Hi @all wieder mal...;-)
Also zuerst mal muss ich sagen, dass ich keinesfalls dachte, dass Du mich als Lügner bezichtigen tust. Ich weiß wie es ist, wenn man sowas hört bzw liest, dass man dann im ersten etwas schockiert ist und nicht wirklich begreifen kann, warum sowas passiert. Ich bin auch nicht böse oder so... Das mit dem Urinspuren ist alles bei der Polizei hinterlegt, die Typen räumten ja auch ein, dass sie mich geschlagen haben, jedoch bestreiten sie, dass meine Verletzung tatsächlich von den Schlägen stammt. Meine damalige Freundin war nicht mal im Stande vor Gericht eine Vernünftige Aussage zu mache, stattdessen ließ sie sich mit einem von den Tätern auf eine Bettgeschichte ein und mein damaliger Kumpel zog sich aus der Affäre und keiner weiß so Recht, wo der heute Lebt. Nunja, soweit zu meinen Zeugen und die Sache mit dem Schmerzensgeld war für mich ein Witz... Man wird halb tod geschlagen, hat Psychische und Körperliche Schäden, findet deshalb keine Arbeit und muss sich noch Gespött anderer anhören und im Endeffekt bekommt man läppische 2.400 Euro! Nicht dass jetzt der Eindruck entsteht dass ich damit das große Geld machen wollte, aber wenn wir mal ehrlich sind, hätte das wohl jeden von uns geärgert, dem das passiert wäre. Natürlich hätten auch 20.000 Euro oder von mir aus auch 100.000 Euro meine Schmerzen nicht wegzaubern können, aber was sind denn heutzutage 2.400 Euro und vor allem, wenn man das auf 8 Personen aufteilt ist das doch ein guter Einsatz jemanden halb tot zu schlagen, oder? Die wissen doch jetzt, dass wenn sie sowas wieder tun, dass sie dann womöglich wieder mit so wenig Schmerzensgeld davon kommen. Das schlimmste an der Sache für mich ist jedoch, dass ich vom einem Richter aus Saarbrücken tatsächlich beschuldigt wurde, dass ich mir diese Verletzungen selbst zugezogen habe um aus dieser Sache noch mehr Geld herauszuschlagen. Es ist sowieso schon eine unverschämtheit, was man sich vor Gericht als OPFER noch alles anhören muss. Die Täter werden geschützt, die bekommen jede Hilfe die es nur gibt und die Opfer können zuschauen was sie machen. Wenn man als Opfer hilfe braucht, dann wird zuerst mal gefragt was man bezahlen kann für die Hilfe, wenn man nix hat, ist man der A**** vom Dienst... Sorry für diese Wortwahl, aber leider ist es so und darüber könnte ich mich tierisch aufregen.
In Selbsthilfegruppen war ich auch schon...viele denke man findet dort hilfe. Leider musste ich andere Erfahrungen machen. Man kann Hilfe bekommen, wenn man das richtige Problem hat. Aber leider sind dort auch viele Menschen, die so mit sich selbst beschäftig sind, so dass man nicht viel von dieser Therapie erwarten kann und Psychologen erzählen einem was davon, dass man etwas an sich selbst ändern muss. Man sollte Kampfsport machen oder irgendso eine Therapie um sein Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Ist alles schön und gut, aber das was passierte, kann man nicht mit einem Kampfsport rückgängig machen. Ich kann für die Zukunft lernen, wie man sich verteidigt, aber das habe ich nach diesen Aktionen auch so gelernt.
Naja, wie dem auch sei, jeder hat eine andere Auffassung von solchen Problemen und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die in meiner Situation Ammok gelaufen wären und hätten wahrscheinlich früher oder später einen Mord begangen... Aber da ich mich von diesen Monstern, die mir solche Schmerzen bereiteten unterscheide, werde ich versuchen, egal was passierte, meinen Verstand einzusetzen und keine Selbsjustiz ergreifen. Denn am Ende bin ich doch wieder der dumme!
Liebe Grüße aus Saarlouis