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Hotelbuchung der NPD von Geschäftsführer storniert

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sarkasmus ist auch emotional.....

määäääh😀

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als geschäftsführer hätte ich auch so gehandelt, aber eher aus wirtschaftlichen gründen.
der gästestamm würde nämlich wohl kaum größer werden, wenn man eine ganze gruppe npd'ler beherbergen würde.....
 
Jo "die gehören auf offener Straße erschossen" is natürlich quatsch (und ich hab den Sarkasmus verstanden)...ich würd die aber auch net in meinem Hotel wohnen lassen. Die würden mich nämlich auch ganz bestimmt net in ihrem Hotel wohnen lassen. Da würden einfach Welten aufeinander treffen...das gäb von Morgens bis Abends Streit...das würd schon am Frühstücksbuffet anfangen, wenn die nur braune Eier wollen😉 jedenfalls, das ist schon das gute Recht von jedem Hotel, wenn es bestimmte Leute ausgrenzt, die es einfach net haben will. Wenn die NPD ein Hotel hätte, würden die die Zimmer auch net an linke Anarchisten vermieten. Von daher. Wenn der Hoteldirektor eben so denkt, verständliche Entscheidung!
 
Ein Bravo für die braunen Eier!
Aber: Ich fürchte das es nicht rechtens ist. Wenn die NPD oder diese Personen klagen wird es schwierig. Denn niemand darf wegen seiner politischen Ansichten benachteiligt werden. Es kommt drauf an, aus welchen Gründen die Buchungen storniert wurden. Beziehungsweise wie eine eventuelle Klage erwidert würde, wenn......
Man kann nur hoffen, daß der Hotelier einen guten Grudn nennen kann.
 
Hm, aber wir haben doch freie Marktwirtschaft und Vertragsfreiheit und so weiter. Darf man sich da nicht aussuchen, mit wem man keine Geschäfte machen will?
 
Das darf man schon - wenn es ohne Begründung passiert sowieso.
Man darf aber nicht sagen: Weil Du schwarz bist, darfst Du hier nicht rein - oder - weil Du katholisch bist, verkaufe ich dir nichts - oder sowas ähnliches. Nur darauf kommt es an.
 
Man kann nur hoffen, daß der Hotelier einen guten Grudn nennen kann.

wenn er ausländische mitarbeiter hat, könnte er dahin argumentieren, dass er diese vor einer konfrontation (und seien es nur abfällige bemerkungen) schützen wollte.....
da im hotelgewerbe viele gering verdienende beschäftigt sind - und ausländer meist weniger verdienen als 'otto-normal-deutscher' - kann man davon ausgehen, dass er ausländer beschäftigt (zumal sich das hotel in dresden befindet - und nicht in einem brandenburgischen straßendorf.....)
 
Wenn ich es richtig verstehe, fällt die politische Gesinnung nicht unter die Diskriminierungsmerkmale. Von daher dürfte der Hotelier keine Probleme haben.

(Im Arbeitsrecht ist es zum Beispiel so, dass jemand mit der Begründung abgelehnt werden darf in einer rechtsextremen Gruppe aktiv zu sein, denn nazistisches Gedankengut ist eine Ideologie und keine Weltanschauung. Weltanschauung würde im Arbeitsrecht zu den Diskriminierungsmerkmalen gehören.)

Hab es hier nachgelesen, weil mich der Aspekt auch interessierte.

Gemini
 
Hab grad eine Kollegin gefragt:
Sie meint, Hotelgäste dürfen grundsätzlich nicht ohne triftigen Grund zurückgewiesen werden. Das ist wohl so ähnlich wie bei Taxigästen, damit niemand nachts ohne Dach überm Kopf auf der Straße steht.
Wär jetzt die Frage, ob eine rechtsradikale Gesinnung ein triftiger Grund ist. Verboten ist die NPD ja noch nicht.
Aber wie auch immer, Zivilcourage hat der Hotelier jedenfalls.

Ist manchmal schon bizarr, wenn diejenigen auf ihre Rechte pochen, die gegen die Gesellschaft arbeiten, die ihnen diese Rechte garantiert.
Vor zwei Wochen war hier ein genehmigter NPD-Aufmarsch. So 120 Rechte, gut 950 Gegendemonstranten und mindestens fünf Hundertschaften Polizei, mit Straßensperren, Hubschraubern, 70 Festnahmen, etc.
Die Polizei sperrt bei sowas immer weitläufig ab, um die verschiedenen Demonstrationen zu trennen. Aber es laufen natürlich überall Grüppchen rum, die die andere Demo stören wollen.
Die Polizei räumt dann also eine Sitzblockade nach der Anderen, damit die Rechten marschieren können - weil die ja eine Genehmigung und damit das Recht dazu haben. Den Linken läuft dann immer die Galle über: "Deutsche Polizisten schützen die Faschisten".
Als die Rechten sich aber provozieren liessen und anfingen gegen Israel zu skandieren, setzt die Polizei den Aufmarsch in der nächsten engen Straße fest und schaltet die Staatsanwaltschaft ein um die Situation zu bewerten. Die Rechten mussten also warten. Zwei Stunden. Und die hatten schon zwei Stunden Verspätung. 🙂 Die Staatsanwaltschaft hat dann entschieden, dass die antisemitischen Rufe keine Straftat, sondern nur eine Ordnungswidrigkeit waren. Der Aufmarsch durfte also weitergehen - allerdings erst, nachdem die Polizei in aller Ruhe von jedem Teilnehmer die Personalien festgestellt hat, um die Ordnugnswidrigkeit später verfolgen zu können. Also nochmal eine Stunde warten für die Rechten. 🙂
Unterm Strich standen die Rechten mehr rum, als dass sie marschierten. Für ihre knapp 3 km Marsch haben sie mehr als 6 Stunden gebraucht.

Bei einer anderen Kundgebung der NPD hier im Rheinland haben, als der Redner loslegte, alle Anwohner Lautsprecher in ihre Fenster gestellt und auf volle Lautstärke Karnevalslieder abgespielt. 😀

Ich denke, so funktioniert Demokratie. Zwar bekommen die Rechten unter Auflagen ihre offizielle Genehmigung und die Polizei muss darum den Aufmarsch oder die Kundgebung ermöglichen, aber wenn die Bürger mit Zivilcourage dagegen halten, haben die Rechten keine Freude an ihrer Genehmigung.
 
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