Hallo Leftluggage
Dateien (Programme), die Du löschst, werden nicht unbedingt sofort gelöscht (auch wenn der Papierkorb leer ist). Das hängt davon ab, ob sie als Teil des Systems betrachtet werden, oder nicht. Die Systemwiederherstellung reserviert einen Teil des Festplattenplatzes, um das Löschen von Dateien, die mit dem System zusammenhängen, rückgängig machen zu können. Endgültig gelöscht sind alle Dateien erst, wenn dieser Platz erschöpft ist. Deshalb muss beim Löschen nicht automatisch Festplattenplatz frei werden.
Ich würde an meinem Rechner so vorgehen (Windows XP):
Ich brauche den Standby-Zustand nicht. Ich schalte meinen Rechner entweder an oder aus. Du kannst mit der rechten Maustaste auf den Hintergrund klicken -> Eigenschaften -> Bildschirmschoner -> Energieverwaltung -> Ruhezustand und dort den Ruhezustand deaktivieren. Dann wird die Datei hiberfil.sys auf Laufwerk C gelöscht, die in etwa so groß ist, wie Dein installierter RAM. Standby (also Wiederherstellung des gesamten Speicherinhaltes) gibt es dann allerdings nicht mehr.
Du kannst im Explorer unter Extras -> Internetoptionen -> Allgemein -> Temporäre Internetdateien diese temporären Internetdateien löschen. Und dann dort unter Einstellungen die Größe des Speicherplatzes für diese temporären Dateien auf ein Minimum setzen. Das habe ich bei mir gemacht.
Du kannst unter Arbeitsplatz -> Systemsteuerung -> Leistung und Wartung -> System -> Systemwiederherstellung gehen. Dort das Laufwerk C auswählen und unter Einstellungen den Platz für die Systemwiederherstellung verkleinern. Ganz deaktivieren solltest Du sie nicht, man verhuddelt sich schonmal etwas am System und es ist ganz sinnvoll, das wieder rückgängig machen zu können. Das ist der vorletzte Schritt, den ich persönlich gehen würde, da ich die Wiederherstellung schon benutzt habe.
Du kannst unter Arbeitsplatz -> Systemsteuerung -> Leistung und Wartung -> System -> Erweitert -> Systemleistung (Einstellungen) -> Erweitert -> Virtueller Arbeitsspeicher auf Ändern klicken und die Größe des Auslagerungsspeichers auf einen Benutzerdefinierten Wert setzen, indem Du eine Anfangsgröße und eine maximale Größe eingibst. Ich habe meinen eigenen Rechner zuerst ganz ohne Auslagerungsdatei betrieben. Das klappt auch gut, das System wird dadurch nicht langsamer. Bekam dann allerdings Probleme, als ich mehrere größere Bilder parallel verarbeiten wollte. Mit der Meldung, es sei kein Speicher mehr frei, wurden auch schon automatisch Programme beendet. Den Speicherbereich solltest Du nur einschränken, wenn Du unter XP mindestens 512 MB hast (besser mehr). Das betrifft die Größe der Datei pagefile.sys unter Laufwerk C. Wenn Du diese Datei nur verkleinerst (nicht ganz deaktivierst), ist ein Wert in der Größe Deines installierten Speichers sinnvoll. Wenn Du sie irgendwann vergrößern möchtest, sollte dort ein Faktor 2-3 des installierten Speichers stehen. Das wäre der letzte Schritt, den ich gehen würde.
Eine feste Größe (gleicher Anfangs und Endwert für die Größe) macht Sinn, nachdem man alle anderen Aktionen abgeschlossen hat, und eine Defragmentierung vorgenommen hat. Also zuerst alles Überflüssige löschen, bzw verkleinern, danach den Virtuellen Speicher ganz deaktivieren, danach die Defragmentierung. Und direkt im Anschluss daran eine feste virtuelle Auslagerungsdatei anlegen. Das sorgt für eine geringere Fragmentierung dieser Datei (die Datei selbst kann nicht defragmentiert werden).
Für erfahrene Benutzer:
Es gibt noch diverse Stellen, wo man nach überflüssigen Dateien schauen kann. Hier muss man aber wissen, was man macht. So kann man unter C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Lokale Einstellungen\Temp alle Dateien löschen, die vor der letzten Anmeldung erzeugt wurden, groß sind, und überflüssig. Aber wie gesagt, man sollte schon wissen, was man dort löscht. Genauso gibt es Orte, wo Dateien von Updates zwischengespeichert, oder die ersetzten Dateien gesichert werden. Wenn man weiß, dass man die nie mehr braucht, und weiß, was man macht, kann man sich auch daran begeben.
Günter