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Ich bin Dialysepatientin!

Holzlaube

Neues Mitglied
Hallo
also ich bin seit zwei jahren an der dialyse
und kann immer noch nicht mit dem thema umgehen
bin dadurch sehr depresiv und weiss oft nicht weiter
die familie hilft mir garnicht
sehen alle einfach drüber weg
weiss mir keinen rat mehr wie ich diese zeit irgendwie überstehen soll

wer kann mir da etwas weiter helfen
oder gibt es irgendwo anlaufstationen die mir helfen können1:(
 

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hilfe-schlumpf

Aktives Mitglied
Hallo Holzlaube,
nun, ganz ehrlich, kann ich dir da direkt keine Tips geben. Ich kann dir nur sagen, dass bei uns im Großraumbüro ( um die 70 Leute ) der Kollege, bei dem vor einigen Monaten die Spenderniere endgültig den Geist aufgab und nun wieder 3mal die Woche zur Dialyse muss, der witzigste und lebensfrohste Kollege ist, denn wir dort haben.


Klar, hilft dir im Moment auch nicht viel. Aber vielleicht erwische ich ihn mal geschickt und kann ihn Fragen, wo jemand Hilfe bekommen kann.

Grüßle

Schlumpf
 

hilfe-schlumpf

Aktives Mitglied
Hallo Holzlaube,

jetzt habe ich es doch endlich geschafft und mal mit dem Kollegen gesprochen. Was ich nicht wusste, er ist im Organisationsteam einer Selbsthilfegruppe aktiv. Die gibt es eigentlich im ganzen Bundesgebiet. Dachorganisation ist ein Bundesverband.

Start - Bundesverband Niere e.V.

Schau doch mal da rein, da gibt es sicher auch ein Angebot in deiner Nähe.

Liebe Grüße

Schlumpf
 
L

Lena7

Gast
Darf ich Dich mal fragen, wegen was Du das Nierenversagen bekommen hast?
War das eine Nierenerkrankung, oder eine schwere Niernbeckenentzündungen die vorausgegangen sind ?
Habe nämlich eine chronische Glomerulonephritis, die irgentwann zu Nierenversagen führen kann.
War das bei Dir zufällig auch so etwas?
Ichwünsche Dir, das Du es irgentwie schaffst mit der Zeit diese Sache besser ertragen zu können, oder das eine geeignete Spenderniere gefunden wird.



Liebe Grüsse
Lena
 
K

kriemhild

Gast
Hallo Holzlaube,
ich kann nachempfinden, was du fühlst, war ich doch selbst 8 Jahre an der Dialyse. Seit 1991 lebe ich mit einer Spenderniere.
Also, die Idee mit dem Forum finde ich gut, bin ich selbst auch drin.Und im Dialyseverband auch. Versuche es mal. Vielleicht solltest du auch eine Therapie machen, damit etwas gegen die Depressionen unternommen wird. Ich selbst habe allerdings erst Jahre später, als ich die Niere schon hatte, eine Therapie gemacht, denn ich hatte vorher alle Ängste verdrängt und der Knacks kam erst später.Mir wurde da erst richtig bewusst, wie wichtig es ist, zu reden, sich auszutauschen, jemanden zu haben, der auch einfach nur zuhört. Die Dialysezeit habe ich trotzdem ganz gut überstanden.So hab ich immer an den Nachmittag und den nächsten freien Tag gedacht, habe mir Belohnungen ausgedacht, habe mir die Stunden ohne Dialyse immer positiv ausgemalt. Ganz wichtig ist wirklich, viel zu reden über Ängste und alles, was dich bewegt.Ich habe es zu wenig gemacht, habe allerdings mehr oder weniger "Ersatz" gefunden, indem ich meinen Mitpatienten Mut gemacht habe, sie informiert habe, denn viele waren sehr unwissend.Ich denke im Nachhinein, das hat mir Kraft gegeben.Und ich habe mich niemals eingeigelt.
Meine Familie hat mir nicht so wirklich geholfen. In Gesprächen nach Jahren sagte mein Mann mal, er wollte keine Ängste in mir schüren und so hatte er geschwiegen.Wie sehr hatte ich mir aber immer gewünscht, er würde mehr nachfragen oder z.B. sich informieren. Wie oft hatte ich die Dialysezeitschrift hingelegt mit interessanten Artiklen...umsonst.Wenn also deine Familie wirklich nicht mitmacht, suche dir andere Möglichkeiten. Du kannst auch gern an mich privat schreiben.
Und nun drücke ich dir ganz fest die Daumen, dass du einen Weg findest!
Ganz liebe Grüße
Kriemhild
 

Holzlaube

Neues Mitglied
Hallo Kriemhild
danke für deine antwort
ja genauso wie es dir ging geht es mir wenn ich mal was erzähle nach der dia zuhause blocken alle ab
ich will ja auch nicht nerven und deswegen sage ich nix mehr
das schlimmste ist ja das ich immer denke das ich nur noch nutzlos bin
meine mann arbeitet und ich sitze den ganzen tag zuhause
irgendwie versuche ich dann alles nur zu seinem guten zu machen damit ruhe herrscht aber des öffteren höre ich den satz" ich schuffte wie ein tier und es reicht hinten und vorne nicht"
denn ich bekomme keinerlei rente oder unterstützung vom staat weilich die letzten fünf jahre die pflichtbeiträge von meinen minijob nicht eingezahlt habe (was ich garnicht wusste)
naja aber das ist ein anderes thema
liebe grüsse heike
 
K

kriemhild

Gast
Hallo und guten Morgen,
vielleicht bist du gerade an der Dialyse? Werde an dich denken.
Bitte mach nicht den Fehler und ziehe dich in dein Schneckenhaus zurück..habe ich am Ende auch gemacht und tue es immer noch gelegentlich. Das ist Mist!!Mache deinem Mann deutlich, was Dialyse bedeutet:eek:hne die Maschine wärest du schon tot und die Maschine kann nur in geringem Maße die Nieren ersetzen. Z.B. ist Blutarmut eine Folge von kranken Nieren..dank Epo vielleicht nicht mehr so wie zu meiner Zeit.Trotzdem, man fühlt sich schlapp und ausgelaugt nach der Dialyse, denn die Maschine muss dem Körper die Giftstoffe und das Wasser entziehen in wenigen Stunden, was die Nieren ansonsten laufend machen.Dann der ständige Verzicht, man hat ja Eischränkungen., dazu die Ängste:klappt das Punktieren?Kriege ich Krämpfe, usw.? Wenn dein Mann trotz allem nicht verstehen will, dann werde massiver.
Wie alt bist du eigentlich?Kennst du deine Grunderkrankung?Kannst mir auch eine PN schicken, wenn du hier nicht schreiben mächtest.
Alles Gute!
Kriemhild
 

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