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homeschooling- wie erfolgreich?

Ja, das ist ja schön und gut, dass Eltern dafür sorgen müssen, dass man einen PC hat, am besten mehrere, so dass Eltern im Home Office arbeiten können, die Kinder am anderen PC. Und Internet sowieso. Und einen Drucker natürlich auch.

Und natürlich müssen sich alle Eltern auskennen. Und das Geld müssen sie auch haben für alles.

Alles nicht so einfach.

Erstens es reicht auch ein Notebook für die Kinder die sind auch nicht so teuer am sonsten kann man diese Dinge auch gebraucht kaufen.
Auch über eBay, wenn man den Verkäufer vertraut und ein Internet Anschluss ist auch nicht zu teuer.
Man muss sich erkundigen und den richtigen Anbieter für sich zu finden.
Fakt ist das man mit der Zeit mit gehen muss es gibt auch schon paar Schulen hier in Deutschland da brauchen die Kinder ein Laptop für den Unterricht.
Bis jetzt sind es nur paar Schulen nicht mal 100 hier in Deutschland, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit bis es überall in Deutschland zur Pflicht wird.
 
Also ich habe selber keine Kinder, aber ich war selber ein und ich habe selber unterrichtet, deswegen nur ein paar Gedanken dazu:
Das wichtigste was Kinder lernen müssen, ist SELBER verantwortlich zu sein für ihre Aufgaben. Sie müssen lernen, selber wege zu finden, sich in ihrem persönlichen Aufgabenbereich zurecht zu finden und das zu tun, was ihre Pflicht ist: Wenn Kinder mit 17 das noch nicht komplett selber wissen, läuft was falsch: ich persönlich würde zB von meiner 17 Jährgen Tochter erwarten, dass sie sich von sich aus mit einbringt und dem Sohn im Grundschulalter ein wenig aufs Pferd hilft bzw Dir zur Hand geht, wenn Du mit dem Baby zu tun hast.

Weißt Du, ich sage das nicht leichtfertig: Ich habe mit 12 tagsüber den kompletten Haushalt schmeißen müssen, weil ich ab diesem Zeitpunkt tagsüber mit meiner kleine Schweter allein war: Meine Aufgabe war es, dafür zu sorgen, dass von dem Moment, als meine kleine Schwester von der Schule heim kam, bis zu dem Moment, als meine Mutter heim kam ALLES lief (also von Mittagessen, bis Hausaufgaben und anfallende Aufgaben im Haushalt)! Und es lief!
Wenn ich das mit 12 konnte, kann Deine Tochter das auch mit 17: Das Problem ist, dass wir Kindern nicht beibringen, sich verantwortlich zu fühlen: Wenn sie Lernstoff irgendwie sich aneignen muss, ist es IHRE Sache, das zu bewerkstelligen: Natürlich, kannst und sollst Du als Mutter mit rat und Tat zur Seite stehen, aber nur da, wo Deine Tochter nicht weiter kommt. Nicht schon vorher.
Das gleiche gilt für Deinen Sohn.

Kinder könne so viel mehr ,als man ihnen oft zutraut, Man muss es nur einfordern. Und genau das würde ich tun: Die Kinder bekommen ein Lernangebot von den Lehrern und damit die einmalige Chance zu lernen, selbstorganisiert zu arbeiten. Und genaus das würde ich ihnen völlig alternativlos abverlangen.
Notfalls auch sehr streng und auch mit konsequenzen: JEDER muss jetzt in dieser Krise die Backen zusammenkneifen: Auch junge Menschen. warum sollte Deine Tochter zb Deinem Sohn nicht ein wenig helfen? Warum sollte ein Junge im Grundschulalter nicht in der Lage sein, allein die Aufgaben die ihm altersgerecht ovn den Lehrern aufbereitet wurden zu lösen? Klar können sie das: Nur ist es meist bequemer, nach der mama zu rufen. Diesen Zahl würde ich den Kindern schleunigst ziehen, du hast jetzt ein baby: Das fordert Dich genug: Die Dinge, die die Lehrer als zumutbar für die Kinder erachten SIND auch zumutbar: Und zwar OHNE Mutti!

Meine Erfahrung: Wenn man Kindern nicht alles "nachträgt" können die deutlich mehr, als man vermutet hätte.
 
Man kann auch Drucker ausleihen man sollte nur darauf achten das er Bluetooth hat oder Wlan.
Dann kann man auch über Handy das ausdrucken ein Tablett geht auch.
Eltern müssen dafür sorgen das man Internet hat es wird auch nachdem Virus in den weiterführenden Schulen kommen das die Kinder im Internet recherchieren müssen oder Aufsätze am PC schreiben müssen.
Und wenn es auf der weiterführende Schule nicht kommt dann in der Ausbildung.
Da ist es normal das man alles am PC macht und wird auch von den Lehrern gefordert.


An den berufsbildenden Schulen (Wirtschafts/FOS und Berufsschule) bei denen meine Kinder tätig sind, ist das bisher nicht üblich gewesen. Soweit ist in Bayern die Digitalisierung noch gar nicht vorangeschritten.
Ob die Lehrer einen PC für den häuslichen bereich fordern können, entbehrt wohl der gesetzlichen Grundlage. Wenigstens momentan.

Du meinst immer alles kann man sich ausleihen. Tja, da liegt doch der Hase im Pfeffer begraben, die Eltern haben schlichtweg nicht das Geld - genau das hat vickymitAnja uns doch erklärt.
Ich habe diese Aussage am Anfang vehement in Frage gestellt und musste mich eines besseren belehren lassen.
 
Manchmal ist alles auch eine Frage der Schwerpunktsetzung.
Wenn eine 13 jährige Schülerin das Geld hat, sich ein Elchskostüm zu kaufen und so damit in der Vorweihnachtszeit in die Schule zu kommen, aber kein Geld für einen Drucker, dann weiß ich auch nicht weiter. Das ist nur ein Beispiel.

Außerdem verweisen die Lehrer häufig auf Aufgaben in den Lehrbüchern. Das kann man auch von den Handys ohne Drucker abschreiben. Und Handys haben die Kids doch alle.

Was jetzt halt wegfällt, ist der Silbertablett-Service. Sich um schulische Angelegenheiten zu kümmern wird für Schüler z. Tl. etwas unbequemer. Und wer sich bisher nur kaum selbst zum Arbeiten motivieren konnte, der fällt vielleicht hinten runter.
Das ist schade, aber nicht vermeidbar. Möglicherweise kann man den Kindern dabei helfen, jetzt ein bisschen mehr Verantwortung für sich selber zu übernehmen.

Weiterer Tipp: Wenn gar kein Internet und Computer vorhanden, um papierene Post bitten. Das geht auch.
 
Hier in der Nachbarschaft ist eine Familie, die zwar über Handys und Internet verfügt, aber nicht über einen funktionierenden PC oder Drucker. Da helfen Familien aus den Klassen der Kids aus. Die drucken halt ein Exemplar mehr aus und legen es der anderen Familie vor die Tür.

So kann es auch gehen. Hier ist Hilfsbereitschaft gefragt. 😉
 
[/B]An den berufsbildenden Schulen (Wirtschafts/FOS und Berufsschule) bei denen meine Kinder tätig sind, ist das bisher nicht üblich gewesen. Soweit ist in Bayern die Digitalisierung noch gar nicht vorangeschritten.
Ob die Lehrer einen PC für den häuslichen bereich fordern können, entbehrt wohl der gesetzlichen Grundlage. Wenigstens momentan.

Du meinst immer alles kann man sich ausleihen. Tja, da liegt doch der Hase im Pfeffer begraben, die Eltern haben schlichtweg nicht das Geld - genau das hat vickymitAnja uns doch erklärt.
Ich habe diese Aussage am Anfang vehement in Frage gestellt und musste mich eines besseren belehren lassen.

Es kommt auch auf die Ausbildung an.
Bei meiner musste ich öfters in im Internet Informationen recherchieren und auch die Links dazu kopieren.
Dann alle berichte auf PC schreiben.
Es wurde sogar vorgegeben wie die Abstände sein sollen und welche schreibform wir benutzen sollen.
Wer es nicht macht bekommt eine schlechte Note oder sogar eine 6 wenn man ganz viel Pech hat.
Auch hatte diese Berufschule eine eigene Homepage gehabt wo man extra Aufgaben ausdrucken konnte oder man wurde informiert, wenn der Unterricht ausgefallen war.
Und das ist schon Jahre her das ich meine Ausbildung abgeschlossen habe.
Mittlerweile ist das sicherlich mehr geworden.
 
Ich denke, dass es insgesamt große Unterschiede gibt.
Bei der Klasse meiner Tochter funktioniert das zu Hause arbeiten wunderbar.
Bei meinem Sohn klappt es gar nicht.

Die Lehrer rücken die whatsapp Nummern nicht raus (was sie allerdings auch nicht müssen) und einige Eltern sind offenbar nicht in der Lage mit ihren Kindern Aufgaben zu lösen oder die Mails zu öffnen.
In der Elternwhatsappgruppe ist Bambule. Mittlerweile bin ich da schon wie einige andere Eltern rausgegangen und arbeite mit meine Sohn die Aufgaben einzeln zu Hause ab.
 
@anjamitvicky

das Problem ist: rückt der Lehrer einmal seine private Telefonnummer raus - dann hat er keine Freizeit mehr. Du glaubst gar nicht wie penedrant manche Leute sind.

Bei uns ist das so geregelt: die Schüler können zwischen 8 und 12 Uhr jederzeit ein Mail schreiben. Meine bekannten Lehrer rufen dann sofort bei den Schülern zurück (mit unterdrückter Nummer). Es bringt ja herzlich wenig, wenn ein Schüler grade über eine Aufgabe brütet und der Lehrer meldet sich Stunden später. Dann muss der Schüler sich erst wieder rein denken, dass wäre echt nervig.
Aber selbst wenn Schüler nachmittags oder abends eine Mail schreiben - bekommen sie auch sofort eine Antwort.
Wobei das vermutlich nicht alle Lehrer so machen - das ist halt ein Service von manchen Lehrern.

Die Lehrer dürfen aber nicht in die whatsap Gruppen von den Schülern - wäre super, ist aber verboten.
Manche Schüler sind oft abgetaucht für die Lehrer. Dann bleibt dem Lehrer echt nur über den Klassensprecher einen Aufruf in den Whats Ap Gruppen zu starten.

Du glaubst gar nicht, welche Ausreden Schüler so bringen. Der Fantasie ist da keine Grenzen gesetzt.
Anderseits, wie wären denn wir in der Situation gewesen?
Meine Tochter hätte in der 8. oder 9. Klasse Halligalli gemacht und den Lehrer genauso verarscht wie sie jetzt verarscht wird.
Das ist halt ein schwieriges Alter, weil die Kinder nur den Lehrer austrixen wollen und nicht merken, dass sie sich selbst am meisten schaden.
In der 10. Klasse setzt dann schon wieder die Eigenverantwortung ein. Da klappt es dann besser.

Ich hätte mir ehrlich auch nicht vorstellen können, wie man Eltern mit der jetzigen Situation belastet.
Ich nehme alles zurück, was ich am Anfang deines Beitrages dazu geschrieben habe.
Theorie und Praxis sind halt etwas anderes.
Kopf hoch und lass dich nicht unterkriegen.
 
@gigi

mein Mann hat in Bayern fast 60 FOS im Auftrag des KM evaluiert -
das kann man so pauschal nicht sagen,
dass digitale Lernumgebungen oder Hausaufgaben in BY an FOS/BOS nicht üblich sind.

Gerade im Moment weiß ich von einer Schule,
dass der komplette Unterricht während der einzelnen Präsenzzeit online mit Anwesenheitspflicht am device durchgeführt wird.

Und klar kann man für die Lehrkräfte einen pool von Dienstrechnern anschaffen,
gibt ja für die Schule auch einen PC für die Schulleitung etc..,
hat mein Mann schon ewig für das homeoffice;
beispielsweise jetzt aus dem Digitalisierungpaket.
Das muss vom Datenschutzgesetz eigentlich auch so sein (!),
da man keine sensiblen Daten (SchülerInnen...) auf den privaten Geräten haben soll - eigentlich sollte jeder Unterricht auf Dienst-Devices geplant und gespeichert werden,
das macht nur keiner oder es wird halt weg geschaut.

Auch könnte ein Verleihpool für SuS angelegt werden - machen
auch viele Universitäten.
Da gehören halt Bedarfsanalysen her und Versicherungsregelungen. Bei uns in der Stadt vergibt ein Gymnasium ab der 10. Klasse an alle seine SuS ipads für die letzten drei Schuljahre.

________________________________________
ich gebe meine email und auch whats app Nummer/also Handynummer immer raus und kenne das auch von den meisten Kollegen;
über die ganzen Jahre ist da noch nie was passiert, was nicht passend ist und ich weiss nur von einer einzigen Lehrerin, dass die sich mal über die Penetranz einer Mutter beschwert hat.
Wenn es zu viel wird, kann man es auch als Lehrer ja mal sagen.

________________________
Ich hatte vorhin auch meinen ersten Versuch mit einer digitalen Lernumgebung (nicht FOS....) ,
habe die Schüler zur normalen Unterrichtszeit in einem Videokonferenz-Raum treffen wollen..
....
- einer hat die Anleitung nicht verstanden, weil sein Handy auf Englisch ist,
meine Screenshots aber von der deutschen app sind
- einige haben sich tot gestellt und wollten hinterher die Zusammenfassung
- zwei hatten sich abgemeldet, da Zahnarzt und einer muss heute 800 km fahren, um seine Tante zu holen um sie vor Corona zu schützen (und kapiert gar nicht, dass er das eh nicht dürfte....)
etc.

Voller Erfolg.
 
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