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Hund wirkt unausgeglichen

Nein siehe hier:


Eine Kastration ist eine Amputation, die ist nicht rechtens ohne med. Indikation.
Viele Tierheime kastrieren schon gar nicht mehr, wenn sie Hündin und Rüde trennen können.

Für den privaten Gebrauch geht man bei Hunden davon aus, dass der Halter auf seine Hunde durchaus ein Auge haben kann
 
@Adlerauge

Ich bin da etwas zwiegespalten. Unsere Rüden waren immer unkastriert, bis auf die jetzigen 2. Da hatte ich aber keinen Einfluss drauf. Rüden oder Hündinnen, die abhauen (hatten wir in der Nachbarschaft schon öfter), wäre die Kastration für mich schon eine Massnahme. Als unterstützende Erziehungsmassnahme definitiv nicht.
 
manchmal vor, dass er alles am Tag später vergisst und wiederholt, manchmal auch wenige Stunden später. Habt ihr Ideen?
Dann hat er einfach eine Routine oder Beschäftigung. Der Hund setzt sich halt um oder schaut aus dem fenster ist doch ok.

Solange sich dein Hund nicht in Rage bellt, ist bellen OK.
Also ganz normales Verhalten. Zu viel hecheln oder zu viel bellen da müsste man was ändern aber sowie du schreibst, ist doch alles ok

Mein Hund liebt es auch am Fenster Leute zu kontrollieren.
 
Da hatte ich aber keinen Einfluss drauf. Rüden oder Hündinnen, die abhauen (hatten wir in der Nachbarschaft schon öfter), wäre die Kastration für mich schon eine Massnahme.
Ist das nicht eher Erziehung und vorausschauendes Spazierengehen mit dem Hund?

Man kann bei solchen Hunden ja auch eine Schleppleine benutzen wenn die Gegend wegen Wild nicht wirklich einsehbar ist. Problem gelöst.
 
Ein paar der hier genannten Vorschläge habe ich schon umgesetzt bzw. bin dabei. Ich kann auf jeden Fall schon jetzt festhalten dass er etwas besser gehorcht und weniger bellt.

Allem voran das ständige wechseln der Gassi Strecke zeigt Wirkung aber auch das abrupte unterbrechen seines Fokus, wenn er z.B. eine Katze sieht. Manchmal nehme ich eine kleine Wasser Sprühflasche hinzu. Und wenn ich merke dass er ein Tier/Mensch zu lange anstarrt gibt's kurz Waser aufs Gesicht. Klappt ganz gut.
 
Das mit der Wasserpistole hat mir vor langer Zeit auch mal ein Trainer empfohlen. War am Anfang erst einmal erfolgreich, nutzte sich aber schnell ab und brachte dann gar nichts mehr. Erfolgreich war ich mit unserem heftigen Leinenpöbler tatsächlich nur mit der Methode "click für Blick" bzw. "changing the association). Löst das Problem nicht von jetzt auf gleich, aber am Anfang sind die Fortschritte gross. Das Feintuning dauert eben.

OT: bist du eigentlich in einem klassischen Hundeverein? Wo oft leider immer noch einige sehr veraltete Erziehungsmethoden kursieren. Mir hat mal ein Trainer mit sehr kruden Erziehungsmethoden einen Hund für alle Zeiten den Spass am Training auf dem Platz genommen. Dabei hätte ich gerne mit ihm Obedience gemacht, weil er einfach gut in der UO war.

Und manchmal macht es auch Sinn mal ein Seminar mit Hund zum Thema zu besuchen. Für mich war einige Seminare und auch Vorträge echte Augenöffner. Gut, sind oft nicht günstig. Aber das war Wissen, was mir keiner mehr nehmen kann.
 
bist du eigentlich in einem klassischen Hundeverein?
Jein. Bis vor kurzem war das so. Seit dem ich ausgetreten bin und nicht länger den Verein besuche, so ca. 2-3 Monate später fing mein Hund mit dem eingangs beschriebenen Verhalten an. Jeddch hab ich mich niemals zu sehr von Aussagen der Mitglieder bekehren lassen. Selbst wenn einige Methoden vom Trainer selbst erklärt wurden, so habe ich stets nachrecherchiert und ggf. Anpassungen für meine Fellnase vorgenommen oder Methoden verworfen.

Ich gedenke jedoch wieder in einen Verein einzutreten, diesmal aber ein anderer. Tatsächlich waren in meinem alten Verein die Mitglieder mit an anstrengendsten. Einen Kurs hatte ich bisher noch nicht geplant aber die Idee klingt gut. Ich werde mich umsehen. Die Wasserpistole hält sich aber bisher echt gut und ich beobachte keine Symptome einer Abnutzung. Ganz im Gegenteil, oft reicht es momentan aus, die Flasche nur zu zeigen. Dann berappelt er sich rasch.
 
Nein siehe hier:

Danke! Es muss sich wirklich durchsetzen, dass eine Kastration ein ernster Eingriff ist.
Der einzige Grund, der eine Kastration rechtfertigt, ist ein krankhaft sexuell-motivierter Rüde. Also einer, der an nichts anderes denken kann, 24/7 auf der Suche nach Hündinnen ist und völlig out-of-order ist, sobald eine ins Blickfeld kommt.
Alles andere lässt sich durch konsequentes Training in den Griff bekommen. Und es ärgert mich maßlos, wenn Leute dafür zu faul sind und meinen, sie könnten die Probleme wegoperieren.
 

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