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Hort + Schule ekeln mein Kind raus

  • Starter*in Starter*in K.G.
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Für weitere Antworten geschlossen.
Für kleine Kinder sind die Eltern so eine Art ...Gott....!!!!!!
Die Eltern sind für ein kleines Kind wichtig und einflussreich ,nicht die Lehrer oder Erzieher.
Kinder ahmen ihren Eltern extrem nach.

Wenn ein Kind das Bedürfnis hat andere Kinder zu quälen ,dann gibt es dafür tiefere Hintergründe.
Er wird selber einen Leidensdruck haben den er nun an andere unbeteiligte Kinder weiter gibt.

Vielleicht fühlt er sich nicht genug geliebt, ihr hattet zu wenig Zeit für ihn ,habt euch nicht soviel mit ihm beschäftigt, hattet eigene Krisen, ihm zu wenig Grenzen gesetzt,ward zu wenig streng, zu inkonsequent oder er sieht wie ihr euch streitet oder andere Menschen ablehnt.
Was sind die Hintergründe für sein schwieriges Verhalten ?

In erster Linie solltet ihr sie bei euch suchen,vielleicht nochmal ein paar Jahren zurückdrehen..
Wie ging es dem Jungen früher ?
War er schon als Kleinkind oder Baby auffällig ?
Hat er eine liebevolle Babyzeit erlebt ?
Habt ihr mal etwas mit ihm und anderen Kindern unternommen ,um sein Sozialverhalten zu stärken..?


Ein Kind bekommt nicht einfach so ein schwieriges Sozialverhalten.
Der Junge handelt unbewusst, er verhält sich nicht mit Absicht böse.

Wenn Erzieher und Lehrer auf ca. 20 Kinder aufpassen müssen ,dann sind sie mit solch einem kleinen Monster überfordert ,welches die Gruppe sprengt und als Einzelperson so extrem viel Aufmerksamkeit braucht.
Sie haben nicht nur ihn ,sondern noch ca. 19 andere Kinder.
Solch ein Kind bedeutet für sie mehr Arbeit und Stress.
Und die anderen Kinder fühlen sich mit ihm unwohl.

Aggressives Verhalten ist meistens ein Schrei nach Liebe.

http://www.dailymotion.com/video/x2ap83_die-arzte-schrei-nach-liebe_music

[url]http://www.songtextemania.com/schrei_nach_liebe_songtext_die_arzte.html

[/URL]
 
Zuletzt bearbeitet:
Einige Beiträge hier in diesem Thread haben mich doch schockiert.

Die TE wirkt auf mich verzweifelt und auch am Ende mit ihren Nerven, aber nicht wie eine lieblose Mutter, die ihrem Kind das Gefühl gibt, unerwünscht zu sein und nicht geliebt zu sein.

Es ist doch irgendwie so, dass in unserer Gesellschaft "funktionierende" Kinder erwartet werden, die ab dem Alter von sechs Jahren dazu in der Lage sind, ruhig und ohne aufzumucken und zu stören, stundenlang stillzusitzen und sich zu Menschen zu entwickeln, die für die Gesellschaft einen "Nutzen" haben.
Wenn das eigene Kind von dieser Norm abweicht, hat man es schwer, eben nicht als Rabenmutter zu gelten und wird schnell als "Hauptschuldige" gesehen.

Ich finde, die TE gibt sich Mühe und hat ja auch für psychologische Beratung etc. gesorgt. Zudem scheint sie den Kontakt zu Erziehern zu suchen, um gemeinsam mit ihnen psychologisch fundierte Strategien anzuwenden und Lösungen zu finden.

Liebe TE, ich hoffe, dass du auch diese Zeilen liest: Jede Mutter macht Fehler, aber ich halte das alles nicht für "ganz allein deine Schuld". Du wirst es vermutlich in den nächsten paar Jahren noch schwer haben, aber gib nicht auf und schenke deinem Sohn ganz, ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit.

Mir fällt dazu ein, dass es manchen Kindern, die als verhaltensauffällig gelten, helfen kann, Hobbys in ihrer Freizeit auszuüben, in einem Umfeld, das für sie nicht wie die Schule mit negativen Erfahrungen verbunden ist. Vielleicht kann er irgendwas im sportlichen Bereich machen (nicht Leistung sollte dabei im Vorderung stehen, sondern Spaß) in einer Gruppe mit weniger Kindern? Ich würde mir diesen Verein oder was auch immer an deiner Stelle vorher gut anschauen und mit den dort Arbeitenden die Situation genau besprechen, um herauszufinden, ob es klappen könnte.

Der Kontakt zu Tieren hilft ebenfalls vielen "schwierigen" Kindern. Sie lernen so Respekt vor anderen und können sich besser entspannen. Es gibt ja auch tiergestützte Therapieformen, falls es dieses Angebot irgendwo in deiner Nähe geben sollte.

Puh... Ich lasse mir das alles noch einmal durch den Kopf gehen und fände es schön zu wissen, welchen Weg du nun einschlagen möchtest.
 
Hallo!


Ich möchte mein Kind nicht auf die E-Schule bringen.
An sich finde ich die Schule gut. 12 Kinder pro Klasse und 2 Pädagogen sind ein Traum!
Auch der Schulleiter wirkte auf mich sehr kompetent und empathisch. Ich wäre dankbar, wenn unsere Schulleiterin auch so wäre!
Aber ich bezweifle, dass mein Sohn ab der 4. Klasse den Wechsel von 12-Kinder-Klassen auf der grundschule zu 25-Kinder-Klassen auf dem Gymnasium gut verkraften wird. (für alle die sich wundern - die schulischen Leistungen sind hervorragend!)
Er muss "draußen" in der "freien Wildbahn" bleiben. Ich will nicht, dass er sich an einen geschütztene und hochstrukturierten Bereich gewöhnt. Er muss mit der "Welt da draußen" klar kommen, sonst wird er nie die nötige Kompetenz entwickeln sich in unserer Gesellschaft erfolgreich zu bewegen.



LG
KG

Diesen Gedankengang finde ich zwar nachvollziehbar, doch muss diese E-Schule denn eine Dauerlösung sein? Er könnte ja erstmal hingehen und ihr könntet schauen, ob es zu Verbesserungen kommt, ob er dort ruhiger wird. Denn die Schule hört sich wirklich nicht schlecht an und wäre möglicherweise genau das, was er JETZT eben braucht.

Nach und nach könnte man in dann ja wieder ins normale Schulsystem integrieren. Dann geht er in zwei Jahren eben ein paarmal die Woche in den dortigen Unterricht, bis er ganz wechseln kann, so was muss doch möglich sein! Notfalls dauert es dann eben etwas länger, bis er seinen Abschluss in der Tasche hat (oder er entscheidet sich gegen das Abi und macht eine Lehre, irgendetwas Praxisbezogenes... es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten und schulischer Erfolg sollte nie das ganze Leben sein).

Kleiner Nachtrag:
Es könnte tatsächlich ein extremer Fall von Eifersucht unter Geschwistern sein. Hier wäre es interessant zu wissen, wie dein Sohn früher war, als er noch Einzelkind war, und ob ihn die Ankunft des kleinen Bruders irgendwie verändert hat.

Zudem gibt es manche Kinder, die sehr sensibel auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren. Vielleicht würde eine Ernährungsumstellung zumindest helfen, die Situation etwas zu entschärfen. Ein recht hyperaktiver kleiner Junge, den meine Familie mal kannte, welcher ebenfalls schlug etc., hatte z.B. eine Histamin-Unverträglichkeit, durch die sich sein Verhalten noch verstärkte. Aber auch viel Zucker und Fett und generell die Industrienahrung tun den Kindern von heute bestimmt nichts Gutes.

Konzentriere dich am besten einfach aufs Hier und Jetzt, ohne dir bereits den Kopf über die Zukunft deines Sohnes in 10 Jahren zu zerbrechen. Damit machst du dich nur selbst verrückt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diesen Gedankengang finde ich zwar nachvollziehbar, doch muss diese E-Schule denn eine Dauerlösung sein? Er könnte ja erstmal hingehen und ihr könntet schauen, ob es zu Verbesserungen kommt, ob er dort ruhiger wird. Denn die Schule hört sich wirklich nicht schlecht an und wäre möglicherweise genau das, was er JETZT eben braucht.

Nach und nach könnte man in dann ja wieder ins normale Schulsystem integrieren. Dann geht er in zwei Jahren eben ein paarmal die Woche in den dortigen Unterricht, bis er ganz wechseln kann, so was muss doch möglich sein! Notfalls dauert es dann eben etwas länger, bis er seinen Abschluss in der Tasche hat (oder er entscheidet sich gegen das Abi und macht eine Lehre, irgendetwas Praxisbezogenes... es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten und schulischer Erfolg sollte nie das ganze Leben sein).

Hallo

Nach und nach integrieren? Ich denke nicht, dass das geht.
Meine Tochter ging nach der F.Schule in eine "normale". Katastrophe!
Mehr sage ich nicht. Eine sehr gute Schülerin ohne Probleme mit Lehrern "versagte"
total.
Ausserdem, ist es nicht zu früh über Abi zu reden?
Ich dachte das Kind ist erst 7 Jahre?!


Eis-Fee
 
Ich finde die TE gibt sich Mühe.

Aber eines verstehe ich nicht.
Ich hoffe das es darauf noch eine Antwort gibt.

Die Mutter ist zu Hause.
Warum geht das Kind in einen Hort?
Kommt es sich da nicht sbgeschoben vor?

Genügt dir Fremdbetreuung in der Schule nicht?
Wozu noch ein Hort?

Vor allem wenn es doch zu Hause so gut klappt. Warum dann das Kind immer weiter frustrieren.
Behalte es doch zu Hause.
Vielleicht gibt sich sein Zustand mit dem Älterwerden von allein.
 
Guten Abend

Was kann passieren, wenn Dein Kind wirklich die Schule wechseln müßte? Was meinst Du, was passiert im allerschlimmsten Falle?

Ich habe dabei so die Idee, daß Du viell. was ganz schlimmes vermutest und es aber viell. gar nicht so ist.



w.
Das merkst du ganz richtig. Ich habe eine fürchterliche Angst um mein Kind.
Nein.. um die Schulischen Leistungen geht’s mir nicht so sehr. Wenn er erst später sein Abitur macht, oder gar nicht, oder wasweißich noch macht, das stört mich nicht. Mein Mann hat sein Abi auch erst mit 30 gemacht und studiert jetzt. Das ist zwar nicht wahnsinnig prickelnd, aber im Endeffekt haben wir so, wie es im moment ist, ungefähr so viel geld, als würden wir in unseren Lehrberufen arbeiten. Ich musste ja damals trotz Vollzeit und Schichtdienst aufstocken.
Was mir Angst macht ist Mobbing. Ich lese viel über Cybermobbing und dass das sehr oft passiert und dass es immer noch kein wirksames Mittel gibt. Man kann ja sogar Opfer von Cybermobbing werden, wenn man gar nicht in einem sozialen netzwerk angemeldet ist. Es braucht sich ja nur jemand unter dem Namen meines Sohnes anmelden und Lügen verbreiten…
Mein Sohn ist so, wie er jetzt ist, das ideale Mobbingopfer. Unbeliebt, wenig Freunde, wenig Selbstvertrauen, fehlende Bewältigungsstrategien für Stress. Ich wurde selbst von der 1. Bis zur 10. Klasse massiv gemobbt. Also richtig schlimm, mit verprügeln, Einsperren, soziale Isolierung, „Demonstrationen“ gegen mich und Lügen verbreiten. Ich bin zum regelrechten Soziophobiker geworden. Das ging so weit, dass ich die Wohnung nicht mal mehr zum Einkaufen verlassen konnte.
Wenn man so viel Angst vor anderen Menschen hat, dann ist das Leben echt schwierig. Man begegnet ihnen nun mal ständig. Klar, man könnte Informatiker oder sowas werden. Irgendwas fürs stille Kämmerlein. Aber erst mal hinkommen. Ich studiere ja extra was mathematisches. Aber studieren muss ich nun mal und es sind ECHT viele Menschen in so einem Hörsaal ;-)
Am Schlimmsten sind die Bibliotheksbesuche. Du glaubst gar nicht, wie schwierig das manchmal sein kann, am Thresen ein Buch vorzubestellen und es dann auch noch Abzuholen!
Es ist aber nach 4 Jahren eigener Therapie schon wesentlich besser geworden. Bibo ist noch so ne Sache für sich, aber viele Dinge im Alltag funktionieren.
Ich habe Angst, mein Sohn könnte ähnliche Probleme bekommen.


Der Junge fühlt sich abgeschoben, würde ich auch, wenn vor allem die Mutter und der andere Bruder daheim sind.

Man muss ein Kind doch nicht ganztägig abgeben wenns nicht sein muss?!

Der rebelliert.
Ich denke, du hast überlesen, dass ich Student bin. Da sitze ich keineswegs tatenlos daheim rum, sondern das ist echt harte Arbeit. Zudem ich unsere Finanzen mit einem studentischen Nebenjob aufstocke. Wäre es nicht nötig, mein Kind in den Hort zu geben, hätte ich ihn schon längst aus diesem Umfeld entfernt.
Aber ich gebe dir Recht: er rebelliert. Bei so viel negativem Feedback, wie er zur Zeit erhält, KANN er nur rebellieren. Aber es bringt ihn halt immer tiefer in die Bredouille – das kann ich mit den 4h, die uns täglich bleiben, nicht auffangen.

Ich vermute eher er merkt, dass er bei allen aussenstehenden seinen stempel schon weghat...ganz egal was er auch tut.
So wie ich das lese bekommt er von aussen null positives feedback. Nur kritik.
Was soll er denn dann machen wenn er merkt, es hat ueberhaupt keinen wert, wenn er sich auch noch so anstrengt...
Das empfinde ich genau so und es macht mich furchtbar traurig. Deswegen fühle ich mich so hilflos. Mein Sohn und ich können hier ackern, wie wir wollen. So lange er den Stempel „böses Kind“ trägt, wird es nicht besser.

Nach dem Lesen dieses Threads habe ich das Gefühl bekommen, dass du gar keinen rechten Bezug zu deinem Kind hast, dass du es als "Sache" siehst, als "das Kind". Und du möchtest, dass es - Zack - mit einem Fingerschnipsen funktioniert, wie du dir das vorstellst.

Meiner Meinung nach liegt die Erziehung eines Kindes in erster Linie bei den "Erziehungsberechtigten", den Eltern. Die Schuld nur bei anderen zu suchen (egal wobei), halte ich für sehr fragwürdig.

Ein Kind ist ein Kind.

Wie gesagt, das ist meine Meinung.

Ich kann verstehen, wie du zu diesem Eindruck kommst. Ich beschreibe meinen Umgang mit meinem Sohn in meinen Beiträgen ziemlich „technisch“. Also das ist nur meine Art zu schreiben. Ich sitze gerade über meiner Abschlussarbeit, wälze entsprechend Fachliteratur und das färbt dann auf meine Art zu schreiben ab. Nicht überbewerten.
Ich habe aber Sohnemann heute mal ganz bewusst in die Arme genommen, als ich deinen Beitrag las. Das passiert zur Zeit doch selten. Im Moment prasselt nur Kritik auf uns ein und zu Hause wird der Kurze auch schwierig. Der Rest noch dazu… es ist dann manchmal schwer, sich bewusst mir ihm hinzusetzen, oder zu spielen und ihn einfach mal lieb zu haben. Ich hab das aber heute gemacht. Obwohl er schon wieder sooo viele Strafarbeiten machen musste (ganz ohne Strafe geht’s eben doch nicht…) Ich hab ihn doch so lieb. Sonst würde ich mir ja nicht so große Sorgen machen.

Die "Schuldfrage" zu stellen bringt euch nicht weiter.
Ich finde, dass man identifizieren muss, was genau zu den Problemen geführt hat. Wenn ich weiß, dass soziale Isolierung, wie sie nun mal im ersten Kindergarten stattfand, zu seinen Problemen geführt hat, kann ich bewusst dafür sorgen, dass mein Sohn den Umgang mit anderen Kindern lernt. Das tue ich auch, soweit, wie ich das kann und wie das zeitlich einrichtbar ist.
WER für die das Problem gesorgt hat, ist dabei tatsächlich völlig irrelevant.

Ich glaube was eurem Sohn fehlt ist eine nötige Portion Frustrationstoleranz : Es funktioniert zuhause und wenn es Belohnung gibt, klar, dass er mit anderen Kindern nicht klarkommt: Da ist es sehr viel schwerer, sozusagen einen Lohn für seine Mühen zu bekommen. Das hat er offenbar von anfang an nicht gelernt, dass er sich dann eben mehr reinhängen muss, bzw Zurückweisungen auch mal aushalten kann, ohne auszurasten.
QUOTE]
Da stimme ich dir zu. Sein Problem ist die fehlende Frustrationstoleranz. Darin liegt auch sein Problem, im sozialen Umgang. Spielen mit Kindern ist wesentlich anstrengender, als mit Erwachsenen. Haust du nem Erwachsenem ne Schaufel auf den Kopf, guckt der dich nur böse an. Haust du nem Kind ne Schaufel auf den Kopf brüllt es, oder es haut zurück und, ganz schlimm: das Spiel ist vorbei.
Andere Kinder wollen auch mal bestimmen.. man muss ausloten, was sie wollen, was sie mitmachen, etc. Das ist anstrengend und erfordert jede Menge emotionale Arbeit. Und genau das kann mein sohn nicht gut.
Für ihn ist ja jede unangenehme Konsequenz ein persönlicher Angriff. Das geschieht, weil wir ihn nicht mögen und nicht, weil er was falsch gemacht hat. So lange wir keinen Weg finden, ihn da umzustrukturieren, bleibt alles so, wie es ist.
Natürlich ist es gut, wenn ihr den weg geht, en die Psychologin vorschlägt, aber ihr könnt nicht erwarten, dass de ganze Welt sich auch so verhält. Dein Sohn soll schließlich lernen, in der Außenwelt zurechtzukommen (und nicht die Außenwelt mit ihm!!!) Du kannst als niemandem de Schuld für das Verhalten deins Sohnes geben, nur weil dieser nicht die nötigen "Verhaltensregeln" die bei deinem Jungen funktionieren eingehalten hat.
Dadurch dass Du andere mehr oder weniger deutlich beschuldigst, machst Du es nicht leichter Verständnis für deinen Sohn zu erzeugen. ich kann wirklich verstehen, dass Du verzweifelt bist und ich Du sollst jetzt auch nicht denken, Du wärst eine schlechte Mutter,oder so, aber versuch dich mal in die Lage de Lehrer zu versetzen: Du hast einen Haufen Kinder und kannst einfach nicht jedes individuell betreuen. Wenn dann eines so extrem Stress macht und die Eltern dir Mitschuld geben, was würdest Du tun? Hättest DU großes Interesse, diesem Kind zu helfen?

Das sehe ich anders. Mein Sohn verbringt den Großteil der Zeit in dieser Institution. Um den Umgang mit ihm zu erleichtern wurde den Erziehern und den Lehrern Handwerkszeug in die Hand gelegt, um besser mit ihm klar zu kommen. Dass das anfangs schwierig, weil ungewöhnlich, ist, ist mir klar. Aber am Ende haben sie dadurch ein Kind, was einfacher zu händeln ist, als wenn sie versuchen mit ihm umzugehen, wie mit den normalen Kindern.
Es gibt ein Inklusionsgesetz. Und hier heißt es, dass auch verhaltensauffällige Kinder in Regelschulen beschult werden sollen. Ich kann als Pädagoge selbstverständlich nicht mit verhaltensauffälligen Kindern so umgehen, wie mit normalen Kindern. Die tanzen mir dann auf der Nase rum. Ich muss wissen, welche Besonderheiten im Umgang mit diesen Kindern bestehen und diese auch anwenden. Das erleichtert meinen Tagesablauf. Wenn wir der Lehrerin also einen Tokenplan in die Hand geben, dann ist das eine Hilfe für sie. Lehnt sie das ab, ist die Konsequenz, dass sie größere Probleme mit meinem Sohn hat. Das wiederum hat zur Konsequenz, dass sie auf meinen Sohn sauer ist und ihn verstärkt negativ sieht, was zur weiteren Verschärfung der Lage führt.

Ich gebe dir aber Recht, dass es einem Lehrer unangenehm aufstößt, wenn er den Eindruck hat, ein Elternteil gebe ihm die Schuld für die Verhaltensauffälligkeiten eines Kindes. Mir geht es da ja nicht anders. Ich gebe mir auch Mühe, gegenüber der Lehrerin Verständnis zu äußern und Vorschläge für einen besseren Umgang auch als Vorschläge zu formulieren. Ich hoffe auch, dass das bei ihr so ankommt. Aber schlag mal ner Lehrerin, die seit über 30 Jahren im Beruf steht vor, wie sie mit nem Kind umzugehen hat. Als die ihre Ausbildung begann, war ich noch Quark im Schaufenster. Also da muss ich einfach damit rechnen, dass das mal als Klugscheißerei aufgenommen wird.
Allerdings finde mit der Lehrerin ein Kontakt etwa auf Augenhöhe statt, während ich bei den Horterziehern das Gefühl habe, geschnitten zu werden.


Ich finds etwas arg, das Verhalten meines Sohnes mit dem „Schrei nach Liebe“ der Ärzte zu unterlegen, aber gut.. ich verstehe deine message dahinter.

Ich stimme dir da teilweise zu. Wie schon oben geschrieben fundiert das Verhalten unseres Sohnes im mangelnden Vermögen mit Frustration umzugehen. Ein Kind, was mit Frustration nicht umgehen kann, fühlt sich bei jedem Ärgernis persönlich angegriffen und sieht sich dazu veranlasst, sich zu verteidigen.
Hole ich ihn ab, während er dabei war einen Turm zu bauen, dann glaubt er, dass ich ihn ärgern will und wird aggressiv. Die Kleinste Nichtigkeit wird zum persönlichen Angriff. Der arme Kerl muss vermutlich ständig unter Strom stehen :-(

Nach und nach könnte man in dann ja wieder ins normale Schulsystem integrieren. Dann geht er in zwei Jahren eben ein paarmal die Woche in den dortigen Unterricht, bis er ganz wechseln kann, so was muss doch möglich sein! Notfalls dauert es dann eben etwas länger, bis er seinen Abschluss in der Tasche hat (oder er entscheidet sich gegen das Abi und macht eine Lehre, irgendetwas Praxisbezogenes... es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten und schulischer Erfolg sollte nie das ganze Leben sein).

Ich weiß nicht, ob das so geht. Der Direktor sagte mir, dass mein Sohn bis zur 4. Klasse in die Schule ginge. Ein zeitigerer Wechsel wäre nur mit Ausnahmeantrag möglich.
Ich stimme dir zu, dass das eine super Herangehensweise wäre. Ob da schon jemand anderes drauf gekommen ist?

Ich danke dir sehr für deine Zeilen! Das hat mir gut getan!

Die beiden Jungs liegen 6 Jahre auseinander. Als die Probleme begannen, war der kleine Bruder grad „in Arbeit“ ;-)

Zur Ernährung… wir haben Süßstoff, Geschmacksverstärker (Aspartam, Glutamat, Hefeextrakt) und Phosphate aus unserer Ernährung verbannt – theoretisch – was im Schulessen ist, kann ich leider nicht kontrollieren und es wird auch nicht vom Hort akzeptiert, wenn wir eigenes Mittagessen mitbringen wollen. Ist ja eh alles voodoo… *grummel*
Der Konsum von Süßigkeiten ist auf einen Tag pro Woche geregelt. Wir erkennen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Aspartam und Verhaltensauffälligkeiten, sonst ist alles eher ne Vorsichtsmaßnahme, bzw. Krebsprophylaxe.
Ich finde die TE gibt sich Mühe.

Aber eines verstehe ich nicht.
Ich hoffe das es darauf noch eine Antwort gibt.

Die Mutter ist zu Hause.
Warum geht das Kind in einen Hort?
Kommt es sich da nicht sbgeschoben vor?

Genügt dir Fremdbetreuung in der Schule nicht?
Wozu noch ein Hort?

Vor allem wenn es doch zu Hause so gut klappt. Warum dann das Kind immer weiter frustrieren.
Behalte es doch zu Hause.
Vielleicht gibt sich sein Zustand mit dem Älterwerden von allein.

Ich streiche das noch mal in aller Deutlichkeit heraus: Ich sitze NICHT tatenlos daheim rum! Ich bin Student und habe einen Nebenjob, desweiteren sitze ich über meiner Abschlussarbeit. Wäre es nicht absolut notwendig, mein Kind in die Betreuung zu geben, wären beide Kinder daheim!

LG

KG
 
Ich wurde selbst von der 1. Bis zur 10. Klasse massiv gemobbt. Also richtig schlimm, mit verprügeln, Einsperren, soziale Isolierung, „Demonstrationen“ gegen mich und Lügen verbreiten. Ich bin zum regelrechten Soziophobiker geworden. Das ging so weit, dass ich die Wohnung nicht mal mehr zum Einkaufen verlassen konnte.
Wenn man so viel Angst vor anderen Menschen hat, dann ist das Leben echt schwierig
Zitat Ende

Das kann ein Grund für seine Schwierigkeiten sein.Kinder fühlen sich ihren Eltern extrem eng verbunden ,grade im unbewussten und emotionalen Bereich.
Vielleicht hast du deine Ängste und Abwehrreaktionen gegen andere Menschen ihm unbewusst und unabsichtlich weitergeben..
Kinder sind oft die verlängerte Hand ihrer Mutter.
Er spürt wie du über andere Menschen denkst und fühlst.
Wenn Kinder gemobbt werden gibt es dafür Hintergründe ,z.B. weil sie nicht so fröhlich wirken wie die anderen Kinder oder weil sie ein schwieriges Sozialverhalten haben oder weil es ihnen psychisch nicht gut ging.
Andere Kinder können grausig sein.
Deine Eltern hätten dich damals schützen müssen.

Vielleicht solltest du eine Therapie machen,damit du ein besseres
Sozialverhalten entwickeln kannst ,mehr Vertrauen und positive Gefühle für andere Menschen bekommst,selbstbewusster werden und wissen wie du dich angemessen schützen und zur Wehr setzen kannst.
Dein Sohn wird dein Verhalten automatisch unbewusst nachmachen.

Für dich war es sehr schlimm gemobbt zu werden. Jetzt ist dein Sohn derjenige der andere Kinder quält und mobbt.
Wenn du dich nicht veränderst wird er vermutlich auch ein Mobbing Opfer werden.

Höre auf andere Leute für das schwierige Verhalten deines Kindes verantwortlich zu machen.
Damit zeigst du ,dass du immer noch ein schwieriges Sozialverhalten hast.

Kinder werden hauptsächlich durch ihre Eltern geprägt, nicht durch die Erzieher, Lehrer..
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo KG,

ich hatte es so verstanden das du viel gearbeitet hast und wegen den Verhaltensauffälligkeiten deines Sohnes zu Hause geblieben bist.
Es hörte sich so an, als hättest du das für deinen Sohn extra gemacht.

Hab ich jetzt alles falsch verstanden?
Er hat die Auffälligkeiten erst sein 2 Jahren???
Rascas
 
Ich streiche das noch mal in aller Deutlichkeit heraus: Ich sitze NICHT tatenlos daheim rum! Ich bin Student und habe einen Nebenjob, desweiteren sitze ich über meiner Abschlussarbeit. Wäre es nicht absolut notwendig, mein Kind in die Betreuung zu geben, wären beide Kinder daheim!

Und ich bin jetzt mal als Vater von 3 Jungs ganz böse:

Wenn Dir das Wohlergehen Deiner Kinder so wichtig ist, warum lässt Du Studium und Nebebjob nicht Studium und Nebenjob sein und kümmerst Dich intensiv um Deine Kinder.

Job und Studium kann man später machen,vorhandene Kinder aufziehen nicht.

Willst Du Dich selbst verwirklichen oder 2 glückliche Jungs haben....
 
Hm, ich glaube, der Hinweis, dass Du selber sehr starke soziale Ängste hast könnte entscheidend sein. Normalerweise spüren Kinder, wenn die Eltern vor irgendetwas Angst haben und lehnen dies dann auch ab. Ohne es zu wollen, vermittelst Du vermutlich das Bild, dass fremde Leute erstmal eine Bedrohung sind. Das nimmt Dein Sohn auf und schon wehrt er sich dagegen. Ich könnte mir vorstellen, dass es ihm darum einfach schwerfällt, auf andere Leute freundlich zuzugehen. Bei Kindern mündet Angst doch oft in Agression.
Dazu dann vielleicht noch ein gewisses Eifersuchtsproblem und das ganze verstärkt sich.
Mir fällt auch total auf, wie sehr sich Dein eigenes Weltbild offenbar in "wir" und "die anderen" trennt. Das ist jetzt nicht bös gemeint, aber nicht jeder trennt das so stark: Das erkennst Du beispielsweise, dass bei manchen Leuten Freunde ein und ausgehen können, ohne dass die Gastgeber sich besonders belastet fühlen. In anderen Familien ist es jedoch so, dass Besuche selten sind und Stress bedeuten. Je nachdem in was für einer Familie ein Kind aufwächst, so ist es auch an Kontakte ausserhalb der Familie gewöhnt.
Nach wie vor bin ich deshalb der Meinung, dass es ganz falsch ist, immer einen Schuldigen zu suchen. Sieh das ganze doch viel mehr als gemeinsames Projekt an: Genauso, wie es selten nur einen einzigen "Schuldigen" gibt, so ist die Lösung des Problems auch nicht bei einem bestimmten Menschen, oder einer Institution zu suchen.
Ich denke, hier zeigt sich v.a. Deine eigene soziale Angst: Es fällt Dir schwer, zu glauben, dass die Lehrer und Erzieher Dir (bzw deinem Sohn) nicht speziell schaden wollen. Das sind in erster Linie auch Menschen, die einfach nur ihren Job machen wollen und ein Kind, das Stress macht, kann einem Lehrer ganz schön zusetzen. (Übrigens: Auf dem Papier ist es zwar so, dass Lehrer eine fundierte pädagogische Ausbildung haben sollten, aber die ist inzwischen so schlecht, dass es gerade noch reicht, um mit problemlosen Schülern einigermaßen zurechtzukommen. Da haben aber nicht die Lehrer schuld!!!!!)
Also versuch das doch mal von der Warte aus zu sehen: Ein Lehrer hat auch nix davon, wenn er Deinen Jungen speziell mobbt (unter Schülern ist das anders, das will ich nicht leugnen).
Du hast große Angst vor Mobbing, das kann ich verstehen. Aber Du darfst Deinem Kind nicht vermitteln, dass es von der Aussenwelt nur Gefahren zu erwarten hat. Ihr müsst beide lernen, der Aussenwelt freundlich und offen zu begenen, dann kriegt ihr das auch zurück.
Ich weiß sehr gut, wie Du Dich fühlst- ich selber wurde jahrelang schwer gemobbt. Daraufhin bekam ich eine schwere Agoraphobie und war zeitweise nicht in der Lage, das Haus zu verlassen. Alles machte mir Angst. Ich zwang mich jedoch dazu, nie das Gefühl zu verlieren, dass nur die wenigsten Leute Mobber sind: die meisten sind freundlich! Heute habe ich das komplett überwunden und habe auch einen Beruf, bei dem ich sozusagen immer "auf dem Podium" stehe.
Man kann es schaffen! Du und Dein Sohn- ihr könnt das auch!
Vielleicht gibt es einen Weg, Aufgeschlossenheit zu trainieren: Der Postbote, die Kassiererin, die Lehrerin...freuen sich über freundliche Gesten- mag der Junge seiner Lehrerin mal ein Bild malen? Das wird sie überraschen und sicher mehr bringen, als Schuldzuweisungen! Ihr könnt das zusammen schaffen.
 
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