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Hilfeeeee! Kinder vom eigenen Vater........

  • Starter*in Starter*in Gastine
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Gastine

Gast
Meine beiden Töchter wurden von ihrem Vater sexuell belästigt. Sie mußten bei ihm im Bett schlafen, wurden gestreichelt...... und sogar erotische Unterwäsche gekauft. Keiner glaubte mir, egal was ich unternahm und wo ich mir Hilfe suchte. Gesprächsversuche mit ihm brachten nichts, er ist uneinsichtig. Das alles passierte bei den unregelmäßigen Besuchswochenende, nach der Scheidung. Die habe ich jetzt eingestellt.
Glücklicherweise haben es meine Töchter mir erzählt, und auch einer Therapeutin die ich aufsuchte. Und die riet mir, schnellstens vor Gericht zu gehen und zu erwirken das der KV kein Besuchsrecht mehr hat.
Wie hoch das Ausmaß wirklich ist, wissen wir noch nicht.
Meine Mädchen sind sehr fröhlich und reden auch mit mir. Glücklicherweise, sonst hätte ich es wohl nie mitbekommen.
Nur zum Vater wollen sie nicht mehr, sie ekeln sich vor ihm. Was ich gut verstehen kann.
Wer weiß wo ich mir noch Hilfe holen könnte? Ich bin selber ziemlich fertig mit den Nerven.
Wie kann ich das vor Gericht schaffen, und gibt es überhaupt die Möglichkeit das Besuchsrecht zu verbieten? Ich habe keinerlei finanzielle Mittel für einen Anwalt!
Anzeigen bringt vorerst nichts, meinte die Therapeutin. Ihrer Meinung nach erreiche ich vor Gericht mehr.
Ich bin absolut fertig, will und muß aber für meine Mädchen kämpfen. Seid so lieb und gebt mir ein paar Ratschläge. Ich danke Euch!
 
Hallo,

einen Anwalt musst du dir unbedingt suchen. Du schreibst, du hättest keine finanziellen Mittel. Dann gehe zum örtlichen Amtsgericht und lasse dir einen Beratungsschein ausstellen. Damit gehst du zum Anwalt, der dich kostenlos beraten kann. Wenn du z.B. Hartz IV oder Sozialhilfe bekommst, gibt es einen Antrag auf Prozesskostenbeihilfe, der dann dieses Verfahren für dich kostenfrei machen würde. Das dürfte echt das kleinere Problem sein. Handeln zum Wohle deiner Kinder ist viel wichtiger.

Lege dem Anwalt ein Gutachten der Therapeutin vor und er wird dann die richtigen Schritte bei Gericht einleiten, u.U. eine einstweilige Verfügung, dass der Vater sich den Kindern nicht mehr nähern darf.

Handle schnell. Überlege nicht zu lange. Deine Kinder brauchen dringend Schutz.
 
Hallo,

du musst jetzt echt stark sein und konsequente rechtliche Schritte unternehmen und dafür Sorge tragen, dass der Vater nie mehr an die Mädels rankommt...keine Gespräche...keine Versprechungen...der Typ ist verhaltensgestört, und wenn ihm überhaupt etwas hilft...Triebtäter sind in der Regel oft untherapierbar...dann wie gesagt jahrelange Therapie und auch eine Strafe für seine Vergehen. Ansonsten lernen diese Verbrecher leider überhaupt nicht.

Mickys Tipps sind gut, beschaff dir schnellstmöglichst einen guten Anwalt oder Anwältin, die dich bzw. deine Mädels rechtlich vertritt. Und dann Strafanzeige, GEricht und das volle Programm...das ist an sich, auch wenn es hart werden wird wichtig für deine Mädels als ein überlebensnotwendiger Loslösungs- und Abgrenzungsschritt. Den Mädels sollte auch klar gemacht werden, dass ihr Vater leider ein sehr schlechter und gefährlicher Mensch ist und er allein verantwortlich ist für seine Untaten an den beiden.
Das was er gemacht hat ist nicht o.k. und die Mädels (oder auch dich!) trifft überhaupt keine Schuld. Sie oder du müssen sich auch überhaupt nicht schuldig fühlen, wenn ihr Vater für diese Straftat, die er begangen hat zur Verantwortung gezogen wird. Dies ist der normale Weg und Lauf der Gerechtigkeit und einzig wichtig, ist ja dass Gerechtigkeit immer wieder hergestellt werden muss. Das ist wichtig für die Kids..um zu lernen wie ein normales Sozialsystem/Sozialverhalten funktioniert: es gibt Regeln, an die sich alle -ausnahmslos alle, auch Papis!! zu halten haben und tut einer es nicht, dann folgt halt ne negative Konsequenz für ihn...das muss so sein, das soll so sein, nur so sind schwächere, auch und insbesondere Kinder einigermaßen geschützt!

Ich wünsche dir und deinen Kindern viel Erfolg!
LG
Tyra
 
Hallo Gastine,

der Anwalt sollte, wie hier ja schon erläutert wurde, wirklich nicht das Hindernis sein. Zu den Aussichten:
Kenne so eine Situation aus eigener Erfahrung - nur da war ich das Kind. Es lief folgendermaßen ab:
Es gab einen Prozess, in dem es ausschließlich um das Besuchsrecht ging, sonst nichts. Dabei wurde vor Gericht sehr empfindlich Rücksicht auf das Thema und mein Alter genommen (ich war 11). Soll heißen: Man nahm darauf Rücksicht, dass ich sagte, ich wolle nur eine RichterIN und stellte sie tatsächlich zur Verfügung, die Gerichtsverhandlung war NICHT öffentlich, mein Vater und ich wurden getrennt befragt, so dass wir uns im Gerichtssaal nicht sehen mussten. Als ich aussagen sollte, waren nur die Richterin, eine Dame, die protokollierte und ich anwesend, sonst niemand. Die Richterin fragte mich, ob ich ihn auch anzeigen wolle, was ich damals aber verneinte, ich sagte, dass ich lediglich nicht mehr hingehen wolle. Das Urteil, natürlich, dass ihm das Besuchsrecht entzogen wurde, fiel während meiner Abwesenheit und wurde mir bzw. meiner Mutter nach der Verhandlung von unserer Anwältin mitgeteilt. Die Angst, die viele Mütter haben, den Kindern zuviel zuzumuten, kann ich nicht bestätigen. Aber hier ging es ja auch "nur" um das Besuchsrecht und nicht darum, ihn zu verurteilen. Hab Mut liebe Gästin und schütze Deine Kinder!
Übrigens hielt sich mein Vater ein paar Jahre später ständig in meinem Wohnort bzw. meiner Nähe auf, es war nicht mit großem Aufwand verbunden, ihm das gerichtlich zu untersagen. Dazu musste ich schon selbst gar nicht mehr vor Gericht erscheinen.

Gel06
 
Hallo,

ich kann Gel06s Schilderungen anhand von Berichten von Klientinnen aus der Sozialberatung nur bestätigen.
Ich denke in den meisten Fällen sind die Bedenken nicht gerechtfertigt und alles läuft sehr human und geordnet ab. Der Bürger ist der Justiz nicht hilflos ausgeliefert, sondern hat immer ne Menge Mitspracherechte und kann ne Menge deixeln. Daher kann ich nur dazu raten: MACHEN, MACHEN, MACHEN, denn von nix kommt nix und ohne konkrete Maßnahmen sind die Mädels nicht ausreichend geschützt!

Gruss
Tyra
 
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