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hilfe, ich vereinsame!

C

cherry

Gast
Hallo.

Bin neu hier und erhoffe mir sehr, dass mir irgendjemand irgendwie helfen kann! Ich bin 24, weiblich und studiere. Nach einem Hochschulwechsel nach dem 2. Semester, war es mir nicht möglich an meinem neuen Studienort irgendwelche Bekanntschaften zu machen geschweige denn Freunde zu finden. Ich bin mittlerweile im 7. Semester!
Als ich an die neue Hochschule kam kannten sich schon alle und hatten ihre Freunde und anscheinend wollte auch niemand ne weitere Freundin haben. Aufgrund dessen und aufgrund von starken Schlafproblemen ging es mir nach kurzer Zeit recht beschissen und ich bin nicht mir in die Uni gegangen. Dadurch habe ich das dritte Semester verbummelt doch im vierten sollte alles anders werden... Bin offen auf alle zugegangen und nicht mal ein Kaffeetrinken ist dabei rumgekommen. Ich verstehs nicht... Bin doch eigentlich ganz nett. Das wiederum führte dazu dass ich überhaupt nicht mehr in die Uni gegangen bin. Und dass ist, bis auf wenige Ausnahmen auch so geblieben.
Mittlerweile ist das zur Uni gehen für mich richtig zur Qual geworden und weil ich vorher meist Panik kriege, bleib ich lieber gleich zu hause. Dabei macht mir mein Studiengang viel Spaß! Jetzt sitzte ich jeden Tag in der Woche in meiner Wohnung und schlage die Zeit tot, fühle mich beschissen und das ist echt positiv ausgedrückt: Ich fühle mich einsam, leer, antriebslos, bin nur noch müde, deprimiert, kraftlos, frustriert, traurig, verliere immermehr meine Lebensfreude und kriege mich einfach nicht mehr in den Griff.
Dazu kommt noch dass ich alle die ich kenne, Freunde und Familie, anlüge und so tue als wäre alles bestens! Das macht mir noch zusätzlich ein schlechtes Gewissen und ich kann deswegen mit niemandem darüber reden. Ich verstehe nicht wie es dazu kommen konnte...
Hab schon wesentlich schlimmeres erlebt und könnte eigentlich ganz glücklich über das sein, was ich habe, aber ich kann mich an nix mehr erfreuen und weiß nicht mehr weiter!

Ich vereinsame total und dabei treffe ich mich so gern mit Bekannten oder Freunden. Könnt ihr mir helfen?
 
Hallo Cherry,

zunächst einmal, ich habe selbst lange Phasen in meinem Studium gehabt, die ähnlich verliefen wie bei Dir...erahne also wie Du Dich fühlen mußt. Du bist nicht allein mit diesen Problemen. Immer häufiger höre und lese ich, dass es Studenten gibt, die nicht mehr klar kommen mit ihrem Leben. Der Freiraum an der Uni ist Fluch und Segen zugleich. Würde man einer geregelten Arbeit nachgehen, könnte man sich gar nicht leisten tagelang zu Hause zu bleiben...aber das nur am Rande.

Du hast vollkommen recht, es ist schwer an einen neuen Ort zu kommen und sich dort eine festen Freundeskreis aufzubauen. Es gibt Menschen, die gehen raus, feiern Partys und strotzen vor Lebensfreude, Selbstbewußtsein und Energie. Sie werden schnell Menschen kennenlernen. Doch gehört man eher zu der zurückhaltenen, ruhigen Sorte wie ich auch, dann gehört schon eine ganze Portion Geduld und Eigeninitiative dazu...
Laß mir Dir berichten wie ich die letzten Monate in einer neuen Stadt angefangen habe. Zunächste einmal bin ich in eine 3er WG gezogen, ist billiger und man hat automatsich Kontakt zu anderen, kann diese um Hilfe bitten oder auch mal lecker Frühstück zusammen essen. Als nächstes habe ich mich in zwei Sportvereinen angemeldet...naja...eher Hobbyvereinen, die nicht nach Leistung sondern nur zum Spass spielen. Bunt zusammen gewürfelte Truppen mit unterschiedlichsten Menschen. Der Vorteil ist hier, dass man diese Leute in einer ungezwungenen Regelmäßigkeit trifft und sich somit automatisch Kontakte ergeben. Nur Mut!

Nun beschäftigt Dich diese Sache nicht erst seit gestern...Es ist ganz normal und schon fast zwangsläufig, dass man ohne soziale Kontakte sich einsam fühlt. Setz Dich aber nicht unter Druck...von wegen...ich muss....
Es ist wichtig, dass Du für Dich erstmal wieder Kraft und Lebensmut zurückgewinnst. Für mich klingt Dein text, als wenn Du Dich seit geraumer Zeit regelrecht einigelst und immer weniger an Dich ran läßt. Das ist gefährlich...glaub mir.Warum erzählst Du Deinen freunden und Deiner Familie nicht wie es Dir wirklich geht? Weil Du dich schämst? Dazu hast Du aber gar keinen Grund, also versuch doch diesen ersten Schritt zu wagen. Dann ist es wichtig, dass man seinen Tagesablauf regelt, so stumpfsinnig das auch klingen mag. Setz Dir doch klitzekleine Ziele. Heute Kuchen backen. Morgen Cousine anrufen... Was hälst Du von Schwimmen oder Joggen? Ich meine jetzt nicht mal kurz ins Spassbad plantschen gehen oder ne Runde um den Block laufen, sondern wirklich zwei-drei mal die Woche sich aufraffen. Das gibt unendliche Power, wenn man sich erstmal aufgerafft und den anfänglichen Schweinehund überwunden hat. Dir macht Dein Studium Spass? Gibt es nicht in dieser Richtung irgendwelche Vereine, Gruppen oder ähnliches, wo Du Dich einbringen kannst?
Ich weiß, dass dies im Moment noch zu viel für Dich ist...ich war damals froh, wenn ich überhaupt mal unter menschen gegangen bin.
Versuch es mit kleinen Zielen, kleinen Schritten...ne Freundin von mir hat z.B. ihre Wohnung ganz toll her gerichtet, liebevolle Details, eigene Bilder an den Wänden. Ihr neuestes Hobby ist es exotische Gerichte auszuprobieren...

Du bist ganz sicher sehr nett und liebenswürdig...manchmal geraten wir halt in eine Art Strudel und benötigen Hilfe von außen, um dort wieder rauszukommen. Jeder Mensch!

Ich wünsche Dir gaaaanz viel Kraft (die 100% in Dir steckt) für die kommenden Tage und Wochen! Meld dich mal wieder.
LG Reni
Nicht die Hoffnung verlieren.
 
hallo Cherry....

klar,jeder ist nicht gerne alleine...

aber du schaffst das,lenk dich ab,geh alleine ins Kino,ins Cafe,man kann alleine spaß haben!








warum ich sowas sag?
ganz einfach,wenn du erstmal draussen bist,wirst du nämlich jemanden fast automatisch kennenlernen!!
und wenn du nur jemand symphatischen anquatscht und fragst,ob er/sie ein nettes cafe kennt...du eine ausrede bringst,wie meine Freundin hat mich verstetzt und ich wollte sooo unbedingt den neuen film angucken,aber alleine will ich eben auch nicht...
bestimmt hat irgenteiner lust,sich den film mit dir anzugucken =)
(oder so halt^^)


ich wünsche dir viel spaß

im übrigen kannst du auch nette leute in chats kennenlernen!


liebe Grüße

Ramona
 
Hallo,


gibt es an deiner Uni nicht so was wie eine Fachschaft für dein Studienfach? Die suchen eigentlich immer Leute, die da mitarbeiten und so lernt man schnell nette Leute kennen.

Du musst dich da einfach überwinden, weil es leider so ist, dass man verdammtes Glück haben muss, damit die Leute auf einen zukommen.

Wenn du sehr schüchtern bist, such doch mal im Internet, ob es einen City-Chat für deinen Studienort gibt, da kann man nette Leute aus der Region erst mal im Internet kennenlernen.

Darf ich fragen, wo und was du studierst?
 
Hallo Cherry,

ich habe Deinen und die "Artikel" der anderen gelesen.
Das Problem, welches Du hast, hat mein Sohn ebenfalls.
Er ist 28 Jahre, sieht gut aus - und er leidet, wie Du auch.
Er hat wenig Freunde ( dafür aber Gute !) und keine Freundin.
Ich denke, daß er zu gut ist für diese Welt.
Schade, daß Du nicht in seiner Nähe bist. Vielleicht würdet Ihr gut zusammen
passen.

Herzliche Grüße und nicht den Mut verlieren.
Krysi.
 
Wenn ich dazu mal was anführen darf:
"Er hat wenig, aber dafür gute Freunde, und er leidet weil er so wenig Freunde hat" ist eine äußerst paradoxe Aussage. Es reicht um vollendetes Glück zu empfinden schon EINE einzige Person die wirklich zu einem steht und wirklich Freund genannt werden kann. Sei mal ehrlich mit dir selbst bzw. sollte dass dein Sohn sein und sich eingestehen dass diese "wenigen guten" Freunde dann wohl doch eher die Zweckbekanntschaften sind, die einen sofort wie eine heiße Kartoffel fallen lassen wenn man nicht so funktioniert wie man soll..
Denn sonst wäre er nicht unglücklich.
Des weiterem kann ich jedem der Freundschaft sucht nur den Rat geben die Uni zu verlassen. So gut wie alle Menschen dort sind emotional und geistig abnorm und zu echten Beziehungen nicht fähig.
Ich war ein halbes Semsester an einer Uni und habe das recht schnell gemerkt, als ich gegangen bin, kurz bevor ich fast wahnsinnig wurde.
 
Also meinem Vorredner kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Nicht alle Leute an der Uni sind "emotional und geistig abnorm und zu echten Beziehungen nicht fähig". Das hat vielleicht mit der Uni, dem Studiengang oder sonstwas zu tun.
Mir geht es auf jeden Fall ähnlich wie dir. Habe auch keine Freunde, und immer wenn ich einen Schritt auf andere zumache, werde ich immer und immer wieder enttäuscht und ich muß mich wirklich zusammen reißen, mir nicht noch meinen letzten Lebensmut davon nehmen zu lassen.
Ich habe jetzt auch mit einem Sport angefangen. Es ist zwar nicht so, daß man da unbedingt viele Leute treffen würde, aber es macht Spaß und wenn man mal Leute trifft, hat man wenigstens etwas, von dem man erzählen kann.
Denn ich empfinde das auch wie einen Teufelskreis: man igelt sich daheim ein, erlebt nichts mehr....und was sollte man dann noch anderen erzählen? also igelt man sich weiter ein und immer so fort.
Irgendwie muß man es schaffen, diesen Kreis zu durchbrechen, sich selbst mal was gutes zu tun. Ich fühle mich auch eigentlich schlecht bei dem Gedanken, allein ins Kino oder die Sauna zu gehen....aber was bleibt einem anderes übrig???
Naja, falls du mal in meine Nähe kommst, können wir ja zusammen einen Kaffee trinken ;o)
 
Ich gebe durchaus zu dass meine Aussage etwas komisch klingt. Nun ich war an einer rein technisch naturwissenschaftlichen Uni eingeschrieben, und da sind die Leute ganz besonders merkwürdig.
 
Hallo, Ihr zusammen,
hier spricht die Mutti von dem 28-jährigen Sohn, der ebenfalls keine
Freundin findet.
Es ist schon komisch. Der jüngere Sohn (22 Jahre) hat keine Probleme mit
"Damenbekanntschaften". Hat sich jetzt auch eine eigene kleine Wohnung, ganz in unserer Nähe (500 m) gesucht. Obwohl wir viel Platz in unserem Haus haben, dachte ich auch, daß es für seine Entwicklung und für seine Selbständigkeit nur gut sein kann. So hat jeder seins und doch sind wir alle
dicht beieinander.
Der große schafft es einfach nicht "seine" Freundin zu finden.
Er ist soo liebenswert und sieht gut aus. Das Wichtigste ist jedoch seine
Bescheidenheit und seine Anständigkeit.
Er meint, daß die Mädchen von heute keine bescheidenen Männer mehr mögen. Nur die Draufgänger und Muskelprotze zählen in der heutigen Zeit.
Muß man als Student unbedingt auch eine eigene Wohnung haben ?
Er meint, es könne daran liegen, daß er noch "zu Hause" wohnt.
Kann denn ein Student ein Studentenzimmer und eine eigene Wohnung
unterhalten ?
Liegt es vielleicht daran, daß man mit 28 J. noch Student ist (eine Ausbildung
war aber schon abgeschlossen - also kein ewiger Student ) und noch nicht
das grooooooße Geld verdient ? Im Internet hat er schon Anzeigen aufgegeben.
Wer kann mir die Antwort geben ?
Gerne hätte ich die jungen Frauen angesprochen. Freue mich selbstverständlich auch auf Gedanken von gleichaltrigen Herren.
Danke. K.
 

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