kann man eventuell schauen, wie man das gestalten möchte/kann.
Liebe @Kati63 ,
Ich bekomme hier zunehmend den Eindruck, dass es gar nicht um die kleinen Äußerlichkeiten geht. Ihr habt bereits Kinder großgezogen, ihr wisst, wie das funktioniert. Also, man bekommt ein Kind und schaut, wie löse ich die Wohnsituation befriedigend für alle oder wie löse ich die Zeitsituation - das, was du hier an praktischen Tipps bekommst, sind alles Dinge, auf die man selbst kommt, wenn es nicht gerade das erste Kind und man total neu in dem Gewerbe ist.
Kopfhörer oder Zeitfenster oder eine Trennwand sind jetzt wirklich kein großes Hexenwerk.

Kann es sein, dass du ganz generell überfordert von der Gesamtsituation bist und eigentlich so tief in deinem Innern doch lieber keine Mutter eines noch recht kleinen Kindes sein möchtest?
Da dieses Gefühl aber gesellschaftlich stark tabuisiert ist, hängst du dich an Dingen auf, die leicht veränderbar wären?!

Vielleicht würde es dir die Situation erleichtern, wenn du dir selbst eingestehst, eigentlich willst du lieber nur deine Ruhe und es war ein Fehler, nochmal Eltern werden zu wollen, weil es einen ja doch etwa 20 Jahre lang gut beschäftigt hält.

Das bedeutet ja nicht, dass du deine Tochter nicht liebst - aber ehrlich zu sich selbst zu sein, ist ein erster Schritt zur Lösung. Vielleicht magst du hier mal schauen:
In die Richtung in etwa denke ich auch ein wenig
...oder ganz etwas anderes.
Kann es sein, daß bei euch beiden die Frage der Genetik unterbewusst "reinkickt"?
Ich las mal von einem ähnlichen Fall auf reddit.
Du bist zwar die Mutter, hast das Baby zur Welt gebracht, aber die Eizelle stammt von einer anderen Frau. Dein Mann ist aber genetisch der Papa, richtig?
Es ist auch das einzige Kind, bei dem er sich ohne Test 1000%ig sicher sein kann, daß es von ihm ist.
Kann eine eigene Dynamik entwickeln.
Ziehst du mit deinem Mann an einem Strang?

Ja, vielleicht bereue ich es so spät Mutter geworden zu sein. Nicht wegen ihr, sondern wegen der Belastung. Ich habe meine Belastbarkeit total überschätzt oder gar nicht so genau darüber nachgedacht. Es geht auch gar nicht so sehr darum, wenn ich mit ihr alleine bin. Das kommt gar nicht so oft vor. Die meiste Zeit ist mein Mann auch da und kümmert sich hauptsächlich. Das ist auch der Grund weswegen er kein Au-Pair oder Kindermädchen will. Er meint, wenn wir jemanden für die paar Stunden einstellen, dann kann er sich auch direkt zu 100% kümmern und ich muss gar nichts mehr machen.
Das ist aber wie gesagt gar nicht so das große Problem. Es ist die generelle Belastung. Mir ist einfach oftmals alles zu viel, zu laut, zu stressig, obwohl ich normalerweise eine ziemlich belastbare Person bin. Meinen Mann stört z.B. die Lautstärke gar nicht. Er kann dabei sogar arbeiten,
Wenn es darum geht, ob wir auf Augenhöhe sind: Was die Erziehung betrifft nicht.

Ich bin zwar biologisch nicht ihre Mutter, aber Epigenetik spielt ja auch noch eine Rolle. Wir haben sie ja nicht adoptiert. Ich war ja schwanger mit ihr. Das war bei uns aber auch noch nie ein Thema und ist es auch weiterhin nicht.

Du musst doch auch nicht den ganzen Tag Fragen beantworten. Bzw. bist nicht verpflichtet dazu. Wenn es dir zu viel wird, sagst du dem Töchterchen, dass die Fragestunde für heute beendet ist und jetzt was anderes an der Reihe ist.

Das mit dem Schlagzeug hätte ich bei dieser Wohnsituation erst gar nicht so gemacht. Geht halt nicht bzw. anderes Instrument.

Kann es sein, dass die Nachzüglerin etwas verwöhnt wird?
Ich schrieb ja auch, dass die TE nicht den ganzen Tag Fragen beantworten muss. Das Kind dann aber stattdessen alleine googlen zu lassen, ist sicher nicht der Weg.

Was ich meinte, war, dass man nach einer Fragerunde z. B. vorschlagen kann, dass jetzt was anderes dran ist, lesen, im Garten spielen, irgendwas.
Man kann auch in der Bücherei kindgerechte Bücher zusammen ausleihen, zu den Themengebieten, die gerade aktuell sind.

Das sollte @Kati63 als erfahrene Mutter aber eigentlich hinbekommen.

Die Fragen überfordern wahrscheinlich jeden, wenn man nicht so im Thema ist. Das sind nämlich keine typischen Kinderfragen. Wieso hat Deutschland den zweiten Weltkrieg ausgelöst? Was hatte Hitler gegen die Juden? Wie haben manche es geschafft das KZ zu überleben? Wieso sind viele in die Niederlande geflohen? War es da besser? Wie sah das Hinterhaus aus in dem Anne Frank gewohnt hat? Wurden sie verraten oder wieso hat man sie gefunden? Wenn früher alles so schlimm war, wieso denken manche immer noch so? Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen.

Es ist schwierig ihr zu sagen, dass sie mal mit den Instrumenten aufhören soll. Sie fragt dann nach mehr Medienzeit. Wenn man das verneint, dann geht die Fragestunde wieder los. Oder man soll mit ihr irgendwo hinfahren oder sie irgendwo hinbringen. Sie kann sich abgesehen von den Instrumenten nur sehr schlecht alleine beschäftigen.

Sie wird nicht extrem verwöhnt. Wenn es aber um Instrumente geht, dann gibt es bei meinem Mann kein nein. Und wenn sie morgen eine Geige oder Trompete haben möchte, dann bekommt sie das.

Wie hattest Du Dir Dein Kind denn vorgestellt / gewünscht?

Ich hatte dazu bei keiner meiner Töchter vorher irgendwelche Vorstellungen oder Ansprüche.
 
Du wiederholst dich. Deine Tochter fragt viel, aber du musst doch nicht aus dem Stand alles sofort beantworten können? Ich verstehe einfach nicht, warum du ihr da keine Grenzen setzen kannst.

Wenn sie sich noch nicht gut alleine beschäftigen kann, schick sie doch zu deinem Mann, er scheint ja verfügbar zu sein.

Du wiederholst auch permanent die "Belastung", sagst aber gleichzeitig, dein Mann kümmert sich viel.

Wenn dein Mann das Schlagzeug toll findet, du es aber nicht aushalten kannst, musst du das mit deinem Mann klären.

Ich werde nicht schlau aus dem Ganzen.
 
Dieses Genervt-Sein von allem klingt so, als könnte dir ein bisschen Abstand vielleicht gut tun.
Kannst du mal eine Kur oder einen Urlaub machen, um ein paar Tage / Wochen raus zu kommen? Erfahrungsgemäß hilft das, auch wieder die schönen Seiten zu sehen. Vielleicht hilft dir das auch, zu verstehen, was die aktuell fehlt bzw. was in der aktuellen Situation weiterhelfen könnte.
Oder der Papa macht mal ein paar Tage Urlaub mit der Tochter und du hast Zuhause deine Ruhe? Die Sommerferien sind ja nicht mehr ewig hin.
 
Ich würde deinem Mann klar sagen, dass du mehr Ruhe braucht und sie zum Musizieren und zum Schlagzeug spielen woanders hingehen soll.
Wie soll das denn gehen?
Aber für die Übungszeiten kann man doch einen Zeitplan machen...
Gute Zeit für Schlagzeug ist, wenn Mama gerade aus dem Haus ist, um ihr eigenes Hobby nachzugehen , zum Einkaufen oder sie zum Kaffeetrinken mit einer Freundin ist...

Oder das mit dem Kopfhörern mal ausprobieren!
 
Deine Tochter scheint wissbegierig zu sein, was ich positiv und nicht ungewöhnlich finde. Wenn du auch nicht alles beantworten magst/kannst, könntest du ihr, um nur ein Beispiel zu nennen, bei der Frage nach Anne Frank ihr das "Tagebuch der Anne Frank" besorgen. In dem ist ausführlich beschrieben, wo sie sich versteckt haben usw. Es gibt einiges an kindgerechter Literatur zu ihren Fragen.

Ihr könntet auch eine bestimmte Zeit am Tag ausmachen, die nur ihr gehört und du für sie da bist und wenn es nur 30 Minuten sind.

Ich finde auch, du wiederholst dich sehr oft, wie überlastet du bist, obwohl der Papa sich hauptsächlich um eure Tochter kümmert.

Auf viele Vorschläge, die zu deiner Verbesserung oder einer Veränderung beitragen könnten, gehst du nicht wirklich ein.
 

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