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Ich bin neu hier und brauche Hilfe

  • Starter*in Starter*in BrianB
  • Datum Start Datum Start
Hallo Patrick,
das ist wirklich entsetzlich, was du da erzählst. Was für abartige, widerliche Schweine sind das! So was Primitives, Viehisches! Mir ist beim Lesen das Blut in den Adern kalt geworden. Lass dir von mir eins gesagt sein: Du hast Schreckliches und Demütigendes erlebt. Sich schlagen, anurinieren und beschimpfen zu lassen, das ist grauenhaft. Und dass dir andere dafür auch noch die Schuld geben - das ist echt das Letzte! Ich bewundere dich dafür, dass du nun so viel Stärke hast und raus gehst. Ich wäre an deiner Stelle sicher so schnell wie möglich weg gezogen. Weit, weit weg, wo ich diese Stelle, diese Scheißkerle, diese Menschen, die mich alleingelassen haben, nie, NIE mehr wieder sehe. Dass deine Seele verletzt ist, ist doch wohl klar. Das ginge mir sicher ganz genau so. Und weißt du was: Es ist gut, dass deine Freundin gegangen ist. Sie ist deiner gar nicht würdig. Ich bin richtig wütend, wenn ich sowas höre. Mann Patrick!!! - Kanntest du diese Typen eigentlich? Waren es Fans der gegnerischen Fußballmannschaft? Wieso hatten die so einen Hass? Anurinieren- also das ist wirklich das Widerlichste was ich mir vorstellen kann. Ich möchte dir so gern helfen, denn mich macht das, was du erzählst so wütend und traurig. Hast du diese Typen nun angezeigt??
Gut, das du das mit der Narbe etwas deutlicher erzählst. Aber im Ernst: Gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen der Narbe und der Verwüstung deiner privaten Gegenstände durch deine Eltern? Die normalste Reaktion von Eltern wäre doch: Mein armer Sohn. Der braucht jetzt unsere Hilfe. Pass auf, Patrick: Ich bin zwar weit weg, aber in Gedanken ganz nah bei dir. Ich hoffe SEHR, dass dir das hilft. Alles Liebe, dein Thommi.
 
Hi Tommi, sorry dass ich jetzt erst antworten kann, aber ich hatte in den letzten zwei Tagen Probleme mit meinem PC so dass ich nicht ins NETZ kam!

So, nun zu Deiner Frage, ja es gibt Zusammenhänge, zwischen dieser Narbe und den Verwüstungen. Und zwar passierte es mir nach diesem Überfall öfter, dass ich aus irgendwelchen bisher für mich unerklärlichen Gründen aus heiterem Himmel solche "Black Outs" bekam. Für mich war es immer ein Phänomen, warum plötzlich alle meine Sachen kaputt waren und warum ich ständig verletzungen an den Armen und im Gesicht hatte. Meine Eltern redeten mir jeden Tag ein, dass ich krank bin, dass ich in eine Anstalt gehöre und dass sie es mit mir nicht mehr aushalten. Nach vielen vielen Tagen und Wochen beschlossen meine Eltern mich in ein Psychatrie einweisen zu lassen. Als sie merkten, dass ich darauf keine Lust hatte und mir selbst nicht erklären konnte, warum ich dort hin müsste, wurde ich zwangseingeliefert! Ich war in diesem Haus eingesperrt und hatte keine Möglichkeit da raus zu kommen. Jeden tag wurde ich mit Tabletten und spritzen ruhig gestellt und überall waren diese Alkoholiker, Drogenabhängigen und Geisteskranken. Es war der blanke Horror dort sein zu müssen.... Jeden Tag bettelte ich dort wieder entlassen zu werden, aber anstatt mir eine Antwort zu geben, wurde ich bloß mal wieder mit Beruhigungsmitteln ruhig gestellt. Das ging dann ein paar Wochen so, immer das selbe. Als ich dann mit dem Befund "Shizophrenie und einer Multiblen Persönlichkeit" entlassen wurde, konnte ich mir diese Zerstörten Möbel und diese Verletzungen langsam erklären. Für mich gab es nur zwei Möglichkeiten, entweder wollten meine Eltern mich verrückt machen und sie zerstörten diese Sachen um mir einzureden, dass ich krank bin und mich los zu werden oder ich war es wirklich selbst und wußte es nicht mehr. Im Endeffekt ließ ich es darauf beruhen, dass ich es selbst war und sah ein, dass ich krank bin. Das wußten auch schnell die Leute, die früher zu mir standen, bzw bei denen ich glaubte, dass sie zu mir stehen. Naja, was will man schon mit einem Geistig kranken anfangen!?!? Aber irgendwie ging mir das alles am Ar... vorbei, die konnten mir alle gestohlen bleiben! Bis zum heutigen Tag fand ich keinerlei Beweise dafür, dass ich wirklich etwas mit den Verwüstungen zu tun hatte. Und bis zum heutigen Tag wurde darüber kein Wort mehr verloren... Meine Freundin stand eigentlich die ganze Zeit zu mir und ihr machte es auch nichts aus, wenn andere mit dem Finger auf mich zeigen und über mich lachen! Mir selbst macht es auch nichts mehr aus und nach meinem Selbstmordversuch weiß ich, dass die einzige Person, die zu mir steht, immer noch meine Freundin ist und dass solange ich sie habe, sowas nie wieder passieren wird. Seitdem sie bei mir wohnt, hatte ich keinerlei Black Outs mehr und ich bezweifele sogar, dass ich vorher welche hatte!

Gruß Patrick
 
Hi Patrick,
danke für deine Erklärung. Du steckst wirklich in einer schlimmen Situation, bzw. hast in einer solchen gesteckt. Dass deine Freundin zu dir hält, ist doch toll. Sie ist dann wohl nicht die, die dich am Krankenbett nach dem Überfall verlassen hat.
Der Bruder eines sehr guten Freundes war längere Zeit wegen Schizophrenie in der Psychiatrie. Mein Freund hat sich super um ihn gekümmert. Er hatte es sicher nicht leicht, aber sie standen immer zueinaner, ohne dass das je in Frage gestellt worden wäre. Das hat mir sehr imponiert, gerade vor dem Hintergrund, dass er bestimmte Verhaltensweisen einfach nicht verstehen konnte. Du hast von Nebenwirkungen von Medikamenten geredet, jetzt verstehe ich dich noch besser.
Bei dir beeindruckt mich der starke Wille, der aus deinen Beiträgen spricht. Du WILLST, dass es voran geht. Und das ist der erste Punkt. Ich habe mir am Wochenende aus der Bücherei ein Buch ausgeliehen (von Rolf Merkle) zum Thema Selbstbewusstsein. These: Man soll sich selbst auch ein Freund sein - wie soll man von anderen auch erwarten, dass sie einen mögen, wenn man das selbst nicht tut? Ich denken in diesem Punkt können wir beide was lernen. Wir sind so wie wir sind - das meine ich nich plump und als so ein Sch...-Egal-Argument. Sondern: Wir sind so wie wir sind, teils ohne es zu wollen, teils so, weil wir es wollen. Wir mögen ja auch unsere Freunde, obwohl (und manchmal auch weil) sie Fehler haben.
Gut, dass das mit den Zerstörungen zu Ende ist. Ich kann das verstehen, was du sagst: du weißt es einfach nicht, wie es dazu kam. Daher kommt evtl. Misstrauen. Das ist schwierig, denn Misstrauen kann viel zerstören. Ich wünsche dir, dass die Gleichgültigkeit bei dem Thema, von dem du sprachst, dir dabei hilft, voller Mut nach vorn zu schauen!
Alles Liebe, Tom.
 
Hi Tommi...

ich finde es toll, dass Du Dir wirklich die Mühe machst und mir zuhörst, denn eigentlich, gibt es kaum jemanden, der das tut, außer meiner Freundin, aber sie ist erst 19 Jahre alt, hat Verhältnismäßig wenig Lebenserfahrung und ich denke, dass Sie nicht so stabil ist, sich das alles anzuhöre. Ich möchte Sie damit nicht Tagtäglich belasen, da sie in einer Ausbilung ist und das sowieso schon schwer genug für sie ist, dazu kommt ja auch noch das Verhältnis zu ihren Eltern, dass bis vor kurzem auch nicht sehr prickelnd war! Aber ich bin froh, dass ich hier Feeback auf meine Probleme bekomme und auch wenn Du sehr weit weg bist, mir trotzdem Antwort auf das gibts, was ich schreibe!

Es gibt noch viel mehr in meinem Leben, was negativ war, ich weiß nicht ob Du das wissen möchtest, deshalb erspare ich es Dir auch jetzt... Vieles hört sich unglaublich an, da man sich nicht vorstellen kann, dass es sowas gibt in so kurzer Zeit! Falls Du aber trotzdem erfahren möchtest, was sich in den letzten Jahren noch so alles angesammelt hat, werde ich es Dir gerne erzählen...

Liebe Grüße aus SLS
 
Hi Patrick,
gern kannst du mir alles erzählen, wenn du es magst. Erzähle das, was du erzählen möchtest - hier gibt es keinen Zwang. Ich bin nach wie vor beeindruckt, wieviel Stärke zu zeigst - auch angesichts dessen, was du alles erlebt hast. Das mit den Schlägern und den erniedrigenden Erfahrungen, die du machen musstest, geht mir echt nicht aus dem Kopf. Ich weiß nicht, ob ich an deiner Stelle so viel Mut zum weitermachen hätte. Alle Achtung!!!
Lieb, wie du mit deiner Freundin umgehst. Du hast recht, sie ist recht jung. Vertraust du ihr absolut?
Ich habe gerade so ein blödes Erlebnis mit einem wirklich guten Freund gehabt. Wir mögen uns wirklich sehr, keine Frage. Aber er hat mir jetzt schon ein paarmal nicht die Wahrheit gesagt. Das ist schon recht schmerzhaft gewesen. Es ist eine doofe Marotte von ihm, Dinge zu erzählen, die ihn toll dastehen lassen - nur stimmen die nicht immer. Ich habe beschlossen, ihm zu verzeihen. Das braucht viel Energie, aber ich glaube, ich mag ihn zu sehr, als dass ich es wegen dieser Dinge aufgäbe.
LG, Thommi.
 
Hi Tommi....

jetzt hätte ich mal ne Frage an Dich. Und zwar, angemommen Dir wäre das alles passiert, was ich bisher erleben musste, glaubst DU, Du hättest viele auswahlmöglichkeiten gehabt, außer weiter zu machen? Glaubst Du, Du hättest diesen Dingen aus dem Weg gehen können? Das hättest Du leider nicht gekonnt, genau so wenig wie ich und deshalb blieb mir keine andere Wahl, als weiter zu machen... Wie hätte ich aufgeben sollen? Du weißt dass ich kurz davor war aufzugeben, leider klappte es nicht, aus welchen Gründen auch immer und deshalb musste ich damit leben was passierte. Egal ob ich fröhlich bin oder unglücklich, an dem was passierte, kann ich nix mehr ändern. Vielleicht war es auf der einen Seite ja auch gut so, dass mein Selbstmordversuch damals daneben ging, weil sonst hätte ich wahrscheinlich nie erlebt, dass man manchmal mehr aushalten kann, als man denkt. Man ist in verschiedenen Situationen standhafter als man sich vorstellen kann!

Du schreibst von einem Freund, der nicht immer bei der Wahrheit ist, nur damit er immer besser da steht als er wirklich ist. Ich denke nicht, das Freundschaft kündigen der richtige Weg ist, denn meiner Meinung nach, sind solche Menschen nicht gerade im Vorteil. Ich habe auch einen "Freund", den kenne ich jetzt seit ich in die erste Klasse kam und egal was er erzählt, es ist gelogen. Es ist unvorstellbar was der erzählt, der glaubt das sogar noch selbst und versucht sich somit immer besser darzustellen als er ist. Ich weiß was ich glauben kann und was nicht und deshalb weiß ich auch, wie ich mit ihm umzuspringen habe. Ich klammerte "FREUND" mit Absicht so ein, weil ich genau weiß, dass ich keine richtigen Freunde habe, die immer zu mir stehen würden, wenns drauf ankommt... und das finde ich sehr schade!

Du weißt ja jetzt ziemlich ausgiebig von dieser Schlägerei bescheid und findest es bestimmt nicht toll, dass man sowas machen kann und als aussenstehender ist sowas nicht nachvollziebar, aber es war nicht das erste mal, dass ich dem TOD von der Schippe sprang...

Als ich 13 war, war ich mit meinem Fahrrad unterwegs und wollte einen "Freund" besuchen, der eigentlich nur fünf Minuten von mir entfernt wohnte... Ich war mit meinem Rad fast bei ihm vor der Haustür (ich kann jetzt nur noch erzählen was ich gesagt bekam) als aus einer Seitenstraße ein großer LKW kam, der Fahrer mich aber zu spät sah! Er musste zwar noch gebremst haben, aber ich hing schon an der Front von diesem LKW und er zog mich noch ein paar meter mit... Dann musste ich irgendwie unglücklich zur Seite gefallen sein und prallte mit meinem Kopf auf die Bordsteinkannte.

Leider fuhr der LKW davon ohne mich auzuheben oder zu versuchen mir zu helfen... (heute weiß ich wer es war)! Ein Autofahrer muss mich gesehen haben und machte halt. Ich hatte keinerlei verletzungen die man sehen konnte und er dachte zuerst ich hätte nur eine Gehirnerschütterung und vielleicht höchstens ein paar Prellungen. Zur Sicherheit rief er einen Krankenwagen damit ich im KRankenhaus untersucht werde um festzustellen, dass ich keine Verletzungen hatte. Irgendwie musste ich auch noch mit diesem Mann geredet haben, obwohl ich bis heute nicht weiß, wer dieser Mensch war. Als ich im KH ankam, wurde ich in ein normales zimmer gelegt und dort hätte ich sollen am nächsten Tag behandelt werden. Leider lief alles anders als die Ärzte sich das vorstellten. Als meine Eltern ins KH kamen, sah meine Mutter plötzlich, dass ich total nass geschwitzt war, total kalt hatte und weiß im Gesicht war. Die Schwester, die bei mir im Zimmer war, reagierte sofort und rief den Oberarzt, der bekam sofort die Panik und ließ mich mit einem Hubschrauber nach Trier fliegen.

Nach fast drei Wochen wurde ich dort wach und sah dass ich sehr sehr viele Schläuche an den Armen, am Kopf und an den Beinen hatte. Ich musste so dringend zur Toilette, dass ich mir den Katheter selbst zog, es war mir so egal ich wollte nur zur Toilette... Ich wußte ja nicht mal, warum ich dort war! Das war dann das erste mal, dass ich diesen doofen Verband am Kopf hatte!

Nach und nach erzählten mir die Ärzte warum ich dort war... Ich hatte einen Schädelbasisbruch und starke Hirnblutungen. Die Ärzte glaubte nicht mehr daran dass ich jemals wieder aus dem Koma aufwachen würde und selbst wenn, waren sie davon überzeugt, dass ich Körperliche oder Geistige Schäden davontragen würde. Aber ich hatte Glück im Unglück... ich war nach ein paar Monaten wieder fit wie ein Turnschuh und fuhr auch wieder Fahrrad, sogar in die Schule konnte ich wieder gehen. Aber da ging das Drama genau so weiter wie es aufhörte. Als ich nämlich wieder dort ankam, hatten wir einen neuen Klassenlehrer, weil in der zwischenzeit unsere Klassenlehrerin gestorben war. Dieser Typ war mir von anfang an nicht geheuer und ich wußte, dass es mit diesem Menschen noch sehr viel Streß geben würde... Durch meine OP hatte ich eine Glatze und musste immer eine Mütze aufsetzten, damit nicht jeder diese Narbe sehen konnte, weil ich weiß, dass sowas nicht schön anzusehen ist. Unser Lehrer hatte dafür aber kein Verständniss und somit provozierte er mich vor der ganzen Klasse immer. Immer wieder fing er damit an, dass ich ein NAZI wäre und dass solche Typen nichts in SEINER Schule zu suchen hätten. Irgendwann hatte der die Klasse so gegen mich aufgehetzt, dass jeder auf mir rumhackte. Es wurde noch schlimmer als davor...

Es war ein Freitag, da hatten wir wieder Unterricht bei diesem EKEL und am Ende der Stunde, kam dieses Abscheuliche MOnster zu mir an meinen Platz und sagte mir ins Gesicht, dass ich ein scheiß Nazischwein wäre und dass ich es nicht Verdient hätte, in SEINER Schule SEINEN Unterricht zu verfolgen. Ich sollte sofort meine Sachen packen und mich nie wieder blicken lassen. Er wußte genau warum ich so aussah und zu allem übel schlug er mir noch die Mütze vom Kopf. Das zog solche Schmerzen mit sich, so dass mir in sekundenbruchteile die Tränen in die Augen schossen. Dann nahm er mich am Kragen und zerrte mich hinter meinem Sitzplatz raus und sagte, dass ich verschwinden sollte, ich wäre ab sofort von der Schule entlassen. Er warf mir dann noch meine Tasche hinterher und ich bekam sofort einen Verweis. Von diesem Tag an, hatte ich Ferien. Meine Eltern waren so stocksauer auf mich, dass sie mir sofort Hausarrest gaben und mich mit allem bestraften, was sie gerade für richtig hielten. Es war grausam und ich wäre am liebsten aus dem Fenster gesprungen... Aber ich wußte ja auch, dass diese Zeit auch vorrüber ging! Als die großen Ferien vorrüber waren, fand ich einen Betrieb, in dem ich meinen Abschluß nachholen konnte, weil ich ohne Zeugnis aus der Schule entfernt wurde. Es war zwar nicht das was ich mir vorstellte, aber ich konnte meinen Abschluß nachmachen. Es war die letzte Möglichkeit, irgendwas zu erreichen! Es sollte ein Jahr dauern und dann hätte ich meinen Abschluß! Naja, es waren zwar viele Chaoten dort, aber man kann sie ja links liegen lassen und man braucht ja denen keine Antwort zu geben. Irgendwie war mein Weltbild noch ziemlich in Ordnung, trotz den ganzen Attacken von demütigungen und Drohungen...

Dieses Jahr war fast zuende und ich wußte, dass ich in einem der sechs Ausbildungsberufe die man zur Probe durchmachen musste, meine Lehre machen wollte. Ich war eine hälte des Jahres in der Schlosserwerkstatt tätig und hatte auch gute Noten trotz den ganzen Problemem mit den "Mitkämpfern"! Eines Tages musste ich mit einem anderen Kerz zusammen meinen Arbeitsplatz teilen und das war mir mehr als unangenehm. Er war ein Türke (ohne jetzt Rassistisch zu klingen, aber er war schon mehrmals unangenehm aufgefallen und ziemlich agressiv) und er war mir sehr unsympathisch! Naja, was sollst, ich mache meine Arbeit und dann klappt das. So zumindest dachte ich bis zu jenem Tag. Eines Morgens, als ich in die Werkstatt kam, tobte er schon rum und schrie in der Gegend rum aber keiner wußte weswegen. Ich fragte ihn was los sei und er fing an mich anzumaulen und zu beschimpfen. Na gut dachte ich, dann lassen wir den mal in Ruhe und ich mache meine Arbeit. Ich hatte diesen Gedanken kaum gefasst da merkte ich einen Stechenden Schmerz in meiner Magengegend. Ich wußte nicht wie mir geschah und ich sah, dass plötzlich Blut an meinem Pullover klebte. Oh nein dachte ich, nicht schon wieder! Ich stand unter schock und lief zu unseren Sozialpädogen um dort geholfen zu bekommen. Als die mich sahen, riefen sie sofort einen Krankenwagen, denn ich hatte eine REISSNADEL im Bauch stecken... Ich lag in diesem Krankenwagen und mir gingen tausend Gedanken durch den Kopf. Es war wie ein Film, den man in dreifacher geschwindigkeit durchspult. Zum Glück war ich nach ein paar Tagen wieder fit und konnte wieder Arbeiten gehen, aber ich wußte, dass ich dort keine Ausbilung machen würde. Am Ende schaffte ich sogar den Abschluß und fand eine andere Ausbildungsstelle...

So, nun weißte wieder einiges mehr über mich, ich hoffe nur, dass Du mir jezt noch schreibst... Falls Du noch was wissen möchtest, kann ich Dir gerne weiter erzählen!

Liebe grüße aus SLS
 
Hi Patrick,
zuerst einmal: GUT, dass "es" nicht geklappt hat. Denn es ist schon gut, dass du lebst. So, und nun weiter. Du hast ja wirklich viel Schreckliches erlebt. Bist allein gelassen worden usw. usw. Aber du blickst die Dinge recht deutlich, das ist klase. Also: Du bist schon oft Gewaltopfer geworden. Das ist etwas, was mich als Schmachtlappen besonders fertig machen würde, denn ich kann mich ja so gut wie gar nicht wehren. Ich glaube, ich wäre weit, weit weggezogen, damit ich den Kollegen mit der Nadel und die pissenden Schläger NIE wiedersehe. Ich finde, es gehört viel Mut dazu, wenn du in deiner Stadt bleibst.
Ich danke dir, dass du mir so viel erzählst. Und du hast Recht, weitermachen ist wichtig, und ich hätte es sicher auch so gemacht wie du. Aber deine Geschichte ist echt der reinste Horror. Sorge dafür, dass diese Horrorzeit zu Ende ist!!! Du hast so viel Power, du kannst das.
Also: Pack die Ausbildung an, mach die fertig, aber ganz woanders, denke ich. Gibt es nicht irgendein größeres Werk in der Nähe, wo du ganz neu anfangen kannt (ich meine mit garantiert unbekannten Leuten)??
Gruß, Thommi.
 
Hi Tommi,

ich werde weitermachen, das habe ich mir vorgenommen und ich werde es machen da gibt es keinen zweifel dran und ich werde nicht in einer andere stadt ziehen. Ich werde vor keinem den Schwanz einziehen und ich werde niemandem den Gefallen tun und weglaufen. Dann haben die gewonnen und ich bin nun mal zu stur und werde genau dort bleiben wo ich bleiben will. Ich habe am 31. diesen Monat einen Termin auf dem Arbeitsamt und dann werde ich gesagt bekommen, ob ich meine Ausbildung zuende machen kann und vor allem wo... So, dann werde ich es tun, auch wenn dort Schlägertypen sind oder nicht, ich habe viel Erlebt, viel Überlebt und die werden mich mit Sicherheit nicht klein kriegen, das kann ich Dir versprechen. Ich bin hier geboren und werde auch das zuende bringen was ich angefangen habe. HIER und nirgendwo anders! Ich bin einfach zu stur! Aber glaub mir, ich habe viel erlebt und viel gelernt und das was andere mir angetan haben, habe ich mir gemerkt und ich weiß, dass die das nächste mal (falls es sowas gibt) mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden. Egal ob Du ein Schmachtlappen bist (wie du sagst) oder nicht, es kommt nicht darauf an ob Du groß und stark oder klein und schwach bist. Es kommt darauf an zu wissen was zu tun ist und genau das weiß ich mittlerweile. Ich habe es oft genug gezeigt bekommen und ich werde das alles einsetzen was ich bis jetzt alles weiß!

Vielleicht ist es der falsche Weg, vielleicht bin ich einfach zu stur und lege es damit drauf an, aber andere nehmen sich das Recht mir weh zu tun und ich nehme mir das Recht dort zu leben wo ich will und mich im Notfall zu wehren!

Ich hoffe es kommt nicht falsch an, aber es ist nun mal meine Meinung! Sorry (war ja nix gegen DICH, ich sage Dir ja nur, wie ich es aus meiner Sicht sehe! ;-)
 
@Brian: was ich nicht verstehe--warum wußte in der Schule niemand von der Verletzung und dem Grund Deiner Glatze?
Das sagen doch Eltern der Schulleitung normalerweise,das müssen Lehrer doch wissen?
Und Deine Kumpel aus der Klasse haben es doch gewußt,daß Du kein Nazi bist???
Warum sollten Deine Eltern Deine Sachen zerstören?
Warum hat nicht Deine Freundin/Dein Kumpel den Überfall angezeigt?

Kann es sein....hm...normalerweise besteht eine Meldepflicht durch die Ärzte des Krankenhauses..denn:man sieht es,ob Du überfallen wurdest...
Ist es möglich,daß Du durch die schweren Verletzungen auch echte Black-outs hattest..und manchmal "ein anderer" warst? Dein Zimmer selbst demoliertest?

Eltern sind doch kaum zu solchen Dingen im Stande...was sagen sie heute?
Warum hast Du nicht später die Schläger angezeigt?

Es ist eine beängstigende Story...
 
Hi Gast (weiß Deinen Namen leider nicht)

ich versuche Dir jetzt Antworten darauf zu geben, was Du mich gefragt hast, aber leider weiß ich nicht, ob Du Dich in meine Lage versetzten kannst, d.h. ich weiß nicht einmal, ob Du mir das glaubst was ich schreibe, da ich in der Vergangenheit öfter Probleme hatte mit "ungläubigkeit" anderer. Ich stand immer als Lügner da, der sich diese ganzen Dinger aus den Fingern saugt, aber selbst wenn Du sowas denken solltest, kann ich nur dazu sagen, dass ich das was passierte absolut nicht lustig finde und ich würde mir so was niemals aus den Fingern ziehen, weil es schlimm genug ist, dass es Menschen gibt, die für solche Taten in der Lage sind... (war nicht böse gemeint, aber ich hatte wie gesagt mit vielen Spinnern zu kämpfen)!

Nun mal zu Deiner ersten Frage... Damals, als ich 13 war, das war ein Fahrradunfall und die Lehrer in der Schule wußten davon. Meine Eltern waren nämlich während meines Krankenhausaufenthaltes öfter in der Schule um die Lehrer auf dem neuesten Stand zu halten. Leider weiß ich nicht was meine Eltern da erzählt hatten oder über was geredet wurde, da ich nicht dabei war, aber aus meiner Sicht, müssten die Lehrer es gewußt haben, d.h. sie haben es gewußt. Ich glaube nicht dass unser Lehrer das aus unwissenheit getan hat, ich denke eher, dass er irgendwie ein Ventil brauchte um seinen Ärger abzulassen. Ich weiß dass viele jetzt denken, dass sowas meistens falsch gesehen wird von Schülern, die keine Lust zum lernen haben und deshalb alles aus ihrer Sicht anders sehen, aber dazu muss ich sagen, damals, war es mir wirklich nicht danach irgendwie mit irgendjemandem Streit anzufangen, denn ich war froh, dass ich überhaupt in der Lage war, die Zeit in der Schule, als die letzten Wochen während meiner Schulzeit, zu überstehen. Leider unternahmen meine Eltern nach meinem Rauswurf auch nicht sonderlich viel, bzw. sie unternahmen überhaupt nichts, da sie der Meinung waren, ich wäre sowieso daran Schuld dass ich einen Verweis bekam. Die machten sich nicht die Mühe mit mir zu reden, es war ja so einfach mich dafür zu bestrafen, weil die Sache damit aus der Welt war...

Nun zu der anderen Sache, das war erst vor knapp vier Jahren und auch das wird Dir vielleicht komisch vorkommen... Natürlich hatte ich meine damalige Freundin dabei und meinen Kumpel, aber weder meine Freundin, noch mein Kumpel waren in der Lage irgendwas zu machen. Ich weiß mit Sicherheit, dass mein Kumpel damals keine Angst hatte, sondern es ging ihm einfach gut ab, zu sehen, dass jemand verprügelt wird. Er kannte diese Typen nämliche und meine Freundin kannte sie genau so gut. Vielleicht wirst Du jetzt auf den Gedanken kommen, dass die ganze Sache von den beiden eingefädelt wurde, mag sein, aber darüber möchte ich mir keine Gedanken machen. Ich fand natürlich die Namen von diesen Kerlen raus und erstattete auch Anzeige. Diese Sache lief bis vor kurzem, es kamen ca vier Verhandlungen, bei denen aber nicht sehr viel zu meinem Vorteil rauskam. Ich war im Endeffekt alleine, hatte bloß eine Verletzung vorzuzeigen, aber die anderen hatten plöztlich 12 Zeugen die für sie aussagten. Nunja, was sollte ich tun, ich sagte das was ich noch wußte. Leider war mir durch den Schlag einiges verlorgen gegangen. Es dauerte eine Zeit bis ich mich wieder an die Handlungen erinnern konnte und deshalb zog sich womöglich auch das Verfahren so lange hin. Im Endeffekt bekam ich 2400 Euro Schmerzensgeld und die Typen laufen immer noch draußen rum. Trotz dass einer von Ihnen heftig Vorbestraft ist und im normalfall hätte er müssen für 9 Jahre und 6 Monate in den Knast (wegen Vergewaltigung, Drogendealerei, Missbrauch, Versuchter Todschlag usw...)!

Wahrscheinlich hattest Du meine letzten Beiträge auch nicht richtig gelesen, denn sonst hättest Du erkennen müssen, dass ich nicht sagte, dass meine Eltern nach dieser Aktion alles zerstörten, sondern ich schrieb, ich hatte Black Outs und ich tat in dieser Zeit womöglich öfter Dinge, von denen ich nix wußte. Es ist schwer sowas zu beschreiben, wenn man plötzlich neben sich steht und man sieht eigentlich selbst, dass man etwas zerstört aber es im nachhinein nicht mehr weiß. Ich stellte es immer in Frage ob ich es war, weil ich genau weiß wie meine Eltern sind... Ich sagte ja, dass eine große Möglichkeit besteht, dass ich es selbst war, aber genau so gut, halte ich meine Eltern für fähig das zu tun um mir zu zeigen, dass ich in eine Anstalt gehöre. Eigentlich will ich davon nix mehr wissen, weil zur zeit ist alles soweit in Ordnung, meine Black Outs sind fast verschwunden und "ICH" mache auch nix mehr kaputt... Wer es im Endeffekt war, weiß keiner so genau, außer vielleicht meine Eltern.

Auch wenn sich das alles für Dich unglaublich anhört, ist es die Wahrheit und ich hoffe, dass Du sowas niemals erleben musst! Würde mich über eine Antwort freuen!

Liebe Grüße aus SLS
 

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