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Ich bin am Ende

Verdikt

Mitglied
Halli Hallo,
Ich wohne mit meinem Vater, meinem Großvater und meiner Tante seit einigen Jahren zusammen. Mit der Zeit fing
der Zustand von meinem Großvater immer schlimmer und schlimmer zu werden. Er litt schon immer unter Demenz aber zuerst war eine leichte und er konnte sich sehr gut äußern und mit der Zeit ist die zu der mittelschweren Demenz und vor etwa einigen Monaten zur schweren Demenz geworden.
Mein Großvater sitzt nun einfach da, isst und trinkt so gut wie nichts ( bekommt natürlich eine Soziale Hilfe ) und sitzt mit nach oben gerollten Augen da und atmet.
Ich bin ein sehr optimistischer Mensch aber wenn diesen Mann in so einem Zustand sehe und hautnah erleben wie seinem Zustand sich täglich verschlimmert dann kann ich mich selbst nicht mehr anlügen und so tun als sei allen in Ordnung.
Der Druck ist zu groß geworden und er zerfrisst mich, ich weiß nicht mehr wo ich mich wenden soll oder was ich in so eine Situation tun soll, täglich bis zu 17 Stunden zu schlafen damit man das alles nicht erlebt ist auch nicht gerade die beste Lösung. Zur Zeit habe ich so gut wie gar keine Freunde, die mir in so einer Situation beistehen könnten und ein/e LebenspartnerIn habe ich auch nicht.

Hättet ihr vielleicht irgendwelche Tipps, die mir diese Situation einfach erleichtern würde?

LG. Angus (20)
 
Zuletzt bearbeitet:

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Verdikt

Mitglied
Welcher Druck? Sollst du dich um ihn kümmern, ihn pflegen, auf ihn aufpassen? :confused:
Hallo,

danke für die Antwort,
Ich pflege meinem Großvater natürlich sehr gut und regelmäßig, dh: jede Stunde alle Körperteile bewegen, damit kein Dekubitus auf der Haut erscheint, Ich kaufe alleine für ihn ein und koche auch sein Essen, ihn drei mal in der Woche duschen, drei bis vier mal auf's Klo bringen usw.
Das alles wird langsam für mich zu viel besonders wenn man das alles die meiste Zeit alleine macht ...

ist denn so eine Denkweise eigentlich falsch?
 
Zuletzt bearbeitet:

Verdikt

Mitglied
Hallo Wolf und danke für die Antwort,

Was das Pflegeheim angeht, habe ich schon mehrere Anträge gestellt, das Problem ist nur ... man hat hier in Wien als ein Flüchtling so gut wie gar keine Rechte.
Ist man eine pflegebedürftige Person ohne Wohnung? dann muss man damit klar kommen ...
Braucht man eine Person mit 13 bis 16 jährigen Kindern eine Wohnung? dann muss man bis zu 8 Monaten warten ...
uvm.
Und in diesem Fall ist leider weder Caritas noch Diakonie eine Hilfe, da meinem Großvater als Astbewerber angemeldet ist und keine Rechte auf eine Pflegestufe und ein Pflegeheim hat.


Angus
 

Athanasia

Aktives Mitglied
Ich pflege meinem Großvater natürlich sehr gut und regelmäßig, dh: jede Stunde alle Körperteile bewegen, damit kein Dekubitus auf der Haut erscheint, Ich kaufe alleine für ihn ein und koche auch sein Essen, ihn drei mal in der Woche duschen, drei bis vier mal auf's Klo bringen usw.
Da ist es kein Wunder, daß dir das zuviel wird.

Mein Opa war auch Dement und hatte in dem Zustand ne gute Pflegestufe - da hat das alles eine Pflegerin gemacht. Evtl. dem mal nachgehen und das mal anstossen?
 

Verdikt

Mitglied
Wo wohnt Ihr denn jetzt? Hast Du von deinem Vater keine Hilfe zu erwarten?
Hab Ihr die Möglichkeit, das sich einen Arzt die Situation einmal ansieht? Weil so ganz günstig ist Die Lage für deinen Großvater ja so auch nicht.
Ich wohne in Wien.
Was meinem Vater angeht, er arbeitet schon sehr hart 12 ~ 14 Stunden am Tag ( auch am Wochenenden und Feiertagen ).
Meinem Großvater wurde schon von mehren Ärzten schon angeschaut und von diesen habe ich natürlich auch, Patientenbriefe erhalten und diese mittlerweile im Asylgerichtshof gezeigt ... aber habe leider bis jetzt keine Antworten erhalten.
 

Verdikt

Mitglied
Hallo Wolf,

Mhh leider wurde heute mein Großvater in einem Spital gebracht, weil er ein apathisches Verhalten hatte und nun haben dort die Ärzte gesagt, dass er im Sterben liegt und nicht mehr lange hat ...
Heute war ich mit meinem Vater und meiner Tante im Krankenhaus und dieser Anblick war furchtbar, er hatte er sehr niedrigen Puls gehabt und sein Blutdruck war nicht messbar, er war nicht in der Lage zu essen oder zu trinken.

Wir müssen wohl langsam auf seinem Ableben warten ...
 

Verdikt

Mitglied
Ich sehe das auch als eine Erlösung ... Ich wüsste schon immer, dass dieser Tag wohl oder übel kommen wird und dachte immer, dass ich dafür vorbereitet war ...
Naja weiß es nicht ...
Entschuldige kann nicht sehr viel schreiben
 

Zebrafellchen

Aktives Mitglied
Es tut mir auch sehr leid für Dich, es ist traurig.
So was ist immer schlimm, auch wenn man daruf vorbereitet ist und es erwarten musste.
Du hast Dich sehr intensiv um Deinen Grossvater gekümmert, hattest ganz viel Kontakt zu ihm, natürlich setzt Dir die jetzige Situation zu, auch wenn Du weisst, das es für ihn eine Erlösung ist.
Ich stimme Wolf66 zu, dass Du Dir den Anblick im Krankenhaus lieber ersparen solltest. Behalte ihn lieber wie bisher in Erinnerung.
Ich wünsche Dir trotzden alles Gute!
 

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