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Ich bin so instabil

W

wankelmütig 1

Gast
Hallo,
ich weiß nicht mehr weiter. Gestern war ich total wütend und heute schwanke ich schon wieder und zweifele an mir und meinem Verhalten. Mit meinem Freund bin ich 5 Jahre zusammen. Er hat mich kennen gelernt, als ich finanziell unten war und mir von Anfang an unter die Arme gegriffen. Durch den Kampf, wieder finanziell auf die Beine nach der Selbstständigkeit zu kommen, verdrängte ich all das, was mich emotional an ihm störte. Ich war so dankbar, denn er war der einzige, der mir zur Seite stand. Von Anfang an störte mich, dass er kaum sprach, es konnten Stunden vergehen, ehe er einen Satz sagte. Er war ziemlich unbeholfen beim Sex und kann bis heute nicht in mir ejakulieren. Er kann auch kaum ein zärtliches Wort über die Lippen bekommen. Im Laufe der Zeit hat er sich einige Sätze zurechtgelegt, die er sagt und wahrscheinlich auch so meint... "Du bist der wichtigste Mensch für mich, ich hab dich so lieb, ...". Auf seine Art wird er mich auch liebhaben, aber ihm fehlt so viel, was mich immer mehr stört. Reden hilft nicht, das habe ich schon zig mal probiert, er kann es nicht mehr hören. Nach all der Zeit will er immer noch nichts davon hören, dass wir zusammen ziehen. Er sagt immer, "Ich kümmere mich doch um dich", ja das tut er. Er kauft mir neue Reifen, sagt mir, wenn ich zum TÜV muss, er sorgt im praktischen für mich. Aber wo bleibt meine Seele? Gestern waren wir wunderschön eingeladen, alles war harmonisch, dann fuhren wir nach Hause. Nur Gemotze von ihm gegen die anderen Autofahrer, wenn ich was fragte, war er genervt, wenn meine Schwester was fragte, schnautze er sie an. Alles war ihm zu viel. Den Abend vorher lagen wir im Bett und ich schluckte eine Grippetablette und bat ihn, mir ein Glas Wasser zu holen, er war wieder albern wie ein pubertärer Junge und machte das Licht an und aus und sagte" dann geh doch".. Ich war so traurig, denn ich verwöhne ihn sehr, vor Weihnachten musste ich viele Überstunden arbeiten und war echt kaputt. Ich bat ihn, dass er mich doch mal etwas verwöhnen könne und dann so was. Ich stand auf und in mir war viel Traurigkeit. Er kann einfach nicht zärtlich sein und ich bin so traurig und habe Angst, depressiv zu werden. Als wir meine Schwester zuhause absetzten, bat ich ihn, ihre Tasche bis zur Türe zu bringen. Er meckerte wieder nur rum und ich stand aus dem Auto aus und half ihr. Da war bei mir der Punkt erreicht und ich wollte nur noch nach Hause, ohne ihn. Als wir bei ihm ankamen, sagte ich, dass ich nach Hause fahre. Er war geschockt. Ich nur noch wütend auf ihn. Gestern Abend wusste ich , dass ich die Beziehung beenden muss. Heute, wo er sich nicht gemeldet hat, werde ich immer wankelmütiger und denke, dass ich wieder überreagiert habe. Als Kind musste ich immer ankommen bei meiner Mutter, egal ob ich Recht hatte oder nicht. Ich weiß, dass das eine Rolle bei meinem Verhalten heute spielt. Aber weiß irgendwer, wie man stabiler in seinen Entscheidungen werden kann? Ach ja, mei Freund stottert etwas und dadurch ist er m. e. der große Schweiger geworden...
 

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Vielleicht ist es ihm einfach nur anangenehm sich seine Gefühle einzugestehen. Viele Männer können das nicht. Offen darüber reden, dass sie einen lieben. Sie haben oft komische Wege das zu zeigen. War er denn schon immer so? Oder hat sich das geändert?war er früher ein romantischerer Kerl?
 
G

Gast

Gast
Als ich ihn kennen lernte, war er total introvertiert, aber da es zuerst war nur eine Bekanntschaft, dann Freundschaft war störte es mich kaum. Als er mir bei der Renovierung und anderen Sachen half, entwickelte sich langsam unsere Beziehung. Ich merkte, wie gradlinig und anständig er war. Mit seiner schweigsamen Art meinte ich klar zu kommen, ich hoffte, dass, wenn er mir vertrauen würde, er langsam auftauen könne. Er war in einer Zeit da, als es mir finanziell und beruflich sehr schlecht ging und half mir auch mit Geld. Dadurch konnte ich meine langsame Unzufriedenheit nicht so äußern, ich wäre mir dann undankbar vorgekommen. Ich redete nicht über meine steigende Unzufriedenheit oder nur andeutungsweise. Heute weiß ich, dass er tiefe Verletzungen in seiner Kindheit wegen der Stotterei erhielt und sich immer mehr zurück zog. Auch mit Frauen lief wenig. Ich glaube er hatte Angst vor Verletzungen. Dabei ist er ein gutaussehender Typ und in seinem Handwerksberuf zuverlässig. Bei uns habe ich das Sprechen übernommen, außer wenn er was trinkt, da spricht er flüssig und normal. Er stottert auch nur, wenn er aufgeregt ist. Mit dem Sprechen ist es das eine, aber dass er nicht zärtlich oder romantisch sein kann, ist das schlimme. Er kennt das nicht. Etwas hat er sich schon geändert, aber das ist nicht viel. Ich bin neben ihm abgestumpft. Beim Sex empfinde ich kaum was und ich war früher eine leidenschaftliche Frau. Es kommt mir vor, als ob ich nach Zärtlichkeiten giere. Ich sehne mich danach und werde immer abgestumpfter. Dabei habe ich ihn eine Beziehung voller Vertrauen und Normalität geboten. Ich habe ihn verwöhnt und in meinen Freundeskreis eingeführt und auch meine Familie mag ihn sehr. Ich liebe ihn nicht mehr, er hat so viel in mir kaputt gemacht. Ich spüre gar nicht mehr, dass ich eine Frau bin. Es kommt kein Kompliment von ihm oder er lobt mich nie. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir getrennt sind, obwohl ich mit dem Gedanken immer mehr spiele. Ich habe ihn lieb. Eine psychologische Beratung kommt für ihn niemals in Frage. Für mich wäre es besser, wenn ich mich trenne... oder nicht??? Ich schreibe schon wieder nur gut von ihm. Dabei hat er mir so oft weh getan mit seiner gefühlslosen Art. Warum bin ich so schwankend in meinen Gedanken? Wie ein Fähnchen im Wind.
 

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