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Hilfe - Jugendamt

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    hilfe
Hallo,

anstatt son großen Reibbach um ein so gut wie erwachsenes Mädel zu machen und mir den Kopp über die Zahlungen zu machen die wer kriegt, wenn er sie aufnimmt würde ich das Mädel motivieren seinen Kram selber zu erledigen. Die wie ein Kleinkind zu behandeln und ihr alles abzunehmen und sich nen Kopp über Sachen zu machen, die vorrangig ihre Sache sind halte ich für ein wenig kindisch.

Sie kann jederzeit in Absprache mit dem JA und ihren Eltern in ne betreute WG oder sowas.
Nachfragen und Adressen zu solchen Einrichtungen erhält sie in Lebensberatungsstellen von Diakonie oder Caritas z.B. Oder Familienberatungsstellen etc.
Seine Eltern kann man sich leider nicht aussuchen, sie scheint keine besonders guten Eltern erwischt zu haben und/oder hat selber nen Hau weg und muss nun halt umorganisieren und vorzeitig erwachsen werden...so dramatisch ist das nun auch wieder nicht.
Der monatliche rechtliche Anspruch auf Unterhalt beläuft sich für das Mädel auf ca. 640,- EUR soweit ich mich erinnere...kann sie ja einklagen und ihrer Pflegefamilie teilweise abzüglich eines Taschengeldes für sich selber abgeben.

Tyra
 
@ EngelDerSchutzsuchenden,

tut mit leid für dich dass du auch Pech mit deinen Eltern hattest...hatte ich auch...habe das allerdings anders gelöst.
Meine Eltern haben mich sehr enttäuscht, meine Mutter war eine hystersiche, emotional kalte Frau, mein Vater ein gewalttätiger menschenverachtender Tyrann...ab meiner Kindheit, anfangender Pubertät habe ich mich daher innerlich abgewandt, konsequent gelöst und angefangen mir selber ein Leben aufzubauen, habe Kontakt zu Menschen gesucht, die besser für mich waren. Da ich mich innerlich gelöst hatte waren meine Eltern sehr schnell unwichtig und nicht mehr als sowas wie Dreck unterm Schuh für mich, den man abstreift und halt sein Leben lebt...Die Macht meines Vaters habe ich gebrochen indem ich ihn eines Tages als er mich verprügeln wollte selber angegriffen habe, ihn massiv bedroht habe, damit hat er dann Ruhe mir und auch meinen Geschwistern gegeben...zumindest was die Schläge anging...der Psychoterror ging dann erst richtig los, aber erreichte nie sein Ziel....Dreck unterm Schuh hat ne ziemlich unverständliche STimme...da rein-da raus ausm Ohr...außerdem waren uns unser Vater und auch unsere Mutter intellektuell eh unterlegen...da lohnte also die ganze Aufregung nicht, man wandte sich ab und befasste sich mit wichtigeren Dingen. Ich und meine Schwestern waren auch früh weg von zu Hause...aber nicht in eine Ehe...sondern erstmal ins pralle Leben...andere Stadt, Studium, Jobs, neue Freunde....Lebenserfahrung sammeln, erstmal gucken was man eigentlich will....Diese Zeit war meine Art der Therapie und Vergangenheitsverarbeitung...diese Zeit habe ich ganz für mich gebraucht und mir diese Zeit genommen, was genau das Richtige gewesen war.

Ich rate dir dringend einen guten Schulabschluss nachzuholen und finanziell unabhängig zu werden. Eine Ehe geht oft sehr schnell schief, wenn man zu unselbständig ist und du (emotional, finanziell) zu abhängig von deinem Partner bist, der missbraucht ggf. seine Macht irgendwann und behandelt dich genauso schlecht wie deine Eltern...Es wäre nicht das erste Mal dass das so ablaufen würde und Ex-Opfer ihrer Eltern zu neuen Opfern ihrer Beziehungspartner werden....weil sie den Fehler machen an das Märchen vom rettenden Prinzen zu glauben oder zu erwarten, dass immer anderen ihren Job erledigen für sie zu sorgen und sich somit anderen zu sehr ausliefern.
Aus einer schlechten Kindheit sollte man an sich ne klare Lehre ziehen: verlass dich mal sicherheitshalber lieber auf dich selber wenn es um die ganz entscheidenden Dinge geht. Dazu muss man natürlich genügend SElbstbewusstsein aufbauen und lernen sich genügend zuzutrauen...ich habe gelernt: ich kann so ziemlich alles, was ich mir vornehme erreichen, wenn ich es genügend will und bereit bin dafür hart zu arbeiten oder zu kämpfen. Kannst du auch!! Musst es dir nur selber zutrauen, dass ist der entscheidende Schritt.

Du solltest sehr viel an deinem Selbstbewusstsein abeiten und zusehen, dass du unabhängig genug bist, dann gelingt auch deine Ehe...es sei denn dein Partner ist so ähnlich drauf wie deine Eltern und steht auf ein unreifes, unselbstständiges Geschöpf, dass massiv von ihm abhängig ist...womit er (viel zu viel) Macht über dich hat. In diesem Fall wäre es besser du meidest solche Typen.

Wenn dein derzeitiger Mann dich wirklich liebt und achtet wird er es toll finden und dich von alleine dazu motivieren und dabei unterstützen einen anständigen Schulabschluss nachzuholen, zu arbeiten (Arbeit, Job, Beruf ist wichtig fürs Selbstbewusstsein, denn gesellschaftliche Anerkennung läuft über Beruf, also finanzielle "Fitness") , so wie er auch arbeiten sollte damit dann nicht umgekehrt ne Ausbeutungskiste läuft...Abendschule ist super...ziemlich leicht...meine Schwester hatte auch die Schule seinerzeit abgebrochen und dann per Abendschule ihr Abi nachgeholt...und hat nun einen superJob im Sozialbereich...zwar nicht sehr hohe Bezahlung, aber sie kann sich 3 Jahre Mutterschaftsurlaub etc. leisten ohne Gefahr gekündigt zu werden etc.

Wenn dich Sozialarbeit interessiert hol den Schulabschluss nach, mach Praktika, lass dich ausbilden, dann kannst du auch was für sozial Schwache, ggf. Kinder TUN! Aber zuvor solltest du um richtig helfen zu können in der Lage sein dir selber zu helfen, erwachsen werden, lernen dich abzugrenzen. Ohne Abgrenzungsvermögen und mit deiner Vorgeschichte würdest du ansonsten im Sozialbereich scheitern und ausbrennen...Dazu muss man schon ziemlich tough sein um auf Dauer damit klar zu kommen. Menschen, die selber nicht mit sich klar kommen sollten eher die Finger davon lassen oder aber zuvor dafür sorgen besser mit sich klar zu kommen, ihre Vergangenheit gut verarbeiten, damit man sich selber nicht ständig in anderen Einzelschicksalen wiedersieht und andere mit sich selber verwechselt od.ä. und man innerlich an sich immer sich selber helfen will und gar nicht so sehr den anderen....nennt sich Helfersyndrom sowas.

Dein Motto sollte also lauten: nicht jammern und an der Vergangenheit anhaften, deine Zeit nicht für Hass auf deine Eltern oder dich selber vergeuden, sondern voran gehen in die Zukunft, etwas tun und leisten, damit du zu einem freien, unabhängigen Menschen wirst...Wenn deine Eltern versagt haben muss das nicht heissen, dass du an dir selber versagen musst.
Wenn der Frust auf die Vergangenheit zu groß, belastend und entwicklungshemmend ist: SOFORT in Therapie, diese Altlasten abarbeiten...damit du mehr freikommst um deine Kraft für wichtigere Dinge einsetzen zu können.
Es ist dein Leben, du bist nun volljährig und voll verantwortlich dafür wie du denkst, was du tust, wie du dein Leben gestaltest ...es liegt also ab hier und heute einzig an dir!

Tu das Richtige (so wie ich es damals getan habe) und du wirst glücklich werden und v.a. auch bleiben. Für sein Glück muss man natürlich schon ne Menge tun..immer wieder...lebenslang..immer an sich arbeiten, sich weiter entwickeln...etc. Wenn man einmal drin ist im Rhytmus und geschnallt hat worum es geht klappt es nach einer WEile an sich ganz easy.
Für Menschen mit einer belastenden kindheit ist oft der Anfang recht schwierig...und sie werden auch immer wieder in einigen Lebenssituationen mehr Schwierigkeiten als andere haben, für manche Dinge einfach mehr Zeit benötigen....aber was soll's! Ist nicht zu ändern, da muss man dann halt durch und sich durchbeißen und seinen ganz eigenen Weg für sich finden.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,


Sie kann jederzeit in Absprache mit dem JA und ihren Eltern in ne betreute WG oder sowas.
Nachfragen und Adressen zu solchen Einrichtungen erhält sie in Lebensberatungsstellen von Diakonie oder Caritas z.B. Oder Familienberatungsstellen etc.


Wäre schön, wenn das so einfach wäre. Aber wie bereits geschildert; es wird von allen Seiten verhindert. Die Propagandamaschinerie der Eltern ist bis ins letzte ausgefeilt. Entweder sie äußern sich im Vorfeld oder der Vater nimmt an den Terminen teil; dann redet er und stellt seine "Sicht der Dinge" vor, ohne Widerspruch zu dulden. Wenn sie sich direkt an JA wendet, werden die Eltern informiert - Sie muß ja einen Termin machen!!!!!

Ich glaube, dass es auch für einen reiferen Menschen ein Problem ist, wenn man nirgends Hilfe oder Unterstützung findet.

Bezüglich des Unterhaltsgeldes geht es mir nur darum, aufzuzeigen, wie krank das alles ist.

Es drängt sich doch - denke ich mal - der Eindruck auf, dass man froh ist, wenn sie nicht zu Hause ist. Gut. Auch das Argument, dass für einen Heimaufenthalt nicht mehr gezahlt werden will, kann ich in gewisser Weise nachvollziehen; aber warum ist man dann nicht froh, wenn sie - wie im Moment bei den Eltern ihrer Freundin - woanders unterkommen kann?

Warum sagt man dann nicht ok. z. B. 640 € sind keine 4.000 €, die zahlen wir und dann ist Ruhe.

Neee, den Eltern der Freundin wurde bei einem Termin mitgeteilt, weil sie keine "diplomierten Pflegeeltern" sind, hätten sie nur einen Anspruch auf 278 € im Monat (Kindergeld ist eingerechnet). Damit wäre alles abgegolten.

Für mich sieht das so aus, als wollten die Eltern damit erreichen, dass die "Pflegeeltern" aufgrund des hohen "Eigenanteils" das Handtuch schmeißen.

Das Mädchen kümmert sich im Moment darum, wieder zur Schule gehen zu können, um einen akzeptablen Abschluß zu bekommen. Das geht aber nur, weil sie sich - zur Zeit noch - bei den Eltern der Freundin aufhält, die das Vorhaben unterstützen. Wäre sie zu Hause würde man ihr verbieten, weiter zur Schule zu gehen.

Und -
wie schon mal gesagt, es gibt hier im Kreis keine Stelle, die nicht schon über "Vorkenntnisse" verfügt, so dass man - auch an vorgesetzter Stelle - keine Unterstützung bekommt.

Hilfe - in Form von Ratschlägen - habe ich nur bekommen, wenn ich eine Stelle außerhalb des Einflußbereiches des Kreisjugendamtes oder der "caritativen Stelle" kontaktiert habe.

Ich weiß, es ist schwer zu begreifen und noch schwieriger ist es, diese komplexe Situation darzustellen, weil hier wirklich Dinge passieren, die nicht zu fassen sind.

Gruß

Mausklick
 
Hallo, vielleicht kann ich doch helfen.
Jedem Kind und Jugendlichen steht die Unterstützung des JA rechtlich zu, bewaffne dich mit dem SGB VIII früher KJHG und leg das auf den Tisch, wenn das nicht funzt, lass dir den Vorgesetzten geben!!
Hier liegt eindeutig eine Kindeswohlgefährdung vor - nicht wegen dir!! Sondern wegen den Eltern und den überzogenen Regeln - das JA ist verpflichtet einzugreifen!!!
Sei es durch eine Fremdunterbringung in einer WG oder einer betreuten Wohnform.
Das Mädchen soll einen Antrag auf Einzelbetreuung stellen - ich weiß jetzt den § nicht auswendig, aber das reicht auch so.
Wenn eine sozialpädagogische Familienhilfe in der Familie ist, kannst du dich mit ihr in Verbindung setzen?

Keiner kann einfach sein Kind irgendwo parken und es stehen lassen!!
Das ist nichts gegen dich - aber es ist nun echt nicht dein Job.

Liebe Grüße
Marion
 
Hallo meine Freundin (16) befindet sich zur Zeit auch in solch einer Situartion.Ihr Mutter will das sie in ein Heim kommt oder zu einer Pflegefamilie. Doch sie will dies auf keinen Fall, sie würde lieber bei mir eine Weile wohnen bis sie ihren Abschluss gemacht hat ( wir gehen auf die selbe Schule, in die selbe Klasse). Doch ihre Mutter ist dagegen. Ist es trotzdem möglich, dass sie zu mir zieht?

lg
 
ich habe meine tochter vor zwei jahren durch das jugendamt verloren.
weil ich mit der situation nicht klar kam das mein eigener vater ein kinderschänder ist. da habe ich angefangen mich zu ritzen.
ich wollte aber nie meine tochter dadurch verlieren also bin ich in eine klinik gegangen die mir geholfen har mit meinen prblemen um zu gehen.
doch dann kam der tag in der klinik an dem das jugendamt zu mir kam und meine ich muss mich entscheiden wo meine tochter hin komme solle.
ich habe mich zwar für meine eigene Mutter entschieden, doch das gericht meinte das sorgerecht müsse noch zwei jahre weiter beim jugendamt bleiben.
obwohl ich alle bedingung von jugendamt eingegangen bin.
Heute ist es jetzt schon so schlimm,das meine eigene tochter mich nicht mehr sehen möchte mit ihren drei jahren, das macht mich total vertig.
so das ich nächte lang jetzt nicht mehr gesschlfen habe.🙁
 
du meine Güte, ich verstehs nicht.

Wenn man als Jugendlicher zuhause rausgeworfen wird, geht man zum Jugendhilfeträger und stellt einen Antrag auf Jugendhilfe. So einfach ist das. Ohne monatelanges Hin und Her. Und sowas kriegt man auch innerhalb von 2 Minuten durch google raus.

Ich habe das damals sogar ohne google rausbekommen, weils damals nichtmal Internet gab. Und nachdem ich dann brav genickt habe, als sie mich fragten ob ich mit Betreuung einverstanden wäre, hatte ich innerhalb von Tagen meine eigene Wohnung und eine Jugendhilfebetreuerin.

Was soll das ganze Rumgeeiere?

Antrag stellen, falls Absage kommt, Rechtsmittel einlegen und fertig. Wir leben hier doch nicht in einer Bananenrepublik!

Kopfschüttelnde Grüße
Obdachlosenkind.
 

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