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Hund Mike wird sich verabschieden

Na ja, das sollte man nicht auf die Goldwaage legen.....
Mir war ja immer klar, daß ich wieder einen Hund brauche. Auch wegen mir selbst. Ich würde ja kaum das Haus verlassen - so habe ich meine täglichen Spaziergänge. Und das seit 31 Jahren, jeden Tag, bei jedem Wetter. Das gehört einfach dazu. Ich war nie einer derjenigen, die gesagt haben: Nach diesem Hund keinen mehr. Nein. Im Prinzip wollten mir die Nachbarn ja schon seit Monaten en zweites Tier aufdrängen. Nur - ich sah es als zu problematisch an, einen sehr alten und einen sehr jungen Hund z.B. auszuführen. Daher habe ich das eingebremst.
Jetzt will ich um 14 Uhr nochmal rüber - damit die Frau nochmal bei den abgabewilligen Hundebesitzern telefoniert.
Entweder fahre ich da heute noch hin - es müßte um 60 Kilometer weg sein - oder eben morgen.

Es ist ja nicht so, daß ich jetzt wegen eiens anderen Hundes meienn Mike vergessen würde oder könnte. Es ist ja erstaunlich daß ich mich z.B. im Sommer oben an die Balkontür stellen kann und das Bellen von Franz-Josef noch höre. Das ist mir geblieben. Und von Mike habe ich sogar Videos gemacht - schon vor Jahren - als der noch wie ein Verrückter herumgesprungen ist. Insofern wird die Erinnerung immer da sein.

Übrigens ist die Geschichte von Mike - wie ich an ihn gekommen bin - unter dem Suchbegriff "grüner Käfer" hier abrufbar - hoffentlich noch... Kam damals aus dem Tierheim Rastatt, ich hatte es erwähnt und ist dort aus "sozialen Gründen" gelandet.
 
Lieber Mikenull, auch mir tut es sehr leid und Du hast mein ganzes Mitgefühl. Auch unser Mitch wird inzwischen schon 12 Jahre alt.

Er ist noch relativ gut drauf. Aber er hat Rückenprobleme und mit der Treppe immer wieder Probleme. Wir hoffen, ihn noch ein paar Jahre um uns zu haben,

Sie sind einfach ein Teil von uns, so sehe ich das. Und sie hinterlassen eine Lücke.

Ich wünsche Dir Kraft und alles Gute. Du hast das Richtige getan.
 
Es war damit auch nicht gemeint, dass dies ein Ersatz sein soll😱
Aber ich finde es gut, wenn man sich nach solch einem Verlust nicht sperrt, sondern wieder auf eine solche freundschaft einläßt. Jedes Tier ist einzigartig und wird es auch für immer bleiben. Umso schöner wenn man diese enorme tierliebe empfindet und noch weitere Tiere damit glücklich machen kann.
 
Es tut mir so leid.
Es ist immer traurig, wenn die gemeinsame Zeit zu Ende ist.
Ich bin mir absolut sicher, dass Mike ein wundervolles Leben bei dir hatte.

Ich denke an dich, an Mike und an den Wautzi, der vielleicht bald ein neues Zuhause bei dir haben wird.
 
Leb wohl Hund Mike

Wie gut, dass du damals durch die quietschende Holztüre kamst.
Ein kleiner Schritt ins beste Leben, das ein Hund bei seinem menschlichen Freund haben kann.

Lieber mikenull

In Memory of Franz-Josef(ine) und Mike stelle ich deine Zeilen von vor vielen Jahren hier ein.
Die zwei hatten Glück, dich zu treffen.

mikenull; meinte:
Franz-Josef oder Mike?

Es war Ende der 70er als ich im süddeutschem Raum ein Ladengeschäft betrieb. Ein kleiner schnuckeliger Motorradladen auf dem Land. Ich hatte bis dahin nie ein Haustier gehabt. Es gab zwar viele Jahre zuvor zu Hause bei den Eltern den Wellensittich "Jakob" der zehn Jahre ein volles Leben hatte, aber dafür war der Vater zuständig.
Nun, an einem lauen Vormittag im Winter saß ich hinter meiner Ladentheke und dachte über die Welt nach - wie das wahrscheinlich viele Motorradhändler im Winter tun. Da ging die Tür auf. Nein, es war kein Kunde. Es war sozusagen der örtliche Penner. Den gibt es irgendwie in jedem Ort. Ein älterer Mann, der nichts tut oder sich mit Gelegenheitsarbeiten durchschlägt, zumeist wo ganz anders herkommt, aber bei irgendeiner Witwe der Ortschaft hängengeblieben ist. Dieser hier wurde "Mucki" genannt, kam aus dem norddeutschen Raum und hatte wirkliche Bärenkräfte. Man erzählte sich, daß er schon "mal einen totgeschlagen habe". Wie an jedem Tag an dem er kam, schlug er mit der blanken Faust an einen dicken Eisenpfosten der die decke meines Ladens obenhielt. Und wie jedes Mal vibrierte das Haus...
"Hallo Motorradmann, schau mal was ich hier habe". Er zog ein zusammengewickeltes Handtuch aus der Jackentasche und rollte es auseinander. Zum Vorschein kam ein schwarzes, vierbeiniges Ding, das ich für ein Mittelding zwischen Maus und Ratte ansah.
"Das ist Dein Hund", sagte Mucki.
"Der sieht ja gar nix, hast Du den nicht in größer"?
"Den nehme ich ja auch gleich wieder mit. Aber in sechs Wochen bringe ich ihn wieder".
Nun gut, er bestand darauf, daß es sich um ein "Männchen" handeln würde und ich solle schon mal eine größere Hundehütte bauen.

Tatsächlich nahm ich das alles gar nicht so ernst. Erst Tage später wurde mir klar, daß ich demnächst auch Hundebesitzer sein sollte. Ohne lange nachzudenken taufte ich den Winzling auf den Namen "Franz-Josef", eben weil er so schwarz war und weil der große bayrische Namensgeber damals ja noch lebte und in allen möglichen Affären steckte.
Der Hund kam und ich war vom ersten Tag an begeistert. Natürlich, es war eine Feld-Wald und Wiesenmischung, ein Straßenköter würde man sagen. Lange schwarze Haare, ein geradezu phantastischen Riechvermögen, einfach der liebste Kerl, der beste Freund meines Lebens. Am Rande sei noch erwähnt, daß "Franz-Josef" gar kein "Männchen" sondern eine Hundedame war.
Da hatten wir uns wohl bei der Geschlechtsbestimmung gründlich vertan.
Es folgten 15 volle Jahre in denen er ( sie ) immer dabei war. Wir haben fast ganz Europa zusammenbereist, an Silvester in Paris, im Sommer an der Nordsee. Ich habe nie einen Hund gesehen, der besser und länger tauchen konnte als FJ.
Im 13 Jahr dann wurde sie schwer krank. Sie bekam das, was Hundedamen im höheren Alter oft bekommen. So mußte die Gebärmutter entfernt werden. Monate später tauchten am Bauch die ersten kleinen Gewächse auf, die sich dann in den folgenden zwei Jahren ziemlich vergrößerten. Man hätte es operieren lassen können, aber mein Tierärztin riet davon ab. Allerdings war klar, daß in dem Augenblick wo eines dieser Gewächse nach außen dringen sollte, die letzte Stunde gekommen war.
Es kam genau so. Wir waren an dem Tag - wie wenn ich es gewußt hätte - nocheinmal zurückgefahren in ihre Heimat. ( wir wohnten längst woanders )
Waren die alten Wege nocheinmal gelaufen, zum Bach wo sie immer so ausgiebig gebadet hatte. Am nächsten Morgen saß sie im Bad, am Bauch eine klaffende Wunde.
Ich brauche sicherlich jetzt keine Worte zu verlieren wie ich die nächsten beiden Stunden herumgebracht habe - jeder Hundefreund weiß das. Es war der schwerste Gang meines Lebens. Ich habe es trotzdem hingebracht und ich bin dieser Tierärztin unendlich dankbar.
Ich hatte schon einige Monate vorher ein Haus mit Garten in Frankreich gekauft. Also wurde mein toter Freund in seinen Teppich gewickelt und ich bin dann allein die über 200 Km hierhergefahren. Zwei hinzugekommene Freunde haben ein Loch gegraben und ich habe sie ganz hinten unter einer großen Tanne beerdigt. Wenn ich manchmal oben auf meinem Balkon stehe und nach hinten bklicke, höre ich sie wieder bellen - dabei ist es schon 10 Jahre her.

Anders als die meisten Hundebesitzer, die den Freund eben verloren haben, war ich immer der Ansicht, daß ich möglichst schnell wieder ein Tier haben wollte und sollte. Ich habe einen großen Garten, also brauche ich einen großen Hund, habe ich mir gedacht und bin auf die Suche nach dem großen, schwarzen Dobermann gegangen. Der war eigentlich auch schnell und oftmals zu finden. Ich hatte aber nicht bedacht, daß ich als "Neufranzose" Schwierigkeiten haben würde, in BRD ein Tier zu finden. Eine Bekannte aus dem Elsaß machte mich dann auf das Teirheim in Raststatt aufmerksam. Dort würden auch Tiere an Leute abgegeben, die im nahen Frankreich wohnen würden. Am geschlossenen Sonntag bin ich hingefahren und habe mir einige Hunde im Freigehege angesehen. Es war alles da, was mir vorschwebte.
Ich bin also am nächsten Tage hingefahren, habe mich erkundigt, ob ich einen Hund bekommen kann und nachdem dies geklärt war, habe ich mir alle Zwinger angesehen. Nebenbei: Das Tierheim in Raststatt ist super schön, bestens geführt und absolut sauber, große Freigehege usw. Ja, und da laufe ich also die Freigehege ab, sehe mir alles an. Große, kleine, schwarze, weiße.
Das letzte Gehege ist nicht besonders groß und leer. Ganz hinten ist eine kleine Holztür. Als ich mich umdrehe und wieder weglaufe, höre ich das Quitschen das diese kleine Holztür verursacht. Ich weiß nicht, warum ich stehengeblieben bin und nocheinmal hineingesehen habe. Aus der Tür ist ein kleiner schwarzer Hund gekommen. Franz-Josef.
Was für ein Zeichen. Ich bin in das Büro zurückgerannt. Habe der jungen Frau alles gesagt. Und meinen Hund bekommen. Das war vor 10 Jahren.
 
Bis jetzt habe ich es gut überstanden - muß halt auch meine Arbeit machen, weil die Kunden kaum Verständnis haben werden. Aber ich habe weiche Knie - ertappe mich öfters mal dabei, daß es ja eigentlich längst Zeit wäre, den täglichen Hundespaziergang zu machen. Im Moment sind meine Nachbarn ( jeweils um die 83 ) mein Trost.
Gegraben habe ich auch noch nicht.......

Allerdings war meine Nachbarin ziemlich fix. Die hat ja schon am Sonntag bei einer Familie angerufen, die einen Hund abgeben will. Mir wär´s auf ein paar Tage nicht angekommen. Aber die Leute sidn der Ansicht, daß ich so schlecht aus der Wäsche gucke, daß ein schneller Hund vonnöten sein. Gut, da habe ich mich gestern noch auf den weg gemacht - ich wollte eh ein paar Stunden autofahren und nachdenken - aber ich hab die dresse trotz Navi nicht gefunden. Dazu ist es ein Drama, wenn der MB irgendwo Schnee sieht ( und sei es im TV ) fängt er schon an zu rutschen.
Also bin ich wieder zurück und habe diese Famlie heute Morgen angerufen. Morgen Mittag um 15 Uhr werde ich dort auf der Matte stehen. Es soll sich um einen braunen, kniehohen Hund handeln, Bernhardiner-Gesicht, alle Papiere.9 Monate alt, stubenrein, katzenlieb.
Ja, man wird sehen, ob wir zusammenpassen....
 

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