Hallo,
ich würde dir raten dich mehr abzugrenzen und dem Mädel genügend verantwortung zu belassen sein Leben auf die Reihe zu kriegen.
Du tust dem Mädel keinen Gefallen, wenn du spaltest und ihr zu viel Hilfe gibst..es ist an sich schon richtig, dass sie sich entweder genügend anpasst und wie alle Leute an Regeln hält und auch Leistung bringt oder aber halt rausfliegt..wenn nicht heute mal wieder von zu Hause, dann morgen anderswo, aus nem Job etc...
Mag hart klingen, aber vielleicht muss sie erstmal lernen was es heißt auf der Straße zu leben und kriegt dann irgendwann wenn sie die Schnauze voll hat von ihrer Verweigerungshaltung doch noch die Biege..das schafft sie aber nicht aus eigenem Antrieb, wenn sie anderswo ne Zuflucht findet, einen regelfreien Raum in dem sie alles kriegt was sie will ohne Leistung zu geben.
Meine Schwester hatte in dem Alter auch ne Anarchophase...hat in einer wilden WG gewohnt...Drogen, das volle Programm, dann aber mit 20 Jahren die Kehrtwende gemacht, Abi nachgeholt, Job, Familie...grundsolides bürgerliches Leben...An sich wissen Mädels mit 16 bereits wo es langgeht und können auch ganz gut allein zurecht kommen..ich würde die nicht unterschätzen...Sie kann auch als Alternative zur Straße jederzeit dafür sorgen sich irgendwo ein Zimmer zu organisieren, selber da mal gucken wo sie unterkommt, selber mit einer Lebensberatung oder Jugendamt für sich ne Lösung finden...dazu müsste sie an sich in der Lage sein. Zu viel sollte man ihr da auch nicht abnehmen und auf keinen Fall auf Mitleidschiene zu sehr verwöhnen...sonst wirkt man an der Ausbildung einer Soziopathenelli mit, die später gar nicht mehr klarkommt im Leben..immer nur Hilfe zur Selbsthilfe geben!!
Ich stimme übrigens Germs Ausführungen zu Gehorsam nicht zu...es sollte nicht um Unterwerfung oder Gehorsam etc. gehen, sondern einzig darum dass das Mädel, wie alle anderen auch gewisse Regeln einhalten sollte und innerhalb der Familie, wenn sie dazugehören will selbstverständlich auch gewisse Aufgaben erfüllt um die entsprechenden Privilegien auch verdient zu haben.
Wenn da allerdings sone faschistoide Herrschaftskiste läuft mit Gehorsam der Kinder unter dem Patriarchen etc..geht das eh schief und die Tochter hat jedes Recht der Welt zur Auflehnung! Es geht hier ja auch darum bei all der Regelei und Aufgabenerfüllung auch ihr ihre Würde zu lassen und als gleichberechtigtes Familienmitglied zu achten. Eine Familie sollte der Ort sein in dem man als gleichberechtigtes selbstbewusstes Wesen aufgebaut wird. Ich halte es für wenig sinnvoll hier durch Unterwerfung und Zwang zum Gehorsam einen Menschen zu brechen...man sollte deshalb nie die autoritäre Schiene fahren, sondern autoritativ vorgehen...lenkend, bestimmend, aber je nach Alter auch mitbestimmend wirken lassen, gewisse Regeln setzen, aber nie dogmatisch, auch Mitsprachrecht einräumen, die Regeln und den Sinn der Regeln nicht einfach vor den Latz knallen, sondern erklären.....Demokratie halt statt Diktatur...klappt auch bestens und erzieht superprima soziale Wesen, die sogar selber denken und handeln, verhandeln, verändern und verbessern können anstatt nur brav wie stupide Schäflein Regeln zu befolgen...Menschen folgen an sich gerne und mögen klare Strukturen....die dürfen allerdings auch nicht zu fest oder zu locker sein..kommt auf das richtige Maß an..dann klappt es an sich auch in der Familie.
Meiner Ansicht nach sind die Eltern überfordert oder haben nen Hau weg und erziehungsunfähig...oder aber das Mädel hat nen Hau weg und versucht zu gucken wie weit es mit Verweigerung kommt....und das Mädel ist ggf. besser für die letzten 2-3 Jahre bis zur Volljährigkeit in einer Einrichtung für betreutes Wohnen od. ä. aufgehoben...wo sie sich ebenfalls an Regeln zu halten hat und Sozialverhalten erlernen kann..vielleicht klappt es dort ja besser....
Wie der Fall genau liegt kann man hier übers Forum schlecht beurteilen..dazu müsste man alle Beteiligten mal face to face "ausquetschen", sich mal mit denen unterhalten und deren Ansichten checken..Ausdrucksweise beobachten um ein klareres Bild davon zu erhalten, was da wirklich abgeht.
Tyra