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hilfe, ich vereinsame!

Hallo Zusammen,

tstststs (kopfschüttel)......da muss ich mich ja erstmal sammeln und überlegen wo ich da am besten erstmal anfange!!!!!!! Das ist ja so einfach gesagt " geh doch alleine weg" und das wird schon.....und im chat lernt man auch einfach Leute kennen. Na so einfach ist das ja nun mal nicht. Das ist schon eine etwas komplexere Sache als das man da einfach mit einer nett daher gesagten Floskel, die man beherzigt aus diesem Schlamasel heraus kommt. Das was Du durchmachst kann ich nur zu sehr nachvollziehen, da es mir selber so ergeht. Einmal am Rande unserer Gesellschaft angekommen findet man nur sehr schwer wieder zurück. Nicht nur aus dem Grund das es kaum noch Menschen gibt, denen bewusst ist das man mit einer einfachen Selbstlosen Geste einem Mitmenschen das Leben erleichtern kann. Nein viel mehr ist es ein Kreislauf in den man gerät, aus dem man nur mit viel Kraft und willen wieder herauskommt. Das hört sich für mich schon so an das du am Anfang oder mitten in einer Depression stegst, was für mich die logische konsequenz daraus ist, das man von seinem Sozialen Umfeld nicht angenommen wird uns ausgegrenzt wird. Du solltest jetzt auf jeden Fall so schnell wie möglich an dir arbeiten. Lass dich nicht hängen, steh auf und sei stark. Das mag jetzt einfach gesagt sein, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, das es geht. Ich habe mich selbst an den Rand der Gesellschaft gestellt in dem ich Fehler gamacht habe, mich isoliert habe und der Realität nicht ins Auge geblickt habe. Irgendwann bin ich Aufgewacht und habe meinem Problem ins Auge geblickt. jetzt kämpfe ich schon fast ein Jahr den kopf über Wasser zu hallten und es ist nicht einfach, aber ich habe ein Ziel das ich nicht aus den Augen verliere. Jetzt Lebe ich für mich und alles was ich tue, tue ich nur für mich, für meine Lebensqualität......und all dies mit der Einstellung wer an meinem Leben nicht teilhaben will der hat pech gehabt. Früher habe ich gedacht ich hätte pech, aber jetzt weiß ich das es anders rum ist. Die Menschen die mit dir nichts zu tun haben wollen haben es auch garnicht verdient. Die aber die es verdient haben gilt es zu finden. Aber dafür musst du POSTIV eingestellt und STARK durch leben gehen. Das heißt Bauch rein Brust raus, sei selbstbewußt, kenne dich selbst und du entscheidest wer deine Freunde sind und wer nicht.Mach dein Ding, gestalte dein Leben und lege den Grundstein für deine Zukunft. Das heißt in deinem Fall, dass du dein Studium durchziehen musst!!!!!!! Das geht auch ohne das alle deine Studienkollegen deine Freunde sind. Such dir eine Beschäftigung für deine Freizeit die dich Ausfüllt, am besten etwas was man in einer Gruppe machen kann. Sportvereien, Abendschulkurse u.ä. , Gemeinsamkeiten sind oft eine gute Grundlage für neue bekanntschaften. Aber wie gesagt bau dich auf, lass dich nicht hängen und wenn du es allein nicht schaffst geh zu nem Psychologen oder such dir ne Selbsthilfegruppe. Das ist heutzutage keine Schande Hilfe zur Selbsthilfe. Wünsche fir ganz viel Glück dabei ;-)
 
Ich glaube, dieses "Problem" haben viele Studenten. Eine Universität ist eben zumeist eine Masseneinrichtung. Man ist eine(r) unter vielen und wenn man nicht grad mit ein paar Leuten aus dem selben Abi-Jahrgang an dieselbe Uni geht, steht man eben erst mal allein da.

Ist halt die Frage, ob man diesen Umstand nun als so negativ begreift. Ich muss sagen, ich fand die Studienzeit auch ohne große Kontakte spannend. Grad am Anfang entdeckt man jeden Tag was Neues, eine neue Stadt, die ganzen Studienanfangsformalitäten, die erledigt werden wollen, die erste eigene Wohnung ect. Das hat mich erstmal ziemlich ausgefüllt. Aber ich bin auch ein bisschen einzelgängerisch veranlagt, mochte schon das Kurssystem am Gymi deswegen viel lieber als die festen Klassenverbände...aber egal, jeder ist anders😉

Vielleicht wäre ein kleiner Nebenjob oder das schon erwähnte Engagement in deiner Fachschaft ect. eine gute Möglichkeit, Kontakte zu finden. Ich glaub, alleine ins Cafe, ins Schwimmbad, in die Disco ect. zu gehen, fällt jemandem, der vielleicht nicht so extrovertiert ist, eher schwer. Aber über ein "fachliches" Ziel, eine Zusammenarbeit kann man recht leicht ins Gespräch kommen, ohne dass man gleich signalisieren muss: "Ich bin einsam und suche Kontakte". Nebenbei bringt sowas bisschen Geld und Erfahrung.

Der Tipp mit dem Psychologen: Klar, ist es keine Schande, dorthin zu gehen. Andererseits bin ich der Meinung, dass es im Leben auch mal einsame Zeiten geben kann, Zeiten, in denen man mit sich alleine ist...das ist nicht unnormal und m.E. auch nicht gleich "behandlungswürdig". Vielleicht ist diese Zeit alleine auch eine Chance. Klingt vielleicht jetzt seltsam, weil Du ja nicht glücklich in deiner Lage bist. Andererseits: wenn ich meinen Alltag heute sehe, jede Menge Stress im Job, immer zu tun, immer Verantwortung, auch mal Streit mit meinem Freund im privaten Bereich....da gibts Tage, da wär ich gern wieder die 19-Jährige Studienanfängerin, die auch mal ein paar Tage einfach rumhängt und - alleine ist🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema wurde am 21.01.2006 gestartet, ich glaube der oder die Autorin ist mittlerweile glücklich fündig geworden oder fertig mit dem Studium 😉
 
2008 habe ich mein Diplom gemacht und ich kenne das Problem.
Die Veranstalltungen bestanden aus geschätzen 20 % Einzelkämpfer, 50 % gefestigter Gruppen, 30 % der Leute waren nur sporadisch da, primär nur bei Prüfungen. Daran hat sich nie wirklich etwas geändert im Studium. Größere Verschiebungen gab es nie. Selbst in den überschaubaren Tutorien und Seminaren können gut 90 % der Leute von sich behaupten, dass es Leute in Ihren Veranstalltungen gibt, die sie nur vom Sehen kennen. Sie wissen nicht mal deren Namen.
Es gibt kaum Reaktionen, viele grüßen nicht mal und sind verdammt arrogant.
Alles, was man so am Rande mitbekommt, ist die Tatsache, dass sich die Gruppen regelmäßig in Kneipen treffen. Aber so ganz allein möchte man da auch nicht hin und ich wurde auch nie gefragt, ob ich mitkommen möchte. Und aufdrängen möchte man sich da auch nicht. 1-2 mal war ich auch bei so einer "Feier für Erstsemester", ich habe mehre Leute mal angesprochen, Runden geschmiessen, aber geändert hat sich nichts. Diese Veranstaltungen haben mir gereicht, da ich als Autofahrer auch nicht viel trinken konnte und meisten alkoholfrei Getränke getrunken habe. Zynische Sprüche und Spott wie z.B. kannst du dir kein Bier leisten und musst Leitungswasser trinken? usw. konnte ich mir mehr als genug anhören. Diese jedoch im vorbeigehen. Man durfte sich ja nichtmal an Tische setzen, alles wurde mehr oder weniger gruppenintern reserviert. Sowas nennt sich orgarnasierte Fachschaft, die Feten für Erstsemester orgarnisiert. Eigentlich kann man es Gruppentreffen für Einzelne Gruppen nennen, aber das nur nebenbei.

Die Leute waren/sind letztendlich einfach nur arrogant. Wirklich offende Studenten habe ich noch nie getroffen. Was nicht heißt, dass es woanders anders zugeht.

Aber trotzdem empfehle ich dir den Besuch der Uni.
Du bist nicht aus Langerweile da, du möchtest doch einen guten Abschluss?
Nur weil andere Leute arrongant sind, heißt das nicht, dass du nicht für das Studium geeignet bis. Reiß dich zusammen, mach ordentlich Dampf, schreibe gute Noten und während deine "arroganten Möchtergernfreunde" Harzt IV beantragen nach dem Studium, verdienst du richtig Geld.
Wenn es passt und du gute Freunde findest, dann ist das schön.
Wenn es nicht passt, dann schnappe dir wenigstens einen guten Abschluss und lass dir das nicht von anderen zerstören. Den guten Abschluss kannst du auch allein schaffen.
Ein guter Abschluss ist notwendig, gute Freunde sind nur ein "nicetohave" und nicht kaufbar.
 
Hallo,

auch ich kenn das Problem. Ich habe mein Studiengang gewechselt und danach habe ich leider nicht wirklich Anschluss gefunden. Hätte ich nicht die guten Kontakte vom ersten Studium gehabt, dann würde ich heute ausschließlich an mir selbst zweifeln. Aber es kommt eben auch auf die Leute an, die man so um sich hat an der Uni.

Die besten Freunde im jetzigen Studium habe ich in der Fachschaft kennengelernt, weil diese Leute ähnliche Interessen wie ich hatten. Ich will nicht sagen, dass das ne Garantie ist, aber das ist besser als gar nichts zu tun.

Leider leiden viele unter ihrer Einsamkeit. Wär doch schön, wenn diese sich zusammenfinden würden.

LG und viel Glück
 
Hi. Habe gerade durch zufall deinen threat entdeckt. Mir gehts da wirklich besser, obwohl ich aber wirklich freunde habe, und auch spass beim ausgehen habe , fühl ich mich einsam, oftmals mag ich es auch. Würd deine worte gern in den arm nemen. Und dich. Onkelbuke ( nickname YouTube) I cry my mind into musik
 
Hallo!
Ich habe gerade den Beitrag durchgelesen. Erstmal wollte ich was zu dem 28-jährigen Sohn und seiner Mutter sagen: Also ich bin eine Frau und muss sagen, dass wir eben nicht auf diese Bekloppten stehen. Bleib so wie du bist. Es ist auch nicht schlimm wenn man noch zuhause wohnt. Und wenn du eine Frau aushalten sollst, dann ist sie bekloppt. Jede normale Frau verdient ihr eigenes Geld.

Ich bin auch Studentin und da ich nicht in der Stadt wohne, wo ich studiere, kann ich meine Kontakte auch nicht so pflegen, wie andere das vielleicht können. Aber ich habe 1 beste Freunden und noch ein paar Bekannte so. Und ich muss sagen, dass eine beste Freundin mehr wert ist, als 100 Bekanntschaften in der Uni.

lg
 
Hallo Cherry!
Ich bin neu hier und beim Surfen hab ich deinen Eintrag entdeckt, der auch von mir hätte sein können.
Mir geht es genauso wie dir. Ich studiere an einer sehr kleinen Uni. In meinem Studiengang haben damals nur 7 Leute mit mir angefangen, mit denen ich aber nie was unternommen habe, da wir einfach nicht den Draht zueinander hatten. 5 von ihnen haben die Uni gewechselt, jetzt bin ich noch übrig und habe auch niemanden.
Ich kann deine Situation so gut nachvollziehen. Klar, in den Vorlesungen sind immer neue Leute, aber eben jüngere (bin im 9.Semester). Ich sitze dann auch in meinem Zimmer und komme ins Grübeln. Draußen im Hof sehe und höre ich dann, wie sich Freundinnen zum Ausgehen abholen, oder ich höre wenn sie spät abends heimkommen (ich wohne im Studentenwohnheim). Das ist dann immer noch deprimierender.

Ich kann dir da jetzt auch keine Ratschläge geben, denn die setzt man eh nicht um, z.b. "geh doch in eine sportgruppe", "geh doch alleine aus". Als obs nichts dümmeres als Tipps gibt!

Dennoch ist es keine Lösung nur im Zimmer zu bleiben. Du musst an dich denken, dein Studium durchziehen und dein Ziel sollte ein Abschluss sein. Ich habe mir auch schon überlegt abzubrechen oder die Uni zu wechseln, doch das hätte alles nur noch schlimmer gemacht. Deshalb gehe ich in viele Veranstaltungen um abgelenkt zu sein, um aus der Wohnung zu kommen, um nicht ins Grübeln zu kommen und natürlich weil ich dann auch Momente habe, wo ich mich motiviere, das Studium zu beenden.

So wie du das beschreibst, klingt das, als ob du depressive Verstimmungen hast. Du musst aufpassen, denn das kann schneller als du denkst böse enden.

Wenn du im 7.Semester bist, dann ist doch dein Abschluss absehbar und dann kommt wieder ein neuer Lebensabschnitt. Nur mach dir jetzt nicht alles kaputt, denn dadurch fühlst du dich nur schlechter. Setz dir kleine Ziele , z.B. dass du jeden Tag wenigstens eine Veranstaltung besuchst und das dann steigerst.

Ich hoffe du kommst aus deinen negativen Gedanken raus. Es ist nicht einfach wenn man "vereinsamt". Ich hasse das auch, aber ich finde es toll, dass es hier die Möglichkeit gibt sich das alles von der Seele zu schreiben, denn auch ich lüge meiner Familie was vor und spiele die "Mustertochter" und alle nehmen mir das ab. Jetzt vor allem wenns aufs Wochenende zu geht wirds immer besonders schlimm. Aber ich geb nicht auf und denke an meine Zukunft.
Du musst dich wichtig nehmen, an dich denken, an deine Zukunft. Versuchs es einfach mal.

Liebe Grüße
Marja
 

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