Das ist ja alles gut und schön, dass er das nicht möchte. Deine Bedürfnisse nach Entlastung sind aber eben andere und doch wohl gleichberechtigt.
Vielleicht solltest du mal dein Problem angehen, mit deinem Mann nicht reden zu können. Warum ist das so? Kann er dir intellektuell nicht folgen? Besitzt er keine Empathie? Ist er zu dominant und erkennt nicht an, dass du andere Ressourcen hast als er? Ist ihm gar egal, wie es dir geht?
Hast du schon mal über eine Mediation nachgedacht? Vielleicht wäre das ja ein Weg für eine bessere Verständigung zwischen euch beiden.
Und wenn der Verdacht auf Hochbegabung im Raum steht, dann würde ich das asap testen lassen. Eine solche Diagnose erfordert ein Umdenken in vielerlei Hinsicht und könnte zu einem echten game changer werden. Wobei ein lediglich breit interessiertes Kind nicht unbedingt ein besonderer Indikator für Hochbegabung ist. Das sind viele.
Mein Mann findet so eine generelle Betreuung nicht nötig, weil er ja schon so vieles übernimmt. Die meiste Zeit kümmert er sich. Er meinte daher wäre es unnötig jemanden ins Haus zu holen, der dann permanent quasi nichts zu tun hat.
Könnte es nicht auch bereichernd sein, sich mit Themen zu beschäftigen, die bisher nicht "deine" waren?
Es ist nicht schlecht, wenn mal eine Frage kommt und man das dann mal googelt. Wenn es aber den ganzen Tag so geht und quasi der gesamte Themenbereich abgefragt wird, dann ist es anstrengend.
Das sehe ich ähnlich wie @früher-vogel, das könntest du auch als Bereicherung für dich selbst zu sehen versuchen.
Im Gegensatz zu früher muss man ja gar nicht alles entweder selbst wissen oder mühsam nachschlagen, die technischen Möglichkeiten sind ja indessen ganz andere.
Sie wird doch sicher nicht von dir erwarten, dass du jede Frage selbst zu beantworten weißt?
Das ist keine Altersfrage, das wäre mir auch mit 25 mordsmäßig auf die Nerven gefallen.
Ist es nicht möglich, den Raum, in dem sie übt, schallschutztechnisch aufzurüsten?
Ich hätte vermutlich vor Anschaffung des Schlagzeugs überlegt, wo kann das Kind spielen und wie beplankt man zum Beispiel die Wände, dass nicht alle anderen Räume auch beeinträchtigt sind.
Und soweit ich weiß, gibt es indessen Übungsschlagzeuge, die nur der Übende über Kopfhörer selbst hört?
Was sind ihre anderen lauten Hobbys?
Ja, unbedingt testen. Das kann ein Gamechanger für alle Beteiligten sein.
Mit Schallschutz oder den bereits erwähnten Kopfhörern sollte das heutzutage kein Problem mehr sein. Als ich Kind war, hatte der Nachbarsjunge im Reihenhaus neben uns im Keller seinen Probenraum. Unglaublich, was Eierkartons an Decke und Wänden da an Schall geschluckt haben. @Kati63: Wo spielt eure Tochter?
Um verständlich zu machen, wieso der Geräuschpegel bei uns immer sehr hoch ist, muss ich unsere Wohnsituation etwas erklären. In unsrem Haus ist alles sehr offen gehalten. Wir haben einen sehr sehr großen U-förmigen Wohn-Küche-Essbereich. In der Mitte von dem U geht eine Treppe zu einer Art Loft hoch. Das ist der Bereich unserer Tochter. In dem Bereich spielt sie ihre Instrumente, spielt generell mit ihrem Spielzeug, hört Musik usw. Sie hat zwar noch ein abgetrenntes geschlossenes Zimmer mit Tür, aber da ist kaum Platz zum spielen. Es ist also als würde sie quasi immer im Wohnbereich spielen. Es ist nicht möglich von der Geräuschkulisse wegzukommen, außer man setzt sich den ganzen Tag im Schlafzimmer auf das Bett oder im Badezimmer auf den Badewannenrand.