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Hund - immer noch nicht besser, bin ich besessen davon?

tutzi

Mitglied
Hallo,

vor kurzem habe ich schon einmal einen Beitrag bezüglich des Verlustes unseres/meines Hundes geschrieben.

Seit dieser Zeit sind einige erfreuliche Dinge passiert. Meine Tochter ist verliebt, sie hat sich doch entschlossen ihren Geburtstag mit Freunden zu feiern (vorher hatte sie Angst es ist uncool in ihrem Alter), sie hat den Übergang zur Frau inzwischen auch gut gemeistert, wir haben unseren nächsten gemeinsamen Ausflug geplant🙂.

Alles sehr schön, aber mich lassen die Gedanken an den Hund einfach nicht los, so sehr ich auch versuche es zu verdrängen, muss ich bei jeder Kleinigkeit an ihn denken z. B. wenn ich an "seinem" Platz im Wohnzimmer vorbei gehe, oder an seinem früheren Zimmer. Ich habe es schon mit Umgestaltung versucht, mit nicht hinsehen usw. Dennoch kommt bei der kleinsten Gelegenheit immer der Gedanke an ihn hoch. Und was noch viel schlimmer ist, es sind nicht nur Gedanken an ihn, und diese Vorwürfe die ich mir immer mache, ich mache mir auch immer wahnsinnige Sorgen um ihn, die ich nicht erklären kann. Er ist medizinisch bestens versorgt, bei einer liebevollen Familie, ich habe ihnen damals Sachen für fast alle Eventualitäten mitgegeben die medizinisch eintreten könnten. Dennoch wache ich nachts auf und habe Angst um ihn, oder ich kann vor 2 Uhr morgens erst gar nicht einschlafen.

Was soll ich nur tun? Bin ich schon besessen? Oder ist es nur ein starker Beschützerinstinkt?
 


Hm,..Wenn es so außergewöhnlich Stark zu emotionalen Reaktionen kommt,die ein nicht Loslassen oder man derart Überreagiert und Leidet,..denke ich das da noch mehr Hinter stecken muss.

Hast du in deinem Leben schon mal sowas ähnliches erlebt..?
Es scheint eine große TRAUER in Dir zu stecken...
Deine Hund könnte alte GEFÜHLE auslösen..deswegen sind Sie so STARK.

-Alte Trauer ?...
-oder Verlassenheit Gefühle..?
-Eine Trennung der du schon mal so Ausgeliefert warst..?
-Es Wiederholt sich etwas..?
 


Meine Tochter damals ca 15 Jahre hatte einen Verlust ihrer besten Freundin zu verkraften,..an eine andere Freundin.
Sie hat es derart Verletzt und Betrauert, das es nach einem 3/4 Jahr immer noch nicht besser wurde.
Sie wusste logisch das Sie loslassen muss und andere Freunde hat ect..aber das Gefühl wollte einfach nicht aufhören..Sie hing fest.

Irgendwann Unterhielten wir uns wieder darüber,ich habe Sie getröstet,weil es Sie immer wieder so runterzog..und
Sie SO Traurig war..

Im Gespräch fiel mir und dann auch ihr auf, das SIE diese Gefühl schon kannte und das es deswegen so lange anhielt und so WEH tat.
DIESE TRAUER lag nicht nur an ihrer Freundin,sonder auch in der Trennung von ihrem Vater ,..ein paar Jahre zuvor.
Sie kannte das GEFÜHL daher..(Fass*an*das*Herz*)

Damit brach auf einmal alles AUF.. "Rotz und Wasser "geweint, Eimer weise....Es war auf einmal ALLES so Klar zu erkennen und die Gefühle konnten endlich etwas Entladen.

Erst mit dieser Erkenntnis heilte Sie langsam wie von alleine, der schlimmste Schmerz verblasste..
Sie war fast wie Befreit,..emotional war es eine schwere Blockade eigener Gefühle,die der weitere Verlust der Freundin auslöste..und noch mehr anstaute..
Seit dem war Sie folgend wieder das kleine Mädchen wie ich Sie kannte. Sie war wieder Fröhlich und konnte wie lachen.^^
🙂
 


Meiner Meinung nach bist du nicht besessen. Der Vorfall geht tiefer, als es zunächst scheint.

Das denke ich auch.


Ich denke aber, es sind DEINE GEFÜHLE..egal wer was gemacht hat.

Und als Mutter fühlt man sich nicht verraten und verkauft von eigenem Kind.
Heute wollen Sie Ziegen und in 2 Wochen ein Pferd.
Hätte ich mich auf alles eingelassen hätten wir ein ZOO gehabt,und ich hätte auch für alles alleine Sorgen dürfen,weil das Kinder wieder neue Ideen und Wünsche haben..XD

Das gilt auch für deine Tochter. Es sind IHRE GEFÜHLE.. deswegen wird Sie so extrem Reagiert haben.Extrem wenn eine Verletzung Groß ist/war.

Natürlich wäre es Gut und Wichtig heraus zu finden,..irgendwann,wenn DU Dir selbst wieder Klarer bist,WARUM deine Tochter derart STARK auf den Hund reagierte.
Mir fiel sehr auf,das deine Tochter wenig "Mitgefühle" hatte für den Hund.
WARUM ?
Kannte Sie vielleicht zu wenig Mitgefühl von Dir? Es scheint als wollte Sie Dir WEH tun.

Ich schätze mal da werden auch versteckte/vergangene Gefühle hinter stehen,-->Richtung Aufmerksamkeit/Liebe/Mitgefühl der Mutter,die Sie vermisste.
Vielleicht hat Sie einen kleineren Bruder/kleiner Schwester bekommen,damals..? Irgend worum hat Sie gekämpft
und sah eine Gefahr/Eifersucht in den Hund.

Aber besser eins zur Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
du hast den Hund ja weggegeben, weil deine Tochter ihn mutwillig gefährdet hat (falsches Futter "liegenlassen" und so), es war also nicht Bequemlichkeit, sondern Umsicht. Vielleicht quält dich die Vorstellung, dass du zuerst einen Hund zugelassen hast, weil deine Tochter es so wollte und als er krank wurde, hat sie die Lust an ihm verloren und er sollte weg. Und du bist ihr auch da entgegengekommen.
Ich könnte mir vorstellen, dass du dich betrogen oder verraten fühlst und vielleicht unterbewusst denkst, ebenfalls jemanden (den Hund) verraten zu haben.
Ich finde das Verhalten deiner Tochter sehr ungewöhnlich.
Meiner Meinung nach bist du nicht besessen. Der Vorfall geht tiefer, als es zunächst scheint.

Hallo Schroti,

ja du hast Recht, ich komme mir vor wie ein Verräter dem Hund gegenüber, und eigentlich bin ich das doch auch. Ich habe ihm mit meiner Entscheidung (auch wenn ich weiß, dass ich wohl keine Wahl hatte), sein Zuhause genommen, die emotionale Sicherheit dass ich immer für ihn da bin, alles was er kannte, und ja ich mache mir schwere Vorwürfe, habe immer Angst dass ich was falsches entschieden habe, seine neue Familie nicht gut genug ausgewählt habe, dass ihm was passieren könnte. Ich hatte die Verantwortung für sein Leben, und ich habe sie einfach abgegeben.

Nun ich persönlich habe weniger Probleme mit dem betrogen worden sein, auch wenn sich mir immer noch die Frage des "Warum" stellt, denn sie verhält sich wirklich sehr ungewöhnlich, doch will ich ihr nur helfen und nichts sonst.

Aber meine Schuldgefühle und Ängste gegenüber ihm hören einfach nicht auf, auch wenn ich mir tausend Mal sage, es gab keine andere Möglichkeit, ich habe mein Bestes getan. Meine Gefühle von Schuld und Versagen werden dadurch nicht kleiner.

Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun kann um zumindest wieder neutral zu empfinden und nicht in jedem wachen Moment nur Schuld und Versagen zu empfinden.

Danke für deine Antwort
 
Vielleicht kannst du dir später einen neuen Hund anschaffen....

Ich kann solche extremen Verlustgefühle bei einem Hund gut verstehen....
Auch ich hatte dies als meine Mutter meinen über alles geliebten Hund (als ich Kind war) in ein Tierheim gab....weil sie keine Lust auf einen Hund hatte.
Einen sehr starken Hass hatte ich deshalb auf sie bekommen .
Der Hund war mein ein und alles.

Ich litt jahrzehntelang darunter.
Das wird auch ein Grund sein, weshalb ich jetzt in unserem Haus und Grundstück viele Hunde habe.
 
Zuletzt bearbeitet:


Hm,..Wenn es so außergewöhnlich Stark zu emotionalen Reaktionen kommt,die ein nicht Loslassen oder man derart Überreagiert und Leidet,..denke ich das da noch mehr Hinter stecken muss.

Hast du in deinem Leben schon mal sowas ähnliches erlebt..?
Es scheint eine große TRAUER in Dir zu stecken...
Deine Hund könnte alte GEFÜHLE auslösen..deswegen sind Sie so STARK.

-Alte Trauer ?...
-oder Verlassenheit Gefühle..?
-Eine Trennung der du schon mal so Ausgeliefert warst..?
-Es Wiederholt sich etwas..?

Hallo Schokoschnute,

ja es wiederholt sich etwas. Als ich ein Kind war, hat meine Mutter immer meine Haustiere qualvoll getötet wenn sie wegen was sauer war.

Manchmal hat sie mir nicht mal gesagt, dass sie sauer war, ich kam von der Schule und habe sie tot aufgefunden.

Sie haben teilweise sehr gelitten bis sie gestorben sind bei der Art ihrer Tötung.

Ich konnte sie nicht beschützen, und sie mussten so sehr leiden, nur weil ich sie geliebt habe.

Nachdem der Fall mit dem Hund ähnlich lag, da meine Tochter dauernd versucht hat, ihn zu vergiften, und es ihm, obwohl ich immer das schlimmste verhindern konnte, oft auch nicht gut ging, habe ich wieder! versagt.

Aber da er im Gegensatz zu allen anderen Tieren noch lebt, kann ich auch nicht damit abschließen. Ich habe versagt ihn zu beschützen, versagt ihm ein dauerhaftes Zuhause zu geben, und ich habe seine Liebe mir gegenüber verraten, weil ich ihn trotz aller Gegenliebe weggeben musste.

Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass ich ein einziges Mal eine lange freudige Zeit mit einem Tier verbringen könnte. Jetzt ist es wieder nur Schmerz, und Trauer, Versagen und Schuld.

Und was ich auch versuche es wird nicht besser mit der Zeit.
 
Ich denke @TE deine Tochter sollte wissen wie es dir geht ganz einfach aus dem Grund heraus das sie begreift das ein Lebewesen nun mal kein Gebrauchsgegenstand ist.
Und sag ihr ruhig auch wie du dich fühlst und was du von der ganzen Sache hältst. Ich denke sie ist alt genug um mal langsam Verantwortung in ihrem Leben zu übernehmen, warum solltest du ihr das denn weiterhin abnehmen siehst doch was dabei rum kommt.😉

Boahhh und über deine " Mutter" lass ich mich lieber mal nicht aus sonst darf ich wieder eine Weile im HR Resort residieren.

Dennoch, wäre es mal für dich ratsam das du dir psychologische Hilfe holst, du bist als Kind schwer Traumatisiert wurden, und das musst du unbedingt verarbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Konntest du nicht damals wegen deiner grausamen Mutter zur Polizei und zum Jugendamt gehen ?

Jetzt hast du deinen Hund gerettet und er hat ein glückliches Leben.

Ich wünsche dir ein Leben ohne hundehassende Menschen.
Vielleicht kann sich deine Tochter verändern.
-----------

Dennoch, wäre es mal für dich ratsam das du dir psychologische Hilfe holst, du bist als Kind schwer Traumatisiert wurden, und das musst du unbedingt verarbeiten.
Zitat Ende

Das ist sehr wichtig....
 

Das denke ich auch.


Ich denke aber, es sind DEINE GEFÜHLE..egal wer was gemacht hat.

Und als Mutter fühlt man sich nicht verraten und verkauft von eigenem Kind.
Heute wollen Sie Ziegen und in 2 Wochen ein Pferd.
Hätte ich mich auf alles eingelassen hätten wir ein ZOO gehabt,und ich hätte auch für alles alleine Sorgen dürfen,weil das Kinder wieder neue Ideen und Wünsche haben..XD

Das gilt auch für deine Tochter. Es sind IHRE GEFÜHLE.. deswegen wird Sie so extrem Reagiert haben.Extrem wenn eine Verletzung Groß ist/war.

Natürlich wäre es Gut und Wichtig heraus zu finden,..irgendwann,wenn DU Dir selbst wieder Klarer bist,WARUM deine Tochter derart STARK auf den Hund reagierte.
Mir fiel sehr auf,das deine Tochter wenig "Mitgefühle" hatte für den Hund.
WARUM ?
Kannte Sie vielleicht zu wenig Mitgefühl von Dir? Es scheint als wollte Sie Dir WEH tun.

Ich schätze mal da werden auch versteckte/vergangene Gefühle hinter stehen,-->Richtung Aufmerksamkeit/Liebe/Mitgefühl der Mutter,die Sie vermisste.
Vielleicht hat Sie einen kleineren Bruder/kleiner Schwester bekommen,damals..? Irgend worum hat Sie gekämpft
und sah eine Gefahr/Eifersucht in den Hund.

Aber besser eins zur Zeit.

Hallo Schokoschnute,

nein meine Tochter ist ein Einzelkind, und wird es auch immer bleiben. Sie war und ist der Nabel der Welt für mich und ihren Vater. Sie wuchs auf mit langen Gesprächen über jede ihrer Sorgen und waren sie auch noch so klein, wir haben immer viel Verständnis und Mitgefühl gezeigt. Es gab für sie nie etwas wo sie um unsere Aufmerksamkeit hätte kämpfen müssen, denn die hatte sie uneingeschränkt.

Dass sie eifersüchtig auf den Hund war, ja das glaube ich wohl, auch wenn es dazu von außen betrachtet wenig Grund gab. Das wenige Mitgefühl dass sie zeigt, ist etwas neues, vor der Sache mit dem Hund hatten wir lange Katzen, zu ihnen war sie immer lieb, als sie klein war, hat sie sogar nicht einmal Blümchen gepflückt weil sie ja dann sterben. Hätte ich gewusst dass es solche Veränderungen gibt, hätte ich den Hund auch nach diesem 3 Jahren betteln nicht angeschafft.

Alle Bemühungen, und wir haben uns sehr bemüht, herauszufinden was mit ihr los ist waren bisher vergebens. Ich versuche auch schon seit Monaten Hilfe für sie zu finden, aber es sind immer nur Wartelisten, keine Chance auf baldige Behandlung.
 

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