Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

"Höflichkeitsabstand" und andere Kultur (Afrika)

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Wenn ich in ein anderes Land FLÜCHTE, habe ich häufig außer Heimweh nur meine Kultur, an der ich mich festhalten kann.
Und. "Lernen". Sie werden sicher lernen. Sie sind ja keine unmündigen Kinder. Und müssen nicht so behandelt werden.

Wenn ich jemanden bitte, ein wenig Abstand zu halten, behandle ich ihn dann wie ein unmündiges Kind?
 
Gerade wenn ich den frisch Eingereisten NICHT erkläre, wie hier die Gepflogenheiten sind, entmündige ich sie.
Und mir rückt kein Mann ungewollt auf die Pelle - egal, welche Hautfarbe er hat. Und ich laufe auch nicht hinter ihm, weil er das so gewohnt ist.
Wenn ich nach Schwarzafrika reise, erwarte ich auch nicht, dass sich die Bevölkerung MIR anpasst, sondern erkundige mich nach den Gepflogenheiten dort.
 
Wobei ich zum Beispiel manchmal froh über die Nähe einiger schwarzafrikanischer, rassiger Frauen wäre. Aber was ist? Halbwegs dämliche weiße Frauen und Mänenr drücken Dir an der Aldi-Kasse den Einkaufswagen in die Fersen.
 
Wobei ich zum Beispiel manchmal froh über die Nähe einiger schwarzafrikanischer, rassiger Frauen wäre. Aber was ist? Halbwegs dämliche weiße Frauen und Mänenr drücken Dir an der Aldi-Kasse den Einkaufswagen in die Fersen.

😀 Tja das Leben kann manchmal ganz schön Gemein sein. 😉🙂Ist nur Spaß.:blume:
 
Zuletzt bearbeitet:
Also eine Bitte vorweg: ich meine den Beitrag nicht rassistisch oder so. Ist echt nur eine Frage. Um Dinge einordnen zu können.

Also, bei uns ist eine Aufnahmestelle für Asylanten eingerichtet worden. Die meisten der Flüchtlinge dort sind afrikanische Männer die unsere Kleinstadt jetzt sehr bevölkern. Mir ist etwas aufgefallen, und zwar sind diese Männer oft sehr dicht an einem dran. Ob im Bus oder am Supermarktregal oder wenn man den Fahrplan liest, wenn sie dort auch irgendwas zu tun haben stehen sie eigentlich immer so dicht dass sie einem praktisch schon berühren. Wenn man mal irgendwo durch muss gucken sie einem oft einfach an und machen erst Platz wenn man aktiv fragt, also nicht von selbst obwohl sie dich bemerkt haben und es eigentlich eindeutig ist. Ist jetzt nicht als Vorwurf gemeint, es ist einfach sehr anders als was ich gewohnt bin.

Kennt hier jemand afrikanische Kulturen gut genug, um zu sagen ob das einfach anderes Distanzverhalten ist als unseres? Ich kenne eigentlich kaum jemanden der nicht diesen guten halben Meter benötigt damit der Respekt gewahrt bleibt, aber andere Länder empfinden das ja ganz anders. Ist das in einigen afrikanischen Ländern einfach so?

Die Frage versteh ich nicht ganz, was hat ein Höflichkeitsabstand mit afrikanischer Kultur zu tun. Bei uns gibt's jede Menge Situationen, wo einem die "lieben (deutschen) Mitmenschen" auf die Pelle rücken ... Ob das in einer Warteschlange an der Kasse ist, da habe ich schon ganz oft gefragt, ob ich den Hintermann/die Hinterfrau auf den Arm nehmen soll, oder warum sie einen so nahekommen. In öffentlichen Verkehrsmitteln auch nichts anderes, die kommen einem nahe, dass ich mich zumindest unwohl fühle und dann auf weiteren Abstand gehe. Wenn sich jemand neben einen setzt, dann sind Körperkontakte fast gar nicht mehr zu vermeiden ... Und wenn man durchwill, dann gehen sie auch nicht gleich zur Seite, kieken einen an, als ob man sonstwas will und machen dann Platz, nachdem man gefragt hat ... Also das jetzt auf eine andere Kultur zu übertragen ... sehe ich überhaupt keinen Anlass.

... ach so, ich bin weder eine rassige, noch eine schwarzafrikanische Frau ... trotzdem kommen mir viele meiner Mitmenschen gefühlt zu nahe ... 🙄
 
Ich kann die TE gut verstehen. Das ganze Gutmenschentum und die verkrampfte politische Überkorrektheit führen dazu, dass man nicht mehr äußern darf, was ganz offensichtlich ist: Es gibt Kulturen, in denen Frauen als relativ rechtlos angesehen werden und man darf sich an sie ranwanzen oder sie hinter sich laufen lassen. Bloß nie auf Augenhöhe, um Gottes Willen!
Das ist in vielen afrikanischen Staaten so. Das ist auch in islamischen Ländern generell unguter Brauch.
TE, beobachte mal, ob die Neuankömmlinge Männern ebenso wenig Abstand gönnen wie den Frauen. Ich meine damit, fremden Männern.
Ich denke, es ist ein Geschlechterding. Und ich finde das Thema im Gegensatz zu manchem user hier kein bisschen lustig.
 
Die Frage versteh ich nicht ganz, was hat ein Höflichkeitsabstand mit afrikanischer Kultur zu tun. Bei uns gibt's jede Menge Situationen, wo einem die "lieben (deutschen) Mitmenschen" auf die Pelle rücken ... Ob das in einer Warteschlange an der Kasse ist, da habe ich schon ganz oft gefragt, ob ich den Hintermann/die Hinterfrau auf den Arm nehmen soll, oder warum sie einen so nahekommen. In öffentlichen Verkehrsmitteln auch nichts anderes, die kommen einem nahe, dass ich mich zumindest unwohl fühle und dann auf weiteren Abstand gehe. Wenn sich jemand neben einen setzt, dann sind Körperkontakte fast gar nicht mehr zu vermeiden ... Und wenn man durchwill, dann gehen sie auch nicht gleich zur Seite, kieken einen an, als ob man sonstwas will und machen dann Platz, nachdem man gefragt hat ... Also das jetzt auf eine andere Kultur zu übertragen ... sehe ich überhaupt keinen Anlass.

... ach so, ich bin weder eine rassige, noch eine schwarzafrikanische Frau ... trotzdem kommen mir viele meiner Mitmenschen gefühlt zu nahe ... 🙄

Der Unterschied ist eigentlich klar:

Wenn ein deutscher Mann (oder eine Frau) grundlos (also ohne dichtes Gedränge) eine gewohnt übliche Distanz nicht beachtet, ist dies unhöflich und darf ggf. auch als aggressiv empfunden werden. Wenn ein Afrikaner die bei und von uns Deutschen allgemein gewohnte und übliche Distanz nicht einhält, dann vermute ich, dass dies in seinem Heimatland nicht als Unhöflichkeit oder als Aggression verstanden wird. Ob es sich bei dem Afrikaner um ein von ihm mitgebrachtes allgemein übliches Verhalten handelt oder ob andere Gründe eine Rolle spielen, wäre im Einzelfall zu klären, denn Afrika ist groß und es gibt auch dort verschiedene und unterschiedliche Kulturen und damit Gewohnheiten.
 
" Mir ist etwas aufgefallen, und zwar sind diese Männer oft sehr dicht an einem dran. Ob im Bus oder am Supermarktregal oder wenn man den Fahrplan liest, wenn sie dort auch irgendwas zu tun haben stehen sie eigentlich immer so dicht dass sie einem praktisch schon berühren."

Ziemlich unangenehm und Zeugnis schlechter Erziehung. Man hat sich nicht an fremde Leute zu kleben. Sag ihnen doch, dass du das nicht magst. Ich kenne das übrigens nur von Trickdieben.
 
Es ist eben kein Zeugnis schlechter Erziehung sondern der Ursprung liegt im Unwissen darüber, was bei uns die Gepflogenheiten sind. Zu Hause, wo diese Menschen herkommen, gelten andere Dinge als höflich. Woher sollten sie denn wissen, was hier höflich ist? Sie müssen das erst lernen. Mit unserer europäischen Kultur könnten wir in afrikanischen Ländern ebenso als unhöflich abgestempelt werden, wenn wir gegen dortige Gepflogenheiten verstoßen.

Gerade deshalb ist es wichtig, Menschen aus fremden Kulturen freundlich zu zeigen, was bei uns höflich ist. Dies sollte in der Situation passieren, die als unhöflich empfunden wird, um ihnen die Möglichkeit zu geben, dies zu lernen. Genau das ist für mich Offenheit. Nicht Bevormundung, sondern den Anderen eine Chance geben. Eine andere Möglichkeit um dies zu lernen wären neben Sprachkursen Kurse zu Werten und Normen, aber da schon Sprachkurse nicht zu finanzieren sind, bleibt das wohl Wunschdenken.

Ich denke, es ist wichtig, anzuerkennen, dass diese Menschen aus anderen Wertesystemen kommen. Dann kann man Handlungen besser einschätzen und relativieren. Ich halte es aber nicht für sinnvoll, mich dem fremden Wertesystem in meinem eigenen Land vollkommen anzupassen. Vielmehr erwarte ich bis zu einem gewissen Punkt eine Anpassung derer, die hierher kommen. Wenn ich in andere Länder gehe, versuche ich auch, mich bestmöglich anzupassen.
 
Ich denke, es ist ein Geschlechterding. Und ich finde das Thema im Gegensatz zu manchem user hier kein bisschen lustig.

Muss ich leider aus eigener Erfahrung bestätigen.
Habe mit Flüchtlingen zu tun. Manche (man sieht's an ihrem verdutzten Augenausdruck) sind teilweise ratlos, teilweise aggressiv, wenn frau sich gegen Missachtung oder Übergriffe (ersteres oft, zweites selten der Fall) zur Wehr setzt.
Aber wer hier leben will, sollte sich so schnell wie möglich anpassen.
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben