Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

homeschooling- wie erfolgreich?

Ich kann nur für die Schulen meiner Kinder und für manche Lehrer in Sachsen Anhalt ,mit denen ich in den vergangenen zwei Wochen, beruflich zu tun hatte, sprechen.

Niemand erwartet, dass neuer Lernstoff bei Grundschülern, Wirtschaftsschülern usw selbst erarbeitet wird.

Jetzt wäre aber ausreichend Zeit, bereits Gelerntes zu wiederholen, zu verfestigen.

Lernfächer bleiben doch e außen vor, es geht doch nur um die Hauptfächer.
Die Lehrer stellen Aufgaben und Lösungswege per Mail zur Verfügung. Sollte tatsächlich jemand kein Internet haben, dann sind die Lehrer sicher bereit, dass die Eltern an der Schule die ausgedruckten Materialien abholen.

Von einer 17 jährigen kann man eine gewisse Selbstständigkeit erwarten, nächstes Jahr wird sie volljährig.

Liebe TE: es gibt viele alleinerziehende und voll berufstätige Mütter. Die müssen tagtäglich den Spagat zwischen Beruf, Haushalt und Kinder schaffen.

Wenn ich richtig gelesen habe, bist du Hausfrau mit einer fast erwachsenen Tochter, einem Grundschüler und einem Baby.
Kann es sein, dass du schlecht organisiert bist? Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Situation dich überfordert.

Hast du bisher mit deinem Sohn nicht gelernt, Hausaufgaben kontrolliert usw?

Mit einem Grundschüler kannst du doch Mathematik spielerisch angehen. Begeistere dein Kind, lerne situationsbedingt und nebenbei Mathe. Wenn du dir Mühe gibst, etwas kreativ bist, wird dein Sohn gar nicht merken, dass er lernt.
Schule macht dann plötzlich Spaß.
 
Meine 17 jährige Enkelin freut sich, dass sie nicht zur Schule muss.
So kann sie in Ruhe den Stoff durcharbeiten, der für sie und ihr Abi nach den Osterferien wichtig ist.

Mein Enkel in der Grundschule muss wie auch sonst jeden Tag bestimmte Dinge, nicht nur Hausaufgaben, für die Schule erledigen. So z. B. für ein besseres Lesen und erfassen des Textes laut lesen und anschließend mit eigenen Worten erzählen, was er da gelesen hat. Mutter und Sohn diskutieren auch viel über solche Texte. Und das ganz ohne i-net.
 
Ich bin gerade erst in Elternzeit gegangen und nein, ich habe nicht den Luxus eine Hausfrau zu sein.
Das Problem ist, eine kontinuierliche Arbeitszeit für die Kinder einzurichten, da sie zu Hause mehr Ablenkmöglichkeiten haben als in der Schule.
Ich rede da nicht von der normalen Hausaufgabenzeit, sondern von mehreren Stunden, die sie auch in der Schule wären.
Keine Ahnung, wer das von euch so handhabt, aber mir ist das wichtig.

Liebe TE: es gibt viele alleinerziehende und voll berufstätige Mütter. Die müssen tagtäglich den Spagat zwischen Beruf, Haushalt und Kinder schaffen.

Danke, aber du brauchst mir nicht zu erzählen, wie das Leben funktioniert. Ich hab mit 2 Kindern sogar Vollzeit gearbeitet. Mit Mann im Schichtdienst und Haushalt. Daher bitte sachlich bleiben. Danke.
 
Wenn du deine Kinder wirklich wie in der Schule mehrere Stunden am Tisch sitzen lassen willst wird es nicht einfach werden.

Lass deine Kinder doch einfach die Zeit nutzen, um alten Lernstoff zu verfestigen. Dafür benötigen sie keine vier/fünf Stunden.

Gerade mit deinem Sohn sollte es noch leicht gehen, spielerisch Dinge zu erarbeiten.
Und wie schon geschrieben, deine Tochter sollte in der Lage sein, selbst sich Stoff zu erarbeiten.

Wie es andere Familien handhaben sollte für dich eigentlich uninteressant sein.

Ich denke du hast mit drei Kindern in so unterschiedlichem Alter und damit Bedürfnissen genug zu tun.
 
Wieso 2 Wochen? Bleiben die Schulen nicht überall 5 Wochen zu wie in Bayern? Bis nach den Osterferien.



Bei uns zumindest, weil es sich unmittelbar an die Osterferien anschließt.

Wer mir krass Leid tut, sind die Abiturienten, die eigentlich grad mitten in den schriftlichen Prüfungen stecken - und nach den Osterferien in die Mündlichen starten soll(t)en....
Aber wie ohne Vorbereitung?? 😕
 
Das Problem ist, eine kontinuierliche Arbeitszeit für die Kinder einzurichten, da sie zu Hause mehr Ablenkmöglichkeiten haben als in der Schule.
Das lässt sich doch einfach lösen: Alles wegnehmen, was die Kinder ablenken könnte. Sie bekommen die Sachen erst wieder, wenn sie ihre Aufgaben erledigt haben.
 
ich arbeite als Lehrer an einer Schule und wir haben echt viel Geld für Digitalisierung. Dauernd auch Fortbildung etc.;
mein Hauptjob ist Wissenschaftler an der Uni, klar muss ich da auch lehren, ich bin schon habilitiert, das heißt ich darf alles machen, von Übungen bis zu Vorlesungen.
Ich bin fit in der Digitalisierung, blended learning Szenarien, etherpad, moodle, bekomme ich alles hin...
aber wenn ich mein Handwerkszeug der Uni in die Schule übertragen will, werde ich u.a. mit mehreren Problemen konfrontiert:
- die Kids haben zu Hause keinen Inet Anschluss
- sie wissen nicht, wie man laptops/PCs bedient, können nicht tippen, beherrschen die Tastatur nicht
- können richtige nicht von falschen Infos unterscheiden
- die Schule erlaubt ihnen nicht die PC Räume ohne Aufsicht (was keiner machen will) zu nutzen
- sie legen email Adressen an, die sie für die learning apps brauchen, haben aber dann keinen Zugang mehr, wissen auch nicht, wie sie da wieder ran kommen,
- verschlampern ihre Nutzerkennungen
- haben Stress mit Maus und Tastatur, kennen nur touch
- etc..

an diesen Kids, den Förderschülern, teilweise mit Migra.hintergrund, ohne Eltern, oft in Heimen und nicht die hellsten (sorry), geht das alles vorbei. Und die Schere klafft weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich arbeite als Lehrer an einer beruflichen Förderschule und wir haben echt viel Geld für Digitalisierung. Dauernd auch Fortbildung etc.;
mein Hauptjob ist Wissenschaftler an der Uni, klar muss ich da auch lehren, ich bin schon habilitiert, das heißt ich darf alles machen, von Übungen bis zu Vorlesungen.
Ich bin fit in der Digitalisierung, blended learning Szenarien, etherpad, moodle, bekomme ich alles hin...
aber wenn ich mein Handwerkszeug der Uni in die Schule übertragen will, werde ich u.a. mit mehreren Problemen konfrontiert:
- die Kollegen haben keinen Plan und wollen es vor allem nicht
- die Kids haben zu Hause keinen Inet Anschluss
- sie wissen nicht, wie man laptops/PCs bedient, können nicht tippen, beherrschen die Tastatur nicht
- können richtige nicht von falschen Infos unterscheiden
- die Schule erlaubt ihnen nicht die PC Räume ohne Aufsicht (was keiner machen will) zu nutzen
- sie legen email Adressen an, die sie für die learning apps brauchen, haben aber dann keinen Zugang mehr, wissen auch nicht, wie sie da wieder ran kommen,
- verschlampern ihre Nutzerkennungen
- haben Stress mit Maus und Tastatur, kennen nur touch
- etc..

an diesen Kids, den Förderschülern, teilweise mit Migra.hintergrund, ohne Eltern, oft in Heimen und nicht die hellsten (sorry), geht das alles vorbei. Und die Schere klafft weiter.


bei deinem Klientel muss ich dir bedingungslos zustimmen. Solche lernschwachen Kinder, wenn sie dann noch nicht mal intensive häusliche Unterstützung haben, sind die Looser in unserer Gesellschaft.
 
Homeschooling ist halt auch nicht für alle Familien möglich. Ich bin Abiturientin und muss gucken, ob ich meinen Bruder auch um Lernen motivieren kann. Für ihn ist es auch schlimm, dass sein Fußball-Training abgesagt wurde und er nicht einmal dort seine Freunde treffen kann. Meine Eltern können auch nicht jeden Tag zu Hause sein und für jüngere Schüler ist es wirklich schwer, sich zu Hause auf das Lernen zu konzentrieren. Ich hoffe einfach, dass sich die Lage relativ schnell beruhigt.
 
Hallo!
Ich denke, dass deine ältere Tochter das alleine schaffen sollte. Meine große Tochter ist fast 13 und macht ihre Arbeiten für die Schule immer selbständig, auch jetzt.
Die Lehrer schicken in einen online Klassenraum Aufgaben und sie macht diese jeden Tag. Wenn etwas unklar ist schreibt sie den Lehrern eine Mail, bzw. macht einige Aufgaben gemeinsam mit ihren Mitschülern im Videochat.
Meine jüngere Tochter (fast 10) hat eine Arbeitsmappe, in der sie jeden Tag Aufgaben erledigen muss.

Ich sage ihnen bevor ich zur Arbeit gehe, dass sie weiter machen sollen, das funktioniert sehr gut, meistens sind die beiden mit ihren Aufgaben fertig wenn ich nach Hause komme.

Bis jetzt ist die Menge aber weniger als wenn sie in die Schule gehen würden.

Liebe Grüße
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben